» 
Arabic Bulgarian Chinese Croatian Czech Danish Dutch English Estonian Finnish French German Greek Hebrew Hindi Hungarian Icelandic Indonesian Italian Japanese Korean Latvian Lithuanian Malagasy Norwegian Persian Polish Portuguese Romanian Russian Serbian Slovak Slovenian Spanish Swedish Thai Turkish Vietnamese
Arabic Bulgarian Chinese Croatian Czech Danish Dutch English Estonian Finnish French German Greek Hebrew Hindi Hungarian Icelandic Indonesian Italian Japanese Korean Latvian Lithuanian Malagasy Norwegian Persian Polish Portuguese Romanian Russian Serbian Slovak Slovenian Spanish Swedish Thai Turkish Vietnamese

definition - Hochwasserschutz

definition of Wikipedia

   Advertizing ▼

synonyms - Hochwasserschutz

see also - Hochwasserschutz

Hochwasser

Ebbe, Niedrigwasser

   Advertizing ▼

phrases

-(4134) Schutz • (4134) Schütz • ABC-Schutz • Alfred Schütz • Anneliese Schütz • Anton Schütz • Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Aare • Arnold Schütz • Arthur Schütz • Astrid Schütz • Berner Übereinkunft zum Schutz von Werken der Literatur und Kunst • Bernhard Schütz • Birgit Schütz • Bundesgesetz zum Schutz der öffentlichen Ordnung • Bundesgesetz über den Schutz personenbezogener Daten • Bundesverband zum Schutz des Waldes • Caspar Schütz • Christian Georg Schütz • Christian Gottfried Schütz • Christian Schütz • Christian Schütz (Abt) • Christian Schütz (Grafiker) • Christian Schütz (Theologe) • Christoph Schütz • Deckung (Schutz) • Der Schutz der Flügel • Deutschvölkischer Schutz- und Trutzbund • Die sieben Worte Jesu Christi am Kreuz (Schütz) • Dieter Schütz • Dietmar Schütz • Eduard Schütz • Edy Schütz • Eidgenössische Volksinitiative «Für den Schutz vor Waffengewalt» • Eidgenössische Volksinitiative «für einen wirksamen Schutz der Mutterschaft» • Ernst Schütz • Fachkraft für Schutz und Sicherheit • Felix Schütz • Franz Schütz • Franz Schütz (CDU) • Franz Schütz (Fußballspieler) • Franz von Assisi Akademie zum Schutz der Erde • Friedrich Jacob Schütz • Friedrich Karl Julius Schütz • Friedrich Schütz • Friedrich Wilhelm von Schütz • Gesellschaft zum Schutz der Wölfe • Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde • Gesetz zum Schutz der Kultur- und Naturgüter • Gesetz zum Schutz der Kulturdenkmale • Gesetz zum Schutz der Kulturdenkmale im Lande Schleswig-Holstein • Gesetz zum Schutz der Teilnehmer am Fernunterricht • Gesetz zum Schutz der erwerbstätigen Mutter • Gesetz zum Schutz des olympischen Emblems und der olympischen Bezeichnungen • Gesetz zum Schutz gegen Fluglärm • Gesetz zum Schutz von Embryonen • Gesetz zum Schutz vor Gefährdung der Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland durch das Verbreiten von hochwertigen Erdfernerkundungsdaten • Gesetz zum Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens • Gesetz zum Schutz vor gefährlichen Stoffen • Gesetz zum Schutz vor schädlichen Bodenveränderungen und zur Sanierung von Altlasten • Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnlichen Vorgängen • Gesetz zum zivilrechtlichen Schutz vor Gewalttaten und Nachstellungen • Gesetz über den Schutz der Topographien von mikroelektronischen Halbleitererzeugnissen • Gesetz über den Schutz des Arbeitsplatzes bei Einberufung zum Wehrdienst • Gesetz über den Schutz von Marken und sonstigen Kennzeichen • Gesetz über den rechtlichen Schutz von Mustern und Modellen • Gesetz über die Erhebung einer Sondersteuer auf alkoholhaltige Süßgetränke (Alkopops) zum Schutz junger Menschen • Gesetz über die friedliche Verwendung der Kernenergie und den Schutz gegen ihre Gefahren • Globale Strategie zum Schutz der Pflanzen • Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten • Hans Georg Schütz • Hans Schütz • Hari Schütz • Heinrich Schütz • Heinrich Schütz (KZ-Arzt) • Heinrich-Schütz-Archiv • Heinrich-Schütz-Ensemble Vornbach • Heinrich-Schütz-Haus • Heinrich-Schütz-Haus (Dresden) • Heinrich-Schütz-Konservatorium • Heinrich-Schütz-Konservatorium Dresden • Helga Schütz • Henriette Hendel-Schütz • Initiativgemeinschaft zum Schutz der sozialen Rechte • Institut für Schutz und Sicherheit des Bürgers • Internationale Kommission zum Schutz der Donau • Internationale Kommission zum Schutz der Elbe • Internationale Kommission zum Schutz der Oder gegen Verunreinigung • Internationale Konferenz der Beauftragten für den Datenschutz und den Schutz der Privatsphäre • Internationale Konvention zum Schutz der Rechte aller Wanderarbeitnehmer und ihrer Familienangehörigen • J. C. Schütz • Johann Jacob Schütz • Johann Schütz • Johann Schütz (Richter) • Johann Wilhelm Schütz • Johanna Schütz-Wolff • Johannes Schütz • Johannes-Passion (Schütz) • Julius Franz Schütz • Jürgen Schütz • Jürgen Schütz (Politiker) • Karl Waldemar Schütz • Katrin Schütz • Klaus Schütz • Kommission Sicherung und Schutz kerntechnischer Einrichtungen • Konstantin Schütz von Holzhausen • Konvention zum Schutz des Kulturerbes unter Wasser • Kraftfahrer-Schutz • Kristin Schütz • Lukas-Passion (Schütz) • Manfred Schütz • Marco Schütz • Maria Schutz • Maria Schutz und St. Andreas • Mariä-Schutz-und-Fürbitte-Kirche an der Nerl • Martin Schütz • Martin Schütz (Cellist) • Matthäus-Passion (Schütz) • Max Schütz • Maximilian von Schütz • Meister für Schutz und Sicherheit • Michael Schütz • Ministerkonferenz zum Schutz der Wälder in Europa • Neue Schütz-Ausgabe • Nora Schütz Minorovics • Otto der Schütz • Pariser Verbandsübereinkunft zum Schutz des gewerblichen Eigentums • Paul Schütz • Paul Schütz (Politiker) • Paul Schütz (Theologe) • Peter Schütz • Peter W. Schutz • Philipp Friedrich Schütz • Richard Schütz • Richtlinien für passiven Schutz an Straßen durch Fahrzeug-Rückhaltesysteme • Rudolf-Maria Schütz • Sarah Schütz • Schutz (Begriffsklärung) • Schutz (Eifel) • Schutz privater Rechte • Schutz und Rettung Zürich • Schutz von Ehe und Familie • Schutz vor ionisierenden Strahlen • Schutz wissenschaftlicher Ausgaben • Schutz- und Trutzbündnis • Schütz (Familienname) • Schütz (Schalter) • Schütz (Wasserbau) • Schütz Werke • Schütz-Jahrbuch • Schütz-Werke-Verzeichnis • Senat Schütz • Senat Schütz I • Senat Schütz II • Senat Schütz III • Siiri Schütz • Stefan Schütz • Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm • Thüringer Gesetz zur Pflege und zum Schutz der Kulturdenkmale • Tom Schütz • Traditionsverband ehemaliger Schutz- und Überseetruppen • Udo Schütz • Unter Deinen Schutz und Schirm • Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat • Verordnung zum Schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen durch Lärm und Vibrationen • Verordnung zum Schutz des Namens Solingen • Verordnung zum Schutz gegen die Geflügelpest • Verordnung zum Schutz wild lebender Tier- und Pflanzenarten • Verordnung zur Aufstallung des Geflügels zum Schutz vor der Klassischen Geflügelpest • Verordnung über den Schutz vor Schäden durch ionisierende Strahlen • Verordnung über die Herstellung und den Vertrieb von Medaillen und Münzstücken zum Schutz deutscher Euro-Gedenkmünzen • Vertrag von Sèvres (Griechenland - Schutz von Minderheiten) • Vertrag zum Schutz des Weltraums • Wallfahrtskirche Maria Schutz am Bründl • Walter Schütz • Wehrwissenschaftliches Institut für Schutztechnologien - ABC-Schutz • Wehrwissenschaftliches Institut für Schutztechnologien – ABC-Schutz • Weltbund zum Schutz des Lebens • Werner Schütz • Wiener Übereinkommen zum Schutz der Ozonschicht • Wilhelm von Schütz • Zentralstelle für Recht und Schutz der Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen • Übereinkommen zum Schutz der Alpen • Übereinkommen über den Schutz des Bodensees gegen Verunreinigung • Übereinkommen über den internationalen Schutz von Erwachsenen

