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definition - Brandzeichen

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synonyms - Brandzeichen

Brandzeichen (n. neu.)

Brandmal, Zuchtbrand

see also - Brandzeichen

Brand (n.m.)

brandig

Zeichen (n. neu.)

symbolisieren

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Brand (n.)










signe (fr)[Classe...]

Zeichen (n.)




Signal[ClasseHyper.]

factotum (en)[Domaine]

Icon (en)[Domaine]

Zeichen (n.)





Wikipedia

Brand

                   
Dieser Artikel behandelt Brand als Schadfeuer, weitere Bedeutungen unter Brand (Begriffsklärung).
  Kanadische Feuerwehr bei der Brandbekämpfung
  Brennendes Haus in Japan

Als Brand gilt ein mit einer Lichterscheinung (Feuer, Flamme, Glut, Glimmen, Funken) verbundener Verbrennungs-, Sengen- oder Schmelzvorgang, der ohne einen bestimmungsgemäßen Herd entstanden ist oder ihn – unkontrolliert – verlassen hat und der sich aus eigener Kraft auszubreiten vermag.

Aufgabe der Feuerwehr ist es, Feuer, die sich unkontrolliert ausbreiten und Sach-, Personen- bzw. Umweltschäden anrichten, zu bekämpfen. Solch ein Brand wird auch als Schadensfeuer bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

  Ursachen

  Folgen einer jugendlichen Brandstiftung: Feuer im Nordturm der Göttinger St. Johanniskirche

Die Ursachen, die zur Entstehung eines Brandes führen, können verschiedener Natur sein. Grundsätzlich müssen jedoch für die Entstehung eines Brandes die Voraussetzungen einer Verbrennung erfüllt sein.

Brandursachen können technische Brandursachen, natürliche Brandursachen und sonstige Einwirkungen von Zündquellen auf brennbare Stoffe sein, wobei bei letzterem der Mensch die hauptsächliche Rolle spielt.

Ein Kabelbrand entsteht, wenn über eine zu schwache Leitung zu viel Strom geleitet wird, für deren Belastung das Kabel nicht geeignet ist. Durch Überlastung eines Stromkabels, vielleicht weil zuviele Geräte angeschlossen sind, erhitzt sich der Draht innerhalb des Kabels so stark, dass dieser anfängt zu glühen. Nach kurzer Zeit fängt die Isolierung Feuer. [1]

Beim Vorliegen einer technischen oder natürlichen Brandursache ist es jedoch durchaus möglich, dass eine strafrechtliche Relevanz auf Grund von Pflichtverletzungen gegeben ist. Wird die technische oder natürliche Brandursache durch die Missachtung allgemein anerkannter technischer Regeln gesetzt, kann auch der Straftatbestand einer Brandstiftung (meist fahrlässig) erfüllt sein.

Ein Brand kann aus Unachtsamkeit beim Hantieren mit brennenden Gegenständen entstehen, wie Zigaretten, Feuerwerkskörpern und Kerzen oder aus technischen Gründen, beispielsweise durch Überhitzung von elektrischen Kabeln oder Lagern. Auch der Kontrollverlust über Nutzfeuer, beispielsweise beim Abbrennen von Laub oder beim Schweißen, kann zu einem Brand führen. Durch das Übergreifen von Flammen benachbarter Brandstellen, zum Beispiel auf benachbarte Gebäude, oder nach einer Explosion (Gas) treten Brände als Folgewirkung auf.

Mutwillig oder vorsätzlich gelegte Brände werden in der Regel durch die Verwendung einfacher Zündmittel, wie Streichhölzer, Feuerzeug oder Kerzen verursacht, aber oft auch unter Zuhilfenahme von Brandbeschleunigern oder Brandsätzen. Manche Stoffe können sich durch Sauerstoffzutritt von selbst entzünden. Auch in der Natur vorkommende Zündquellen wie Blitzschläge können einen Brand auslösen.

Mit der Ermittlung von Brandursachen beschäftigt sich die Brandursachenermittlung.

  Verlauf eines Brandes

  Dachwohnungsbrand in München
  Verbrennungsdreieck

Ausgangspunkt für einen Brand ist die Entzündung von brennbaren Stoffen durch eine Zündquelle. In dieser ersten Phase (bis zur ca. 4. Minute) entsteht ein so genannter „Initial- oder Schwelbrand“, dessen Dauer von der Sauerstoffkonzentration des Raumes abhängt.

In der zweiten Phase (ca. 4. bis 9. Brandminute) entwickelt sich ein lokaler Brand, der die Luft im Raum immer mehr aufheizt. Die Gaskonzentration erreicht ab der ca. 3. Minute Werte, die die Handlungsfähigkeit von Menschen beschränken - und ab der 5. Minute Werte, die für Menschen lebensbedrohlich sind.

Überschreitet die Raumtemperatur die Zündtemperatur der sich im Raum befindlichen Gegenstände, kommt es zu einer schlagartigen Brandausbreitung, der so genannte „Flash-Over“ (ca. 9. bis 10. Minute).

Die nun entstehenden Temperaturen können rasch 1000 °C und mehr erreichen. Entsprechend der vorhandenen Brandlast und der Frischluftzufuhr erhält sich das Feuer auf diesem Temperaturniveau (Vollbrandphase), bis es langsam abklingt.

Weitere mögliche Phasen bzw. Brandereignisse sind:

  Gesundheitsgefahren

→ Hauptartikel: Rauchvergiftung, Verbrennung
  Großbrand auf einer Mülldeponie

Die Hauptgefahr bei einem Brand stellt der giftige Rauch dar. Die in ihm enthaltenen Atemgifte (z. B.: Kohlenstoffmonoxid, Cyangase (Dicyan, Blausäure), u. v. m.) führen bereits nach wenigen Atemzügen zur Bewusstlosigkeit und können toxische Lungenödeme verursachen. Der Tod tritt meist durch Ersticken ein.

Die hohe Temperatur stellt eine weitere Gefahr dar. Sie kann einen Organismus sehr schnell zum Austrocknen oder Verkohlen bringen. Auch Hautverbrennungen sind die Folge, wenn man mit den Flammen in Berührung kommt.

  Brandschaden

  Folgen eines Großbrandes: Blick auf die zerstörte Dachkonstruktion

Primär besteht der Brandschaden aus dem durch das Feuer vernichtete Hab und Gut. Aber auch die Folgeschäden (Sekundärschaden) sind nicht zu übersehen. Hierunter fallen Rauchschäden, Löschwasserschäden, Umweltschäden und Ausfallschäden.

Von Rauchschäden wird gesprochen, wenn durch die giftigen Rauchinhaltsstoffe Gegenstände, die nicht unmittelbar von der Hitze oder vom Feuer beeinträchtigt wurden, trotzdem unbrauchbar werden.

