| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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|
|
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Brandenburg | |
| Landkreis: | Elbe-Elster | |
| Höhe: | 81 m ü. NN | |
| Fläche: | 148,5 km² | |
| Einwohner: |
9890 (31. Dez. 2011)[1] |
|
| Bevölkerungsdichte: | 67 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 04916 | |
| Vorwahl: | 03535 | |
| Kfz-Kennzeichen: | EE | |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 62 224 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Markt 1 04916 Herzberg (Elster) |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Michael Oecknigk (CDU) | |
| Lage der Kreisstadt Herzberg (Elster) im Landkreis Elbe-Elster | ||
Herzberg (Elster) ist die Kreisstadt des Landkreises Elbe-Elster in Brandenburg.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt Herzberg liegt an der Schwarzen Elster etwa 90 km südlich von Berlin an der Grenze zu Sachsen-Anhalt und Sachsen.
Herzberg grenzt an folgende Gemeinden (im Uhrzeigersinn, von Norden beginnend): Schönewalde, Kremitzaue, Schlieben, Uebigau-Wahrenbrück, Falkenberg/Elster, Beilrode, Großtreben-Zwethau und Annaburg.
Zur Kernstadt zählen die bewohnten Gemeindeteile Bicking, Frauenhorst, Friedrichsluga und Neunaundorf. Des Weiteren bestehen im Stadtgebiet die Ortsteile Arnsnesta, Bicking, Borken, Buckau, Fermerswalde, Friedersdorf, Gräfendorf, Löhsten, Mahdel, Osteroda mit dem bewohnten Gemeindeteil Redlin, Rahnisdorf und Züllsdorf. Weiterhin gibt es den Stadtteil Kaxdorf.[2]
Herzberg wurde 1239 erstmals urkundlich als Stadt erwähnt. Archäologische und dendrologische Untersuchungen lassen eine Entstehung um 1215 vermuten. Jedoch hatte man sich lange Zeit auf eine Urkunde berufen, nach der die Stadt angeblich schon 1184 existiert haben soll. Eine Überprüfung der Angaben ergab, dass besagte Urkunde nicht existiert und die Stadt Herzberg erst viel später eine bedeutende Rolle in der Region spielte.[3]
Der Name Herzberg stammt von Hirschen. Aus ursprünglich Hirschberg wurde über Hirthsbergh, Hirzberg der heutige Name Herzberg. Graf Friedrich II. von Brehna (1156–1181) verfügte zunächst nur über die Schutzherrschaft über das Gebiet, später nahm er es als erledigtes Lehen in seinen Besitz. Vermutlich waren es niederländische Wasserbauern, welche Gräben und Wälle um die Stadt anlegten um die Stadt auszubauen und zu befestigen; es handelte sich dabei um Lapine, Mühlgraben, Nord- und Südpromenade. Nach dem Tod von Graf Otto III. (IV.) von Brehna († 1290) übertrug König Rudolf am 31. August 1290 die Grafschaft Brehna mit der Stadt Herzberg als erledigtes Lehen an die Wettiner in Wittenberg, den Askanierherzog Rudolph I. Die Bürgerschaft erwirkte es die Stadt als Kurstadt dem Fürsten zu unterstellen. 1361 erwarb die Stadt Herzberg das Privileg über den Salzmarkt. Der mittelalterliche Fernhandel von Leipzig über Torgau führte an Herzberg vorbei nach Frankfurt/Oder. 1467 erwarb die Stadt vom Kurfürsten die Gerichtsbarkeit über Hals und Hand. Die Stadt besaß Geleitsfreiheit in ganz Kursachsen, pachtete aber 1558 das „Haupt und Beigeleit“ an der Straße Leipzig–Frankfurt/Oder. Schon 1522 wurde der evangelische Gottesdienst in deutscher Sprache durch Johannes Wagner eingeführt. Philipp Melanchthon verfasste 1538 eine Schulordnung für das hier ansässige Gymnasium, die im Laufe des 16. Jahrhunderts in ganz Deutschland übernommen wurde.
Herzberg gilt als eine der wenigen deutschen Städte, die während des 30-jährigen Krieges nicht erobert werden konnten. Bedingt wurde das durch ein umfangreiches Fluss- und Grabensystem.
Ein Stadtbrand zerstörte 1757 große Teile des Ortes. Mit dem Wiener Kongress von 1815 ging die Stadt in das Gebiet der preußischen Provinz Sachsen über.
Mit der Bildung der Kreise 1816 wurde Herzberg Kreisstadt des Kreises Schweinitz.
Herzberg war von 1939 bis 1945 Standort des Deutschlandsenders (Deutschlandsender III). Als Antennenträger diente ein – ohne Dachkapazität – 325 Meter hoher, gegen die Erde isolierter abgespannter Selbststrahlender Sendemast, der auf seiner Spitze eine linsenförmige Dachkapazität mit 25 Meter Durchmesser und 4 Meter Höhe trug, die innen begehbar war.
