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synonyms

see also

Bombe (n.)

beschmeißen, bewerfen

phrases

-ANSI-Bombe • Boiling Point – Die Bombe tickt • Bombe (Album) • Bombe (Begriffsklärung) • Bombe (Fehlermeldung) • Cluster-Bombe • Die Bombe fliegt • Die Bombe im U-Bahnschacht • EMP-Bombe • Elektromagnetische Bombe • Executive Protection – Die Bombe tickt • Google-Bombe • Grand Slam (Bombe) • Heart Attack – Die Bombe im Körper • Hydrotoxin – Die Bombe tickt in Dir • Lasergelenkte Bombe • Liegnitzer Bombe • Malevil oder die Bombe ist gefallen • Mark 77 Bombe • Mark-77-Bombe • SC 1000-Bombe • SC-1000-Bombe • Schartner Bombe • Snakeye-Bombe • Spice (Bombe) • Tallboy (Bombe) • Tsar-Bombe • Turing-Bombe • Tybee-Bombe • Vulkanische Bombe • Wie baut man eine Bombe? • Zar Bombe • Zar-Bombe • Zu spät - Die Bombe fliegt • Zu spät – Die Bombe fliegt

-1. Brief des Johannes • 1. Brief des Paulus an Timotheus • 1. Brief des Paulus an die Korinther • 1. Brief des Paulus an die Thessalonicher • 1. Brief des Petrus • 2. Brief des Johannes • 2. Brief des Paulus an Timotheus • 2. Brief des Paulus an die Korinther • 2. Brief des Paulus an die Thessalonicher • 2. Brief des Petrus • 3. Brief des Johannes • Andreas Thameyers letzter Brief • Arbeitgeberverband Neue Brief- und Zustelldienste • Blauer Brief • Brandeis Brief • Brief (Begriffsklärung) • Brief Lives • Brief an Lord Liszt • Brief an Mrs. Bixby • Brief an den Sohn des Wolfes • Brief an den Staatsanwalt. Eine forensische Novelle. • Brief an den Vater • Brief an die Hebräer • Brief des Ignatius an die Magnesier • Brief des Ignatius an die Philadelphier • Brief des Ignatius an die Smyrnäer • Brief des Jakobus • Brief des Jeremia • Brief des Judas • Brief des Paulus an Philemon • Brief des Paulus an Titus • Brief des Paulus an die Epheser • Brief des Paulus an die Galater • Brief des Paulus an die Kolosser • Brief des Paulus an die Philipper • Brief des Paulus an die Römer • Brief des Polykarp an die Philipper • Brief einer Unbekannten • Brief einer Unbekannten (Film) • Brief über den »Humanismus« • Brief über die Toleranz • De Profundis (Brief-Rollenspiel) • Der Brief für den König • Der entwendete Brief • Der kurze Brief zum langen Abschied • Die Saporoger Kosaken schreiben dem türkischen Sultan einen Brief • Dr.-Grauert-Brief • Ein Brief • Gadatas-Brief • Gesetz zur Beschränkung des Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnisses • Gewerkschaft der Neuen Brief- und Zustelldienste • Neacşus Brief • Offener Brief • Platow Brief • Rote-Hand-Brief • Sassulitsch-Brief • Siebter Brief (Platon) • The Sandman – Brief Lives • Urias-Brief

analogical dictionary

Wikipedia

Bombe

                   
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Bombe (Begriffsklärung) aufgeführt.
  Mark 83
  10-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg, gefunden in Ludwigshafen am Rhein
  Japanische fusen bakudan (Ballonbombe)

Eine Bombe ist ein Behälter, der mit explosivem Material gefüllt ist, das durch einen Zünder, einen Sensor oder eine Fernbedienung zur Explosion gebracht werden kann, um Zerstörung anzurichten bzw. Menschen zu töten. Ihr massenhafter Einsatz gegen ein Ziel heißt Bombardement.

