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definition - Hinrich_Lohse

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Hinrich Lohse

                   
  Hinrich Lohse
  Von links nach rechts: Otto-Heinrich Drechsler, Hinrich Lohse, Alfred Rosenberg und Eberhard von Medem während einer Veranstaltung in der Ruine des Schlosses von Doblen (1942)

Hinrich Lohse (* 2. September 1896 in Mühlenbarbek; † 25. Februar 1964 ebenda) war ein Kaufmann, Bankangestellter und nationalsozialistischer deutscher Politiker. Von 1925 bis 1945 war er Gauleiter in Schleswig-Holstein. 1933 wurde er zum Oberpräsidenten der Provinz Schleswig-Holstein in Preußen ernannt, eine Position, die er bis 1945 innehatte. Damit verkörperte er die höchste Instanz der Provinz während des Dritten Reichs. Zwischen Juli 1941 und Dezember 1944 war er außerdem der höchste Verwaltungschef der Zivilverwaltung im Reichskommissariat Ostland. In dieser Position war er einer der Hauptverantwortlichen für den im Zweiten Weltkrieg von den Nationalsozialisten begangenen Völkermord, insbesondere hinsichtlich des Genozids an der jüdischen Bevölkerung.[1] Seine Dienststelle mit Sitz in Riga unterstand unmittelbar dem Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete, das unter der Führung des NS-Chefideologen Alfred Rosenberg stand. Er wurde nach dem Krieg von deutschen Behörden für seine Verbrechen nicht zur Verantwortung gezogen.

Inhaltsverzeichnis

  Herkunft und Jugend

Der gelernte Kaufmann stammte aus einer kleinbäuerlichen Familie. Von 1903 bis 1912 besuchte er in seinem Heimatort Mühlenbarbek in Schleswig-Holstein die Volksschule, anschließend die höhere Handelsschule. 1913 arbeitete er als Angestellter in der Werft Blohm & Voss in Hamburg. Während des Ersten Weltkrieges diente er vom 23. September 1915 bis zu seiner Entlassung am 30. Oktober 1916, die aufgrund einer Kriegsverletzung erfolgte, im Heer.

  Weimarer Republik

  Regionaler Karrierestart

Hinrich Lohse war seit 1919 zunächst Mitarbeiter des Schleswig-Holsteinschen Bauernvereines, dann ab 1920 Generalsekretär der Schleswig-Holsteinischen Bauern- und Landarbeiterdemokratie, die sich kurze Zeit später in Schleswig-Holsteinische Landespartei umbenannte. Ab 1921 arbeitete er als Bankangestellter in Altona.

  Karriere in der NSDAP

1923 trat er der NSDAP bei, deren Altonaer Ortsgruppe er unter anderem mit Emil Brix und Paul Moder aufbaute. 1924, während des NSDAP-Verbots, wurde er auf der Listenverbindung Völkisch-Sozialer Block in das Stadtverordnetenkollegium von Altona/Elbe gewählt. Die Tätigkeit als Stadtverordneter von Altona übte er zwischen 1924 und 1928 aus.[2]

Im Juli 1924 lernte er den NS-Chefideologen Alfred Rosenberg kennen. Rosenberg war auf Lohse wegen seiner veröffentlichten Schrift Wesen, Grundsätze und Ziele der NSDAP aufmerksam geworden.[3] Die Begegnung fiel genau in die Zeit, als Adolf Hitler in Festungshaft saß und Rosenberg sich wegen zahlreichen politischen Enttäuschungen von der Spitze der NS-Bewegung kurzzeitig zurückzog.[3] In der Folge der Begegnung ist zwischen Lohse und Rosenberg eine langjährige, enge politische Verbindung entstanden, die bis zum Kriegsende und dem Zerfall des nationalsozialistischen Regimes im Jahre 1945 anhielt.

Nach Wiederzulassung der NSDAP und Gründung des Gaues Schleswig-Holstein (am 1. März 1925 in Neumünster) wurde Lohse am 27. März 1925 dessen Gauleiter; eine Stellung, die er bis zum Ende des Dritten Reiches innehatte. In den 1920er Jahren führte er verschiedene national orientierte bäuerliche Verbände aus Norddeutschland in die NSDAP über.

Am 13. Februar 1926 fand – in unmittelbarer Folge der Annahme des neuen NSDAP-Parteiprogramms in Norddeutschland – eine „Führertagung“ in Bamberg statt, an der auch Hinrich Lohse teilgenommen hatte.[4] Aus finanziellen Gründen kamen aus dem Norden nur vereinzelt Delegierte. Teilnehmer dieser Tagung waren unter anderem Joseph Goebbels, Gregor Strasser, Theodor Vahlen, Bernhard Rust, Joseph Klant, Karl Ernst und Hans Severus Ziegler. Die Schwierigkeiten, die Lohse in jenen Tagen miterlebte, schlugen sich beispielsweise auch in dem Tagebucheintrag von Goebbels wieder. Er schrieb: „Eine grauenvolle Nacht. Wohl eine der größten Enttäuschungen meines Lebens. Ich glaube nicht mehr restlos an Hitler. Das ist das Furchtbare: mir ist der innere Halt genommen. Ich bin nur noch halb.“[4]