Zu den Umweltschäden zählt zunächst die Entsorgung des Brandschuttes, die mitkalkuliert werden muss. Außerdem können giftige Löschwasserabflüsse in öffentlichen Gewässern große Schäden anrichten, wie beispielsweise das Löschwasser beim Brand der Firma Sandoz in Basel große Schäden im Rhein im Jahr 1986 verursachte (siehe Schweizerhalle). Diese Folgen, wenn auch in kleinerem Rahmen können auch bei kleinen Hausbränden auftreten. Aus diesem Grund existieren Regeln zur Löschwasserrückhaltung.

Ein Ausfallschaden entsteht, wenn beispielsweise bei einem Wohnungsbrand der Geschädigte bis zur Wiederinstandsetzung sich eine Wohngelegenheit suchen muss. Bei Produktionsbetrieben kann ein Totalausfall große Auftragsverluste nach sich ziehen, die bis zur endgültigen Betriebsschließung führen können. So besagen amerikanische Untersuchungen, dass bis zu 75 Prozent der Firmen, deren Produktionsstätten abgebrannt sind, nie wieder produzieren. Historische Kulturgüter sind nach einem Brand oft unwiederbringlich verloren oder stark beschädigt, wie beim Brand in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek.

  Brandschutz und Baurecht

Fast jede Stadt wurde im Laufe ihrer Geschichte von größeren Bränden heimgesucht. Diese negativen Erfahrungen führten im Laufe der Zeit zur Aufstellung von örtlichen Brandschutzvorschriften.

In der heutigen Zeit beschäftigt sich der Brandschutz mit der Verhinderung von Bränden (vorbeugender Brandschutz) und einer Begrenzung bereits entstandener Brände (abwehrender Brandschutz). Sinnvolle bauliche Maßnahmen sind beispielsweise die Installation von Brandmeldern und die Errichtung von Brandwänden.

Folgerichtig sind Brandschutzbestimmungen nach wie vor wesentliche Bestandteile der Bauordnungen. Die Bauordnungen stellen dabei den baulichen Brandschutz (durch feuerwiderstandsfähige Bauteile) in den Vordergrund, während technische Brandschutzmaßnahmen (z. B. Brandmeldeanlagen, Sprinkleranlagen) nur bei Sonderbauten eine Rolle spielen.

Ergänzt werden die eher allgemein gehaltenen Bauordnungen (geeignet für Wohn- und Bürogebäude) durch Sondervorschriften für besondere Anlagen und Bauwerke (Sonderbauten). In vielen Ländern gibt es für Gaststätten, Versammlungsstätten, Verkaufsstätten, Krankenhäuser, Schulen, Hochhäuser usw. eigene Regelwerke, in denen die besonderen Gefahren und betrieblichen Notwendigkeiten berücksichtigt werden.

Bei Bauvorhaben und Nutzungsänderungen Gebäuden der Gebäudeklassen 4,5 und Sonderbauten gemäß Musterbauordnung muss der Bauherr/Architekt ein Brandschutzkonzept (Brandschutznachweis) vorlegen. Die Vereinbarkeit des Bauvorhabens mit den öffentlichen Bauvorschriften ist so nachzuweisen.

  Einteilung

  Einteilung nach Größe

Brände lassen sich nach ihrer Größe einteilen. In Deutschland geschieht dies nach DIN 14010[2] in vier Kategorien (Kleinbrand a, Kleinbrand b, Mittelbrand, Großbrand). Diese Einordnung hilft, entsprechende Gegenmaßnahmen wie die Alarmierung von Einsatzkräften der Feuerwehr im Bereich des Brand- und Katastrophenschutzes zu treffen.

  Entstehungsbrand

Jeder Brand, sofern es sich um keine Brandstiftung handelt, beginnt mit einem Entstehungsbrand. Hierbei handelt es sich nicht selten um einen Schwelbrand, ausgelöst durch Defekte in elektrischen Geräten, vergessene Herdplatten, unbeaufsichtigte Kerzen oder Ähnlichem. Entstehungsbrände können meist ohne besonderes Löschgerät mit einem Eimer Wasser gelöscht werden, sie reichen jedoch aus, um genügend Rauch zu produzieren, dass Personen dadurch ernsthaft gefährdet werden. Deshalb sollte auch schon bei einem Entstehungsbrand Atemschutz getragen werden.

  Kleinbrand

  Kleinbrand B oder Mittelbrand
  Kleinbrand B oder Mittelbrand

Kleinbrände sind die häufigsten Brände, zu denen jedoch nicht immer die Feuerwehr ausrücken muss. Zum Löschen eignet sich insbesondere ein Feuerlöscher oder eine Kübelspritze. Die Feuerwehr unterscheidet dabei zwischen:

Beispiele für Brände kleinerer Ausdehnung sind kleinere Pkw-Brände, Rasenbrände oder brennende Mülltonnen.

  Mittelbrand

Die meisten Brände, zu denen die Feuerwehr ausrückt, sind Mittelbrände und können in der Regel von einem oder seltener zwei Löschzügen der Feuerwehr wirksam bekämpft werden. Gemäß offizieller deutscher Definition werden nicht mehr als 3 C-Rohre und keine Sonderrohre eingesetzt.

Beispiele für Brände mittlerer Ausdehnung sind Wohnungsbrände, größere Kfz-Brände, Gebäudebrände, Schienenfahrzeugbrände, kleinere Waldbrände (ohne Wipfelfeuer).

  Großbrand

  Brennende Lagerhäuser in Helsinki

Großbrände stellen die Ausnahme dar. Gemäß Definition werden mehr als 3 C-Rohre oder/und Sonderrohre wie B-Rohre, Monitore oder Schaumstrahlrohr eingesetzt.

Zu ihrer Bekämpfung können mehrere Züge oder gar Verbände der Feuerwehr über einen größeren Zeitraum benötigt werden. Diese können unter Umständen auch von Katastrophenschutzeinheiten unterstützt werden. Der Löscherfolg am brennenden Objekt kann dabei äußerst gering bleiben. Teilweise müssen sich die Hilfskräfte darauf beschränken, die Ausbreitung des Feuers zu begrenzen und benachbarte Sachwerte (Nachbargebäude etc.) zu schützen. Hierfür werden auch Monitore, B-Rohre, Wenderohre, Hydroschilde und andere große Wasserabgabe-Armaturen eingesetzt. Beispiele für Brände großer Ausdehnung sind Tankzugbrände, Tanklagerbrände, Brände von Großobjekten, Industriebetrieben und landwirtschaftlichen Anwesen, aber besonders auch größere Waldbrände und Brände auf Müllkippen. In der Geschichte gab es allerdings auch Brände, die sich zu regelrechten „Feuerstürmen“ entwickelten, bei denen ganze Städte bzw. große Teile dieser niederbrannten.

Siehe Abschnitt Brandkatastrophen;

  Einteilung nach Brandklasse und Art

Zur erfolgreichen Brandbekämpfung muss ein Brand richtig erkannt und eingeteilt werden, um eine richtige Wahl der Löschmittel zu treffen.