Inhaltsverzeichnis

  Etymologie

Das Wort „Bombe“ wurde wie viele andere militärische Begriffe wohl während des Dreißigjährigen Krieges aus dem Französischen (bombe) entlehnt und geht über lat. bombus letztlich auf das lautmalerische griechische Wort βομβος zurück, das „dumpfes Tönen, Sausen“ bedeutet.

  Wortanwendung

Das Wort Bombe wird meistens in militärischen Zusammenhängen gebraucht, hauptsächlich in der militärischen Luftfahrt als Fliegerbombe. Es bezeichnet dabei eine explosive Vorrichtung, die ohne Treibladung nur von der Schwerkraft im freien Fall angetrieben wird.

Explosive Vorrichtungen ähnlicher Art sind Granaten (Vorrichtungen, die von einer Treibladung oder manuell eine Initialbeschleunigung erfahren) und Minen (Vorrichtungen, die verlegt werden und zeitverzögert in der Regel unter gewissen Bedingungen zünden).

Sprengsätze, die von nicht militärisch organisierten Kämpfern gelegt werden, bezeichnet man auch als „Bomben“ bzw. unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen.

Von der Bombe an sich gibt es verschiedene Arten, die nach ihrer Verwendung oder dem eingesetzten Sprengstoff bezeichnet werden.

  • Die „normale“ Bombe wird meistens durch einen Fernzünder aktiviert.
  • Die Zeitbombe wird mittels eines zeitgesteuerten Zünders zu einem bestimmten Zeitpunkt zur Explosion gebracht.
  • Autobombe - in einem Auto deponierte Bombe. Die Autobombe dient zur Ermordung der Insassen oder das Auto an sich als flexibles Trägerfahrzeug zur Zerstörung bzw. Ermordung der sich in der Nähe befindlichen Personen, Gegenstände oder/und Gebäude.
  • Wasserbombe - Bombe zur Bekämpfung von U-Booten
  • Die Neutronenbombe - Bombe, die der Atombombe ähnelt, jedoch insbesondere zur Bekämpfung gepanzerter Verbände erheblich mehr Energie in Form von harter Neutronenstrahlung abgibt.
  • Die Fliegerbombe ist eine aus einem Flugzeug abgeworfene Bombe, u. a. Brandbombe, Luftmine, Roll- / Rotationsbombe, Sprengbombe und Aerosolbombe und wird meistens mittels Aufschlagzünder gezündet. Mit einem Suchkopf aus- oder nachgerüstet wird sie zur Präzisionsbombe.
  • Die Atombombe ist eine Bombe, deren Explosion auf einer nuklearen Kettenreaktion beruht. Dazu zählt auch die Wasserstoffbombe, in der Kernfusion zusätzlich zur Kernspaltung abläuft.
  • Die so genannte schmutzige Bombe (radiologische Waffe) ist eine „konventionelle“ Bombe, die mit radioaktivem Material versetzt ist, das bei der Explosion ein Gebiet kontaminiert. Anders als bei der Atombombe findet jedoch keine nukleare Reaktion statt.
  • Die Briefbombe enthält eine Sprengladung, die über einen Kontaktzünder, z. T. auch über eine Zeitschaltuhr (Timer), ausgelöst wird und für terroristische Anschläge verwendet wird.
  • Die sogenannte E-Bombe verursacht einen massiven elektromagnetischen Impuls, durch den elektronische Geräte unbrauchbar gemacht werden können.
  • Die Rauchbombe, welche eine starke Rauchentwicklung erzeugt, um z. B. den Gegnern die Sicht zu nehmen oder Brand zu simulieren.
  • Die Feuerlöschbombe - ein Vorläufer der modernen Handfeuerlöscher - war ein Gerät, welches durch eine Explosion Wasser freisetzte und damit einen Brand löschte.

  Siehe auch

  Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Bombe – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Bomben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikiquote: Bombe – Zitate
   
               

Briefbombe

                   
  Einsatz eines tragbaren Röntgengeräts beim Durchleuchten von verdächtigen Briefsendungen

Eine Brief- oder Paketbombe ist eine unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtung, die mit der Post versendet wird, um einen gezielten Bombenanschlag zu verüben.