1928 wurde Lohse Gauleiter der Nationalsozialistischen Gesellschaft für Deutsche Kultur (NGDK), eine von Alfred Rosenberg gegründete völkisch-politische Organisation, die kurze Zeit später in Kampfbund für deutsche Kultur (KfdK) umbenannt wurde.[5]

Zwischen 1928 und 1929 verwaltete Lohse zeitweilig auch den NSDAP-Gau Hamburg. Von 1928 bis 1933 war er Mitglied des Preußischen Landtages und dort von 1932 bis 1933 stellvertretender Vorsitzender der NSDAP-Fraktion. Bei der Reichstagswahl im Juli 1932 wurde er als Kandidat der NSDAP für den Wahlkreis Schleswig-Holstein in den Reichstag gewählt, schied aber am 2. September 1932 wieder aus.

  Nationalsozialismus

  Politische Aktivitäten in der NSDAP und Schleswig-Holstein

Lohse war unumschränkter Herrscher in Schleswig-Holstein. Kurz nach der „Machtübernahme“ der Nationalsozialisten wurde er am 25. März 1933 zum Oberpräsidenten der Provinz Schleswig-Holstein ernannt. 1934 wurde Lohse SA-Gruppenführer, 1943 SA-Obergruppenführer.[2] 1939 wurde er, wie alle Gauleiter zu diesem Zeitpunkt, zum Reichsverteidigungskommissar ernannt. 1937 hatte ihn das Altonaer Stadtverordnetenkollegium, kurz vor dem Erlass des Gesetzes über die Eingemeindung Altonas nach Hamburg, zum Ehrenbürger der Stadt er- und die König- in Hinrich-Lohse-Straße umbenannt. Beide Maßnahmen wurden nach der Befreiung 1945 rückgängig gemacht. Von 1933 bis 1945 war Lohse von Hitler zum Mitglied des deutschen Reichstag bestimmt worden.

Als Hinrich Lohse 1941 zum Reichskommissar für das Ostland ernannt wurde, behielt er seine Position als Oberpräsident der Provinz Schleswig-Holstein und Gauleiter bei. Zwischen 1941 und Herbst 1944 pendelte er abwechselnd zwischen Riga und Kiel, um beide Ämter ausüben zu können. Für die Zeit seiner Aufenthalte in Riga wurde Lohse von dem Gaugeschäftsführer (1941 bis 1945) Werner Stiehr in Kiel vertreten. [6]

  Chef der Nordischen Gesellschaft

  Ankunft von Hinrich Lohse (vorne links) und Offizieren am Bahnhof von Riga, 1944.

Am 2. Juni 1934 wurde die seit 1921 bestehende Nordische Gesellschaft, für die eine als „nordisch“ definierte Rasse der Inbegriff der „germanisch-deutschen“ Kulturüberlegenheit war, dem Außenpolitischen Amt (APA) von Alfred Rosenberg unterstellt. Noch am selben Tag übernahm Hinrich Lohse den Vorsitz dieser Gesellschaft. Diese Chefposition behielt er bis 1945 bei.[7]

Zum „großen Rat“ dieser Gesellschaft gehörten neben Hinrich Lohse auch Heinrich Himmler und Walther Darré. Neben Presse- und Wirtschaftsdiensten veröffentlichte die Nordische Gesellschaft die Monatszeitschrift Der Norden sowie die von Hans F. K. Günther herausgegebene Zeitschrift Die Rasse.[7]

Im Oktober 1935 verfasste Rosenberg einen Tätigkeitsbericht seines APA, aus dem ersichtlich wird, dass er und Hinrich Lohse mit der Nordischen Gesellschaft vor allem politische Ziele mit internationalistischer Ausrichtung verfolgt haben. Dem Bericht ist unter anderen zu entnehmen:

Handelspolitisch sind meines Erachtens viel mehr Unterlassungssünden begangen worden und so hat sich das A.P.A bewußt mehr auf die kulturpolitischen Aufgaben beschränkt. Zu diesem Zweck hat es die Nordische Gesellschaft ausgebaut, die früher kleine Gesellschaft ist in diesen 2 Jahren der Betreuung durch das A.P.A. zu einer entscheidenden Vermittlungsstelle der gesamten deutsch-skandinavischen Beziehungen geworden. Ihr Leiter (Lohse) ist vom A.P.A. bestimmt, die Kontore in allen Gauen werden vom entsprechenden Gauleiter geleitet. Mit Wirtschaftsgruppen und anderen Organisationen und Gliederungen der Partei, die nach Skandinavien hin Beziehungen unterhalten, sind entsprechende Abkommen getroffen worden, so daß der nahezu ganze Verkehr zwischen Deutschland und Skandinavien heute durch die Hand der Nordischen Gesellschaft geht.“[8]

  Reichskommissar für das Ostland

  „Aufruf des Reichskommissars für das Ostland, Hinrich Lohses, an das lettische Volk“, unterzeichnet in Kauen (Kaunas) am 28. Juli 1941, gedruckt in der lettischen nationalistischen Zeitung Tevija vom 8. August 1941