In Europa ist die Klassifizierung vereinheitlicht und erfolgt nach der Europäischen Norm EN2, nach der die Brände in Brandklassen eingeteilt werden. Die einzelnen Brandklassen werden mit den Buchstaben A, B, C, D und F bezeichnet.

Brandklasse Definition Beispiele Löschmittel
Fire Class A.svg Brände fester Stoffe hauptsächlich organischer Natur, die normalerweise unter Glutbildung verbrennen Holz, Kohle, Papier, Textilien, Autoreifen, einige Kunststoffe, Stroh usw. Wasser, Wässrige Lösungen, Schaum, Kohlenstoffdioxid, ABC-Pulver
Fire Class B.svg Brände von flüssigen und flüssig werdenden Stoffen

(Dazu zählen auch Stoffe, die durch eine Temperaturerhöhung flüssig werden)

Benzin, Alkohol, Teer, Wachs, viele Kunststoffe, Ether, Lacke, Harz usw. Schaum, ABC-Pulver, BC-Pulver, Kohlenstoffdioxid
Fire Class C.svg Brände von Gasen Ethin (Acetylen), Wasserstoff, Erdgas, Propan, Stadtgas usw. ABC-Pulver, BC-Pulver, (Kohlenstoffdioxid nur in Ausnahmefällen: hierfür gibt es sehr, sehr selten speziell konstruierte Sonderfeuerlöscher mit Gasstrahldüse), Gaszufuhr durch Abschieben der Leitung unterbinden
Fire Class D.svg Brände von Metallen Aluminium, Magnesium, Natrium, Kalium, Lithium usw. sowie deren Legierungen Metallbrandpulver (D-Pulver), trockener Sand, trockenes Streu- oder Viehsalz, trockener Zement, Grauguss-Späne
Fire Class F.svg Brände von Speisefetten und -ölen in Frittier- und Fettbackgeräten und anderen Kücheneinrichtungen und -geräten (Fettbrand) Speiseöle und Speisefette Speziallöschmittel (Flüssiglöschmittel aus Brandklasse F-Handfeuerlöscher)

Hintergrund für die Ausgliederung der Stoffe der Klasse F aus der Brandklasse B ist die Tatsache, dass die Standardlöschmittel für die Brandklassen A, B und C auf diese Stoffe nur sehr bedingt einsetzbar sind. Der Einsatz von ungeeigneten Löschmitteln kann unter Umständen wirkungslos oder gar mit Gefahren verbunden sein.

In der Europäischen Norm EN2, war Anfangs auch eine Brandklasse E vorgesehen. Diese sollte für Brände in elektrischen Niederspannungsanlagen (bis 1.000 Volt) gelten. Sie wurde aber wieder verworfen, da alle Feuerlöscher in Niederspannungsanlagen eingesetzt werden können, sofern der auf dem Feuerlöscher aufgedruckte Sicherheitsabstand eingehalten wird.

  Brandort

  Brandkatastrophen

  Hamburger Brand im Jahr 1842

In der Geschichte gab es eine Vielzahl von verheerenden Brand- und Explosionskatastrophen, eine Auswahl ist in der Liste von Brand- und Explosionskatastrophen enthalten.

  Brandopfer im internationalen Vergleich

Tote durch Brandeinwirkung pro 1 Mio. Einwohner pro Jahr (Stand 2003)[3]

Land Tote (ppm)
Dänemark 16
USA 14
Norwegen 13
Kanada 12
Irland 11
Schweden 11
Frankreich 10
Großbritannien 9
Australien 7
Deutschland 7
Niederlande 7
Österreich 6
Schweiz 5

Aus den GUS-Staaten, dem asiatischen Raum sowie Afrika liegen keine verlässlichen Zahlen vor.

  Siehe auch

  Weblinks

 Commons: Feuer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Brand – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

  Einzelnachweise

  1. http://www.elektro-klose.at/knowhow/kabelbrand.html
  2. DIN 14010-2005-10 (D): Angaben zur statistischen Erfassung von Bränden
  3. Statistik des World Fire Statistics Centre (WFSC); Tabelle 4 (PDF-Datei; 0,1 MB)
   
               

Zeichen

                   
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Zeichen (Begriffsklärung) aufgeführt.

Ein Zeichen ist im weitesten Sinne etwas, das auf etwas anderes zeigt.

Zeichentheoretiker sehen darin ein semiotisches Phänomen und bestimmen im engeren Sinne Zeichen als eine Unterklasse dieses Phänomens. Dort stehen Zeichen anderen semiotischen Phänomen, wie den Symbolen und Anzeichen (vgl. Index, Signal), gegenüber. Sprachzeichen sind Grundelemente einer Sprache.

Zeichen ist dabei allgemein etwas Unterscheidbares, dem eine Bedeutung zugesprochen wird; ein sprachliches Zeichen als Grundelement eines Kommunikationssystems (also auch Gesten, Gebärden, Laute, Markierungen auch Symbole).

Zeichen kommt aus indogermanisch dei für „hell glänzen“, „schimmern“, „scheinen“, und wird im Althochdeutsch zu zeihhan „Wunder“, „Wunderzeichen“. Dem deutschen Wort liegt ursprünglich die irdische Erscheinung einer höheren Macht zugrunde.

Inhaltsverzeichnis

  Zeichenbegriff

Zum Zeichenbegriff siehe auch: Semiotik.

  Einseitiger und zweiseitiger Zeichenbegriff

Das Wort "Zeichen" kann entsprechend bedeuten:

  1. nur den Zeichenkörper
    (einseitiger, unilateraler Zeichenbegriff[1])
  2. die als untrennbar gedachte Einheit der Beziehung des Zeichenkörpers zu seiner Bedeutung
    (zweiseitiger, dyadischer Zeichenbegriff[2], "bilateraler"[1] ).

Einen einseitigen Zeichenbegriff vertraten nicht nur Ogden/Richards, sondern schon die klassische Zeichentheorie. Geht man davon aus, dass ein Zeichenkörper nicht direkt, sondern nur auf Grund einer Vermittlungsinstanz {Vorstellung, Begriff, Gebrauch} etwas Außersprachliches bezeichnet, kann diese dreistellige Relation im semiotischen Dreieck veranschaulicht werden.

Einen zweiseitigen (bilateralen) Zeichenbegriff vertrat (nach herrschender Vorstellung) de Saussure: das Zeichen als psychische Einheit, bestehend aus einer Ausdrucksseite (signifiant) und aus einer Inhaltsseite (signifié), wie zwei Seiten eines Blatts Papiers. Nach anderer Auffassung soll de Saussure den Ausdruck „Zeichen“ auch zur Bezeichnung des Signifikanten allein verwendet haben (Zeichen i.S.v. [1.])[3]. Dann ist unklar, ob de Saussure Zeichen im Sinne von [1.], [2.] oder im Sinne einer Kombination von beiden verwendet.[4]

Definiert man das Zeichen so als psychische Einheit, dann wird der Bezug auf die Wirklichkeit Referenz und der pragmatische zu den Sprachbenutzern ausgeblendet.