Briefbomben werden in normalen Briefumschlägen oder Paketen verpackt und mit einem Zünder versehen, der die Detonation beim Öffnen der Sendung auslöst. Darum wird oftmals nicht das Attentatsziel selbst zum Opfer, sondern Personen in seiner Umgebung.

Eine besondere Form waren 2001 verschickte Briefe mit Milzbranderregern. Man könnte sie auch als B-Briefbomben, eine Form bakteriologischer Bomben (siehe ABC-Waffen), bezeichnen.

Inhaltsverzeichnis

  Motivation für Briefbombenattentate

Die Motivation für die Begehung von Briefbombenattentaten kann die verschiedensten Ursachen haben. Häufig sind die Taten terroristisch und politisch motiviert. Aber auch bei privaten Streitigkeiten oder „Revierkämpfen“ im Zuhältermilieu kommen sie zum Einsatz. Seltener gibt es Briefbombenverschickungen gegen Firmen nach Entlassungswellen.

  Bekannte Briefbombenattentäter

Die erste Briefbombe wurde 1904 in Schweden von Martin Ekenberg verschickt, Ziel des Attentats war der Unternehmer Karl Fredrik Lundin in Stockholm. Insgesamt verschickte der Erfinder und Chemiker von 1904 bis 1909 vier Paketbomben.[1]

Der spätere israelische Ministerpräsident Menachem Begin veranlasste 1952 die Versendung von 3 Paketbomben, adressiert an Konrad Adenauer (siehe dazu Attentat auf Adenauer). Bei diesem Attentat wurde ein Polizeibeamter getötet.[2]

Theodore Kaczynski, besser bekannt als Unabomber, verschickte im Zeitraum von 1978 bis 1995 sechzehn Briefbomben.

In den neunziger Jahren sandte der Österreicher Franz Fuchs Briefbomben an verschiedene Persönlichkeiten in Österreich und Deutschland. Der damalige Wiener Bürgermeister Helmut Zilk wurde bei einem Anschlag an der Hand schwer verletzt. Eine weitere Sendung ging an den damaligen Lübecker Bürgermeister Michael Bouteiller. Am 9. Juni 1995 wurde auf die Fernsehmoderatorin Arabella Kiesbauer ein Briefbombenanschlag verübt, bei dem eine Assistentin verletzt wurde. Bei seiner Verhaftung wurde Franz Fuchs durch eine seiner eigenen Bomben verletzt. Franz Fuchs begründete seine Taten mit rechtsextremistischen Motiven ("Bajuwarische Befreiungsarmee"). Nach seiner Verurteilung in einem spektakulären Prozess nahm er sich in seiner Zelle das Leben.

Im Dezember 2003 und Januar 2004 wurden Briefbomben an Vertreter der Europäischen Union gesendet. Sämtliche Sendungen wurden im italienischen Bologna aufgegeben. Im Jahr 2004 wurde Johann Lang als Briefbombenattentäter von Hutthurm bekannt.

Im November 2010 wurden mehrere Paketbomben an Regierungschefs und Botschafter europäischer Staaten verschickt, unter anderem erreichte das deutsche Bundeskanzleramt eine Paketbombe, die an die Bundeskanzlerin Angela Merkel adressiert war. Als Absender wurde auf dem Paket das griechische Wirtschaftsministerium angegeben. Die Bombe wurde durch die Polizei entschärft, verdächtigt werden fünf Mitglieder der anarchistischen Gruppe „Konspiration der Zellen des Feuers“.[3]

  Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Briefbombe – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

  Einzelnachweise

  1. Herrn Ekenbergs tödliche Erfindung Artikel in einestages
  2. Im Auftrag des Gewisses, Begin war der Drahtzieher des Adenauer-Attentats FAZ.net vom 12. Juni 2006
  3. Terrorpost aus einem gebeutelten Land Spiegel Online vom 3. November 2010
   
               