  Amtseinsetzung und Programm

Hinrich Lohse wurde im Zuge des Entstehungsprozesses des Reichsministeriums für die besetzten Ostgebiete (RMfdbO) bereits am 7. April 1941 in einer von Alfred Rosenberg verfassten Denkschrift als Reichskommissar vorgeschlagen.[9] Rosenberg hatte diesen Vorschlag gegenüber Hitler durchsetzen können. Am 25. Juli 1941, gut einen Monat nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion, wurde Hinrich Lohse zum Reichskommissar für das gesamte Ostland (Lettland, Litauen, Estland und Weißruthenien) ernannt.[10] In dieser Position war er der oberste Chef der Zivilverwaltung vor Ort. Seine Dienststelle war in Riga, der ehemaligen Studiumsstadt von Rosenberg, auf der Adolf-Hitler-Straße (zuvor und heute: Brīvības iela (Freiheits-Straße). Während der Nürnberger Prozesse hat Rosenberg nochmals den Grund angegeben, warum er Lohse für dieses Amt ausgewählt hatte. Er schrieb: „Lohse selbst schien mir behäbig genug, um dort nichts zu überstürzen und auch das persönliche Verhältnis schien eine gute Zusammenarbeit zu sichern. ›Ich will nichts anderes sein, als dein politisches Echo‹, betonte er.“[11] Schon im August 1941 erließ Lohse die Vorläufigen Richtlinien für die Behandlung der Judenfrage, in der Juden das Benutzen der Gehsteige und öffentlicher Verkehrsmittel sowie jeder Schulbesuch verboten wurde.[10][12]

Nach seiner Amtseinführung besetzte Lohse zunächst zahlreiche wichtige Posten mit ihm seit langen bekannten Gesinnungsfreunden aus Schleswig-Holstein. Nur wenige Tage später, bereits im August 1941, brachte er zum Ausdruck, unter welchem Vorzeichen sein „ziviles“ politisches Programm vor Ort möglichst schnell umzusetzen sei, indem er von seinem Minister Alfred Rosenberg Anweisungen für die „Behandlung von Juden“ in seinem Gebiet forderte. Auf Dauer, so hieß es, sei ein Verbleib „der Juden“ im Ostland undenkbar und Deportationen ohne großes Aufsehen – entsprechend der politischen Anweisung des RMfdbO – seien nicht durchführbar. Deshalb schlug er dem RMfdbO vor, dass möglichst sofort mit „polizeilichen Maßnahmen“ gegen die hiesigen jüdischen Bevölkerungsanteile begonnen werden sollte.[13] Der Brief macht deutlich, dass Lohse kurz nach seinem Amtsantritt möglichst frühzeitig in direkte Kooperation mit den Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD vor Ort zu treten wünschte, was in der Folgezeit auch durchgängig geschah.

  Beteiligung an Raubzügen

Hinrich Lohse hatte zügig deutlich gemacht, dass er der vom RMfdbO verfolgten Rassenideologie und den damit verbundenen Massenmorden an der jüdischen Bevölkerung in den besetzten Ostgebieten strikt folgte. Hinzu kam, dass er vom RMfdbO ebenso schnell in den organisatorischen Ablauf des Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg (ERR) eingebunden wurde, der bis Kriegsende Raubzüge in ganz Europa durchführte. Am 20. August 1941 forderte Rosenberg Lohse in einem Brief dazu auf, ausdrücklich zu untersagen, dass irgendwelche Kulturgüter ohne Genehmigung des Reichskommissars von irgendwelchen Stellen fortgeführt werden.[14] und teilte Lohse mit, dass Gerhard Utikal als Leiter des ERR mit der „Sicherstellung“ von Kulturgütern in der Sowjetunion beauftragt worden war.[15] Somit beteiligten sich Lohse und Utikal in führenden Positionen, in Zusammenarbeit und zunächst in allgemeiner Geheimhaltung an den Raubzügen vor Ort, noch bevor Utikal am 2. Oktober 1941 den offiziellen Auftrag für derartige „Sicherstellungen“ erhielt.[15]

Rosenbergs Forderung, dass die Raubzüge allgemein nicht ohne die Abstimmung von Lohse erfolgen sollten, führte nur wenige Tage später zu Konflikten zwischen Lohse und der Militärverwaltung. So hielt Otto Bräutigam, Verbindungsmann der RMfdbO zum Auswärtigen Amt sowie Oberkommando der Wehrmacht (OKW) und Oberkommando des Heeres (OKH), am 24. September 1941 in seinem Tagebuch fest, dass eine „lange Aussprache mit Reichskommissar Lohse über seinen Konflikt mit dem Wehrmachtsbefehlshaber“ stattgefunden habe.[16] Und als sich Bräutigam am 26. September 1941 im Führerhauptquartier (FHQ) in der „Wolfsschanze“ aufhielt, wurden ihm von Oberstleutnant Kurt von Tippelskirch Beschwerden des OKW gegen Hinrich Lohse vorgetragen.[16] Am 11. Oktober 1941 nahm Hinrich Lohse an einer großen Sitzung mit Otto Bräutigam und General Friedrich Braemer teil. Der Konflikt zwischen Lohse und der Wehrmacht führte so weit, dass Lohse General Breamer öffentlich ohrfeigte.[17]