  Aristoteles

Zeichen ist im weitesten Sinn alles, was für etwas anderes steht; was als "zuvor Erkanntes zur Erkenntnis eines anderen führt“[5], "eine andere Gegebenheit ... repräsentiert bzw. diese bezeichnet oder darstellt...“[6], „irgendetwas, das einem anderen, dem Bezeichneten zugeordnet ist“[7]; das, was zu diesem in einer "Verweisbeziehung"[8] steht. „Ein Zeichen zeigt etwas an, d.h., es verweist auf etwas, das außerhalb des Zeichens selbst liegt.“[9] Ein Zeichen „ist alles, was und insofern es dazu dient, etwas anzuzeigen oder kenntlich zu machen“[10].

Zeichen sind „physikalische Dinge“ (Markierungen mit Tinte auf Papier, Tonwellen etc.)[11]. „Was sie zu Zeichen macht, ist die vermittelnde (intermediäre) Stellung, die sie zwischen einem Objekt und einem Zeichenverwender, d.h. einer Person einnehmen.“[11]

Nach Gottlob Frege ist das Zeichen das, was „uns dazu dient, irgendetwas zu bezeichnen, auszudrücken oder zu behaupten“. Es ist „nur ein willkürlich gewähltes Mittel des Gedankenausdrucks, das ganz außerhalb der Betrachtung bleibt. In dieser Stellvertretung liegt der Nutzen der Zeichen“[12].

Grundlage der Zeichentheorie ist der Grundsatz aliquid stat pro aliquo „Etwas steht für etwas“. „Ein Wesensmerkmal eines Zeichens ist demnach seine Stellvertreterfunktion: Ein Zeichen steht per definitionem ‚für etwas anderes‘, es ist also prinzipiell nicht selbstreferentiell.“[13] Die aliquid-pro-aliquo-Zeichendefinition ist ihrer Formulierung nach ein Grundsatz der mittelalterlichen Scholastik[14], der Sache nach aber schon bei Aristoteles angelegt[15].

Schon seit Aristoteles wird vertreten, dass Zeichen Dinge der Welt nicht unvermittelt, sondern vermittelt über einen Begriff, Vorstellung etc. bezeichnen[16], was eine naive Konzeption überwindet: „Die Sachen werden von den Zeichen nicht präsentiert, sondern repräsentiert.“[16]. Diese Einsicht wird „für die ganze Geschichte der Semiotik entscheidend“[15]

  Der Zeichenbegriff der strukturalistischen Sprachwissenschaft

Nach Ferdinand de Saussure ist ein Zeichen die Beziehung (Verbindung) zwischen Bezeichnetem (Signifié, Signifikat) und Bezeichnendem (Signifiant, Signifikant). Das Bezeichnete entspricht einer Vorstellung oder einem Konzept, das Bezeichnende ist ein Lautbild. Das Lautbild ist auch etwas Gedachtes (also ein psychischer Eindruck und nicht die physikalische Schallwelle), da man für sich selber eine Lautfolge gedanklich „aussprechen“ kann, ohne die Lippen zu bewegen. Der Zusammenhang zwischen Bezeichnetem und Bezeichnendem ist beliebig (arbiträr). Beliebig bedeutet hier nicht, dass jede Person frei einen Signifikanten für ein Signifikat aussuchen kann, sondern dass die ursprüngliche Festlegung eines Zeichens unmotiviert ist. Zeichen für die Kommunikation zwischen Menschen bedürfen der „Verabredung“, einer Konvention. Ist das Zeichen erst einmal zur Konvention geworden, bleibt es fest zugeordnet.[17]

Nähere Einzelheiten: Ferdinand de Saussure

  Der Zeichenbegriff des Pragmatismus

Charles S. Peirce entwickelte eine pragmatische Semiotik und erweiterte den dyadischen Zeichenbegriff zu einem spezifischen triadischen Modell. Dies führt zu einer prozesshaften und dynamischen Zeichentheorie.

Peirce definiert das Zeichen als eine triadische Beziehung zwischen einem Repräsentamen, einem Interpretanten und einem Objekt.

Ein Repräsentamen ist ein Zeichenträger (z.B. ein Bild, ein Wort), ein Zeichen im engeren Sinn, "das für jemanden in irgendeiner Hinsicht oder durch irgendeine Eigenschaft für etwas steht." [18]

Ein Interpretant ist ein Gedanke, den der Zeichenträger bei einem Interpreten hervorruft und selbst wieder ein Zeichen (im engeren Sinn) ist.

Mit den Worten Peirce: "Ein Zeichen oder Repräsentamen ist alles, was in einer solchen Beziehung zu einem Zweiten steht, das sein Objekt genannt wird, dass es fähig ist, ein Drittes, das sein Interpretant genannt wird, dahin gehend zu bestimmen, in derselben triadischen Relation zu jener Relation auf das Objekt zu stehen, in der es selber steht. Dies bedeutet, dass der Interpretant selbst ein Zeichen ist, das ein Zeichen desselben Objekts bestimmt und so fort ohne Ende." [19]

Ausführlich: Charles S. Peirce

Umberto Eco schlägt vor, alles Zeichen zu nennen, was aufgrund einer vorher vereinbarten sozialen Konvention als etwas aufgefasst werden kann, das für etwas anderes steht. Er übernimmt damit weitgehend die Definition von Charles W. Morris (1938).

  Sonstige Bedeutungen

In religiösen und spirituellen Zusammenhängen werden unter Zeichen

  • Ahnungen
  • Träume
  • verstärkende Wiederholungen bestimmter Ereignisse innerhalb kurzer Zeit
  • Koinzidenzen, d.h., merkwürdige Zusammentreffen auffälliger Umstände

verstanden.

  Eigenschaften des Zeichens

  Kommunikationsabsicht?

Ob eine Kommunikationsabsicht zum Zeichenbegriff dazugehört, hängt vom verwendeten Zeichen- wie vom Kommunikationsbegriff ab.

Wenn es heißt: "Jedes Zeichen dient der Verständigung, der Kommunikation"[20], dann gilt dies für Sprachzeichen. Der semiotische Zeichenbegriff kann weiter sein. Er bezieht auch bloße Anzeichen in den Zeichenbegriff ein (Rauch als Zeichen für Feuer).

Siehe auch unten zur Unterscheidung zwischen indexikalischen und Kommunikationszeichen.