Brief

                   
Dieser Artikel behandelt die schriftliche Nachricht Brief, Weiteres unter Brief (Begriffsklärung).
  Persönlicher Brief
  Hastiger Briefschreiber und Postillon, Neuer gemeinnützlicher Briefsteller für das bürgerliche Geschäftsleben, Berlin 1825
  Willem van Mieris: Lesender Greis, 1729
  Rudolf Epp: Der Liebesbrief; um 1896

Der Brief (von lateinisch brevis libellus, bzw. vulgärlat. breve scriptum(epistula) ‚kurzes Schreiben‘ zu brevis ‚kurz‘) ist eine auf Papier festgehaltene Nachricht, die meist von einem Boten übermittelt wird und eine für den Empfänger gedachte persönliche Botschaft enthält. Ein Brief wird gefaltet (Faltbrief) oder in einem Umschlag (Umschlagbrief) verschickt.[1] Außerdem kann eine Briefsendung damit gemeint sein.[1]

Der Brief besteht meist aus der Angabe zu Ort und Tag des Verfassens, der Anrede, dem Text und der Schlussformel. Der Umschlag enthält in der Regel Angaben zum Absender, die Empfängeranschrift und bei Versand eine Freimachung.

Inhaltsverzeichnis

  Geschichte

Die Anfänge des Verfassens einer solchen Mitteilung gehen auf die Babylonier zurück, die Nachrichten in Tontafeln ritzten. Im Alten Ägypten dagegen dienten Papyri als Schriftträger für Briefe. Im antiken Griechenland und Rom benutzte man zu diesem Zweck mit Wachs beschichtete Tafeln aus Holz. Seit den ersten Verfassern solcher Mitteilungen hat sich der Zweck eines Briefes kaum geändert: Er ist immer noch ein Mittel zur öffentlichen Meinungsäußerung (z. B. Leserbriefe in einer Zeitung), eine literarische Form (vgl. Goethes BriefromanDie Leiden des jungen Werthers“, die Paulusbriefe des Neuen Testaments der Bibel) sowie ein Instrument zur Verbreitung amtlicher (z. B. kultusministerieller Schreiben) und Übermittlung persönlicher Nachrichten (z. B.: Liebesbrief). Bereits in der frühen Neuzeit entwickelte sich der Brief auch zum Sammlerobjekt; eine der größten seit damals erhaltenen Sammlungen in Deutschland ist die von Christoph Jacob Trew.

Briefe werden in den Geisteswissenschaften nach historischen, literaturwissenschaftlichen und kulturwissenschaftlichen Gesichtspunkten untersucht. Ein Pionier der deutschen Briefforschung war der Bibliothekar und Kulturwissenschaftler Georg Steinhausen, dessen Geschichte des deutschen Briefes 1889–1891 in zwei Bänden erschien.

  Der „Zeitungs“-Brief

Im 16. Jahrhundert wurde in Europa eine Brieform üblich, die sich der Zeitung annäherte (und Parallelen zum sozialen Netz im Internet aufweist): „Um seine Mitteilungen gleich größeren Kreisen zukommen zu lassen, richtete der Briefschreiber sein Schreiben gar bald nicht mehr nur an einen Einzelnen, sondern in der Hauptsache gleich an eine größere Anzahl von Gesinnungsgenossen“, notierte der Zeitungschronist Ludwig Salomon 1906.[2] Diese Briefe bestanden aus zwei Teilen: dem „intimen“ Teil, der sich in einem eigenen Umschlag innerhalb des größeren Briefumschlags befand, sowie einem lose ins Couvert gelegten halböffentlichen Teil, den der Adressat an Bekannte und Gleichgesinnte weiterreichen sollte, wenn er ihn für interessant hielt. Über diese gezielte Streuung von Nachrichten in einen überschaubaren Kreis entstanden unter den Korrespondenten der Zeit dezentrale Diskussionszirkel und wachsende soziale Netzwerke. Die halböffentlichen Briefbestandteile hießen Avise, Beylage, Pagelle, Zeddel, Nova und schließlich nur noch Zeitung. „Die Form, in welcher die Schreiber dieser ‚Zeitungen‘ ihre Neuigkeiten berichteten, war fast immer nur die rein relatorische“ - also eine des Zusammenhangs, nichts hart Recherchiertes, eher ein Zusammentragen von Nachrichten und Meinungen.[3]