Am 22. Oktober 1941 fuhr Reichsarbeitsführer Konstantin Hierl nach Riga, um sich mit Hinrich Lohse zu besprechen. Gegenstand des Gesprächs waren, wie Martin Vogt aus den überlieferten Quellen erschlossen hat, die Aktivitäten des ERR und Hitlers konkreter Wunsch nach einer Ausgestaltung des Museums im oberösterreichischen Linz, wo Teile der im Reichskommissariat Ostland erbeuteten Kulturgüter untergebracht werden sollten.[18]

  Beteiligung am Genozid

Ende 1941 zeichnete sich die Politik des Holocaust von Hinrich Lohse immer deutlicher ab. Am 25. Oktober 1941 schrieb Erhard Wetzel, „Judensachbearbeiter“ in der Politischen Abteilung des RMfdbO unter Otto Bräutigam, einen Brief an Hinrich Lohse. Dieser Brief, der so genannte Gaskammerbrief, ist das früheste schriftliche Zeugnis, das die Verbindung zwischen der T4-Aktion und dem Genozid an der jüdischen Bevölkerung in Europa dokumentiert. Der Brief ist mit ein Beleg dafür, dass Hinrich Lohse nicht nur an der Judenvernichtung, sondern auch an den „Euthanasie“-Morden beteiligt gewesen ist. Anlässe des Briefes waren, wie Wetzel schrieb, „sehr zahlreiche Erschießungen von Juden“ in Wilna. Ziel müsse es deshalb sein, eine geordnete Lösung jenseits der Öffentlichkeit durchzuführen, und Viktor Brack hätte sich bereits bereit erklärt, „bei der Herstellung der erforderlichen Unterkünfte [= Gaskammern] sowie der Vergasungsapparate mitzuwirken“.[19] Nur zwei Tage später richtete im Reichskommissariat Ostland, in Sluzk, ein Polizeibataillon in der Stärke von vier Kompanien unter den dortigen Juden ein Blutbad an. Der Kommandeur hatte den Auftrag erhalten, die Stadt „von Juden freizumachen“.[20] Und am 31. Oktober 1941, als Hitler den Masseneinsatz russischer Kriegsgefangener in der deutschen Kriegswirtschaft anordnete,[21] schrieb Georg Leibbrandt, Hauptabteilungsleiter der Politischen Abteilung im RMfdbO, an Reichskommissar Hinrich Lohse einen weiteren Brief, in dem er schrieb: „Von Seiten des Reichs- und Sicherheitshauptamtes wird Beschwerde darüber geführt, dass der Reichskommissar Ostland Judenexekutionen in Libau untersagt habe. Ich ersuche in der betreffenden Angelegenheit um umgehenden Bericht. Im Auftrag gez. Dr. Leibbrandt“[22] 15 Tage später, am 15. November 1941, schickte Lohse ein Antwortschreiben an Leibbrandt. Darin ist zu lesen:

„Ich habe die wilden Judenexekutionen in Libau untersagt, weil sie in der Art ihrer Durchführung nicht zu verantworten waren. Ich bitte, mich zu unterrichten, ob Ihre Anfrage vom 31. Oktober als dahingehende Weisung aufzufassen ist, dass alle Juden im Ostland liquidiert werden sollen? Soll dieses ohne Rücksicht auf Alter und Geschlecht und wirtschaftliche Interessen (z. B. der Wehrmacht an Facharbeitern in Rüstungsbetrieben) geschehen? Weder aus den Anordnungen zur Judenfrage in der ‚Braunen Mappe‘ noch aus anderen Erlassen konnte ich bisher eine solche Weisung entnehmen.“[23]

Das Schreiben macht deutlich, dass sich Hinrich Lohse zu diesem Zeitpunkt noch unsicher war, ob kriegswirtschaftliche Belange –  wie vor allem der Einsatz von Juden im NS-Programm der Zwangsarbeit – überhaupt noch von Interesse sein sollten. Am 15. November 1941 klärte Otto Bräutigam, der am 6. Oktober 1941 die Leitung der „Politischen Hauptabteilung“ des RMfdbO übernommen hatte, in einem Schreiben an Hinrich Lohse die diesbezügliche Unsicherheit:

„In der Judenfrage dürfte inzwischen durch mündliche Besprechungen Klarheit geschaffen sein. Wirtschaftliche Belange sollen bei der Regelung des Problems grundsätzlich unberücksichtigt bleiben. Im Übrigen wird gebeten, auftauchende Fragen unmittelbar mit dem Höheren SS- und Polizeiführer zu regeln. Im Auftrag gez. Bräutigam.“[24]

Diese Mitteilung erfolgte nur einige Tage nach der öffentlichen Bekanntgabe der Existenz des RMfdbO, das bis dahin von der allgemeinen Öffentlichkeit unbemerkt geblieben war. Am 12. November 1941 wurde erstmals öffentlich verkündet, dass das RMfdbO für die besetzten Ostgebiete zuständig sei und neben Erich Koch (der in der Ukraine als Reichskommissar eingesetzt war) auch Hinrich Lohse für das RMfdbO arbeiten würde. Der Grund für diese Offenlegung war, dass – wie Joseph Goebbels in sein Tagebuch schrieb – „die Ämter schon lange wahrgenommen“ worden seien.[25]

