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Lettris
Lettris is a curious tetris-clone game where all the bricks have the same square shape but different content. Each square carries a letter. To make squares disappear and save space for other squares you have to assemble English words (left, right, up, down) from the falling squares.
boggle
Boggle gives you 3 minutes to find as many words (3 letters or more) as you can in a grid of 16 letters. You can also try the grid of 16 letters. Letters must be adjacent and longer words score better. See if you can get into the grid Hall of Fame !
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Angetraute, bessere Hälfte, Dame, Ehefrau, Ehegatte, Ehehälfte, Ehemann, Eva, Fr, Fr., Frau, weiblich, Frauen..., Frauensperson, Frauenvolk, Frauenwelt, Frauenzimmer, Gatte, Gemahl, gnädig, Gnädige, gnädige Frau, Herrin, Krone der Schöpfung, Mann, Matrone, Meisterin, Pute, Schachtel, Schrulle, schwaches Geschlecht, sie, Sie, Tusnelda, Tussi, Verheiratete, Weib, Weibchen, weibliches Wesen, Weiblichkeit, Weibsbild, Weibsperson, Weibsstück, Zicke, Biene (Gesprächs.), Bluse (zwanglos), Braut (Gesprächs.), Ehegattin (literary), Ehegemahlin (literary), Gattin (literary), Gemahlin (literary), Käfer (Gesprächs.), Krabbe (Gesprächs.), Puppe (Gesprächs.)
Buch, Dichtkunst, Dichtung, Geisteswissenschaften, Lektüre, Literaturnachweis, Poesie, Quellenangabe, Schriftgut, Schrifttum, Schriftwerk, Wortkunst
(Ehe-)Frau • Frau Sowieso • Frau des Bürgermeisters • Frau in den Siebzigerjahren • Frau, die sich überall einmischt • Frau, weiblich, Frauen... • Genitalprolaps bei der Frau • Genitalprolaps bei der Frau, nicht näher bezeichnet • Geschäftsmann/-frau • Gleichheit von Mann und Frau • Herr/Frau • Kokette frau • Mann und Frau • Rechte der Frau • Sehr geehrte Frau X! • Sehr geehrte Frau! • Sehr verehrte Frau X! • Sehr verehrte Frau! • Stellung der erwachsenen Frau • Sterilität der Frau • Sterilität der Frau im Zusammenhang mit Faktoren des Partners • Sterilität der Frau in Verbindung mit fehlender Ovulation • Sterilität der Frau, nicht näher bezeichnet • Sterilität o.n.A. bei der Frau • Unsere Liebe Frau • Unsere liebe Frau • Urethrozele bei der Frau • Virilisierung (bei der Frau) • alte Frau • an die Frau bringen • arbeitswütige Frau • bezaubernde Frau • bezaubernde Frau, der bezaubernde Mann • böse Frau • emanzipierte Frau • gemeiner Frau • geniale Frau • gnädige Frau • häßliche Frau • junge Frau • keine Frau finden • ohne Frau • schulmeisterliche Frau • sich eine Frau nehmen • sich eine Frau suchen • unverheiratete Frau • vornehme Frau • zur Frau geben • zur Frau nehmen
Abtei Unserer Lieben Frau von der Verkündigung in Clear Creek • Aktionsrat zur Befreiung der Frau • Alles für die Frau • Amada - junge Frau aus Havanna • Amada – Junge Frau aus Havanna • Angriff der 20 Meter Frau • Angriff der 20 Meter Frau (1958) • Angriff der 20 Meter Frau (1993) • Anna Maria – Eine Frau geht ihren Weg • Anonyma – Eine Frau in Berlin • Archiv Frau und Musik • Ausschuss für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter • Bauer sucht Frau (Österreich) • Berühre nicht die weiße Frau • Bild der Frau • Blaubarts achte Frau • Bruderschaft Unserer Lieben Frau • Brüder Unserer Lieben Frau • Brüdergemeinschaft Unserer Lieben Frau von den Armen • Calpurnia (Frau Caesars) • Cornelia (Frau Caesars) • Der Teufel ist eine Frau • Der Weg der Frau • Die Frau • Die Frau als Hausärztin • Die Frau auf der Brücke • Die Frau des Astronauten • Die Frau des Fliegers oder Man kann nicht an nichts denken • Die Frau des Leuchtturmwärters • Die Frau des Richters • Die Frau des Weisen • Die Frau für alle • Die Frau im Hermelin • Die Frau im heutigen Russland • Die Frau mit dem Dolche • Die Frau mit der 45er Magnum • Die Frau mit der Narbe • Die Frau ohne Schatten • Die Frau und ihre Interessen • Die Frau vom Boss • Die Frau vom Boß • Die Frau vom Checkpoint Charlie • Die Frau von heute • Die Frau, die an Dr. Fabian zweifelte • Die Frau, nach der man sich sehnt • Die Gewehre der Frau Carrar • Die Hochzeit der Frau Füchsin • Die Nächte einer schönen Frau • Die Sieben-Millionen-Dollar-Frau • Die andere Frau • Die böse Frau • Die heilige Frau Kummernis • Die schöne Frau Imperia • Die unsichtbare Frau • Die untreue Frau • Die zweigeteilte Frau • Dom zu Unserer Lieben Frau • Edoardo Frau • Eidgenössische Volksinitiative «Gleiche Rechte für Mann und Frau» • Eiersalat - Eine Frau geht seinen Weg • Ein anderer Mann, eine andere Frau • Eine Frau für Zwei • Eine Frau in Berlin • Eine Frau mit Unternehmungsgeist • Eine Frau steht ihren Mann • Eine Frau steht ihren Mann (1988) • Eine Frau unter Einfluß • Eine Frau, die alles weiß • Eine Frau, eine Wohnung, ein Roman • Eine entheiratete Frau • Eine fast anständige Frau • Eine schamlose Frau • Einsiedelei Unserer-Lieben-Frau vom Verschlossenen Garten • Female Perversions – Phantasien einer Frau • Frau (Altes Testament) • Frau (Begriffsklärung) • Frau Antje • Frau Ava Literaturpreis • Frau Beate und ihr Sohn • Frau Berta Garlan • Frau Brigitte • Frau Buchholz im Orient • Frau Böhm sagt Nein • Frau Böhm sagt nein • Frau Doktor • Frau Hitt • Frau Holle • Frau Holle (2008) • Frau Holle – Das Märchen von Goldmarie und Pechmarie • Frau Jenny Treibel • Frau Orosz wirbt für das Welterbe • Frau Pfeffertopf • Frau Rauscher • Frau Rettich, die Czerni und ich (Film) • Frau des Jahres • Frau mit Bohnenkorb im Gemüsegärtchen • Frau mit Hund sucht… Mann mit Herz • Frau mit Hut (Henri Matisse) • Frau und Hund • Frau und Volk • Frau von Borremose • Frau von Brill • Frau von Haraldskær • Frau von Koelbjerg • Frau von Meenybraddan • Frau von Saverne • Frau von Skrydstrup • Frau von Zweeloo • Frau zu verschenken • Frau-Holle-Pfad • Frau-Holle-Teich • Frau-Marien-Hütte • Frau-Marien-Saiger-Hütte • Frau-Nauses • Gemeinschaft Unserer Lieben Frau • Gemeinschaft Unserer Lieben Frau vom Wege • Gemeinschaft Unserer Lieben Frau von Walsingham • Gesetz über die Gleichberechtigung von Mann und Frau auf dem Gebiet des bürgerlichen Rechts • Gnadenbild Unserer Lieben Frau von der immerwährenden Hilfe • Herr und Frau Schweizer • Ich glaub, ich lieb meine Frau • Irezumi – Die tätowierte Frau • Jeanne d’Arc – Die Frau des Jahrtausends • Junge Frau mit Katzen • Junge Frau mit Wasserkanne am Fenster • Kapelle zu unserer lieben Frau Bekümmernis • Kathedrale Unserer Lieben Frau von den Engeln • Kathedrale unserer lieben Frau (Luxemburg) • Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung • King Kong und die weiße Frau • Kirche Unserer Lieben Frau • Kirche Unserer lieben Frau im Ostrachtal und St. Jodokus • Kirche zu Unserer Lieben Frau • Kleine Schwestern Unserer Lieben Frau • Kloster Unserer Lieben Frau • Kloster Unserer Lieben Frau zu Feuchtwangen • Kollegiatstift Unsere Liebe Frau (Eichstätt) • Laaga Chunari Mein Daag – Der Weg einer Frau • Lulu – Die Geschichte einer Frau • Meine Frau und meine Schwiegermutter • Meine Frau, die Hexe • Meine Frau, die Hochstaplerin • Meine Frau, die Spartaner und ich • Meine liebste Frau • Messer für Frau Müller • Missionare Unserer lieben Frau von La Salette • Missionsschwestern Unserer Lieben Frau • Missionsschwestern Unserer Lieben Frau von Afrika • Mit den Waffen einer Frau • Mit den Waffen einer Frau – Gold im Visier! • Münster Unserer Lieben Frau • Münster Unserer Lieben Frau (Zwiefalten) • Münster zu Unserer Lieben Frau • Neue Frau • Norma Rae – Eine Frau steht ihren Mann • Orden unserer lieben Frau • Orden unserer lieben Frau vom Berge Karmel • Organisation für die Sache der Frau • Pfarrkirche Unsere Liebe Frau (Eppingen) • Pfarrkirche Unserer Lieben Frau (Coburg-Seidmannsdorf) • Pfarrkirche zu Unserer Lieben Frau • Polly Adler – Eine Frau sieht rosa • Porträt des Messer Marsilio und seiner Frau • Rosenkranz Unserer Lieben Frau von den Tränen • Salige Frau • Schreiben an die Bischöfe der katholischen Kirche über die Zusammenarbeit von Mann und Frau • Schulschwestern Unserer Lieben Frau von Namur • Schulschwestern von Unserer Lieben Frau (Böhmen) • Schweizerischer Kongress für die Interessen der Frau • Schwestern Unserer Lieben Frau • Schwestern Unserer Lieben Frau (SND) • Schwestern Unserer Lieben Frau von China • Schwestern Unserer Lieben Frau von La Salette • Schwestern Unserer Lieben Frau von den Aposteln • Stellung der Frau im Alten Ägypten • Stift zu Unserer Lieben Frau (Regensburg) • Stift zu Unserer Lieben Frau Regensburg • Stift zu Unserer Lieben Frau zur Alten Kapelle • Stiftsbasilika Unserer Lieben Frau zu Geras • Stimme der Frau • Sue – Eine Frau in New York • Tagebuch einer Frau • UN-Ausschuss für die Beseitigung der Diskriminierung der Frau • Unsere Liebe Frau • Unsere Liebe Frau der Schmerzen • Unsere Liebe Frau von Guadalupe • Unsere Liebe Frau von den Schmerzen • Unserer Lieben Frau • Verhör einer Frau • Verraten – Eine Frau auf der Flucht • Villa Frau Alfred Knorr • Vom Fischer und seiner Frau • Von Frau zu Frau • Wallfahrtskirche zu Unserer Lieben Frau (Bobingen) • Weisse Frau vom Bölchentunnel • Weiße Frau • Weiße Frau (Gespenst) • Weiße Frau vom Belchentunnel