  Der Brief als historische Quelle

Aus Sicht der Geschichtswissenschaft ist nur der Privatbrief ein „Brief“. Ist der Verfasser bzw. der Empfänger eine Amtsperson oder eine Institution, dann gehört das Schriftstück zu den Urkunden oder Akten. Ein „offener Brief“, der sich in Wirklichkeit an die Allgemeinheit richtet, gehört zu den literarischen Werken. Wegen der vielen Mischformen (z. B. Geschäftsbriefe, die auch Privates beinhalten) ist aber auch unter Historikern diese Terminologie nicht immer zwingend.

Briefe waren früher sehr teuer und wurden eher von Amtspersonen oder reichen Kaufleuten verschickt; ab dem 18. Jahrhundert weitet sich der Briefverkehr auf weitere Kreise der Oberschicht aus. Dieses Jahrhundert nennt man auch das Jahrhundert der Briefe. Nur vereinzelt, in wichtigen Angelegenheiten, ließen auch einfache Leute Briefe schreiben. Dazu gab es den Beruf des Briefschreibers. Oftmals wurden dabei floskelhafte Wendungen gebraucht, wodurch viel Individualität verloren ging.

Bereits seit dem 19. Jahrhundert verwendet die Geschichtswissenschaft auch überlieferte Korrespondenzen. Im 20. Jahrhundert verstärkte sich das Interesse für die Alltagsgeschichte und die Geschichte der „kleinen Leute“, sodass auch die Post dieser Menschen verstärkt ins Blickfeld geriet. Beispiele dafür sind Soldatenbriefe aus den Weltkriegen in die Heimat, die nicht (nur) wegen der Einzelschicksale interessieren, sondern, weil man darauf Aussagen über das Leben und die Mentalität größerer Personengruppen basieren möchte.

  Postalisches

  Darstellung eines Musterbriefes mit Briefkopf, Text und Fußzeile

Bis ins 19. Jahrhundert waren zusammengefaltete Bögen die übliche Form eines Briefes, während ein besonderer Umschlag die Ausnahme war. Die Form eines zusammengefalteten Foliobogens wurde die Normalgröße des Briefes, etwa 9x17 cm, das durchschnittliche Gewicht betrug etwa 1 Lot oder ½ Unze = rund 15 g. Alle Briefe mussten versiegelt werden (1849 aufgehoben). Die Post haftete nicht für den Verlust eines Briefes. Die Versiegelung diente dem Schutz des Briefgeheimnisses. Die Gebühr wurde von Postamt zu Postamt einzeln ausgehandelt, seltener gab es feste Tarife.

Im Königreich Westphalen waren alle Sendungen in Franken und Centimen zu berechnen. Seit dem 1. November 1810 wurde nach Entfernung und dem Gewicht gezahlt. Der einfache Brief durfte 8 g schwer sein, Sendungen über 60 g sollten mit der Fahrpost befördert werden.

Im Herzogtum Braunschweig betrug 1814 das einfache Briefgewicht 1 Lot, der Preis stieg mit jedem Lot und der Entfernung. 1834 durfte der einfache Brief nur noch ¾ Lot schwer sein, der Preis stieg ab 1 Lot je ½ Lot um die Briefgebühr. Briefe über 4 Lot sollten mit der Fahrpost befördert werden. Ab 1855 durfte der einfache Brief kein volles Lot wiegen, die Entfernung spielte keine Rolle mehr. Seit 1863 war je 1 Lot 1 Groschen zu zahlen. 1865 gab es nur noch zwei Gewichtsstufen, bis 1 Postlot = 1 Groschen, bis 15 = 2 Groschen.