  Arbitrarität und Konventionalität

„Arbitrarität und Konventionalisierung sind die beiden zentralen Charakteristika sprachlicher Zeichen.“[21]

  • Arbitrarität (Willkürlichkeit) besagt: "Zwischen dem Bezeichnenden (Signifikant, Zeichen, Symbol) und dem Bezeichneten (Signifikat, Begriff, Gedanke) besteht eine beliebige, nicht naturnotwendige oder abbildende, sondern konventionell festgelegte Bedeutung.“[22]
    „Der arbiträre Charakter des sprachlichen Zeichens ist aber nicht absolut zu nehmen. Seit Saussure hat man im Gegenteil auf dem motivierten, d.h. unmittelbar verständlichen Charakter von gewissen lexikalischen Einheiten bestanden. Drei Typen von Motivation strukturieren das Lexikon: die phonetische Motivation, die morphologische Motivation und die semantische Motivation.“[23]
Ausführlich: Arbitrarität.
  • Konventionalität bedeutet: die Zeichen beruhen auf (auch stillschweigenden) Vereinbarungen (Gewohnheiten), auf "Leistungen einer Sprachgemeinschaft"[24]. Gemeint ist eine in der Regel stillschweigende Konvention, "die als sprachliche Regel oder gesellschaftliche Norm zur Kultur einer Gesellschaft gehört"[25]. Sie gibt der willkürlichen Zuordnung von Zeicheninhalt und Zeichenform die für die Kommunikation notwendige Stabilität.[26]
Zum Teil wird auf die Unterscheidung von Konvention und Übereinkunft wert gelegt: nur der Komventionsbegriff im Sinne von Lewis sei zugrundezulegen: Danach seien Konventionen "Verhaltensregularitäten von Individuen einer Gruppe, die durch komplexe, wechselseitig aufeinander gerichtete Erwartungen erzeugt werden"[27].

Aus der Arbitrarität und Konventionalität von Zeichen folgt ihre Veränderlichkeit[28].

  Assoziativität

Neben der Arbitrarität und Konventionalität wird als dritte kennzeichnende Eigenschaft von Sprachzeichen nach der Theorie von de Saussure die Assoziativität der Zeichen angeführt.[29]

Dies setzt eine psychologisch (mentalistisch, kognitiv(istisch)) orientierte Zeichentheorie voraus und beschreibt das Verhältnis von Zeichenform und Zeicheninhalt in psychologischer Perspektive als assoziativ. Dass, wie das Phänomen der Aphasie zeigt, Zeichenform und Zeicheninhalt "unabhängig voneinander verloren gehen"[30] wird nicht als Widerspruch zu der Behauptung de Saussures von der Untrennbarkeit von Zeicheninhalt und Zeichenausdruck (an-)gesehen[31].

  Kontext- und Situationsbezogenheit

Zeichen werden immer in einem physischen, sozialen und psychischen Kontext aktualisiert (Situation), sodass wir das Zeichen verstehen, weil wir es im Rahmen einer Gesamtsituation interpretieren.

  Zeichen als Systemelement und die Systemfunktionalität des Zeichens

Ein Zeichen oder eine Zeichenmenge gehören zu einem bestimmten Zeichensystem (der Chemie, Morsecode, Flaggensignale etc.).[32]

Das (ein) System der Sprachzeichen wird in der Sprachwissenschaft seit Ferdinand de Saussure Langue genannt.

Die Bedeutung eines Zeichens hängt von seiner Stellung im Zeichensystem und dessen Struktur ab. De Saussure verwendete dafür den Ausdruck valeur (franz.: Wert), der im Deutschen mit Wert, sprachlicher Wert, Stellenwert eines Zeichens oder mit systemischer Wert wiedergegeben wird.

  • Beispiel: Die Note (das Wort, das Zeichen) "gut" hat in dem Notensystem "sehr gut | gut | ausreichend | mangelhaft" einen anderen Notenwert, einen anderen Sinn als in der Notenskala "gut | befriedigend | mangelhaft".

Nach dem (extremen) Strukturalismus allein davon: „Jedes Zeichen hat einen Wert nur durch seine Opposition zu den anderen Zeichen des Systems. Was hier wichtig ist, ist also nicht die positive Qualität, sondern der differentielle Charakter der Zeichen.“[33]

Zu beachten ist, dass ein Zeichen in verschiedenen systematischen Zusammenhängen stehen und damit "ganz unterschiedliche Werte"[34] (je nach System im Konkreten) haben kann.

Nach de Saussure kommt einem Zeichen in einem System ein fester Wert "als Produkt differentieller Relationen"[35] zu. Dies wird vom Poststrukturalismus bestritten.

In der (strukturalistischen) Linguistik werden insbesondere zwei Systemaspekte unterschieden:

  1. paradigmatische Beziehungen: Beziehungen zwischen Zeichen gleicher Art bzw. Funktion;
  2. syntagmatische Beziehungen: Beziehungen zwischen Zeichen unterschiedlicher Art bzw. Funktion, die dem Aufbau von komplexen Zeichen zugrunde liegen.
Im Einzelnen dazu: Paradigma und Syntagma.

  Linearität

Eigenschaft eines Zeichens ist weiterhin seine Linearität[33]. Diese beruht darauf, dass das Zeichen in der Zeit verwirklicht wird.[33]

  Einteilungen von Zeichen

  Symbol - Ikon - Index

  Überblick

Der Ausdruck Symbol wird zum Teil umgangssprachlich mit dem Begriff Zeichen gleichgesetzt. [36]

Fachsprachlich bezeichnet Symbol

  • in der europäischen Tradition (z.B. Ferdinand de Saussure) ein Zeichen im weiteren Sinn, bei dem zwischen dem Zeichen und dem, was es bezeichnet, ein gewisser Ähnlichkeitsbezug besteht. Gegenbegriff ist dann das Zeichen im engeren Sinn = das rein willkürliche Zeichen.[37]
  • in der amerikanischen Tradition (begründet von Charles S. Peirce) bezeichnet Symbol das Gegenteil: das rein willkürliche Zeichen. Es wird dann den Zeichentypen Ikon (abbildendes Zeichen) und Index (anzeigendes Zeichen) entgegengesetzt.

  Terminologie von Peirce

Unter dem Einfluss der amerikanischen ist auch in der deutschen Linguistik eine Terminologie von Charles S. Peirce verbreitet, in der zwischen Symbol, Ikon und Index unterschieden wird. Die Terminologie von Peirce für den Ausdruck „Symbol“ widerspricht dabei der europäischen Tradition.

Peirce unterteilt die Zeichen in drei Zeichen-Trichotomien, so dass sich neun Subzeichenklassen und, durch deren Kombination untereinander, zehn Hauptzeichenklassen ergeben. Unter den Subzeichenklassen sind die wohl bekanntesten: Ikon, Index und Symbol. Sie gehören zur zweiten Trichotomie, in der die Objektrelation des Zeichens thematisiert wird.