analogical dictionary




Wikipedia

Hochwasserschutz

                   

Unter Hochwasserschutz versteht man die Summe aller Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung als auch von Sachgütern vor Hochwasser. Es kann sich hierbei um technische Maßnahmen, natürlichen Rückhalt der Wassermengen und Maßnahmen der weitergehenden Vorsorge handeln (Drei-Säulen-Strategie).

Inhaltsverzeichnis

  Technischer Hochwasserschutz

  Hochwasserschutz in Form eines Deiches
  Hochwasserschutztor der Festung Orsoy am Niederrhein

Der technische Hochwasserschutz setzt sich insbesondere für Fließgewässer im Schwerpunkt aus den Bereichen Rückhaltung und Objektschutz zusammen. Mögliche Instrumente für Rückhaltung sind Rückhaltebecken verschiedener Bauarten sowie Überschwemmungsgebiete (Polder). Diese speichern größere Wassermengen und sind somit in der Lage die Abflussspitze von Hochwasserwellen zu vermindern.

Maßnahmen zum Objektschutz sind lineare Bauwerke entlang des Gewässers, die Verhindern, dass Hochwässer beim Ausufern in gefährdete Bereiche wie etwa Siedlungen, Infrastruktur, Industriegebiet o.ä. eindringen. Hierzu zählen Hochwasserdämme (Deiche) und Schutzmauern als stationäre bauliche Anlagen, aber auch mobile Elemente, die im Falle einer Hochwasserwarnung installiert werden oder in Form von Schleusen wirksam werden.

  Natürlicher Rückhalt

Je nach Größe des Einzugsgebietes eines Gewässers und der Niederschlagsverhältnisse tragen menschliche Landnutzung und Gewässerausbau zu einer Verschärfung der Hochwassersituation durch Erhöhung des Oberflächenabflusses und verringerten Rückhalt in der Aue (natürliche Überflutungsflächen) des Gewässers bei. Häufig genannt wird Flächenversiegelung als Ursache, aber auch die Intensivlandwirtschaft kann einen erheblichen Beitrag zur gesteigerten Abflussbildung leisten. Dass dabei selbst auf ungesättigten Böden Oberflächenabfluss auftritt, ist nicht in der Größe der Porenräume zu begründen, sondern liegt an der Durchlässigkeit der obersten Millimeter der Bodenoberfläche. Dort wird das Bodengefüge bei Regenereignissen durch Verschlämmung oft undurchlässig.

Hinzu kommen die Eingriffe in das natürliche Gleichgewicht des Flusssystems. Uferbefestigungen, Wehre, Staudämme und Flussbegradigungen haben ihr übriges dazu getan, dass in weiten Teilen Europas und Nordamerikas die Auen als natürliche Retentionsräume (natürliche Überflutungsflächen) und komplexe Ökosysteme aus dem Landschaftsbild verschwunden sind. Durch Anreizmechanismen wie landwirtschaftliche Förderung für extensivere Nutzungskonzepte, Maßnahmen zur Entsiegelung von Flächen, dezentrale Regenwasserbewirtschaftung in Siedlungsgebieten und die Förderung der natürlichen Gewässerentwicklung, z. B. Flussrückbau und Auenvernetzung, wird versucht, dieser Verschärfung entgegenzuwirken.