In Preußen regelte das Posttaxregulativ von 1825 das Briefporto nach Entfernung und Gewicht. Der einfache Brief durfte ¾ Lot wiegen. Briefe über 2 Lot gehörten zur Fahrpost. 1860 begrenzte das Briefgewicht im Inlands- und Vereinsverkehr auf 15 g (250 g). Ab 1861 galt bis 1 Lot einfach, bis 15 Lot doppeltes Briefporto.

Ab 1830 kamen gewerbsmäßig hergestellte Briefumschläge auf den Markt, sie wurden ab 1840 maschinell hergestellt. 1849 brauchten Briefe nicht mehr versiegelt zu werden. 1850 wurden dann Freimarken eingeführt, 1851 kamen Umschläge mit eingedrucktem Wertzeichen hinzu.

Im Norddeutschen Postbezirk galt bis 1 Lot = 1 Sgr. bis 15 Lot = 2 Sgr. Bei der Reichspost 1875 bis 15 g = 10 Pfg. und über 15 g = 20 Pfg. Das einfache Briefgewicht erhöhte sich 1900 auf 20 g. Gleichzeitig wurden Pappkästchen und Rollen zugelassen.

Neu eingeführt wurden:

  • 1897 amtliche Kartenbriefe als amtliches Formblatt.
  • 1908 Fensterbriefumschläge.
  • 1922 Dienstliche Aktenbriefe bis 500 g.
  • 1923 das Höchstgewicht für Briefe von 250 g auf 500 g angehoben.
  Notopfer Berlin

Nach dem Krieg wurde 1947 das Höchstgewicht von 500 g auf 1 kg angehoben. Von 1948 bis 1956 mussten fast alle Sendungen in den westlichen Zonen bzw. der Bundesrepublik zusätzlich zum Porto mit der Steuermarke Notopfer Berlin frankiert werden. Am 1. März 1963 werden Standardbriefsendungen zu einem besonderen Tarif angeboten. 1993 wurden 4 Basisprodukte (Standard-, Kompakt-, Groß- und Maxibrief) eingeführt. 1995 wurde die Bundespost privatisiert.

In heutiger Zeit werden Briefe meist über Postdienste wie z. B. die Deutsche Post übermittelt, ihr Inhalt ist durch einen Umschlag und das Briefgeheimnis geschützt. Sie sollten, müssen aber nicht, verschlossen sein. Briefe werden meistens vom Absender im Voraus bezahlt (freigemacht). Dies geschieht durch Anbringung von Freimachungsvermerken in Form von Briefmarken, Freistempeln oder Aufdrucken vom Postdienstleister. Außerdem ist eine Postanschrift des Empfängers auf das Kuvert zu schreiben, gegebenenfalls zusätzlich die Adresse des Absenders. Dies ermöglicht die reibungslose Rücksendung von Briefen für den Fall, dass der Empfänger die Annahme verweigert oder nicht zu ermitteln ist. Sonderformen bei der Zustellung sind die deutsche Zustellungsurkunde, der österreichische Rückscheinbrief und das international verwendbare Einschreiben.

  Normen und Porto

Der Briefkopf sowie auch die Gestaltung von Geschäftsbriefen wird in Deutschland durch das Deutsche Institut für Normung mit der Norm DIN 5008 geregelt. Zudem gibt es die Norm DIN 5001 für Schreib- und Gestaltungsregeln.

In den Fällen, in denen sich die Anschrift des Empfängers geändert hat und ein Nachsendeauftrag erteilt worden ist, können auch Briefe mit einer nicht korrekten Zustelladresse zum Empfänger um- oder weitergeleitet werden.

Für die Zustellung von Briefen mit Boten wird ein Porto fällig.

Beispiel für die Briefkosten bei der Deutschen Post AG (Stand März 2010, nur Inland):

Art Länge Breite Höhe Gewicht
in Gramm
Preis
in Euro
in Millimeter
Standardbrief 140–235 90–125 bis 5 bis 20 0,55
Kompaktbrief 100–235 70–125 bis 10 bis 50 0,90
Großbrief 100–353 70–250 bis 20 bis 500 1,45
Maxibrief 100–353 70–250 bis 50 bis 1000 2,20

In einen Standardbrief passen entweder

  • 3 Blätter DIN A4 zu 80 g/m² = 15 Gramm oder
  • 3 Blätter DIN A4 zu 90 g/m² = 16,875 Gramm.