Am 14. Februar 1942, nur wenige Tage nach der Wannsee-Konferenz und der ersten Nachfolgekonferenz im RMfdbO (31. Januar 1942), traf sich Hinrich Lohse mit Otto Bräutigam, der sich noch am selben Abend mit Gerhard Rose, Generalarzt der Reichsleitung und dem Initiator von verbrecherischen medizinischen Experimenten an KZ-Häftlingen, und Harald Waegner, Leiter der „Abteilung Gesundheitswesen und Volkspflege“ in Rosenbergs Ostministerium, unterhalten hatte.[26] Und am 16. Juni 1942 trafen sich Lohse und Bräutigam erneut zu einer „großen Sitzung“, wie Bräutigam schrieb, um „verschiedene Fragen des Ostlandes“ abzuklären.[26]

Am 1. Mai 1942 traf Oberregierungsrat Friedrich Karl Vialon, abgeordnet vom Reichsfinanzministerium, in Riga ein. Vialon wurde in Lohses Dienststelle neuer Chef der Finanzabteilung, weil Lohse seinen Vorgänger für „nicht ostlandfähig“ hielt.[27] Nur zwei Monate zuvor hatten Sicherheitspolizisten alle Mütter mit kleinen Kindern sowie die Alten, Gebrechlichen und Kranken aus Riga und Umgebung zur Vernichtung aussortiert.[27] Hauptaufgabe von Vialon war in dieser Zeit die Vereinnahmung jüdischen Vermögens.[28]

Am 31. Juli 1942 schrieb Wilhelm Kube, Generalkommissar für Weißruthenien, aus Minsk in einem Brief mit dem Betreff „Partisanenkampf und Judenaktion im Generalbezirk Weißruthenien“ an Hinrich Lohse: „Bei allen Zusammenstößen mit Partisanen in Weißruthenien hat es sich herausgestellt, daß das Judentum sowohl im ehemals polnischen Teil Hauptträger der Partisanenbewegung ist. Infolgedessen ist die Behandlung des Judentums in Weißruthenien … eine hervorragende politische Angelegenheit.“[29] Wer ohnehin als „Partisane“ zu gelten habe, hatte Heinrich Himmler bereits am 18. Dezember 1941 festgelegt, indem er in seinem Terminkalender notierte: „Judenfrage – als Partisanen ausrotten“.[30] Zwei Sätze weiter ist in dem Brief von Wilhelm Kube dann zu lesen:

„In eingehenden Besprechungen mit dem SS-Brigadeführer Zenner und dem hervorragend tüchtigen Leiter des SD, SS-Obersturmbannführer Dr. jur. Strauch, haben wir in Weißruthenien in den letzten 10 Wochen rund 55 000 Juden liquidiert. Im Gebiet Minsk-Land ist das Judentum völlig ausgemerzt, ohne daß der Arbeitseinsatz dadurch gefährdet worden ist. In dem überwiegend polnischen Gebiet Lida sind 16 000 Juden, in Slonim 8 000 Juden … liquidiert worden. Durch einen dorthin bereits berichteten Übergriff des Rückwärtigen Heeresgebietes sind die von uns getroffenen Vorbereitungen für die Liquidierung der Juden im Gebiet Glebokie gestört worden. Das Rückwärtige Heeresgebiet hat, ohne Fühlung mit mir zu nehmen, 10 000 Juden liquidiert, deren systematische Ausmerzung von uns sowieso vorgesehen war. In Minsk-Stadt sind am 28. und 29. Juli rund 10 000 Juden liquidiert worden, davon 6 500 russische Juden – überwiegend Alte, Frauen und Kinder – der Rest bestand aus nichteinsatzfähigen Juden, die überwiegend aus Wien, Brünn, Bremen und Berlin im November des v.J. nach Minsk auf den Befehl des Führers geschickt worden sind. […] Auch das Gebiet Sluzk ist um mehrere tausend Juden erleichtert worden. Das gleiche gilt für Nowogrodek und Wilejka. Radikale Maßnahmen stehen noch für Baranowitschi und Hanzewitschi bevor. In Baranowitschi leben allein in der Stadt noch rund 10 000 Juden, von denen 9 000 Juden im nächsten Monat liquidiert werden.“[29]

Der Brief fährt fort mit einer Schilderung der Lage von noch lebenden jüdischen Menschen und der Aussage, dass die Wehrmacht als ihr hauptsächlicher „Arbeitgeber“ betrachtet wird:

„In Minsk-Stadt sind 2 600 Juden aus Deutschland übrig geblieben. Außerdem sind noch sämtliche 6 000 russische Juden und Jüdinnen am Leben, die als Arbeitseinsatz während der Aktion bei den sie beschäftigten Einheiten verblieben sind. Minsk wird auch in Zukunft noch immer den stärksten Judeneinsatz behalten, da die Zusammenballung der Rüstungsbetriebe und die Aufgaben der Eisenbahn das vorläufig notwendig macht. In sämtlichen übrigen Gebieten wird die Zahl der zum Arbeitseinsatz kommenden Juden vom SD und von mir auf höchstens 800, nach Möglichkeit aber auf 500 festgesetzt. Mir und dem SD, wäre es natürlich das Liebste, nach Wegfall der wirtschaftlichen Ansprüche der Wehrmacht das Judentum im Generalbezirk Weißruthenien endgültig zu beseitigen. Vorläufig werden die notwendigen Ansprüche der Wehrmacht, die in der Hauptsache Arbeitgeber des Judentums sind, berücksichtigt.“[29]