Adaption (Literatur) • Afrikanische Literatur • Afroamerikanische Literatur • Akademie der Wissenschaften und der Literatur • Albanische Literatur • Allgemeine Literatur-Zeitung • Allgemeiner Verein für Deutsche Literatur • Althochdeutsche Literatur • Altnordische Literatur • Altrussische Literatur • Am Nullpunkt der Literatur • Amerikanische Literatur • Andorranische Literatur • Anfänge der lateinamerikanischen Literatur • Anglo-Irische Literatur • Angloamerikanische Literatur • Arabeske (Literatur) • Arabische Literatur • Arche Literatur Verlag • Aserbaidschanische Literatur • Aufklärung (Literatur) • Barock (Literatur) • Berner Übereinkunft zum Schutz von Werken der Literatur und Kunst • Besprechung (Literatur) • Blut-und-Boden-Literatur • Buddhistische Literatur • Bund Freie Presse und Literatur • Chemische Literatur • Chiffre (Literatur) • Chinesische Literatur • Cinquecento (Kunst und Literatur) • Cotta-Literatur- und Übersetzerpreis • DDR-Literatur • Dark Water (Literatur) • Demotische Literatur • Der jüngste Tag (Literatur) • Deutsche Literatur des Spätmittelalters • Deutsche Literatur des hohen Mittelalters • Deutsche Literatur im Mittelalter • Deutschsprachige Literatur • Dezime (Literatur) • Die Insel (Literatur) • Die Literatur • Die Neue Literatur • DuMont Literatur und Kunst Verlag • Echtzeit (Literatur und Film) • Eifel Literatur Festival • Eisbergmodell (Literatur) • Englische Literatur • Englischsprachige Literatur • Epigraph (Literatur) • Epoche (Literatur) • Erotische Literatur • Esperanto-Literatur • Estnische Literatur • Experimentelle Literatur • Exposition (Literatur) • Exposé (Literatur) • Expressionismus (Literatur) • Faction-Literatur • Französische Literatur • Freeter-Literatur • Frühmittelhochdeutsche Literatur • Färöische Literatur • Gattung (Literatur) • Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V • Gesetz betreffend das Urheberrecht an Werken der Literatur und der Tonkunst • Graue Literatur • Griechische Literatur • Großer Österreichischer Staatspreis für Literatur • Hamburger Förderpreise für Literatur und literarische Übersetzungen • Haus der Sprache und Literatur • Hermetismus (Literatur) • Hilde-Domin-Preis für Literatur im Exil • Homosexualität in der Literatur • Homosexuelle Literatur • Indianische Mythologie und Literatur Nordamerikas • Indische Literatur • Interpolation (Literatur) • Irische Literatur • Irischsprachige Literatur • Isländische Literatur • Israelische Literatur • Italienisch. Zeitschrift für italienische Sprache und Literatur • Italienische Literatur • Japanische Literatur • Jerusalem-Preis für Literatur • Jiddische Literatur • Johann Friedrich von Cotta-Literatur- und Übersetzerpreis der Landeshauptstadt Stuttgart • Johann-Friedrich-von-Cotta-Literatur- und Übersetzerpreis der Landeshauptstadt Stuttgart • Junges Deutschland (Literatur) • Kanadische Literatur • Kanon der Literatur • Kanon der deutschen Literatur • Kanzone (Literatur) • Katalog (Literatur) • Katharsis (Literatur) • Kindlers Literatur Lexikon • Klassizismus (Literatur) • Konzentrationslager-Literatur • Koreanische Literatur • Lateinische Literatur • Leerstelle (Literatur) • Leibniz-Medaille der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz • Liste belletristischer Literatur mit schachlichem Hauptinhalt • Liste der Buchreihen zur altgriechischen und lateinischen Literatur • Liste der Literatur über Wilhelmshaven • Liste der Nobelpreisträger für Literatur • Liste der Referenztabellen/Literatur • Liste der Werke chinesischer erotischer Literatur • Liste der auszusondernden Literatur • Liste historisch-musiktheoretischer Literatur • Literatur (Schnitzler) • Literatur der Arbeitswelt • Literatur der Restaurationsepoche • Literatur der Weimarer Republik • Literatur im Nebel • Literatur in Bayern • Literatur und Kritik • Literatur zum Germanischen Nationalmuseum • Literatur- und Übersetzungspreis „Brücke Berlin“ • Literatur-Café • Madrigal (Literatur) • Mittellateinische Literatur • Mongolische Literatur • Mosambikanische Literatur • Moskovitische Periode der altrussischen Literatur • Motiv (Literatur) • Musar-Literatur • Museum für Westfälische Literatur Haus Nottbeck • Mussar-Literatur • Märkisches Stipendium für Literatur • Mûsar-Literatur • Neue Literatur • Neue Politische Literatur • Neue deutsche literatur • Neuere Deutsche Literatur • Neuere russische Literatur • Neuseeländische Literatur • Nobelpreis für Literatur • Nordfriesische Literatur • Outline (Literatur) • Persische Literatur • Polnische Literatur • Populärwissenschaftliche Literatur • Portugiesische Literatur • Potentielle Literatur • Preis der Stadt Wien für Literatur • Programmierter Zelltod/Literatur • Proletarische Literatur • Prolog (Literatur) • Prämoskovitische Periode der altrussischen Literatur • Päpstliche Akademie der schönen Künste und der Literatur • Realismus (Literatur) • Recht und Literatur • Remix (Literatur) • Rezension (Literatur) • Rheingau Literatur Festival • Romanze (Literatur) • Russische Literatur • Sadomasochistische Literatur • Schluss (Literatur) • Schwedische Literatur • Schweizer Literatur • Schöne Literatur • Serielle Reihen in der Literatur • Slash (Literatur) • Sorbische Literatur • Sozialgeschichte der Literatur • Spanische Literatur • Spanische Literatur im Mittel- und Spätmittelalter • Spiegel (Literatur) • Stoff (Literatur) • Stollen (Literatur) • Symbolismus (Literatur) • Textbox (Literatur) • Thema (Literatur) • Tibetische Literatur • Tiqqun (Literatur) • Ton (Literatur) • Travestie (Literatur) • Twist (Literatur) • Typus (Literatur) • Türkische Literatur • Ungarische Literatur • Ungarische Literatur des Mittelalters • Unselbstständige Literatur • Unselbständige Literatur • Utopische Literatur • Vergleich (Literatur) • Verlag für fremdsprachige Literatur (Beijing) • Wirtembergisches Repertorium der Literatur • Xungen-Literatur • Yellow Book (Literatur) • Zeitgenössische Literatur • Zentrum für Literatur- und Kulturforschung • Österreichische Gesellschaft für Literatur • Österreichische Literatur • Österreichischer Staatspreis für Europäische Literatur
titre de femme (fr)[Classe]
Nomen; Name[Classe]
(Adel), (Adelige; Edelmann; Adliger; Edelfrau; Kavalier; Fürst; Fürstin; Lord; Adelig)[termes liés]
heraldry (en)[Domaine]
Word (en)[Domaine]
Benennung, Bezeichnung, Name[Hyper.]
titular (en)[Dérivé]
Frau (n.)
homme/femme (fr)[Classe]
animal femelle et femme (fr)[ClasseParExt.]
Erwachsene; Erwachsener; ERWACHSENE[ClasseHyper.]
personne responsable d'elle-même (fr)[Classe]
(Frau; Frauen...; weiblich; Frauen.; Frau, weiblich, Frauen...)[Thème]
Integral Dictionary (en)[Thème]
(mündig; volljährig; alt; .Jahre alt)[termes liés]
person (en)[Domaine]
Man (en)[Domaine]
Individuum, Mensch, Persönlichkeit, Seele, Sterbliche, Sterblicher - Geschlecht - bewegen - gegenseitig beeinflussen sich, interagieren - Anstellung, Platz, Position, Posten, Stelle, Stellung - Gesellschaftsschicht, Klasse, Schicht, soziale Schicht, Stand - Erwachsene, Erwachsener, Volljährige, Volljähriger[Hyper.]
Frauen[membre]
feminin, Femininum, Frauen-, frauenhaft, fraulich, weiblich - adulthood (en) - Reife - ausgewachsen, erwachsen, Erwachsene, Erwachsener, reif - Frau, Frau, weiblich, Frauen... - woman (en) - Hofmacher, Schäker, Schürzenjäger - fair sex, woman, womanhood (en) - womanhood (en) - Stellung der erwachsenen Frau - Weiblichkeit - femaleness, feminineness (en) - manful, manlike, manly (en) - male, manful, manlike, manly, virile (en)[Dérivé]
Männchen, männlich - Bursche, Jugendlicher - unweiblich[Ant.]
Frau; Frauen...; weiblich; Frauen.; Frau, weiblich, Frauen...[ClasseHyper.]
Descripteurs EUROVOC (fr)[Thème]
person (en)[Domaine]
Woman (en)[Domaine]
Weibchen, weiblich - Erwachsene, Erwachsener, Volljährige, Volljähriger[Hyper.]
effeminise, effeminize, feminise, feminize, womanize (en) - den Frauen nachstellen, ein Windhund sein - womanhood (en) - fair sex, woman (en) - Stellung der erwachsenen Frau - feminin, fraulich, weiblich[Dérivé]
adult male, man (en)[Ant.]
Frau (n.)
amant (homme) (fr)[Classe]
homme : selon le lien de famille (fr)[Classe...]
Geliebte[Classe]
femme (fr)[Classe...]
femme : selon les liens de famille (fr)[Classe...]
Frau; Frauen...; weiblich; Frauen.; Frau, weiblich, Frauen...[ClasseHyper.]
(ehefähig; ehemündig; heiratsfähig)[Thème]
Descripteurs EUROVOC (fr)[Thème]
factotum (en)[Domaine]
spouse (en)[Domaine]
person (en)[Domaine]
Woman (en)[Domaine]
Male (en)[Domaine]
SocialRole (en)[Domaine]
Ehegespann, Ehepaar[membre]
domestic partner, significant other, spousal equivalent, spouse equivalent (en) - Angehörige, Angehöriger, Familienangehörige, Familienangehöriger, Verwandschaft, Verwandte, Verwandter - Weibchen, weiblich - Erwachsene, Erwachsener, Volljährige, Volljähriger - Gatte,die Gattin, Männchen/Weibchen[Hyper.]
begatten, beischlafen, beschlafen, bumsen, ficken, kopulieren - spousal (en) - effeminise, effeminize, feminise, feminize, womanize (en) - den Frauen nachstellen, ein Windhund sein - womanhood (en) - fair sex, woman, womanhood (en) - Stellung der erwachsenen Frau - feminin, fraulich, weiblich - ux., uxor (en) - husbandly (en)[Dérivé]
adult male, man (en) - husbandly (en)[Ant.]
Gatte,die Gattin, Männchen/Weibchen - Frau, Frau, weiblich, Frauen...[Hyper.]
uxorial, wifelike, wifely (en)[Dérivé]
Frau (n.)
femme (fr)[Classe...]
jeune personne (fr)[Classe]
jeune femme (fr)[Classe]
jeune fille - jeune femme (fr)[Thème]
person (en)[Domaine]
Girl (en)[Domaine]
Frau, Frau, weiblich, Frauen... - Bursche, Jugendlicher[Hyper.]
jeune femme (fr)[Classe]
Frau (n.)
Backwerk; Torte; Gebäck; Kuchen[ClasseHyper.]
Backware[Hyper.]
gastronomy (en)[Domaine]
Food (en)[Domaine]
Backwerk, Gebäck, Kuchen, Torte[Hyper.]
Frau (n.)
Dichtung; Literatur[Classe]
ensemble (réunion d'éléments) (fr)[Classe...]
(Kunstwerk; Arbeit; Schaffen; Werkstück; Oeuvre; Opus; Werk), (Dichtung; Literatur)[Thème]
domaine de l'enseignement supérieur (fr)[Classe]
Dichtung; Literatur[Classe]
Literatur (n.)
Kunstwerk; Arbeit; Schaffen; Werkstück; Oeuvre; Opus; Werk[Classe]
Ausgabe; Emission; Publikation; Veröffentlichung; Bekanntgabe; Veröffentlichung, die Bekanntgabe; Herausgabe; Edition[ClasseParExt.]
chose inscrite (fr)[ClasseParExt.]
ensemble (réunion d'éléments) (fr)[Classe...]
Dichtung; Literatur[Classe]
(Kunstwerk; Arbeit; Schaffen; Werkstück; Oeuvre; Opus; Werk), (Dichtung; Literatur)[Thème]
(Kunstwerk; Arbeit; Schaffen; Werkstück; Oeuvre; Opus; Werk)[Thème]
Kunstwerk; Arbeit; Schaffen; Werkstück; Oeuvre; Opus; Werk[ClasseEnsembleDe]
Dichtung; Literatur[ClasseHyper.]
ens. des textes dotés d'une dimension esthét. (fr)[ClasseHyper.]
ensemble des ouvrages publiés sur une question (fr)[ClasseHyper.]
Literatur (n.)
literature (en)[Domaine]
SubjectiveAssessmentAttribute (en)[Domaine]
Schrift, Schriftsprache - Schrift, Schriftstück[Hyper.]
literarisch[Dérivé]
Text (en)[Domaine]
Schrift, Schriftstück[Hyper.]
literature (en)[Domaine]
Literatur (n.)
affectée (attitude) (fr)[Classe]
se dit de qqch (fr)[Classe...]