Da der Briefumschlag beim Gewicht mitzählt, bleibt nur die Grammatur 80 unter dem Maximalgewicht für einen Standardbrief.

  Elektronische Post

Seit den 1990er Jahren wird der klassische Briefverkehr immer mehr durch die E-Mail ergänzt, die insbesondere im geschäftlichen Postverkehr einige erhebliche Vorteile (Schnelligkeit, Preis) besitzt. Für die Übermittlung bedeutender Texte (z. B. Liebesbriefe, Verträge, diplomatische Noten) ist weiterhin die Briefform üblich. Seit dem Aufkommen der E-Mail wird die konventionelle Post auch scherzhaft „Schneckenpost“ oder „Sackpost“ genannt.

Eine Sonderform des Briefes ist der Werbebrief bzw. die Werbesendung, auch Mailing genannt.

  E-Postbrief

  E-Postbrief ePost (Markenname)

Der E-Postbrief der Deutschen Post ist ein Hybridpostdienst mit angeschlossener Website für den Austausch elektronischer Nachrichten über das Internet.

  Nicht-private Briefe und Urkunden

Offene Briefe sind solche, die neben der Zustellung an den Empfänger gleichzeitig in Massenmedien veröffentlicht werden, so auch der Steckbrief. Als Briefe werden auch lehrhafte Nachrichten an Gruppen von Personen bezeichnet, so Briefe an christliche Gemeinden im Neuen Testament der Bibel, z. B. die Paulusbriefe und der Brief an die Hebräer, oder LuthersSendbrief vom Dolmetschen“.

Briefe im weiteren Sinne sind Meisterbriefe, die man als Urkunden ansehen kann, ebenso Ehrenbriefe (als amtliche Anerkennung für eine ehrenamtliche Tätigkeit oder als Auszeichnung). Ebenso stellen Pfandbriefe eine Urkunde in verbriefter Form dar, die von entsprechend vertrauenswürdigen Instituten ausgestellt werden. Auf die Bedeutung von Brief als Urkunde weist die Redensart "Brief und Siegel" hin: Bannbrief, Frachtbrief, Kaufbrief, Freibrief und Schuldbrief.

  Literatur

  Briefsammlungen

  • Walter Benjamin (Hrsg.): Deutsche Menschen. Luzern 1936; Suhrkamp, Frankfurt am Main 1992. ISBN 3-518-37470-2
  • Rüdiger Görner (Hrsg.): Demnächst mehr. Das Buch der Briefe. Deutschsprachige Briefe aus vier Jahrhunderten. University Press, Berlin 2008, ISBN 978-3-940432-25-4.
  • Jens Haustein (Hrsg.): Briefe an den Vater. Zeugnisse aus drei Jahrhunderten. Insel, Frankfurt am Main 1987. ISBN 3-458-32745-2.
  • Walter Heynen (Hrsg.): Das Buch deutscher Briefe. Insel, Wiesbaden 1957.
  • Katharina Maier (Hrsg.): Große Briefe der Freundschaft – „Unsere Seelen sind ja auf dem Du-Fuß; Tausend Aller-Allerbestes Du!“ Marix, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-86539-256-5.
  • Jürgen Moeller (Hrsg.): „Ich hoffe, der Himmel wird Deutschland erhalten“. Das 19. Jahrhundert in Briefen. Beck, München 1990. ISBN 3-406-34754-1
  • Jürgen Moeller (Hrsg.): Historische Augenblicke. Das 20. Jahrhundert in Briefen. Beck, München 1999. ISBN 3-406-42119-9
  • Claudia Schmölders (Hrsg.): Briefe berühmter Frauen. Von Lieselotte von der Pfalz bis Rosa Luxemburg. 2. Aufl., Insel, Frankfurt am Main und Leipzig 1994. ISBN 3-458-33205-7
  • Georg Steinhausen (Hrsg.): Deutsche Privatbriefe des Mittelalters. 2 Bde. Weidmann, Berlin 1899, 1907.
  • Hermann Uhde-Bernays: Künstlerbriefe über Kunst. Von Adolph von Menzel bis zur Moderne. Fischer, Frankfurt am Main 1963.