Da dieser Mast zudem noch auf einem 8 Meter hohen Abstimmhaus stand, besaß die gesamte Konstruktion eine Höhe von 337 Metern und war zum damaligen Zeitpunkt das zweithöchste Bauwerk der Erde. Bemerkenswert war auch, dass dieser Mast über keine Flugsicherheitsbefeuerung verfügte. Stattdessen wurde seine Spitze mit Hilfe von drei auf kleinen Masten montierten rotierenden Skybeamern während der Nachtstunden angestrahlt. Der Deutschlandsender wurde am 21. April 1945 bei einem Bombenangriff stark beschädigt und anschließend mit all seinen technischen Anlagen von den sowjetischen Besatzungsstreitkräften und hinzugezogener Zivilbevölkerung demontiert. Überreste der Anlage sind heute noch vorhanden. Zudem erinnert noch der Straßenname „Am Sender“ und die dort erhaltene Wohnsiedlung der Mitarbeiter an den ehemaligen Standort des Deutschlandsender III. Wo der Mast wiederaufgebaut wurde, ist nicht bekannt. Gelegentlich wird behauptet, dass er in Raszyn wiederaufgebaut worden sei, wofür aber konkrete Belege fehlen.
Mit der Neugliederung der Bezirke und Landkreise 1952 blieb Herzberg Kreisstadt des neu gegründeten Kreises Herzberg.
Am 1. Juli 1950 wurden zwei ehemalige Gemeinden eingegliedert.[4] Neunaundorf folgte am 1. Januar 1960.[4] Am 1. Januar 1974 kamen drei weitere Orte hinzu.[4] Schließlich wurden am 31. Dezember 2001 insgesamt zehn Orte eingegliedert.
| Ehemalige Gemeinde | Datum | Anmerkung |
|---|---|---|
| Arnsnesta | 31. Dezember 2001 | |
| Bicking | 1. Januar 1974 | |
| Borken | 31. Dezember 2001 | |
| Buckau | 31. Dezember 2001 | |
| Fermerswalde | 31. Dezember 2001 | |
| Frauenhorst | 1. Januar 1974 | |
| Friedersdorf | 31. Dezember 2001 | |
| Friedrichsluga | 1. Januar 1974 | |
| Gräfendorf | 31. Dezember 2001 | |
| Grochwitz | 1. Juli 1950 | |
| Kaxdorf | 1. Juli 1950 | |
| Löhsten | 31. Dezember 2001 | |
| Mahdel | 31. Dezember 2001 | |
| Neunaundorf | 1. Januar 1960 | |
| Osteroda | 31. Dezember 2001 | |
| Rahnisdorf | 31. Dezember 2001 | |
| Redlin | 22. März 1970 | Eingemeindung nach Osteroda |
| Züllsdorf | 31. Dezember 2001 |
Die Stadtverordnetenversammlung von Herzberg besteht aus 22 Stadtverordneten sowie dem hauptamtlichen Bürgermeister.
(Stand: Kommunalwahl am 28. September 2008)
Das Wappen wurde am 19.Januar 1993 genehmigt.
Blasonierung: „In Silber auf grünem Dreiberg ein schreitender roter Hirsch (mit 12 Enden).“[5]
Partnerstädte von Herzberg sind:
In der Liste der Baudenkmale in Herzberg (Elster) stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburgs eingetragenen Denkmäler.
Jedes Jahr am ersten Maiwochenende findet das „Herzberger Tierparkfest“ statt. Jeweils im September treffen sich unweit der Stadt hunderte Astronomiebegeisterte mit ihren Fernrohren zum „Herzberger Teleskoptreffen“.
Herzberg ist Kreuzungspunkt der Bundesstraße 87 und der Bundesstraße 101. Autobahnanschluss besteht an die Bundesautobahn 9 (70 min) westliche Richtung und die Bundesautobahn 13 (45 min) in östlicher Richtung.
Der etwa 2 km vom Zentrum entfernte Bahnhof Herzberg (Elster) ist durch eine Regional-Express-Linie mit Falkenberg/Elster und Berlin bzw. Stralsund verbunden. Des Weiteren gibt es den Bahnhof Herzberg (Elster) Stadt an der Niederlausitzer Eisenbahn, auf der im Sommerhalbjahr der Elbe-Spreewald-Kurier und der Elbe-Elster-Express der Privatbahn DRE Transport GmbH zwischen Riesa und Großleuthen-Gröditsch verkehren.
Bad Liebenwerda | Crinitz | Doberlug-Kirchhain | Elsterwerda | Falkenberg/Elster | Fichtwald | Finsterwalde | Gorden-Staupitz | Großthiemig | Gröden | Heideland | Herzberg (Elster) | Hirschfeld | Hohenbucko | Hohenleipisch | Kremitzaue | Lebusa | Lichterfeld-Schacksdorf | Massen-Niederlausitz | Merzdorf | Mühlberg/Elbe | Plessa | Röderland | Rückersdorf | Sallgast | Schilda | Schlieben | Schönborn | Schönewalde | Schraden | Sonnewalde | Tröbitz | Uebigau-Wahrenbrück
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Main references
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English thesaurus is mainly derived from The Integral Dictionary (TID).
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