(Sinn; Hintersinn; Bedeutung), (wörtlich; wortwörtlich; wortgetreu; buchstäblich)[Thème]
qui manque de naturel (fr)[Classe]
qualificatif d'un emploi d'un mot (fr)[DomaineDescription]
Literatur- (préf.)
Frau (mhd. frouwe von ahd. frouwa „vornehme, hohe Frau; Herrin“) bezeichnet heute einen weiblichen, erwachsenen Menschen. Das geschlechtliche Gegenstück ist der Mann. Der Begriff wird verwendet, um das Geschlecht, die soziale Rolle oder beides zu unterscheiden. „Frau“ wird in der deutschen Sprache auch als einfachste, übliche Anrede für Frauen verwendet.
Früher bezeichnete „Frau“ dagegen nur gesellschaftlich höher stehende Erwachsene und Verheiratete, „Weib“ allgemein den weiblichen erwachsenen Menschen. Das Wort „Weib“ ist heute eher negativ besetzt.
Weibliche Kinder und Jugendliche werden als „Mädchen“ bezeichnet. Die frühere Bezeichnung „Fräulein“ für unverheiratete Frauen wird im deutschen Sprachraum kaum noch verwendet.
Inhaltsverzeichnis |
Der deutliche Geschlechtsdimorphismus des Menschen wird durch die Verteilung der Chromosomen in der Zygote bestimmt, insbesondere von den Geschlechtschromosomen. So besitzen Frauen in ihrem Chromosomensatz in der Regel zwei X-Chromosomen, während Männer in der Regel nur ein X- und das geschlechtsbestimmende Y-Chromosom haben, das man Sex determining region of Y (SRY) nennt und das beim Mann für die embryonale Produktion des Hoden-determinierenden Faktors (TDF für englisch: Testis-determining factor), eines Proteins, verantwortlich ist. Wird TDF gebildet, kommt es zur Ausbildung männlicher Merkmale, fehlt es dagegen, bilden sich weibliche Merkmale. Dies hat zur Folge, dass sich durch verschiedene genetisch bedingte Ursachen ein Embryo trotz des 46,XY-Chromosomensatzes zu einem weiblichen Baby entwickeln kann (siehe auch: XY-Frau).
Frauen unterscheiden sich körperlich vom Mann durch die unterschiedlichen primären und sekundären Geschlechtsmerkmale. Der Bau der primären Geschlechtsmerkmale ist hauptsächlich durch die Funktion bei der Fortpflanzung bedingt.
Dabei bestehen die Genitalien der Frau vor allem aus der im Körper liegenden Gebärmutter mit den paarigen Eileitern sowie den weiblichen Keimdrüsen, den Eierstöcken. Die Gebärmutter ist über die Vagina mit der Vulva verbunden, die das äußere primäre Geschlechtsteil der Frau bildet. Der Vaginalausgang liegt dabei zwischen den inneren und äußeren Schamlippen im Scheidenvorhof, in den auch die Harnröhre mündet. An der vorderen Umschlagfalte der inneren Schamlippen liegt die Klitoris. Sie ist ein zylinderförmiges, von Schwellkörpergewebe gebildetes und erektiles Organ, welches mit Nervenenden durchsetzt ist und besonders in der Lage ist, auf Berührung zu reagieren.
In den weiblichen Brüsten, die als Milchdrüsen zu den sekundären Geschlechtsmerkmalen gehören, wird nach einer Geburt Muttermilch gebildet, mit der die Mutter das Neugeborene säugt, bis es andere Nahrung zu sich nehmen kann.
Neben den unterschiedlichen Fortpflanzungsorganen gibt es tendenziell einige weitere körperliche Unterschiede zwischen Mann und Frau. So unterscheidet sich zum Beispiel der weibliche Knochenbau, insbesondere von Becken und Gesichtsschädel, geringfügig, auch der Muskelaufbau ist meist anders. Der Körper der Frau ist tendenziell weniger muskulös ausgeprägt als der des Mannes; während der Anteil des Muskelgewebes bei Frauen durchschnittlich etwa 23 Prozent ausmacht, beträgt er bei Männern rund 40 Prozent.
In welchem Grad Eigenschaften, die als „typisch weiblich“ angesehen werden, auch individuell zutreffen, hängt von Erziehung und Prägung ab. Doch haben alle Frauen auch sogenannte „männliche Anteile“ – und umgekehrt. Siehe dazu: Weiblichkeit (auch: Männlichkeit).
Obwohl in Zeiten ausreichenden Nahrungsangebots etwas mehr männliche Kinder geboren werden – das Verhältnis liegt bei etwa 105 zu 100 –, machen Frauen die Mehrheit der Erwachsenen aus. Dies liegt daran, dass Männer in allen Altersstufen eine etwas höhere Sterblichkeit aufweisen – besonders im Alter, bis 30 Jahre durch Unfälle. Frauen haben aus unterschiedlichen Gründen eine um ca. fünf Jahre höhere Lebenserwartung, teils durch tatsächliche geschlechtliche Unterschiede, teils durch die gesellschaftliche Rolle begründet.
Manche Anthropologen wie zum Beispiel Margaret Ehrenberg gehen davon aus, dass urgeschichtlich Frauen gegenüber Männern die Angeseheneren waren. Für die frühen Gruppen der Jäger und Sammler waren weibliche Mitglieder durch die größere Stetigkeit der Erträge als Sammlerinnen gegenüber dem wechselnden Erfolg der Jäger ökonomisch möglicherweise wichtiger. Mit ihrer Fähigkeit zu gebären trugen Frauen zum Erhalt der Gruppe bei. Die Tatsache, dass die Mutter eines Kindes immer zweifelsfrei benennbar ist, dies für die Vaterschaft jedoch nicht gilt, soll die Rolle der Frau innerhalb der Gruppe gestärkt haben. Ob für die Urgeschichte überhaupt von einer Geschlechterhierarchie gesprochen werden kann, ist jedoch umstritten.
In Wildbeuterkulturen waren Männer für die Jagd zuständig. Fleisch mit seinem Eiweiß und Fett war vor allem in kalten, nördlichen Breiten ein kostbares Lebensmittel. Frauen sicherten durch Sammeln von Früchten, Kräutern und Samen die Ernährungsgrundlage; es sind jedoch auch Jägerinnen nachgewiesen. Während die Männer umherstreiften, regelten Frauen das übrige Leben: bereiteten Speisen, hüteten das Feuer nach dessen Zähmung, sorgten für die Vorratshaltung, errichteten Hütten, stillten die Säuglinge und zogen in Gruppen die Kleinkinder heran. Frauen bildeten das eher stabilisierende, engstverflochtene Netzwerk der Gruppe.[1][2][3]
Um die Fähigkeit der Frau, Leben zu schenken, sollen die ersten Kulte und Religionen entstanden sein, bei denen Ahninnen und hauptsächlich weibliche Gottheiten verehrt wurden. Diese Vorstellung dient der verbreiteten, aber nicht unbestrittenen Idee, für die Urgeschichte sei ein Matriarchat anzunehmen, als Grundlage. Mit archäologischen Mitteln ist es jedoch nicht möglich, so weitreichende Aussagen über die Gesellschaftsform zu machen.[4][5]
Frauen sollen einen wesentlichen Anteil an der Entwicklung des Ackerbaus und weiterer Kulturtechniken gehabt oder diese erfunden haben (Ehrenberg). Mit der neuen Wirtschaftsweise ging in der Jungsteinzeit ein deutliches Bevölkerungswachstum einher, da erstmals Produktionsüberschüsse gehortet werden konnten. In Folge bildeten sich erste soziale Unterschiede heraus. In diesem über mehrere tausend Jahre andauernden Prozess, so wird vermutet, habe sich die symbolische oder tatsächliche Vorrangstellung der Frauen oder die Gleichrangigkeit der Geschlechter zugunsten der Männer nachhaltig verschoben.[6]
In vielen, besonders nicht-westlichen, Kulturen gibt es eine mehr oder weniger ausgeprägte geschlechtliche Arbeitsteilung. In vielen traditionellen Gesellschaften werden Frauen in der Regel überwiegend reproduktive und Männern produktive Aufgaben zugeschrieben. Die reproduktiven Aufgaben in einer Gesellschaft beinhalten insbesondere die Erziehung und Betreuung von Kindern, aber auch die Pflege kranker und alter Menschen, das Bereitstellen von Nahrung, Kleidung usw. Diese Arbeitsteilung ist sehr alt und ging nicht notwendigerweise mit einer Nachrangigkeit der Frau einher. Welche Bedingungen dazu führten, dass Frauen wirtschaftlich und gesellschaftlich von Männern abhängig wurden und sich diesen unterordnen mussten, kann nur in dem historischen Kontext von Kultur, Weltanschauung oder Religion, Gesellschaft und Wirtschaftsweise beantwortet werden. Siehe auch: Geschlechtergeschichte
In allen europäischen Ländern galten noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts nur Männer als juristisch handlungsfähig, eine unverheiratete Frau benötigte einen Vormund. In vielen Ländern außerhalb Europas ist das heute noch so.
Durch die Frauenbewegungen in den USA und Europa seit Ende des 19. Jahrhunderts und die durch sie ausgelöste Emanzipation der Frauen wurden in der westlichen Welt die traditionellen patriarchal strukturierten Geschlechterrollen in Frage gestellt. Heute steht Frauen jede Berufsausbildung offen und sie sind in den meisten Ländern juristisch den Männern gleichgestellt. In Deutschland gibt es einige Gesetze (z. B. § 56 Abs. 2 Satz 8 SGB VI, § 2 BGG, § 16 BGleiG), welche Frauen bevorzugen, um der Gleichberechtigung von Frauen und Männer zu dienen.
Der Arbeitsmarkt in Westeuropa weist eine geschlechtsspezifische Segregation auf, bei der in reproduktiven und Dienstleistungsberufen überdurchschnittlich viele Frauen anzutreffen sind: Erziehungs- und Ausbildungsberufe, Pflegeberufe, Verkauf und kaufmännische Berufe. Auch innerhalb frauentypischer Berufsfelder tritt eine geschlechtliche Segregation zutage, so dass, bezogen auf die Grundgesamtheit im untersuchten Berufsfeld, überdurchschnittlich wenige Frauen in Führungspositionen anzutreffen sind. Hinzu kommt, dass in solchen Berufsfeldern wie zum Beispiel Krankenpflege oder Unterstufenlehrerinnen, trotz intensiver politischer Bemühungen, bislang das Lohnniveau tiefer ist als in den Berufsfeldern, in denen überdurchschnittlich viele Männer arbeiten wie zum Beispiel auf dem Bau oder in der Produktion.
In Gesellschaften, in denen der Status einer Frau real oder vermeintlich zum Teil über ihre Schönheit definiert ist, kann es zu einem regelrechten „Schönheitswahn“ kommen, der zu psychischen Störungen wie zum Beispiel Essstörungen führen kann.
Im Deutschen werden viele Tätigkeitsbezeichnungen wie Berufe in Abhängigkeit davon unterschieden, ob diese von einem Mann oder einer Frau ausgeführt werden. Dazu wird, anders als bei sonstigen Unterschieden wie beispielsweise Herkunft, kein Adjektiv verwendet, sondern es gibt für fast alle Berufe Doppelbezeichnungen. So wird in vielen Bezeichnungen die weibliche Form durch das Anhängen der Silbe -in kenntlich gemacht, zum Beispiel Autorin und Bäckerin. Der Duden verzeichnet in der 23. Auflage 2004 erstmals alle weiblichen Bezeichnungen. Endet die Bezeichnung auf -mann, so wird dies meistens durch -frau ersetzt, beispielsweise ist die weibliche Form des Bürokaufmanns die Bürokauffrau. Eine Ausnahme dazu ist zum Beispiel die Zimmerin anstelle von der Zimmermann. Nur wenige Berufe werden nicht nach dem Geschlecht unterschiedlich bezeichnet; so wird heute, nachdem das „Fräulein“ gesellschaftlich aus der Mode kam, der Begriff „Ober“ sowohl für weibliche als auch männliche Kellner verwendet, da die weibliche Form „Oberin“ in anderem Zusammenhang verwendet wird. Rein weibliche Berufsbezeichnungen wie Amme, Hebamme, Krankenschwester sind äußerst selten.