Der Brief endet mit den Worten: „Ich bin mit dem Kommandeur des SD in Weißruthenien darin völlig einig, daß wir jeden Judentransport, der nicht von unseren vorgesetzten Dienststellen befohlen oder angekündigt ist, liquidieren, um weitere Beunruhigungen in Weißruthenien zu verhindern. Gez. Kube.“[29]

Kurz vor dem endgültigen Zerfall des NS-Regimes erkrankte Lohse. Im Dezember 1944 übergab Hitler Lohses Posten an Erich Koch, der bis dahin allein für das Reichskommissariat Ukraine zuständig war. Gleichzeitig teilte Hans Heinrich Lammers, Chef der Reichskanzlei, Rosenberg mit, dass er Koch „in seiner Entfaltung nicht behindern“ sollte.[31]

  Nach dem Ende des Nationalsozialismus

  Strafverfolgung und Entnazifizierung

Am 6. Mai 1945 wurde Lohse auf Grund britischer Forderungen durch den Reichspräsidenten Karl Dönitz als Oberpräsident von Schleswig-Holstein abgesetzt. Am 25. Mai 1945 wurde er vom britischen Militär festgenommen. Im Herbst 1947 wurde Lohse nach Nürnberg überstellt und dort u.a. von Robert Kempner am 11. Dezember 1947 vernommen.[32]

Im Januar 1948 wurde Hinrich Lohse, als ehemaliger „Reichskommissar für die besetzten Ostgebiete“ und „Mitwisser an der Massenvernichtung in den Gaskammern“, vor der Spruchkammer Bielefeld zu zehn Jahren Haft und Vermögensentzug verurteilt. 1951 wurde er krankheitshalber wieder entlassen.[33]

Im Entnazifizierungsverfahren wurde Lohse vom Kieler Entnazifizierungsausschuss lediglich als Belasteter in die Kategorie III eingestuft.[34] Auch ein weiteres staatsanwaltschaftliches Ermittlungsverfahren gegen ihn wurde in der Folgezeit eingestellt. Angesichts der unverhältnismäßigen Milde, die diese strafrechtliche Einstufung - wie auch die zahlreicher anderer Nationalsozialisten – in der Entstehungsphase der noch jungen Bundesrepublik Deutschland zum Ausdruck bringt, zeigte sich partiell Empörung noch Jahrzehnte später. So bezeichneten beispielsweise im Jahre 2005 die Buchautoren Uwe Danker und Astrid Schwabe diese Einstufung angesichts des Genozids sowie der Führungsrolle Lohses in Schleswig-Holstein und im Reichskommissariat als „absurd“.[35]

Im November 1951 erstritt sich Hinrich Lohse 25 Prozent seiner Pensionsansprüche, nachdem er Ende Oktober 1951 eine Klage gegen die Landesregierung von Schleswig-Holstein in Kiel einreichte. Der Grund war, dass Innenminister Paul Pagel die von der Spruchkammer bewilligten 25 Prozent seiner Oberpräsidenten-Pension erst dann auszahlen wollte, wenn der Bund seine Zustimmung gegeben habe.[34] Lohse hatte zudem behauptet, dass er lediglich seine Finanzen wegen schriftstellerischer Tätigkeit mit seinen Pensionsansprüchen sanieren wollte, weil er an einem Buch über die Geschichte der NSDAP arbeiten würde.[34] Die Gewährung einer Oberpräsidenten-Pension wurde auf Druck des schleswig-holsteinischen Landtages später allerdings widerrufen.

1961 musste Lohse im Koblenzer Prozess gegen Carl Zenner aussagen. 1967, also erst nach seinem Tod, wurde noch ein neuerliches Ermittlungsverfahren gegen ihn angestrengt.[36]