  • Ein Ikon ist ein Zeichen, das durch Ähnlichkeit auf seinen Gegenstand verweist (ein Abbildverhältnis): lautmalerische (onomatopoetische) Ausdrücke ("Kuckuck", "Uhu", "wiehern", "Wau" für das Kläffen eines Hundes, etc.) ebenso wie formikonische Wörter ("S-Kurve", "T-Träger", "V-Ausschnitt", etc.).
  • Ein Index ist ein Zeichen, das durch unmittelbare kausale Wirkung seines Objektes auf dieses verweist, so ist z. B. Rauch ein Zeichen für das verursachende Feuer. Eine andere Bedeutung von Index als individuell zugeordnetem Zeichen (z. B. Eigennamen) steht damit insofern in Einklang, als ein solcher Index nur durch einen physischen Benennungsakt zustande kommt, an dem sein Objekt beteiligt ist (z.B. Taufe).
  • Symbole (im Sinne von Peirce) sind Zeichen im oben angeführten Sinne: zwischen der Form des Zeichens (Bezeichnendes) und seiner Bedeutung (Bezeichnetes) besteht ein Verhältnis, das durch Arbitrarität und Konventionalität gekennzeichnet ist: zwischen der Buchstabenfolge s-t-u-h-l und dem gemeinten Gegenstand besteht keine Ähnlichkeitsbeziehung. D.h., das Symbol verweist durch reine Gewohnheit auf seinen Gegenstand.

Die Einteilung ist idealtypisch. In der Wirklichkeit sind Zeichen Kombinationen dieser Grundtypen.[38]

Ausführlicher: Charles S. Peirce

  sprachliche (verbale) - nichtsprachliche (nicht-verbale) Zeichen

Quer zu der Einteilung der Zeichen in Index, Ikon und Symbol steht die Einteilung in verbale und nicht-verbale bzw. in sprachliche und nichtsprachliche Zeichen. Der Einteilungsgrund ist die Benutzung von Sprache zum Zwecke der Kommunikation.

Statt von nichtsprachlichen Zeichen spricht man auch von nicht-verbalen Zeichen oder von nonverbalen Zeichen.

Die Terminologie ist allerdings nicht einheitlich. Im weiteren Sinn sind nichtsprachliche Zeichen alle Zeichen, die nicht sprachlicher Art sind. Darunter werden paraverbale und nichtsprachliche Zeichen im engeren Sinn (nonverbale Zeichen[39]) gefasst.

Paraverbale Zeichensind nichtsprachliche Zeichen im weiteren Sinn, die sich in einer sprachlichen Äußerung manifestieren. Gemeint sind damit etwa stimmliche Qualitäten, die mitgeteilte Stimmung (z.B. Angst, Unsicherheit ..).

Nichtsprachliche Zeichen im engeren Sinn sind nichtsprachliche Zeichen, die unabhängig von der Sprache existieren. Dies betrifft z.B. die Gestik, Mimik, die Körperhaltung, im weiteren Sinn auch die Kleidung, die Wohnungseinrichtung, die Frisur oder auch z.B. Verkehrszeichen, Piktogramme.[40]

Siehe auch: nonverbale Kommunikation

  indexikalische Zeichen - Kommunikationszeichen

Zeichen im weiteren Sinn können eingeteilt werden in Zeichen mit Kommunikationsabsicht (Kommunikationszeichen; Zeichen im engeren Sinn; Zeichen für) und Zeichen ohne Kommunikationsabsicht (indexikalische Zeichen (im engeren Sinn); Zeichen von)[41].

Dies ist eine idealtypische Unterscheidung, da häufig die Grenze nicht ausmachbar ist (z.B. die Grenze zwischen einem natürlichen, spontanen Lächeln und z.B. einem täuschenden Lächeln).

Zeichen ohne Kommunikationsabsicht werden auch Indiz (Anzeichen, natürliche, uneigentliche Zeichen) genannt und sind Indexe (im Sinne von Peirce) oder Symptome (in anderer Terminologie).

Die Unterscheidung setzt voraus, dass man - wie das herrschende Verständnis - für eine Kommunikation eine Absichtlichkeit und damit Gerichtetheit verlangt[42]. Fasst man wie Watzlawick den Kommunikationsbegriff weiter und betrachtet als Kommunikation als Mitteilung und Mitteilung als etwas, was - unabhängig von einer Kommunikationsabsicht - interpretierbar ist, so sind alle Zeichen Kommunikationszeichen.

  Zeichenmuster (type) - Zeichenvorkommnis (token)

Charles S. Peirce unterschied bei einem Zeichen type und token. Im Deutschen spricht man unterschiedlich unter anderem von Muster (oder Typ) - Vorkommnis oder vom virtuellen Zeichen - aktuellen Zeichen[43].

Beispiel: In dem Wort "Hallo!" hat der Buchstabe l als Muster (type) zwei Vorkommnisse (token).

Das Zeichen als Muster nennt man virtuelles Zeichen, da es eine abstraktive Größe ist, die dem einzelnen Gebrauch zugrunde liegt, realisiert jedoch nicht als solches, sondern nur (in der konkreten Verwendung) als aktuelles Zeichen vorkommt[44].

Einzelheiten: Token und Type

  (Sonstige) Zeichentypen

  Schriftzeichen

Die chinesische Schrift ist der Prototyp einer ikonischen Schrift. Gerade das Beispiel zeigt, dass auch diese konventioneller Festlegungen bedürfen, um Missverständnissen entgegenzuwirken. Wörter in einer Alphabetschrift bestehen aus Buchstabensequenzen.

Erst das ganze einzelne Wort ist im linguistischen Sinn ein Zeichen, und zwar ein symbolisches. Nicht zu verwechseln mit dem Begriff des Zeichens ist der Begriff des Schriftzeichens (der „Letter“). Letzterer muss nicht einer Bedeutung (Bezeichnetem) zugeordnet sein, sondern ist bei Alphabet- und Silbenschriften einer bestimmten Lautung oder Funktion innerhalb des Schriftsystems zugeordnet. (Im Englischen ist die Unterscheidung eindeutiger: sign vs. character.)

  Zahlzeichen

Verwandt mit den Schriftzeichen, aber nur in ihrer Form arbiträr, und weniger in der Funktion, sind die Zahlzeichen. Entgegen der formalen Parallelen zwischen Ziffer und Letter und Zahl und Wort übernimmt nur in der elementarsten Mathematik (dem „Zählen“) die Zahl – in Wort, Geste und Schriftzeichen – die Funktion des Zeichens, in der eigentlichen Mathematik (dem „Rechnen“) die Ziffer, die das Zahlensystem repräsentiert.[45]

  Zeichen in Mathematik, Physik und Technik

Mathematische und physikalische Größen (Variable und Konstanten) werden in Rechnungen, aber auch in Texten durch Formelzeichen (DIN 1304) gekennzeichnet. Für Rechenvorschriften gibt es mathematische Zeichen (DIN 1302). Für konkrete Werte physikalischer Größen, die als Produkt von Zahlenwert und Maßeinheit angegeben werden, gibt es international festgelegte Einheitenzeichen (DIN 1301).