  Weitergehende Vorsorge

In diesem Handlungsfeld des Hochwasserschutzes sind alle Maßnahmen zusammengefasst, die der allgemeinen Vorsorge und als organisatorisch-technische Maßnahmen im Hochwasserfall dienen. Hierzu zählen die Einrichtung von Hochwasserwarnzentralen, die offizielle Ausweisung von Überschwemmungsgebieten, um im Vorfeld eine Bebauung gefährdeter Bereiche zu verhindern sowie die Aufstellung von Notfall- und Katastrophenplänen. Aber auch Wasserkraftwerke können so angelegt werden, dass sie durch ihr Rückstauvermögen einen Hochwasserschutz bieten.

  Schutzziel

In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Hochwasserschutz in der Schweiz, USA pauschalisiert auf Katrina-Folgen
Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst und einfügst, aber bitte kopiere keine fremden Texte in diesen Artikel. Weitere Informationen im WikiProjekt.

Die Hauptautoren wurden noch nicht informiert. Bitte benachrichtige sie!

Die Ausmaße von Hochwässern werden nach ihrer sog. Jährlichkeit eingeteilt, die dem statistischen Wiederkehrsintervall entspricht. Dies bedeutet, dass z.B. ein 100 jährliches Hochwasserereignis (Jahrhunderthochwasser, HW100) im statistischen Mittel alle 100 Jahre wiederkommt. Das schließt aber nicht aus, dass in zwei aufeinanderfolgenden Jahren sich ein solches Hochwasser ereignet. Schutzziele für verschiedene Bereiche werden gemäß diesen Wiederkehrsintervallen definiert. Für größere, bebaute Areale ist im allgemeinen das 100 jährliche Wiederkehrsintervall maßgebend. Für kleinere Siedlungen und Einzelobjekte geht man zwischenzeitlich oft dazu über, das Schutzziel in Abhängigkeit vom Schadenspotential zu definieren, so dass die Kosten für Schutzmaßnahmen nicht über dem potentiellen Schaden liegen. Ein häufiger Richtwert ist das HW30.

Hauptziel bleibt aber weiterhin der Schutz von Leib und Leben gegen die Auswirkungen von Hochwasserereignissen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in vielen Gegenden Deutschlands auch landwirtschaftliche Flächen gegen Hochwasser mit einem Wiederkehrinterwall von 5-10 Jahren geschützt. Von dieser Praktik wird aber seit geraumer Zeit Abstand genommen und ältere Anlagen rückgebaut.

  Niederlande

Das Parlament der Niederlande hat nach der verheerenden Sturmflut von 1953, als große Teile des Landes unter Wasser standen, festgelegt, dass ein Schutz gegen ein 1.250-jährliches Hochwasser erreicht werden muss. Dieses Schutzniveau gilt sowohl für Flüsse als auch die Küste. Dem Beschluss folgten gründliche, wissenschaftliche Untersuchungen und mit dem Deltaplan ein technisch und finanziell aufwendiges Sicherungsprogramm. Das festgelegte Schutzniveau wurde 30 Jahre später, mit dem Abschluss der großen Küstenbauwerke, überall erreicht. Zur Zeit prüfen die Niederlande, ob durch Klimawandel, nämlich Klimaerwärmung und/oder vermehrte Klimaextreme, die früheren Einschätzungen der Dimension der 1.250-jährlichen Hochwasser nach oben angepasst werden müssen. Dann soll der Schutz weiter verstärkt werden.