In Anschreiben und Ansprachen wird heute oft explizit sowohl die weibliche als auch die männliche Form der Bezeichnung genannt, was oftmals den Anschein der „politischen Korrektheit“ erweckt. Da dies aber in längeren Texten einen merkbaren Mehraufwand bedeutet, werden teilweise ungewohnte Abkürzungen verwendet, um Sparsamkeit und Korrektheit zu vereinen. Am bekanntesten ist die – laut der Rechtschreibung unzulässige – Form des Binnen-I (taz-I), also beispielsweise StudentInnen. Auch das Hervorheben der Tätigkeit mit Partizipien kommt in letzter Zeit mehr in Mode. So soll der Plural Studierende beide Geschlechter ansprechen.
In Österreich werden Frauen oder Töchter manchmal noch mit dem Titel ihres Ehemannes oder Vaters angesprochen: Frau Direktor, Frau Hofrat, Frau Doktor bzw. Fräulein Direktor etc. Diese Form wird aber seltener. In Deutschland und in der Schweiz ist diese Anrede weitgehend verschwunden.
Selten, aber nicht ungewöhnlich ist im Deutschen die Bezeichnung einer Frau durch das Anhängen von -in an den Familiennamen, z. B. „die Lutherin“ oder „die Hübnerin“.
Das Symbol für eine Frau ist ♀ – das Venussymbol, die Farbe Rot.
Portal:Frau – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Frau
Der Begriff Frauenliteratur bezeichnet ein Genre sowohl belletristischer als auch essayistischer Literatur, die - im weitesten Sinne des Begriffs - als ‚Literatur von Frauen und/oder über Frauen und/oder für Frauen‘ beschrieben werden kann. Mit Blick auf die äußerst wechselhafte, von verschiedenen literaturwissenschaftlichen und feministischen Paradigmen abhängige Begriffsgeschichte allerdings kann keines dieser Kriterien als vollkommen verbindlich aufgefasst werden.
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Die Begriffe „Frauenliteratur“ und „Frauenroman“ etablierten sich als feuilletonistische und buchhändlerische Kategorien im ausgehenden 19. Jahrhundert, als vermehrt Autorinnen erschienen, die die Schriftstellerei nicht mehr als reinen Brotberuf auffassten, sondern einen künstlerisch ambitionierten Ausdruckswillen mit ihrem Schaffen verbanden. In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde das Etikett „Frauenroman“ als Verkaufsschlager entdeckt, zahlreiche Verlage brachten Romanreihen unter Titeln wie „Frauen-Romane“, „Der gepflegte Frauen-Roman“ u. ä. heraus, und der Begriff wurde nahezu synonym mit „Heft- oder Groschenroman“ und „Trivialliteratur“.
Eine doppelte Wandlung erfuhr der Begriff in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Zum einen wurde er zu einem unscharfen Allgemeinbegriff erweitert, der fast alles bezeichnete, was in irgendeiner Art und Weise ‚mit Frauen zu tun‘ hatte, beispielsweise auch Fontanes sogenannte „Frauenromane“, Jugendbücher und Pensionatsgeschichten wie Emmy von Rhodens Der Trotzkopf, die Schriften der mittelalterlichen Mystikerinnen oder auch moderne Lebenshilfe- und Ratgeberliteratur. Mitunter wurde sogar alle unterhaltende Romanliteratur des 19. Jahrhunderts als „Frauenliteratur“ bezeichnet, gemäß der – inzwischen revidierten – literatursoziologischen Auffassung, dass Romane ausschließlich für Frauen produziert und auch nur von diesen gelesen worden seien. Zum anderen wurde der Begriff im Kontext der „Neuen Frauenbewegung“ in den 60er bis 80er Jahren teilweise verengt auf feministisch-emanzipatorisch ausgerichtete Werke, sei es belletristischer oder essayistischer Art.
Will man einen ungefähren allgemeinen Trend der Begriffsentwicklung im Laufe des 20. Jahrhunderts festmachen, so kann man vielleicht sagen, dass der Begriff heute eher von weiblichen Autoren geschriebene Literatur, in früheren Jahrzehnten eher Literatur mit weiblichen Protagonisten bezeichnet(e). Heute werden retrospektiv auch Autorinnen des 18. Jahrhunderts (wie z. B. Sophie von La Roche und Therese Huber), der Romantik (wie z. B. Sophie Mereau), des Jungen Deutschland und des Vormärz (wie z. B. Fanny Lewald und Louise Otto-Peters) und die zahlreichen Roman- und Novellenproduzentinnen des bürgerlichen Realismus als „Frauenliteratur“ kategorisiert. Eine Kanonisierung paradigmatischer Autorinnen des 20. Jahrhunderts (nicht nur deutscher Sprache) wurden durch die ab den 80er Jahren erscheinenden Reihen „Die Frau in der Literatur“ und „Das Jahrhundert der Frau“ in den Verlagen Ullstein und Suhrkamp befördert.
In der feministischen Literaturkritik der 80er Jahre gab es eine lange und letztlich zu keiner Lösung geführte Debatte darüber, ob es eine spezifisch ‚weibliche Schreibe‘ gebe oder nicht (und wenn ja, ob diese an der Kategorie ‚Sex‘ oder ‚Gender‘ festzumachen sei). Festhalten lässt sich sicherlich, dass eine je historisch spezifische Wirklichkeitserfahrung in die Beschaffenheit eines literarischen Werks eingeht und ein ‚weiblich perspektiviertes‘ Werk somit signifikante Unterschiede gegenüber einem ‚männlich perspektivierten‘ zeitgenössischen Werk aufweisen kann. Die Debatten haben auch zu einer kritischen Reflexion über den Begriff „Frauenliteratur“ selbst geführt, und man stellte fest, dass schon die Notwendigkeit eines solchen Begriffs symptomatisch sei dafür, dass der Begriff „Literatur“ (ohne den Zusatz „Frauen-“) offenbar kein neutraler Begriff ist, sondern von einer Wirklichkeitsauffassung ausgeht, in der der Mann und das Männliche die Norm darstellen, während die Frau und das Weibliche als ‚das Andere‘ – das ‚Abnorme‘ – defizitär erscheinen.
Seit den 90er Jahren erfährt der Begriff im Zuge des fortschreitenden „Postfeminismus“ wieder eine tendenzielle Erweiterung, die sich vor allem in den neueren Ableitungen des Begriffs (wie z. B. „Frauenkrimi“) bemerkbar macht. In der aktuellen Literaturkritik wird diese abgegriffene und ambivalente Kategorie der „Frauenliteratur“ eher vermieden und man spricht alternativ z. B. von „literarischen Fräuleinwundern“, wenn man neue Publikationen von weiblichen Autoren bespricht.
Als eine der ersten bedeutenden Autorinnen der Neuzeit trat Sophie von La Roche mit ihrem Roman Die Geschichte des Fräuleins von Sternheim (1771) hervor. Er führte als erstes gelungenes deutsches Beispiel die von Samuel Richardson begründete Gattung des empfindsamen Briefromans in Deutschland ein. Goethe schwärmte für diesen Roman und lieferte 1774 mit den Leiden des jungen Werthers sein eigenes Werk in diesem Genre. Schiller förderte in seiner Funktion als Herausgeber von Literaturzeitschriften und -kalendern einige weibliche Autoren (z. B. Karoline Louise Brachmann), jedoch etablierte sich in der Klassik zunehmend auch eine Unterscheidung von Höhenkamm- und Trivialliteratur, bei der die Frauen ganz klar auf der Verliererseite standen. Für die Autorinnen der Romantik ist es deshalb typisch, dass sie bis in die 70er Jahre nur als ‚Frau von‘ und oft genug nur unter ihrem Vornamen bekannt waren. Eine Ausnahmeerscheinung, weil schon früh kanonisiert, ist die Autorin Karoline von Günderrode.
Ein Neuansatz zeichnete sich in der politisch bewegten Zeit des Jungen Deutschland und des Vormärz ab. Hier entstand eine frühfeministische Literatur nach englischem und französischem Vorbild (z. B. Mary Wollstonecraft-Shelleys und Olympe de Gouges), als deren wichtigste Vertreterinnen Fanny Lewald und Louise Otto-Peters gelten können. In der Restaurationszeit stechen die lyrischen Werke Annette von Droste-Hülshoffs heraus. Diese vielversprechenden Anfänge gerieten allerdings wieder weitgehend in Vergessenheit, als sich im bürgerlichen Realismus ein vorher nie dagewesenes weibliches Brotschriftstellertum etablierte. Frauen entdeckten die Schriftstellerei als Erwerbsquelle. Ein hoher Prozentsatz der enormen Roman- und Novellenproduktion in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts (vor allem für sogenannte „Familienblätter“ wie Die Gartenlaube oder Westermanns Monatshefte) verdankt sich weiblicher Feder. Zur Auflagensteigerung der „Gartenlaube“ trug besonders die Marlitt bei. Weitere Bestseller-Autorinnen dieser Epoche waren Nataly von Eschstruth, Marie Nathusius, Louise von François und Hedwig Courths-Mahler.
Um die Jahrhundertwende 1900 entwickelte sich innerhalb dieser Massenproduktion eine neue weibliche Kunstliteratur, die nun bewusst an die Vorläuferinnen des frühen 19. Jahrhunderts anknüpfte. Es entstanden vermehrt künstlerisch ambitionierte Romane und Erzählungen, meist ausgehend vom Muster des Entwicklungs- und Bildungsromans. Als Auslöser und Meilenstein dieser Entwicklung kann Gabriele Reuters Roman Aus guter Familie (1895) gelten. Gleichwohl waren auch die Verfasserinnen einzelner innovativer Werke oft noch darauf angewiesen, mit dem Schreiben ihr Geld zu verdienen, sodass die Werklisten der betreffenden Autorinnen vielfach sehr umfangreich und heterogen ausfallen. Die Modewelle weiblicher Erzählliteratur war begleitet von einer hohen Anzahl essayistischer Publikationen zur zeitgenössischen „Frauenfrage“ (z. B. von Hedwig Dohm oder Käthe Schirmacher) und Biographien historisch bedeutender Frauen. Diese Generation von Autorinnen, die überwiegend noch im Wilhelminischen Zeitalter sozialisiert wurden, verlor jedoch wieder stark an Bedeutung, als in den 1920er Jahren die „Neue Frau“ als Romanthema entdeckt wurde. Bestseller-Autorinnen dieser Zeit sind z. B. Vicki Baum und Ina Seidel. Auf den Gebieten der Lyrik und Dramatik ließen sich um 1900 noch kaum literarische Erfolge von Frauen verzeichnen. Zwar gab es nicht wenige, die es versuchten, doch wurden sie von der zeitgenössischen Literaturkritik ebenso wie von der späteren Literaturgeschichtsschreibung weitgehend ignoriert. Erst im mittleren 20. Jahrhundert schafften Autorinnen wie etwa Marie Luise Kaschnitz, Marieluise Fleißer und Else Lasker-Schüler den Sprung in den literarischen Kanon.
Eine ganz neue Form deutschsprachiger Frauenliteratur tauchte in den 70er Jahren auf. Dabei handelte es sich zum großen Teil um Erfahrungsberichte aus dem weiblichen Alltag, die durch ihre oft experimentelle literarische Form das Problem weiblicher Produktivität selbst mitreflektierten und darauf pochten, wahrgenommen zu werden. Diese literarische Entwicklung steht im Zusammenhang mit dem Auftauchen anderer emanzipatorischer Literatur wie z. B. Gefangenen-, Homosexuellen- und Migrantenliteratur. Einflussreiche Bücher dieser Zeit waren z. B. Häutungen von Verena Stefan und Klassenliebe von Karin Struck.