  Zeichen in Kalkülen

Zeichen bilden die Bausteine logischer Kalküle. Deren wesentliche Eigenschaft besteht gerade darin, dass logische Schlussregeln ausschließlich auf zeichenhaften Formeln ausgeführt werden. Bestimmte Zeichenkombinationen werden aus anderen Zeichenkombinationen rein formal abgeleitet. Der Bezug auf eine Wirklichkeit, ein Bezeichnetes, ist innerhalb des Kalküls nicht vorhanden - er ergibt sich erst durch die Interpretation der Zeichen. Die Untersuchung derartiger Interpretationen ist Gegenstand der Modelltheorie.

  Siehe auch

  Literatur

  • Hadumod Bußmann: Lexikon der Sprachwissenschaft. 4. Auflage, Verlag Kröner, Stuttgart, 2008; ISBN 3-5204-5204-9
  • Jacques Derrida: Die Struktur, das Zeichen und das Spiel im Diskurs der Wissenschaften vom Menschen.- In: Jacques Derrida, Die Schrift und die Differenz, Frankf. a. Main (Suhrkamp) 1976, S. 422 ff.
  • Jacques Derrida: Die Stimme und das Phänomen. Frankfurt am Main (Suhrkamp) 1979. ISBN 3-518-10945-6
  • Umberto Eco: Semiotik. Entwurf einer Theorie der Zeichen, Wilhelm Fink Verlag, München 1987.
  • Sven Frotscher: "5000 Zeichen und Symbole der Welt", Haupt Verlag AG, Bern Stuttgart Wien 2006, ISBN 978-3-258-06802-2
  • Jochen Hörisch: Das Sein der Zeichen und die Zeichen des Seins. Marginalien zu Derridas Ontosemiologie.- In: Jacques Derrida, Die Stimme und das Phänomen, Frankf. a. M. (Suhrkamp) 1979, S. 7-50
  • Ferdinand de Saussure: Grundfragen der allgemeinen Sprachwissenschaft. 2. Auflage mit neuem Register und einem Nachwort von Peter von Polenz. de Gruyter, Berlin 1967. (Übersetzung der frz. Originalausgabe v. 1916). Erster Teil, Kapitel I, Die Natur des sprachlichen Zeichens, 1916.
  • Thomas Bernhard Seiler: Begreifen und Verstehen, Verlag Allgemeine Wissenschaft, Darmstadt 2001, ISBN 3-935924-00-3
  • Serebrinnikow, Allgemeine Sprachwissenschaft Band 1, Existenzformen, Funktion und Geschichte der Sprache, Wilhelm Fink Verlag München/Salzburg
  • Elisabeth Walther: Zeichen. VDG, Weimar 2002. ISBN 3-89739-310-7, www.vdg-weimar.de
  • Guenther Witzany, The Logos of the Bios 1. Contributions o the foundation of a three-leveled biosemiotics. Umweb, Helsinki 2006. ISBN 952-5576-01-9

  Quellen

  1. a b Vater, Referenz-Linguistik (2005), S. 13 Fn. 4
  2. Pelz, Linguistik (1996), S. 45
  3. Mahmoudian, Zeichen, in: Martinet, (Hrsg.), Linguistik (1973), S. 258 (259)
  4. So Mahmoudian, Zeichen, in: Martinet, (Hrsg.), Linguistik (1973), S. 258 (259)
  5. Santeler/Brugger, Philosophisches Wörterbuch (1976)/Zeichen
  6. Schülerduden, Philosophie (2002), Zeichen
  7. Menne (Logik), 12
  8. Volli, Semiotik (2002), S. 22
  9. Herberger/Simon, Wissenschaftstheorie für Juristen (1980), S. 207
  10. Carls, R, Zeichen, in: Ricken (Hrsg.), Lexikon der Erkenntnistheorie und Metaphysik (1984), S. 241
  11. a b Reichenbach, Grundzüge der symbolischen Logik (1999), S. 3
  12. Frege, GGA, S. 105, zitiert nach Tatievskaya, Aussagenlogik [2003], S. 38
  13. Ernst, Pragmalinguistik (2002), S. 73 f.
  14. Pelz, Linguistik (1996), S. 39
  15. a b Trabant, Semiotik (1996), S. 25
  16. a b Trabant, Semiotik (1996), S. 24
  17. Serebrinnikow, Allgemeine Sprachwissenschaft Band 1, Existenzformen, Funktion und Geschichte der Sprache, Wilhelm Fink Verlag München/Salzburg, S. 79ff.
  18. Kjørup, Søren: Semiotik. W. Fink, Paderborn, 2009, S. 17
  19. Peirce, Charles S.: Phänomen und Logik der Zeichen. - 2. Auflage. - Suhrkamp, Frankfurt a.M., 1993, S. 64
  20. Fischer Kolleg Abiturwissen, Deutsch (2002), S. 25
  21. Dürr/Schlobinski, Deskriptive Linguistik (2006), S. 166
  22. Stolze, Übersetzungstheorien, 4. Aufl. (2005), S. 39
  23. Puppier, Paul, Lexikon, in: Martinet, André (Hrsg.), Linguistik (1973), S.136 (138)
  24. Fischer Kolleg Abiturwissen, Deutsch (2002), S. 15
  25. Linke, Angelika; Markus Nussbaumer; Paul R. Portmann: Studienbuch Linguistik. - 5. Auflage. - Max Niemeyer Verlag, Tübingen 2004, S. 34
  26. Linke, Angelika; Markus Nussbaumer; Paul R. Portmann: Studienbuch Linguistik. - 5. Auflage. - Max Niemeyer Verlag, Tübingen 2004, S. 34
  27. Keller, Rudi: Zeichentheorie. Francke, Tübingen u.a. 1995 (UTB; 1849), S. 40
  28. Busse, Dietrich: Semantik. W. Fink, Paderborn 2009 (UTB 3280), S. 30
  29. Linke, Angelika; Markus Nussbaumer; Paul R. Portmann: Studienbuch Linguistik. - 5. Auflage. - Max Niemeyer Verlag, Tübingen 2004, S. 35
  30. Linke, Angelika; Markus Nussbaumer; Paul R. Portmann: Studienbuch Linguistik. - 5. Auflage. - Max Niemeyer Verlag, Tübingen 2004, S. 35
  31. So - ohne Problematisierung Linke, Angelika; Markus Nussbaumer; Paul R. Portmann: Studienbuch Linguistik. - 5. Auflage. - Max Niemeyer Verlag, Tübingen 2004, S. 35
  32. Brekle, Semantik, 3. Aufl. (1972), 22
  33. a b c Mahmoudian, Zeichen, in: Martinet, (Hrsg.), Linguistik (1973), S. 258 (260)
  34. Linke, Angelika; Markus Nussbaumer; Paul R. Portmann: Studienbuch Linguistik. - 5. Auflage. - Max Niemeyer Verlag, Tübingen 2004, S. 36
  35. Linke, Angelika; Markus Nussbaumer; Paul R. Portmann: Studienbuch Linguistik. - 5. Auflage. - Max Niemeyer Verlag, Tübingen 2004, S. 43
  36. Mahmoudian, Zeichen, in: Martinet, (Hrsg.), Linguistik (1973), S. 258
  37. Vgl. Pelz, Linguistik (1996), S. 41
  38. Vgl. auch Mahmoudian, Zeichen, in: Martinet, (Hrsg.), Linguistik (1973), S. 258 (259)
  39. So Linke, Angelika; Markus Nussbaumer; Paul R. Portmann: Studienbuch Linguistik. - 5. Auflage. - Max Niemeyer Verlag, Tübingen 2004, S. 24
  40. Nach Linke, Angelika; Markus Nussbaumer; Paul R. Portmann: Studienbuch Linguistik. - 5. Auflage. - Max Niemeyer Verlag, Tübingen 2004, S. 25
  41. Vgl. Kjørup, Søren: Semiotik. W. Fink, Paderborn, 2009, S. 7 f.
  42. Vgl. Linke, Angelika; Markus Nussbaumer; Paul R. Portmann: Studienbuch Linguistik. - 5. Auflage. - Max Niemeyer Verlag, Tübingen 2004, S. 29
  43. Rehbock, Helmut: Zeichen. In: Glück, Helmut (Hg.): Metzler Lexikon Sprache. 4. Auflage. Metzler: Stuttgart, Weimar 2010
  44. Linke, Angelika; Markus Nussbaumer; Paul R. Portmann: Studienbuch Linguistik. - 5. Auflage. - Max Niemeyer Verlag, Tübingen 2004, S. 26 f.
  45. Georges Ifrah: Histoire universelle des chiffres, dt. Universalgeschichte der Zahlen. Campus, Frankfurt/New York 1986, 1991, ISBN 3-593-34192-1

  Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Zeichen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
   
               

Brandzeichen

                   
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zu dem gleichnamigen Roman siehe Brandzeichen (Dean Koontz); zu Auffälligkeitsmerkmalen am Menschen siehe Stigmatisierung oder Schandmal.
  Brandeisen
  Brandvorgang beim Tinkerfohlen
  Brandmarkung von Soldaten, 1616

Brandzeichen, auch Brandmal, Zuchtbrand und Schenkelbrand, dienen heutzutage der Kennzeichnung von Pferden und Rindern. Brandzeichen markieren die Zugehörigkeit zu einer Tierrasse und – selten, aber mit anderen Zeichen – zu einem Eigentümer.

Früher wurden auch Menschen gebrandmarkt: Sklaven in der Antike und Sklaven in Amerika, Verbrechern wurde als Leibesstrafe bis ins 19. Jahrhundert ein Brandmal eingebrannt.

Brandzeichen wurden auch mithilfe eines Brennstempels in geschlägerte Hölzer oder Holzwaren gesetzt. Heutzutage werden Brandzeichen als Lasermarkierung zur Kennzeichnung bei Tachometern, Fleecejacken, Golfbällen, Hi-Fi-Boards, Juwelen, Geschirr oder Tabletten eingesetzt [1].

„Brandzeichen“ als Synonym für Porzellanmarken bzw. Siegel zur Kennzeichnung von Essgeschirr, Keramik bzw. Steingutgeschirr werden nicht aktiv durch Brandeisen hergestellt, sondern durch Aufstempeln einer farbigen Glasur, die beim Keramikbrennen aufgeschmolzen wird.

Inhaltsverzeichnis

  Brandzeichen bei Pferden

Beim heutigen Zuchtbrand wird mittels eines glühenden Eisens (Heißbrand) oder eines durch flüssigen Stickstoff auf rund −80 °C abgekühlten Eisens (Kaltbrand) ein Zeichen in die oberen Hautschichten eingebrannt, welches die Pigmente in den Zellen zerstört. Durch diese geschädigten Zellen kann an diesen Stellen nur noch weißes Fell nachwachsen, d. h. es bleibt das Brandzeichen sichtbar.

Am häufigsten findet man heute beim Pferd Rassebrände, die von einem Zuchtverband vergeben werden. Diese sind oftmals mit einem Nummernbrand ergänzt, welcher der besseren Identifikation dient. Weiterhin gibt es Eintragungsbrände, die bei Eintragung in ein Zuchtregister verwendet werden. In einigen Zuchten werden alle Tiere eines Züchters durch ein Züchterbrandzeichen gekennzeichnet. Bei Gestüten spricht man in diesem Zusammenhang von Gestütbrandzeichen. Brandzeichen, die den Besitzer kennzeichnen, wurden bei freilaufenden Herden verwendet (zum Beispiel Rinderherden im Westen der USA).

Bei Pferden werden Brandzeichen meistens auf der linken Hinterhand (Rassebrände) angebracht. Weitere Stellen sind die rechte Hinterhand (Gestütsbrände), Sattellage (Nummernbrände), Halsseite (Eintragungsbrände) und die Ganaschen (Lipizzaner).

Seit Einführung des Mikrochips zur Kennzeichnung von Pferden gerät das Brennen vermehrt in den Fokus einer tierschutzrechtlichen Diskussion. Vermutlich aufgrund der Ergebnisse einer Studie der Universität von Kopenhagen, die das Brennen für die Tiere schmerzhafter einschätzt als die Injektion eines Mikrochips und daher die Kennzeichnung mittels Mikrochip dem Brennen den Vorzug geben würde, entschied sich das Justizministerium Dänemarks dafür, ab 1. März 2010 das Brennen von Pferden unter Androhung von Strafe zu verbieten. Zuwiderhandlungen werden in Dänemark seitdem mit bis zu vier Monaten Gefängnis geahndet.[2]

2012 verschärft sich die politische Debatte um das Verbot von Brandzeichen in Deutschland. CSU-Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner hat eine Ergänzung des Tierschutzgesetzes parlamentarisch gestartet, die ein Verbot des Schenkelbrandes vorsieht und im Herbst 2012 in Kraft treten soll.[3]

  Rechtliches

Brandzeichen sind als Methode zur Kennzeichnung und Identifizierung von Pferden nach dem Tierschutzgesetz zulässig. Die mit dem Brennen einhergehenden, auch mit Schmerzen verbundenen Zerstörungen von Geweben sind zwar nach § 6 Abs. 1 Satz 1 Tierschutzgesetzes (TierSchG) grundsätzlich verboten. Aus § 6 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 in Verbindung mit § 5 Abs. 3 Nr. 7 TierSchG folgt für den Pferde-Schenkelbrand eine Ausnahme des Verbots, Gewebe eines Wirbeltieres zu zerstören.

  Brandzeichen in der Pferdezucht

  Weblinks

 Commons: Brandzeichen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikiquote: Brandmal – Zitate

  Einzelnachweise

  1. Info zur Lasermarkierung, PDF-Datei
  2. Cavallo, Ausgabe April 2010, Seite 8, »Dänemark verbietet das Brennen von Pferden«
  3. NDR:Heißes Eisen Brandzeichen
   
               

 

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