  Einzelnachweise

  1. Uwe Danker, Astrid Schwabe: Schleswig-Holstein und der Nationalsozialismus. Neumünster 2005, S. 196.
  2. a b Andreas Zellhuber: „Unsere Verwaltung treibt einer Katastrophe zu …“ Das Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete und die deutsche Besatzungsherrschaft in der Sowjetunion 1941–1945. Vögel, München 2006, S. 73, ISBN 3-89650-213-1.
  3. a b Alfred Rosenberg: Letzte Aufzeichnungen, Göttingen 1955, S. 154, 319 f. DNB (Bitte beachten, dass diese Schrift von Rosenbergs einstigen Mitarbeiter Heinrich Härtle publiziert wurde. Dieser hatte Passagen partiell gestrichen, vgl. z. B. Serge Lang / Ernst von Schenck: Portrait eines Menschheitsverbrechers nach den hinterlassenen Memoiren des ehemaligen Reichsministers Alfred Rosenberg, St. Gallen 1947, DNB)
  4. a b Claus-Ekkehard Bärsch: Der junge Goebbels. Erlösung und Vernichtung, Klaus Boer Verlag, 1995, S. 197 und 229, ISBN 3-924963-72-X; Serge Lang / Ernst von Schenck: Portrait eines Menschheitsverbrechers nach den hinterlassenen Memoiren des ehemaligen Reichsministers Alfred Rosenberg, St. Gallen 1947, S. 159, DNB
  5. Zur Umbenennung der NGDK in KfdK vgl. Reinhard Bollmus, Das Amt Rosenberg und seine Gegner. Studien zum Machtkampf im nationalsozialistischen Herrschaftssystem, München 1970, S. 19 und 27.
  6. Gerhard Hoch: Die Amtszeit des Segeberger Landrats Waldemar von Mohl 1932 - 1945. Dölling und Galitz, Hamburg 2001, ISBN 3-933374-92-8, Seite 41
  7. a b W. Benz, H. Graml, H. Weiß (Hrsg.): Enzyklopädie des Nationalsozialismus, 3. Aufl., München 1998, S. 615, ISBN 3-608-91805-1.
  8. Zitiert in: Hans-Günther Seraphim: Das politische Tagebuch Alfred Rosenbergs aus den Jahren 1834/35 und 1939/40, Göttingen / Berlin / Frankfurt 1956, S. 32. (Angegebene Quelle: Dokument PS-003, abgedr. in: IMT, Bd. XXV, S. 15 ff.)
  9. Nürnberger Prozess|Der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof Nürnberg 14. November 1945 – 1. Oktober 1946, Bd. XI, München / Zürich 1984. S. 603 f.
  10. a b Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945, 2. Auflage, Frankfurt a.M. 2007, S. 378 f., ISBN 978-3-596-16048-8.
  11. Alfred Rosenberg: Letzte Aufzeichnungen, Göttingen 1955, S. 156.
  12. Wolfgang Benz u.a. (Hrsg.): Einsatz im »Reichskommissariat Ostland«. Dokumente zum Völkermord im Baltikum und in Weißrussland 1941–1944. Berlin 1998, S. 38ff.
  13. Christopher Browning: The Final Solution and the German Foreign Office, London 1978, S. 70.
  14. Nürnberger Prozess – Der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof Nürnberg 14. November 1945 – 1. Oktober 1946, Bd. XVIII, München / Zürich 1984. S. 114.
  15. a b Martin Vogt: Herbst 1941 im „Führerhauptquartier“. Berichte Werner Koeppens an seinen Minister Alfred Rosenberg, Koblenz 2002, S. 101 f., ISBN 3-89192-113-6. (Quelle: IMT, XXVI, Dok. Nr. 1015c, 1015d, S. 530 f., 545 f.)
  16. a b H.D Heilmann: Aus dem Kriegstagebuch des Diplomaten Otto Bräutigam. In: Götz Aly u. a. (Hrsg.): Biedermann und Schreibtischtäter. Materialien zur deutschen Täter-Biographie, Institut für Sozialforschung in Hamburg: Beiträge zur nationalsozialistischen Gesundheits- und Sozialpolitik 4, Berlin 1987, S. 145 f., ISBN 3-88022-953-8.
  17. H.D Heilmann: Aus dem Kriegstagebuch des Diplomaten Otto Bräutigam. In: Götz Aly u. a. (Hrsg.): Biedermann und Schreibtischtäter. Materialien zur deutschen Täter-Biographie, Institut für Sozialforschung in Hamburg: Beiträge zur nationalsozialistischen Gesundheits- und Sozialpolitik 4, Berlin 1987, S. 148 und 177.
  18. Martin Vogt: Herbst 1941 im „Führerhauptquartier“. Berichte Werner Koeppens an seinen Minister Alfred Rosenberg, Koblenz 2002, S. 93. (Quelle: Dokument 076-PS, IMT Bd. XXV, S. 140-145.)
  19. Gerald Reitlinger: Die Endlösung. Hitlers Versuch der Ausrottung der Juden Europas 1939-1945, 7. Aufl., Berlin 1992, S. 144 f., vgl. auch S. 226 f.; Helmut Heiber: Der Generalplan Ost. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, Dokumentation 6 (1958), S. 305. (Angegebene Quellen: Nbg. Dok. NO-365, NO-996/97.) Ein vollständiger Abdruck des Dokuments findet sich auch in: Anatomie des SS-Staates: Gutachten des Instituts für Zeitgeschichte, Bd. 2, dtv, München 1967, S. 337. DNB
  20. Der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof Nürnberg 14. November 1945 – 1. Oktober 1946, Bd. XVIII, München / Zürich 1984. S. 108.
  21. Manfred Overesch: Das III. Reich 1939–1945. Eine Tageschronik der Politik, Wirtschaft, Kultur. Düsseldorf 1983.
  22. Der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof Nürnberg 14. November 1945 – 1. Oktober 1946, Bd. XI, München / Zürich 1984. S. 609.
  23. 'Der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof Nürnberg 14. November 1945 – 1. Oktober 1946, Bd. XI, München / Zürich 1984. S. 609
    Serge Lang, Ernst von Schenck:
    Portrait eines Menschheitsverbrechers nach den hinterlassenen Memoiren des ehemaligen Reichsministers Alfred Rosenberg, St. Gallen 1947, S. 131. (Auf dem Brief steht zudem eine handschriftliche Notiz: „Selbstverständlich ist die Reinigung des Ostlandes von Juden eine vordringliche Aufgabe. Ihre Lösung muss aber mit den Notwendigkeiten der Kriegswirtschaft in Einklang gebracht werden.“)
  24. Schreiben von Otto Bräutigam an Hinrich Lohse vom 18. Dezember 1941, Veröffentlichung der Gedenk- und Bildungsstätte „Haus der Wannsee-Konferenz“ (PDF-Datei; 106 kB)
  25. Martin Vogt: Herbst 1941 im „Führerhauptquartier“. Berichte Werner Koeppens an seinen Minister Alfred Rosenberg, Koblenz 2002, S. 14 (Quelle: Goebbels Tagebücher II, 2, S. 314.)
  26. a b H.D Heilmann: Aus dem Kriegstagebuch des Diplomaten Otto Bräutigam. In: Götz Aly u. a. (Hrsg.): Biedermann und Schreibtischtäter. Materialien zur deutschen Täter-Biographie, Institut für Sozialforschung in Hamburg: Beiträge zur nationalsozialistischen Gesundheits- und Sozialpolitik 4, Berlin 1987, S. 155 und 159.
  27. a b  Gewinn des Ostlands. In: Der Spiegel. Nr. 46, 1967, S. 100 (online).
  28. Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945, 2. Aufl., Frankfurt a.M. 2003, S. 640.
  29. a b c d Nürnberger Prozess – Der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof Nürnberg 14. November 1945 – 1. Oktober 1946, Bd. XI, München / Zürich 1984. S. 613
    Serge Lang, Ernst von Schenck: Portrait eines Menschheitsverbrechers nach den hinterlassenen Memoiren des ehemaligen Reichsministers Alfred Rosenberg, St. Gallen 1947, S. 132 f. und 316. DNB)
  30. Zitiert in: Peter Longerich: Der ungeschriebene Befehl. Hitler und der Weg zur »Endlösung«. München 2001, S. 139 f.
  31. Alfred Rosenberg: Letzte Aufzeichnungen, Göttingen 1955, S. 216.
  32. Uwe Danker: Geschichten und Geschichtskonstruktionen, in: Sebastian Lehmann [Hrsg.]; Institut für Schleswig-Holsteinische Zeit- und Regionalgeschichte Schleswig : Reichskommissariat Ostland  : Tatort und Erinnerungsobjekt, Paderborn : Schöningh , 2012, S. 244 ISBN 978-3-506-77188-9
  33. Gerald Reitlinger: Die Endlösung. Hitlers Versuch der Ausrottung der Juden Europas 1939-1945, 7. Aufl., Berlin 1992, S. 587, ISBN 3-7678-0807-2; zum Vermögensentzug vgl. Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945, 2. Aufl., Frankfurt a.M. 2003, S. 378 f.; Götz Aly u. a. (Hrsg.): Biedermann und Schreibtischtäter. Berlin 1987, S. 167.
  34. a b c  Hinrich Lohse. In: Der Spiegel. Nr. 44, 1951, S. 24 (online).
     Hans Schröder. In: Der Spiegel. Nr. 49, 1951, S. 32 (online).
  35. Uwe Danker, Astrid Schwabe: Schleswig-Holstein und der Nationalsozialismus. Neumünster 2005, S. 176.
  36. Uwe Danker: Geschichten und Geschichtskonstruktionen, in: Sebastian Lehmann [Hrsg.]; Institut für Schleswig-Holsteinische Zeit- und Regionalgeschichte Schleswig : Reichskommissariat Ostland  : Tatort und Erinnerungsobjekt, Paderborn : Schöningh , 2012, S. 236f ISBN 978-3-506-77188-9