Literatur ist seit dem 19. Jahrhundert der Bereich aller mündlich (etwa durch Versformen und Rhythmus) oder schriftlich fixierten sprachlichen Zeugnisse. Man spricht in diesem „weiten“ Begriffsverständnis etwa von „Fachliteratur“ oder „Notenliteratur“ (Partituren) im Blick auf die hier gegebene schriftliche Fixierung. Die öffentliche Literaturdiskussion ist demgegenüber seit dem 19. Jahrhundert auf Werke ausgerichtet, denen Bedeutung als Kunst zugesprochen werden könnte, und die man im selben Moment von Trivialliteratur, von ähnlichen Werken ohne vergleichbare „literarische“, sprich künstlerische, Qualität, abgrenzt.
Das Wort Literatur wird bis in das 19. Jahrhundert hinein regulär für die Wissenschaften verwendet.
Die heutige begriffliche Differenzierung, die im weitesten Sinne alle sprachliche Überlieferung umfasst, und dabei ein enges Feld „literarischer“ Kunstwerke konstituiert, richtete sich erst im Laufe des 19. Jahrhunderts ein. Das Wort stand zuvor für Gelehrsamkeit, die Wissenschaften, die Produktion der „res publica literaria“, der frühmodernen scientific community, seltener auch lediglich für Schriften der griechischen und lateinischen Antike.
Die Neudefinition des Wortes geschah im Wesentlichen unter Einfluss neuer Literaturzeitschriften und ihnen folgender Literaturgeschichten, die zwischen 1730 und 1830 sich schrittweise den belles lettres, den schönen Wissenschaften öffneten, dem Bereich modischer und eleganter Bücher des internationalen Marktes und die dabei Werken der Poesie ein zentrales Interesse schenkten.
Es wurde im selben Prozess selbstverständlich, dass Literatur
Besprochen wird in den nationalen Philologien (wie der Germanistik, der Romanistik, der Anglistik), die die Ausgestaltung der nationalen Literaturen im 19. Jahrhundert im Wesentlichen vorantrieben, nahezu ausschließlich „hohe“ Literatur. Welche Werke unter welchen Gesichtspunkten besprochen werden, ist seitdem Gegenstand einer Debatte um die Bedeutung, die Werke in der jeweiligen Gesellschaft gewinnen. Der jeweilige „Kanon“ einer Nationalliteratur wird in der öffentlichen (und angreifbaren) Würdigung der „künstlerischen“ Qualität festgelegt, sowie in kontroversen Textinterpretationen der Fiktionen, die Titeln tiefere Bedeutung zusprechen. In der neuen Ausgestaltung übernahm die Literatur im 19. Jahrhundert in den westlichen säkularen Nationen Funktionen, die zuvor die Religionen und ihre Textgrundlagen als Debatten- und Bildungsgegenstände innehatten.
In neuerer Zeit wurde das Thema der digitalen Schriftlichkeit ein Diskussionsgebiet der Literaturwissenschaft und Medienwissenschaft. Gerade bei dieser Art von Literatur ist es nicht mehr möglich, nach Kriterien zu beurteilen, die man für Literatur vergangener Jahrhunderte entwickelt hatte. Siehe dazu: Digitale Schriftlichkeit.
Von Literatur spricht man auch im Bereich der Musik. Gemeint ist damit die Gesamtheit der schriftlich notierten Musik.
Das Wort Literatur ist erst in der Frühmoderne in Mode kommende Ableitung des lateinischen littera, der „Buchstabe“. Der Plural litterae gewann bereits in der Antike eigene Bedeutungen als „Geschriebenes“, „Dokumente“, „Briefe“, „Gelehrsamkeit“, „Wissenschaft(en)“. Im Französischen und Englischen blieb diese Bedeutung erhalten in lettres und letters als Synonym für „Wissenschaften“.
Das heutige Sprechen von Literatur entwickelte sich auf einem Umweg über das Deutsche und seine Äquivalente für die französische Wortfügung „belles lettres“. Im Laufe des 17. Jahrhunderts setzte sich die französische Wortkombination für einen neuen Bereich eleganter Bücher auf dem europäischen Markt durch. Die zeitgenössische deutsche Übersetzung war hierfür „galante Wissenschaften“, was dem Publikumsanspruch Rechnung trug wie dem modischen Geschmack: Leser beiderlei Geschlechts lasen diese Ware und bestanden darauf, dass sie eine ganze eigene Wissenschaft benötigte, keine akademische pedantische. Als mit dem frühen 18. Jahrhundert das Wort galant in Kritik geriet, setzte sich ein Sprechen von „schönen Wissenschaften“ durch, das im späten 18. Jahrhundert an Tragfähigkeit verlor, da es hier zunehmend um Poesie und Romane ging, eine unwissenschaftliche Materie. Das Sprechen von „schöner Literatur“ erlaubte es schließlich das engere im weiteren Begriffsfeld zu benennen. Man sprach ab Mitte des 18. Jahrhunderts von „Literatur“ mit der Option jeweilige Schwerpunkte legen zu können. Mit dem Adjektiv „schöne“ wurde das Zentrum bezeichnet, das Literatur im engeren Sinn wurde. Je klarer das Zentrum definiert wurde, desto entbehrlicher wurde im 20. Jahrhundert die weitere Verwendung des Adjektivs.
Aus dem Wort „belles lettres“ ging im deutschen Buchhandel das Wort „Belletristik“ hervor, das heute eine Nachbarstellung einnimmt. Der Buchhandel führte die Verengung des Literaturbegriffs auf Dichtung der Nation, wie sie im 19. Jahrhundert geschah, am Ende nicht durch. Für Verlage ist die der internationale Markt unterhaltender Titel ein unverzichtbares Geschäftsfeld. Man kann innerhalb der Belletristik ein kleineres Feld der Klassiker der Literatur abgrenzen und dieses wiederum international sortieren.
Das Wort Literatur hat seine zentrale Bedeutung in Literaturgeschichten, Literaturzeitschriften, in der Literaturkritik und Literaturtheorie. In all diesen Bereichen geht es deutlich darum, Kontroversen über Literatur zu erzeugen. Mit der Belletristik wird im Deutschen eher ein unkontroverses, uneingeschränktes Feld ohne eigene Geschichte beibehalten. Es gibt bezeichnenderweise keine „Belletristikgeschichte“, keine „Belletristikkritik“ und keine nationalen „Belletristiken“, dafür jedoch „Literaturgeschichte“, und „Literaturkritik“ wie „Nationalliteraturen“.[1]
Der heutige Literaturbegriff spiegelt den Wortgebrauch der letzten zweihundert Jahre wieder. Er zeichnet sich dabei gleichzeitig durch die Aufnahme einer Reihe historischer Kontroversen aus, die den modernen Streit darüber, welche Werke es verdienen sollten, als Literatur besprochen zu werden, fruchtbar in ihrer teilweisen Unvereinbarkeit bestimmen. Literaturstudenten wird seit dem 19. Jahrhundert die Beherrschung eines Handwerkszeugs der Textanalyse nach den verschiedenen Traditionen der Poetik, der Rhetorik, und der Textinterpretation abverlangt, die dem literarischen Text tiefere kulturelle Bedeutung beimessen soll. Moderne Schulen der Literaturtheorie nahmen hier einzelne Fragestellungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten und divergierenden Wünschen an einen Kanon wichtigster Werke der jeweils zu schreibenden Literaturgeschichte auf.
Die Vorstellung, dass Literatur ein Bereich besonders schöner Texte sein sollte, ist Erbmasse der antiken und frühneuzeitlichen Poesiediskussion. Der alternative Blick auf kunstvolle Sprachbeherrschung geht dagegen auf die Diskussion antiker Rhetorik zurück. Während sich die Rhetorik als weitgehend unkontroverse, zweckorientierte Kunst handhaben ließ, bestand über die Frage des Schönen in der Poesie ein langer Streit, der im 18. Jahrhundert im Wesentlichen als Kampf zwischen Regelpoetikern (Verfechtern einer nach Gesetzen schönen Poesie) und Verfechtern eines Geschmacksurteils geführt wurde. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts setzte sich in Auflösung dieser Diskussion eine neue wissenschaftliche Debatte der Ästhetik durch, die – so die Hoffnung – am Ende in allen Bereichen der Kunst gelten würde als eine Konstante menschlicher Wahrnehmung, wie sie Schönheit auch in der Natur entdeckte.
Ende des 19. Jahrhunderts geriet der Blick auf die Ästhetik in grundsätzliche Kritik. Das hatte zum einen mit der kontroversen Begriffsaneignung durch die Ästhetizisten zu tun, zum anderen mit Kunstwerken, die sich provokant von der Konzentration auf Schönheit verabschiedeten und einen eigenen Realismus im Umgang mit sozialer Realität einklagten. Die schonungslose Anerkennung von Missständen sollte ein anerkanntes Ziel werden. Optionen im Umgang mit dem Konflikt bestanden in der Erweiterung der ästhetischen Konzepte wie in der Diskreditierung der Forderung eigener ästhetischer Wahrheit.
Dass Literatur sich im gegenwärtigen Begriff durch Fiktionalität und tiefere Bedeutung, eine Relevanz für die Gesellschaft, auszeichnet, ist im Wesentlichen Erbe der Romandiskussion, die Mitte des 18. Jahrhunderts von der Literaturbesprechung aufgenommen wurde. Weder die Aristotelische Poetik noch die Nachfolgepoetiken der frühen Moderne hatten Poesie über Fiktionalität erklärt. Romane hatten sie samt und sonders nicht als Poesie anerkannt.
Der Vorschlag, Romane und womöglich Poesie generell über Fiktionalität zu definieren, findet sich erstmals klarer mit Pierre Daniel Huet's Traktat über den Ursprung der Romane (1670) gemacht – als Möglichkeit, den theologischen Umgang mit Gleichnissen auf eine neue Lektüre von Romanen zu übertragen, bei dem es darum gehen soll, zu ermessen, welche kulturelle Bedeutung ein jeweiliger Titel hat.
Beim Aufbau des modernen Besprechungsgegenstands Literatur war die Frage nach tieferer Bedeutung Anfang des 19. Jahrhunderts praktisch, da sie dem Literaturwissenschaftler neue Tätigkeiten abverlangt, vor allem die der Interpretation. Daneben schuf sie neue Möglichkeiten, Texte zu bewerten und sich speziell diskutierbar rätselhaften, fremdartigen Titeln zuzuwenden und über sie die eigene Nation und Geschichte neu zu erklären. Im 19. und 20. Jahrhundert entfaltete die Frage nach der Bedeutung des Textes in der Kultur zudem politische Dynamik, da sich an sie Forderungen nach aktivem Engagement anschließen ließen.
Die Frage stilistischen Anspruchs ist im Wesentlichen Erbmasse der Diskussion neuester „belles lettres“. Poetiken waren davon ausgegangen, dass zwar einzelne Dichter die Kunst unterschiedlich handhabten, dass jedoch das Persönliche selbst nicht zu erstreben war. Schönheit galt es an sich anzustreben, der Künstler rang um die Schönheit. Mit der Romandiskussion wurde die Frage nach kulturellen Hintergründen akut, die Frage des individuellen Autors war dabei wenig das Ziel. Anders war die Debatte in der Belletristik verlaufen. In ihr stand gerade die Frage nach den Titeln im Vordergrund, die den aktuellen Geschmack am besten befriedigten. Es ging im selben Moment um die Frage nach neuen Autoren, die mit eigenen Sichtweisen den Geschmack prägten.
Die „belles lettres“ sollten insgesamt, so ihre Verfechter sich durch Stil auszeichnen – gegenüber den minderwertigen Volksbüchern wie gegenüber der pedantischen Wissenschaftlichkeit. Romane und Memoiren wurden wesentliche Felder der Produktion modernen persönlichen Stils. Die Diskussion jeweiliger Leistungen der individuellen Perspektive ging im frühen 19. Jahrhundert in der heutigen Literaturdiskussion auf - die Frage nach subjektiver Wahrnehmung der Realität, wie sie sich in Literatur abzeichne, prädestinierte den neuen Bereich dem im 19. Jahrhundert aufgebaut wurde, dazu ein Debattenfeld im Schulunterricht zu werden. Im modernen Literaturunterricht geht es seitdem zentral darum, Schüler zu subjektiven Stellungnahmen zu Literatur zu bewegen, ihre Subjektivität dabei öffentlich wahrzunehmen, Subjektivität behandelter Autoren zu erfassen.