  Sekundärliteratur

  • Bibliographie zur Briefforschung vom Institut für Textkritik
  • Rainer Baasner (Hrsg.): Briefkultur im 19. Jahrhundert. Niemeyer, Tübingen 1999. ISBN 3-484-10791-X
  • Klaus Beyrer und Hans-Christian Täubrich (Hrsg.): Der Brief. Eine Kulturgeschichte der schriftlichen Kommunikation. Zur Ausstellung in den Museen für Post und Kommunikation Frankfurt am Main (1996–1997) und Nürnberg (1997). Edition Braus, Heidelberg 1996. ISBN 3-89466-169-0
  • Anne Bohnenkamp und Waltraud Wiethölter: Der Brief  −  Ereignis & Objekt. Stroemfeld Verlag, Frankfurt am Main 2008, mit zahlreichen Illustrationen. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Freien Deutschen Hochstift/Frankfurter Goethe-Museum vom 11. September bis 16. November 2008 (Veranstalter: ders. in Verbindung mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach). ISBN 978-3-86600-031-5
  • Rolf-Bernhard Essig, Gudrun Schury: Bilderbriefe. Illustrierte Grüße aus drei Jahrhunderten. Knesebeck, München 2003. ISBN 3-89660-158-X
  • Gerald Lamprecht: Feldpost und Kriegserlebnis. Briefe als historisch-biographische Quelle. Grazer zeitgeschichtliche Studien. Bd. 1. Studien-Verlag, Innsbruck u. a. 2001. ISBN 3-7065-1549-0
  • Reinhard M. G. Nickisch: Brief. Metzler, Stuttgart 1991. ISBN 9783476102607
  • Anita Runge, Lieselotte Steinbrügge (Hrsg.): Die Frau im Dialog. Studien zu Theorie und Geschichte des Briefes. Ergebnisse der Frauenforschung. Bd. 21. Metzler, Stuttgart 1991. ISBN 3-476-00759-6
  • Fritz Schlawe: Die Briefsammlungen des 19. Jahrhunderts. Bibliographie der Briefausgaben und Gesamtregister der Briefschreiber und Briefempfänger 1815–1915. 2 Halbbände. Metzler, Stuttgart 1969.
  • Ulrich Schmitz, Eva Lia Wyss: Briefkommunikation im 20. Jahrhundert. Osnabrücker Beiträge zur Sprachtheorie. Bd. 64. Obst, Duisburg 2002. ISBN 3-924110-64-6
  • Georg Steinhausen: Geschichte des deutschen Briefes. Zur Kulturgeschichte des deutschen Volkes. 2 Bde. Gaertner, Berlin 1889–1891, Weidmann, Dublin/Zürich 1968 (Repr.).
  • Christine Wand-Wittkowski: Briefe im Mittelalter. Der deutschsprachige Brief als weltliche und religiöse Literatur. Verlag für Wissenschaft und Kunst, Herne 2002. ISBN 3-924670-36-6

  Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Brief – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Briefe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikiquote: Brief – Zitate
 Wikisource: Briefe – Quellen und Volltexte

  Einzelnachweise, Anmerkungen

  1. a b Brief. In: Wolfram Grallert: Lexikon der Philatelie. 2. Aufl., S. 66, Phil*Creativ GmbH, Schwalmtal 2007
  2. Salomon beruft sich hier auf R. Graßhoff: Die briefliche Zeitung des XVI. Jahrhunderts, Leipzig 1877, S. 51 ff
  3. Ludwig Solomon: Geschichte des Deutschen Zeitungswesens. Erster Band. S. 3 f., Oldenburg, Leipzig 1906
   
               

 

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