  Literatur

Biografien

Aufsätze

  • Uwe Danker: Oberpräsidium und NSDAP-Gauleitung in Personalunion: Hinrich Lohse. In: Landeszentrale für Politische Bildung (Hrsg.): Nationalsozialistische Herrschaftsorganisationen in Schleswig-Holstein. Gegenwartsfragen 79, Kiel 1996, S. 23–44.
  • Uwe Danker: Die drei Leben des Hinrich Lohse. In: Demokratische Geschichte 11, Malente 1998, ISSN 0932-1632, S. 105–114.
  • Klaus Bästlein: Völkermord und koloniale Träumerei. Das „Reichskomissariat Ostland“ unter schleswig-holsteinischer Verwaltung. In: Alfred Gottwaldt u. a. (Hrsg.): NS-Gewaltherrschaft. Beiträge zur historischen Forschung und juristischen Aufarbeitung, Berlin 2005, ISBN 3-89468-278-7, S. 217–246.

Monografien

  • Uwe Danker, Astrid Schwabe: Schleswig-Holstein und der Nationalsozialismus. Wachholtz, Neumünster 2005, ISBN 3-529-02810-X. Rezension
  • 'Reichskommissariat Ostland : Tatort und Erinnerungsobjekt. Hrsg: Sebastian Lehmann; Uwe Danker; Robert Bohn, Paderborn 2012, ISBN 978-3-506-77188-9. Eine Publikation des Instituts für Schleswig-Holsteinische Zeit- und Regionalgeschichte der Universität Flensburg und des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes

  Weblinks

 Commons: Hinrich Lohse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
   
         
   

 

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