Im Lauf des 20. Jahrhunderts kam eine eigene, mutmaßlich neutrale, wissenschaftliche Analyse von Komplexität literarischer Werke auf. Auf sie richtete sich vor allem der Strukturalismus der 1960er und 1970er und ihm folgend der Poststrukturalismus der 1980er und 1990er aus. Betrachtet man die Untersuchungen mit historischer Perspektive, so nehmen sie aus allen Debattenfeldern Untersuchungsoptionen auf. Besondere Würdigung erhalten dabei Texte, die komplexer zu analysieren sind, die der Literaturbesprechung mehr Angriffsfläche der auszulotenden Kontexte geben.
Der hochrangige Text ist unter dieser Prämisse der, der reich an – womöglich divergierenden – Bedeutungsebenen ist, sich intensiv mit Traditionen auseinandersetzt, sich komplex auf andere Texte bezieht, erst im Blick auf diese besser verstanden wird. Die Analysen sind insofern wissenschaftlich objektiv, als sie tatsächlich die wissenschaftliche Analysierbarkeit als Eigenschaft von Texten erfassen, die sich dank ihrer Qualitäten in der wissenschaftlichen Analyse halten, uns nachhaltig als Literatur damit beschäftigen.
Hier lag, rückblickend betrachtet gleichzeitig die Option einer Mode von Texten, die sich auf die Literaturbetrachtung ausrichteten. Die Postmoderne ging in Entdeckungen des Trivialen am Ende zunehmend konfrontativ bis ablehnend mit den hier definierten Ansprüchen an Kunst der Literatur um.
Erst ab dem 19 Jhd. hat man zur Literatur nicht nur das Wissenschaftliche gezählt, sondern alles, was schriftlich niedergelegt war. Ab dem Jhd. unterschied man auch zwischen hoher Literatur, sprich Hochliteratur, und Literatur von wenig künstlerischer Qualität, sprich Trivialliteratur.
Der Prozess, in dem im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert Dramen, Romane und Gedichte zu „Literatur“ gemacht wurden (sie hingen vorher unter keinem Wort zusammen), muss unter unterschiedlichen Perspektiven gesehen werden. Ganz verschiedene Interessen waren daran beteiligt, die „Literatur“ zum breiten Debattenfeld zu machen. Auf eine einprägsame Formel gebracht, engten die Teilnehmer der Literaturdebatte ihre Diskussion ein und weiteten ihre Debatte damit aus: Seit Jahrhunderten hatten sie erfolgreich wissenschaftliche Schriften als „Literatur“ diskutiert – Poesie und Fiktionen interessierten sie dabei vor 1750 nur am Rande. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts rückten sie ausgewählte Felder des populären Randgebiets in das Zentrum ihrer Rezensionen mit dem Effekt, dass ihre eigene Diskussion sich nun mit den freier besprechbaren Gegenständen ausweitete. Die Gründung der universitär verankerten Literaturwissenschaft festigte im 19. Jahrhundert den Prozess dieser Einengung des Debattenfeldes (auf Dramen, Romane und Gedichte) sowie die Ausdehnung der Diskussion selbst (vor allem auf die staatlichen Schulen und die öffentlichen Medien).
Das Wort „Literatur“ gilt heute zwar nicht mehr demselben Gegenstand wie vor 1750, es blieb jedoch kontinuierlich das Wort des sekundären Austauschs über Literatur. Es findet sich auf Titelseiten von Literaturzeitschriften, in den Bezeichnungen von Lehrstühlen und universitären Seminaren der Literaturwissenschaft, in den Titeln von Literaturgeschichten, in Wortfügungen wie „Literaturpapst“, „Literaturkritiker“, „Literaturhaus“, „Literaturpreis“. Das Wort „Literatur“ ist dabei (anders als Worte wie „Hammer“, die keine Debattengegenstände bezeichnen) vor allem ein Wort des Streits und der Frage: „Was soll eigentlich als Literatur Anerkennung finden?“ Es gibt eine Literaturdiskussion, und sie legt auf der Suche nach neuen Themen, neuer Literatur und neuen Literaturdefinitionen fortwährend neu fest, was gerade für „Literatur“ erachtet wird. Sie tat dies in den letzten 300 Jahren mit solchem Wandel ihres Interesses, dass man für das Wort „Literatur“ eben durchaus keine stabile inhaltliche Definition geben kann.
Das große Thema des Austauschs über Literatur waren bis weit ins 18. Jahrhundert hinein die Wissenschaften. In der Praxis des Besprechungswesens reduzierte sich der Blick der Literaturrezensenten dabei auf neueste Publikationen, auf Schriften – ein Austausch, der zunehmend Leser außerhalb der Wissenschaften ansprach: Wissenschaftliche Journale erschienen in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts mit spannenden Themen in den Niederlanden auf Französisch. Englische kamen hinzu, deutsche boomten zwischen 1700 und 1730 im Geschäft, das die Universitäten Leipzigs, Halles und Jenas bestimmten. Der Reiz der wissenschaftlichen Journale war ihre Diskussionsfreudigkeit, ihre Offenheit für politische Themen, die Präsenz, die hier einzelne Literaturkritiker mit eigenen, sehr persönlich geführten Journalen (im deutschen etwa den Gundlingiana Nikolaus Hieronymus Gundlings) entwickelten.
Zwischen 1730 und 1770 wandten sich deutsche literarische Journale bahnbrechend der nationalen Dichtung zu – im territorial und konfessionell zersplitterten Sprachraum war die Poesie der Nation ein Thema, das sich überregional und mit größten Freiheiten behandeln ließ. Die Gelehrsamkeit (die „res publica literaria“) gewann mit Rezensionen der „belles lettres“, der „schönen Wissenschaften“, der „schönen Literatur“ (so die Dachbegriffe, die man wählte, um diese Werke ungeniert in wissenschaftlichen Zeitschriften ansprechen zu können), ein wachsendes Publikum. Aus dem modischen Ausnahmefall des Rezensionswesens wurde im Verlauf des 18. Jahrhunderts der Regelfall.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts musste im Deutschen das Wort „Literatur“ neu definiert werden. „Literatur“ war (hielt man sich vor Augen, was da besprochen wurde) definitiv nicht der Wissenschaftsbetrieb, sondern eine textliche Produktion mit zentralen Feldern in der künstlerischen Produktion. „Literatur“ wurde in der neuen Definition:
Nach der neuen Definition war davon auszugehen, dass sich die Literatur in nationalen Traditionssträngen entwickelte: Wenn sie im Kern sprachliche Überlieferung war, dann mussten die Sprachen und die politisch definierten Sprachräume den einzelnen Überlieferungen Grenzen setzen – Grenzen, über die nur ein Kulturaustausch hinweghelfen kann. Ein Sprechen von „Literaturen“ im Plural entfaltete sich. Für die Nationalliteraturen wurden die nationalen Philologien zuständig. Eine eigene Wissenschaft der Komparatistik untersucht die Literaturen heute in Vergleichen.
Die Definition von Literatur als „Gesamt der sprachlichen und schriftlichen Überlieferung“ erlaubt es den verschiedenen Wissenschaften, weiterhin in „Literaturverzeichnissen“ ihre eigenen Arbeiten als „Literatur“ zu listen (Fachliteratur). Die Definition im „engen Sinn“ ist dagegen gezielt arbiträr und zirkulär angelegt. Es blieb und bleibt darüber zu streiten, welche Werke als „künstlerische“ Leistungen anzuerkennen sind.
Das, was Literatur werden sollte, hatte vor 1750 weder einen eigenen Oberbegriff noch größere Marktbedeutung. Poesie und Romane mussten erst unter eine einheitliche Diskussion gebracht werden, wobei gleichzeitig große Bereiche der Poesie- wie der Romanproduktion aus der Literaturdiskussion herausgehalten werden mussten, wenn diese ihr kritisches Gewicht bewahren wollte.
Der Prozess, in dem ausgewählte Dramen, Romane und Gedichte „Literatur“ wurden, fand dabei in einem größeren statt: Seit dem 17. Jahrhundert gab es auf dem Buchmarkt die „belles lettres“ (englisch vor 1750 oft mit „polite literature“ übersetzt, deutsch mit „galante Wissenschaften“ und ab 1750 „schöne Wissenschaften“). Dieses Feld besteht heute im Deutschen mit der Belletristik fort.
Die „belles lettres“ waren im 17. Jahrhundert unter den „lettres“, den Wissenschaften, für das Besprechungswesen ein unterhaltsamer Randbereich. Sie erwiesen sich im Lauf des 18. Jahrhunderts als popularisierbares Besprechungsfeld. Ihnen fehlten jedoch entscheidende Voraussetzungen, um staatlichen Schutz erlangen zu können: Die „belles lettres“ waren und sind international und modisch (man kann von „nationalen Literaturen“ sprechen, nicht aber von „nationalen Belletristiken“), sie umfassten Memoires, Reiseberichte, politischen Klatsch, elegante Skandalpublikationen genauso wie Klassiker der antiken Dichter in neuen Übersetzungen (ihnen fehlt mit anderen Worten jede Ausrichtung auf eine Qualitätsdiskussion; man liest die mit Geschmack, es gibt „Literaturkritiker“, aber keine „Belletristikkritiker“). Die Belletristik war und ist vor allem aktuell und das selbst in ihren Klassikern (es gibt keine „Belletristikgeschichte“, wohl aber „Literaturgeschichte“) – das sind die wesentlichen Unterschiede zwischen Belletristik und Literatur, die aufzeigen, wie die Belletristik umgeformt werden musste, um die Literatur im heutigen Sinn zu schaffen.
Staatliches Interesse – Achtung, mit der sie zum Unterrichtsgegenstand werden konnte – gewann die Belletristik durch die Einrichtung einer nationalen Debatte, in der es um hohe Kunst der nationalen Dichter ging. Romane, Dramen und Gedichte wurden in der Einrichtung dieser Diskussion zum zentralen Feld der „belles lettres“, zu „schöner Literatur“, dem Kernbereich der literarischen Produktion.
Der Bereich der „belles lettres“ war vor 1750 klein, aber virulent. Unter 1500–3000 Titeln der jährlichen Gesamtproduktion, die um 1700 in den einzelnen großen Sprachen Französisch, Englisch und Deutsch auf den Markt kam, machten die „belles lettres“ pro Jahr 200–500 Titel aus; 20-50 Romane waren etwa dabei. Der Großteil der Buchproduktion entfiel auf die Bereiche wissenschaftliche Literatur und religiöse Textproduktion von Gebetbüchern bis hoch zu theologischer Fachwissenschaft, sowie, wachsend: auf die politische Auseinandersetzung. Zu den Marktentwicklungen eingehender das Stichwort Buchangebot (Geschichte).
Die Literaturkritik, die Kritik der Wissenschaften, ließ sich zwischen 1730 und 1770 gezielt auf die skandalösesten Bereiche des kleinen belletristischen Marktes ein. Dort, wo es die skandalöse Oper und den ebenso skandalösen Roman gab, musste (so die Forderung der Kritiker) in nationalem Interesse Besseres entstehen. Mit größtem Einfluss agierte hier die deutsche Gelehrsamkeit. Die Tragödie in Versen wurde das erste Projekt des neuen, sich der Poesie zuwendenden wissenschaftlichen Rezensionswesens. Frankreich und England hätten eine solche Tragödie zum Ruhm der eigenen Nation, führte Johann Christoph Gottsched in seiner Vorrede zum Sterbenden Cato, 1731 aus, die den Ruf nach jener neuen deutschen Poesie begründete, aus der am Ende die neue hohe deutsche Nationalliteratur wurde. Die Attacke richtete sich (auch wenn Gottsched das nur in Nebensätzen klarstellte, und ansonsten das Theater der Wandertruppen angriff) gegen die Oper, die in der Poesie den Ton angab. Die Oper mochte Musik sein. Die neue, der Oper ferne Tragödie würde, so versprach es Gottsched, auf Aufmerksamkeit (und damit Werbung) des kritischen Rezensionswesens hoffen können, falls sie sich an die poetischen Regeln hielt, die Aristoteles formuliert hatte.
Die Rückkehr zur aristotelischen Poetik blieb ein Desiderat der „Gottschedianer“. Mit dem bürgerlichen Trauerspiel gewann Mitte des 18. Jahrhunderts ein ganz anderes Drama – eines in Prosa, das bürgerliche Helden tragödienfähig machte – die Aufmerksamkeit der Literaturkritik. Der Roman, der mit Samuel Richardsons Pamela, or Virtue Rewarded (1740) dem neuen Drama die wichtigsten Vorgaben gemacht hatte, fand im selben Moment das Interesse der Literaturrezension. War der Roman bis dahin eher Teil der dubiosen Historien als Poesie, so wurde nun die Poesiedefinition für den Roman geöffnet, so wie sie gegenüber der Oper, dem Ballett, der Kantate und dem Oratorium verschlossen wurde.
Der neue Poesiebegriff gab dem Fiktionalen und seiner diskutierbaren Bedeutung größeren Raum als Regeln und Konventionen. Die Diskutierbarkeit von Poesie nahm damit zu. Sie steigerte sich weiter damit, dass das Besprechungswesen zum nationalen Wettstreit der Dichter aufrief.
Die poetischen Werke, die mit den 1730ern geschaffen wurden, um von der Literaturkritik besprochen zu werden, verdrängten nicht die bestehende belletristische Produktion. Der gesamte Markt der Belletristik wuchs in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zum Massenmarkt. Die neue, auf die Besprechung zielende Produktion versetzte jedoch die öffentliche Literaturkritik in die Lage, nach Belieben bestimmen zu können, was öffentlicher Beachtung wert sein sollte und was nicht. Das Besprechungswesen sorgte mit seiner Entscheidungsgewalt über das Medienecho für eine Ausdifferenzierung des belletristischen Sektors und für eine Entskandalisierung der Öffentlichkeit:
Für die öffentliche Auseinandersetzung bedeutete die neue Differenzierung eine Wohltat. Im frühen 18. Jahrhundert hatte man Romane, die hochrangigen Politikern Sexskandale andichteten, in wissenschaftlichen Journalen besprochen, falls die politische Bedeutung das erforderte. Man hatte die Informationen schlicht als „curieus“ gehandelt (siehe etwa die Rezension der Atalantis Delarivier Manleys in den Deutschen Acta Eruditorum von 1713). Kein Gespür für die Niedrigkeit der Debatte bestand da – man ging vielmehr davon aus, dass sich solche Informationen nicht anders verbreiten ließen, als in skandalösen Romanen. Mitte des 18. Jahrhunderts – die neue Mode der Empfindsamkeit kam in diesem Geschehen auf – konnte man das „Niedere“ zwar nicht vom Buchmarkt verbannen, aber eben aus der Diskussion nehmen. Es mochte einen skandalösen Journalismus beschäftigen, der eines Tages eine eigene Boulevardpresse entwickelte, nicht aber die gehobenen Debatten der Literatur.
Die Literaturdebatte entwickelte auf dem Weg der von ihr angestrebten Marktreform eine besondere Suche nach Verantwortung für die Gesellschaft – und für die Kunst. Sie fragte nach den Autoren dort, wo der Markt bislang weitgehend unbeachtet und anonym florierte. Sie löste Pseudonyme auf und nannte die Autoren gezielt bei ihren bürgerlichen Namen (das war im 17. und 18. Jahrhundert durchaus unüblich, man sprach vor 1750 von „Menantes“ nicht von „Christian Friedrich Hunold“). Die neue Literaturwissenschaft diskutierte, welche Stellung die Autoren in der Nationalliteratur gewannen und legte damit das höhere Ziel der Verantwortung fest. Sie schuf schließlich besondere Fachdiskussionen wie die psychologische Interpretation, um selbst das noch zu erfassen, was die Autoren nur unbewusst in ihre Texte gebracht hatten, doch eben nicht weniger in der literaturwissenschaftlichen Perspektive verantworteten. Rechtliche Regelungen des Autorstatus und des Urheberschutzes gaben demselben Prozess eine zweite Seite.
Geschichten der deutschen Literatur offenbaren die Einschnitte des hier knapp skizzierten Geschehens, sobald man die besprochenen Werke auf der Zeitachse verteilt: Mit den 1730ern beginnt eine kontinuierliche und wachsende Produktion „deutscher Dichtung“. Die Diskussionen, die seit 1730 geführt wurden, schlagen sich in Wellen von Werken nieder, die in diesen Diskussionen eine Rolle spielten. Vor 1730 liegt dagegen eine Lücke von 40 Jahren – die Lücke des belletristischen Marktes, dem die Gründungsväter der heutigen nationalen Literaturdiskussion als „niedrigem“ und unwürdigen ihre Betrachtungen verweigerten. Mit dem „Mittelalter“, der „Renaissance“ und dem „Barock“ schuf die Literaturgeschichtsschreibung des 18. und 19. Jahrhunderts für die Vergangenheit nationale Großepochen, die der Literatur, wie sie heute erscheint, eine (lückenhafte, nachträglich produzierte) Entwicklung geben.
Der Streit in der Frage „Was ist Literatur?“, der mit dem 19. Jahrhundert aufkam, und der nach wie vor die Literaturwissenschaft beschäftigt, ist kein Beweis dafür, dass die Literaturwissenschaft nicht einmal dies zuwege brachte: ihren Forschungsgegenstand klar zu definieren. Die Literaturwissenschaft wurde selbst die Anbieterin dieses Streits. Darüber, was Literatur sein soll und wie man sie adäquat betrachtet, muss tatsächlich gesellschaftsweit gestritten werden, wenn Literatur – Dramen, Romane und Gedichte – im Schulunterricht, in universitären Seminaren, im öffentlichen Kulturleben als Leistung der Nation gewürdigt wird. Jede Interessengruppe, die hier nicht eigene Perspektiven und besondere Diskussionen einklagt, verabschiedet sich aus einer der wichtigsten Debatten der modernen Gesellschaft.
Nach dem Vorbild der Literatur (als dem sprachlich fixierten nationalen Diskursgegenstand) wurden mit der Wende ins 19. Jahrhundert die internationaler verfassten Felder der bildenden Kunst und der ernsten Musik definiert – Felder, die zu parallelen Marktdifferenzierungen führten: Auch hier entstanden „hohe“ gegenüber „niedrigen“ Gefilden: Die hohen sollten überall dort liegen, wo gesellschaftsweite Beachtung mit Recht eingefordert wird. Der Kitsch und die Unterhaltungsmusik konnten im selben Moment als aller Beachtung unwürdige Produktionen abgetan werden. Die Literaturdebatte muss von allen Gruppen der Gesellschaft als Teil der größeren Debatte über die Kultur und die Kunst der Nation aufmerksam beobachtet werden: Sie nimmt mehr als andere Debatten Themen der Gesellschaft auf und sie gibt Themen an benachbarte Diskussionen weiter.
Dass sie zum Streit Anlass gibt, ist das Erfolgsgeheimnis der Literaturdefinition des 19. Jahrhunderts: Literatur sollen die Sprachwerke sein, die die Menschheit besonders beschäftigen – das ist zirkulär und arbiträr definiert. Es liegt im selben Moment in der Hand aller, die über Literatur sprechen, festzulegen, was Literatur ist.
Ordnung und Fixierung gewann die Literaturdebatte nicht mit der Begriffsdefinition „Literatur“, an der sich der Streit entzündet, sondern mit den Traditionen ihres eigenen Austauschs. Was als Literatur betrachtet werden will, muss sich für einen bestimmten Umgang mit literarischen Werken eignen. Die Literatur entwickelte sich im 19. Jahrhundert zur weltlichen Alternative gegenüber den Texten der Religion, die bislang die großen Debatten der Gesellschaft einforderten. Die Literaturwissenschaft drang mit ihrem Debattengegenstand – Dramen, Romane und Gedichte – in die Lücke, die die Theologie mit der Säkularisierung zu Beginn des 19. Jahrhunderts ließ. Dabei bewährten sich bestimmte Gattungen, die „literarischen“, besser als andere –
Das Material, das im Lauf des 18. Jahrhunderts zu Literatur gemacht wurde, war zuvor nur im Ausnahmefall von Literaturzeitschriften (wissenschaftlichen Rezensionsorganen) besprochen worden. Der Austausch über Poesie und Fiktionen, über Dramen, Opern und Romane geschah vor 1750 vor allem in den Theatern und in den Romanen selbst. In den Theatern stritten die Fans über die besten Dramen und Opern. Man veranstaltete in London Wettkämpfe, bei denen man Themen ausschrieb und die beste Oper prämierte. Im Roman attackierten Autoren einander unter Pseudonymen mit der beliebten Drohung, den Rivalen mit seinem wahren Namen auffliegen zu lassen. Hier griff der sekundäre Diskurs der Literaturkritik um 1750 mit neuen Debattenangeboten ein.
Die Literaturdiskussion selbst war zuerst eine rein wissenschaftsinterne Angelegenheit gewesen: Als im 17 Jahrhundert Literaturzeitschriften aufkamen, besprachen in ihnen Wissenschaftler die Arbeiten anderer Wissenschaftler. Das Publikum dieses Streits weitete sich aus, dadurch dass die Literaturzeitschriften Themen von öffentlichem Interesse intelligent ansprachen und da die Rezensenten sich auf das breitere Publikum mit neuen Besprechungen der „belles lettres“ einließen. Wenn die Wissenschaften Dichter besprachen, gewann ihre Debatte eine ganz neue Freiheit: Fachintern, doch vor den Augen der wachsenden Öffentlichkeit besprach man hier Autoren, die außerhalb der eigenen Debatte standen. Man konnte mit ihnen weit kritischer umgehen als mit den Kollegen, die man bislang im Zentrum rezensierte.
In dem Maße, in dem die Wissenschaften ihren ersten Besprechungsgegenstand (ihre eigene Arbeit) zugunsten des neuen (Poesie der Nation) aufgaben, öffneten sie die Literaturdebatte der Gesellschaft. Die Literaturdiskussion florierte fortan nicht mehr als vor allem internes Geschäft; sie agierte in ihrem Streit zugleich gegenüber zwei externen Teilnehmern: dem Publikum, das die Literaturdebatte verfolgt und vieldiskutierte Titel mit Bereitschaft kauft, die Diskussionen fortzusetzen und gegenüber den Autoren, die nun als die Verfasser von „Primärliteratur“ dem „sekundären Diskurs“ beliebig distanziert gegenüberstehen können.
Der Austausch gewann an Komplexität, als im 19. Jahrhundert die Nation ein eigenes Interesse an der neuformulierten Literatur entwickelte. Die Nationalliteratur ließ sich an Universitäten und Schulen zum Unterrichtsgegenstand machen. Der Nationalstaat bot der Literaturwissenschaft eigene Institutionalisierung an: Lehrstühle an Universitäten. Die nationalen Philologien wurden eingerichtet. Literaturwissenschaftler wurden berufen, um für Kultusministerien die Lehrpläne zu erstellen, nach denen an den Schulen Literatur zu besprechen ist; sie bilden die Lehrer aus, die Literatur bis in die unteren Schulklassen hinab diskutieren.
Die Verlagswelt stellte sich auf den neuen Austausch ein. Kommt ein neuer Roman auf den Markt, schickt sie komplett vorgefasste Rezensionen mit Hinweisen auf die Debatten, die dieser Roman entfachen wird, an die Feuilleton-Redaktionen der wichtigsten Zeitungen, Zeitschriften und Fernsehsender.
Die Autoren veränderten ihre Arbeit. Mit den 1750ern kamen ganz neue Dramen und Romane auf: schwergewichtige, schwerverständliche, die gesellschaftsweite Diskussionen entfachen müssen. Romane und Dramen wurden in ganz neuem Maße „anspruchsvoll“ – Anspruch auf öffentliche Würdigung ist das neue Thema. Um mehr Gewicht auf Debatten zu gewinnen, wurde es unter den Autoren Mode, Dramen, Romane und Gedichte in epochalen Strömungen zu verfassen, Schulen zu gründen, die einen bestimmten Stil, eine bestimmte Schreibweise (die „realistische“, die „naturalistische“ etc.), eine bestimmte Kunsttheorie (die des „Surrealismus“, die des „Expressionismus“) verfochten. Autoren, die sich auf eine solche Weise verorten, werden, wenn die Aktion gelingt, als bahnbrechende besprochen, wenn sie zu spät auf den falschen Zug aufspringen, werden sie von der Kritik als „Epigonen“ gebrandmarkt. Dieses gesamte Spiel kennt kein Pendant vor 1750. Die meisten Stilrichtungen, die wir (wie das „Barock“ und „Rokoko“) vor 1750 ausmachen, sind erst später geschaffene Konstrukte, mit denen wir den Eindruck erwecken, dass Literatur schon immer Debatten fand, wie sie sie seit dem 19. Jahrhundert findet.
Die Autoren organisierten sich in Assoziationen wie den P.E.N.-Club international. Sie formierten Gruppen wie die „Gruppe 47“ und Strömungen. Mit Manifesten begannen sie, dem sekundären Diskurs Vorgaben zu machen. Im Einzelfall ließen sie sich auf Fehden mit Literaturpäpsten ein, um auf direktestem Weg die Literaturdiskussion auf sich zu ziehen. Autoren nehmen Literaturpreise an oder schlagen sie, wie Jean-Paul Sartre den ihm verliehenen Nobelpreis für Literatur, im öffentlichen Affront aus. Sie halten Dichterlesungen in Buchhandlungen – undenkbar wäre das im frühen 18. Jahrhundert gewesen. Sie begeben sich in den „Widerstand“ gegen politische Systeme, sie schreiben Exilliteratur aus der Emigration heraus.
Mit all diesen Interaktionsformen gewann der Austausch über Literatur eine Bedeutung, die der Austausch über die Religion kaum hatte (geschweige denn der Austausch über Literatur im alten Wortsinn oder derjenige über Poesie und Romane, wie er vor 1750 bestand).
Das brachte eigene Gefahren mit sich. Die Literaturwissenschaft und der von ihr ausgebildete freiere Bereich der Literaturkritik in den Medien sind erheblichen Einflussnahmen der Gesellschaft ausgesetzt. Die Gesellschaft klagt neue Debatten ein, fordert neue politische Orientierungen, erzwingt von der Literaturkritik Widerstand oder Anpassung. Es gibt in der pluralistischen Gesellschaft in der Folge eine feministische Literaturwissenschaft wie eine marxistische, oder (scheinbar unpolitischer) eine strukturalistische und so fort. Eine Gleichschaltung der Gesellschaft, wie sie das Dritte Reich durchführte, greift konsequenterweise gezielt zuerst in den Literaturbetrieb ein. Die institutionalisierte Literaturwissenschaft lässt sich sehr schnell gleichschalten, Lehrstühle werden neu besetzt, Lehrpläne bereinigt, Literaturpreise unter neuen Richtlinien vergeben. Die Gleichschaltung der Verlagswelt und der Autorenschaft ist die schwierigere Aufgabe der Literaturpolitik, der totalitäre Staaten zur Kontrolle der in ihnen geführten Debatten große Aufmerksamkeit schenken müssen.
Warum die Nation überhaupt ein solches Interesse am pluralistischen und jederzeit kritischen Gegenstand „Literatur“ und den Debatten nationaler „Kunst“ und „Kultur“ entwickelte?
Europas Nationen antworteten mit der Einführung nationalstaatlicher Bildungssysteme und der allgemeinen Schulpflicht – durchaus auch – auf die Französischen Revolution. Wer aufsteigen wollte, sollte, so das Versprechen, das jede weitere Revolution erübrigen musste, es in der Nation beliebig weit bringen können – vorausgesetzt, er nutzte die ihm angebotenen Bildungschancen. In der Praxis blieben Kinder unterer Schichten bei aller Chancengleichheit finanziell benachteiligt. Weit schwerer wog für sie jedoch, was sie an Erfahrungen frühzeitig in all den Schulfächern machten, in denen die neuen Themen angesagt waren: Wer in der Gesellschaft aufsteigen wollte, würde seinen Geschmack anpassen müssen. Er würde sich ausschließlich für hohe Literatur, bildende Kunst und ernste Musik begeistern müssen und am Ende mit seinen nächsten Angehörigen keine Themen mehr teilen, ihre Zeitungen verachten wie ihre Nachrichten. Die Frage war nicht, ob man aufsteigen konnte. Die Frage war, ob man bei diesen Aussichten aufsteigen wollte? Erst das ausgehende 20. Jahrhundert brachte hier eine größere Nivellierung der „Kulturen“ innerhalb der Gesellschaft – nicht wie in der linken politischen Theorie gedacht durch eine Erziehung, die Arbeiterkinder an die hohe Kultur heranführte, sondern durch neue Moden der Postmoderne, in denen „niedere“ Kultur, „Trash“, plötzlich „Kultstatus“ gewann.
Der Verlierer im Kampf um gesellschaftliche Diskussionen und Aufmerksamkeit scheint bei alledem die Religion gewesen zu sein. Die Literatur ist gerade an dieser Stelle eine interessant offene Konstruktion. Die Texte der Religion können dort, wo man Literatur diskutiert, jederzeit als die „zentralen Texte der gesamten sprachlichen Überlieferung“ eingestuft werden. Aus der Sicht der Literaturwissenschaft liegen die Texte der Religion nicht außerhalb, sondern mitten im kulturellen Leben der Nation. Die Texte der Religion stehen zur Literatur als dem großen Bereich aller textlichen (nach Nationen geordneten) Überlieferung nahezu so ähnlich wie die Religionen selbst zu den Staaten, in denen sie agieren. Es ist dies der tiefere Grund, warum sich das Konzept der Literatur, wie es heute die Literaturwissenschaft beschäftigt, weitgehend ohne auf Widerstand zu stoßen, weltweit ausdehnen ließ.
Die moderne Literaturdebatte folgt vor allem deutschen und französischen Konzepten des 18. und 19. Jahrhunderts. Deutsche Journale wie Lessings Briefe die Neueste Literatur betreffend wandten sich früh dem neuen Gegenstand zu. Sie taten dies gerade im Verweis auf ein nationales Defizit. Mit der französischen Revolution erreichte Frankreich das Interesse an einem säkularen textbasierten Bildungsgegenstand.
Wer sich durch die englische Publizistik des 19. Jahrhunderts liest, wird dagegen feststellen, dass das Wort „Literatur“ hier noch bis Ende des 19. Jahrhunderts synonym für die Gelehrsamkeit stehen konnte. An Themen des nationalen Austauschs fehlte es in Großbritannien nicht – die Politik und die Religion lieferten sie zur freier Teilnahme an allen Diskussionen. Die Nation, die die Kirche im 16. Jahrhundert dem Staatsgefüge einverleibt hatte, fand erst spät eine eigene der kontinentalen Säkularisation gleichkommende Debatte. Die wichtigste Geschichte der englischen Literatur, die im 19. Jahrhundert erschien, Hippolyte Taines History of English Literature brachte die neue Wortverwendung als Anstoß von außen ins Spiel und machte verhältnismäßig spät klar, welche Bedeutung England in der neu zu schreibenden Literaturgeschichte selbst gewinnen konnte.
Das Konzept nationaler Literaturen wurde von Europa aus den Nationen der Welt vorgelegt. Es fand am Ende weltweit Akzeptanz. Der Buchmarkt gestaltete sich im selben Geschehen um: aus einem im frühen 18. Jahrhundert marginalen Feld des Buchangebots wurde die zentrale Produktion. Es drohen mit dem Konzept nationaler Literaturen allerdings fragwürdige Wahrnehmungen:
Aus einer nationalliterarischen Perspektive wurde dankbar auf das Konzept nationaler Literaturen zurückgegriffen, da es die jeweilige kulturelle Identität nicht antastete. Die Komparatistik entwickelte jedoch schon früh mit dem Konzept der Weltliteratur ein transnationales Literaturmodell, das - jenseits einer nationalen oder ökonomischen Vorstellung von Literatur(markt) - ein kosmopolitisches Miteinander der Literaturen der Welt gegen die verengende nationale Perspektive setzte.
Weitaus mehr Einsprüche rief der enge Literaturbegriff hervor. Sowohl die Schulen der textimmanenten Interpretation (die wie der Strukturalismus die Bedeutung im einzelnen vorliegenden Textstück suchen), wie die Schulen der gesellschaftsbezogenen Literaturinterpretation (die vom Marxismus bis zu den Strömungen Literatursoziologie einen Blick auf die Gesellschaft einfordern), traten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts für einen „weiten“ Literaturbegriff ein. Der schien erstrebenswert, da er es Literaturkritikern erlauben würde, auch politische Texte, Werbung und Alltagstexte ideologiekritisch zu besprechen.
Die Vertreter des Poststrukturalismus erweiterten in den 1980er- und 1990er-Jahren ihren Text- wie ihren Sprachbegriff noch entschiedener. Roland Barthes hatte in den 1950ern bereits die Titelcover von Zeitschriften genauso wie das neue Design eines Autos in ihren Botschaften besprochen.
Eine Selbstverständlichkeit wurde der erweiterte Sprachbegriff in der Filmwissenschaft. Hier spricht man ganz ohne weiteres von der „Bildsprache“ eines Regisseurs, und über eine solche Sprache müssen Literaturwissenschaftler sich äußern können.
Die moderne Kulturwissenschaft, die „Cultural Studies“ setzen zwar eine umfassende Interpretationspraxis fort, ihr Gegenstand wird jedoch in der „Kultur“ definiert.
Wenn die Literaturwissenschaft sich auf sprachliche Kunstwerke spezialisiert, hat dies durchaus Vorteile. Sie hält im selben Moment andere Wissenschaftler davon ab, im eigenen Forschungsfeld als Experten aufzutreten. Die Literaturdiskussion kann letztlich sehr frei festlegen, was ihr Gegenstand ist – sie kann sich auf ein gut gehendes Kerngeschäft, Literatur im engen Sinn, ausrichten, oder auf andere Diskussionen und dazu mit einem weiten Literaturbegriff auftreten. Der wiederkehrende Warnruf, der Tod der Literatur stehe bevor, ist am ehesten ein Spiel mit der Aufmerksamkeit der Gesellschaft, die den Austausch über Literatur verfolgt und verteidigt.
siehe auch Buchmesse
Interessant ist auch die Digitale Bibliothek:
Volltexte gemeinfreier Publikationen zwischen 1750 und 1930:
E-Texte der Philosophie, Religion, Literatur etc.
Im Internet wird aber nicht nur Literatur zur Verfügung gestellt, sondern auch Literatur geschrieben. Beispiele sind Digitale Poesie, Weblogs oder kollaboratives Schreiben im Netz.
Digitale Literatur folgt anderen Kriterien als herkömmliche Literatur. Literatur im Internet ist von Aspekten der Technik, Ästhetik und Kommunikation geprägt. Das Internet eignet sich dafür um über zeitliche und räumliche Distanzen hinweg zu kommunizieren und multimediale Aspekte zu vereinen und zu integrieren. Außerdem unterliegen elektronische Medien einer beständigen Metamorphose. So haben beispielsweise Neal Stephenson und sein Team mit dem Schreiben eines Romans ("The Mongoliad")[2] im Internet begonnen, bei dem eine Community von Autoren interaktiv mitschreibt. Neben dem eigentlichen Text gibt es eine eigene E-Publishing-Plattform ("Subutai") mit Videos, Bildern, einer Art Wikipedia und einem Diskussionsforum zum Roman.
Zur Verwaltung von Literatur gibt es mittlerweile zahlreiche Programme. Mit ihnen lassen sich z.B. eigene Literatursammlungen nach spezifischen Merkmalen kategorisieren. Die Abfragen brauchen teilweise nicht von Hand eingegeben zu werden, es reicht, z.B. den Autor bzw. den Titel einzugeben und daraufhin eine Suche in bestimmten Datenbanken zu tätigen. Die Ergebnisse können dann einfach übernommen werden.
Eine Literaturdatenbank katalogisiert den Bestand aktueller und älterer Literatur. Hier finden vermehrt digitale Kataloge bzw. Online-Literaturdatenbanken ihren Gebrauch.
siehe auch: Weltliteratur
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Epik: |
(Literatur über die Literatur)
siehe auch: Literaturlexikon
Die Autoren dieser Titel legen ein Corpus von in ihren Augen literarischen Werken fest und versuchen dann, in einer wissenschaftlichen und subjektiven Analyse dieser Werke auszumachen, was Literatur grundsätzlich auszeichnet.
Portal:Literatur – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Literatur