  USA

In den USA wurde der Hochwasserschutz vom dafür zuständigen US Army Corps of Engineers auf das Niveau eines 230-jährlichen Hochwassers festgelegt. Dieses Niveau ist auch gewährleistet, jedoch hat die Überflutung von New Orleans zu der Erkenntnis geführt, dass dieses Schutzniveau nicht ausreicht.

  Österreich

  Bau des Hochwasserschutzdammes in Linz-Urfahr, welcher nach dem Hochwasser von 2002 allgemein gefordert wurde.

In Österreich werden folgende Schutzziele angestrebt:

  • HQ30 Untergeordnete Objekte
  • HQ100 Standardschutz
  • HQ150 Ausbaugrad Wildbach (Wildbachverbauung)

Darüber hinausgehende Schutzgrade werden bei besonderer Schutzerfordernis (z. B. für die Stadt Wien) angestrebt.

Bei allen Hochwasserschutzmaßnahmen ist jedoch zu beachten, dass stets ein Restrisiko besteht (Anlageversagen, Überschreitung des Bemessungshochwassers).

  Deutschland

In Deutschland schreibt das Wasserhaushaltsgesetz vor, Flächen, die statistisch gesehen ein mal in hundert Jahren überschwemmt werden können, als Überschwemmungsgebiete in amtlichen Karten auszuweisen und in die Bauleitplanung zu übernehmen. In solchen Überschwemmungsgebieten werden nach den Landesgesetzen oder Gemeindesatzungen weitere Vorschriften erlassen. So ist zum Beispiel bei Eingriffen die zuständige Wasserbehörde zu konsultieren. Die Bauleitplanung oder die Wasserbehörde kann Maßnahmen, wie eine Gebäudeerweiterung oder eine Aufforstung, auch auf privaten Grundstücken verbieten. Hochwassergefährdete Flächen (HQ > 100, z. B. Versagen eines Deiches) sind in Deutschland ebenfalls zu kennzeichnen. Die Kommune ist angehalten, die Bevölkerung auf diese Gefahren hinzuweisen, damit eine private Vorsorge ermöglicht wird. Um Gefahren von Bauwerken abzuwenden, besteht für Bauherren jedoch keine Verpflichtung zu technischen Nachweisen aus Hochwasserlasten. Vergleichbare bindende Vorschriften im Zuge einer Baugenehmigung, ähnlich zur Prävention gegen Gefahren aus Windlasten, werden nicht angewendet. Private ingenieurtechnische Nachweise beschränken sich auf die Ermittlung zu erwartender Wasserstände und Fließgeschwindigkeiten zu einem größten zu erwartenden Hochwasser in einem Zeitraum von einhundert Jahren. Die Einstauhöhen und Anströmungseschwindigkeiten aus Wasserlasten auf ein Bauwerk sind Bemessungsgrundlage für hochwassersicheres Planen und Bauen.

Gesetzliche Vorschriften über das Schutzniveau gibt es nicht. Es gibt lediglich ein Urteil des Bundesgerichtshofs, dass Hauseigentümer bei Flutschäden einen Amtshaftungsanspruch gegen den Träger des Hochwasserschutzes haben, wenn der Schutz nicht wenigsten gegen ein 50-jährliches Hochwasser gewährleistet ist. Dieser Mindestschutz ist (auch wegen dieser Rechtsprechung) weitgehend erreicht.

Am Oberrhein bis Basel besteht ein Schutz gegen ein 100-jährliches Hochwasser. Im Oberrheingraben bestand früher ein Schutz gegen ein 200-jährliches Hochwasser. Durch den Ausbau des Oberrheins durch Frankreich gingen aber riesige Auen entlang des früheren natürlichen Flusslaufes verloren. Daher benötigt eine Flutwelle von Basel bis Mannheim zur Mündung des Neckars statt ca. 72 nur ca. 36 Stunden, so dass die Überlagerung mit der Flutwelle aus dem Neckar bei großflächigen schweren Regenfällen möglich ist. Das Schutzniveau ist abgesunken auf ein 100-jährliches Hochwasser, das 1999 beinahe erreicht wurde. Es wurde daher 1982 in einem Vertrag zwischen Frankreich, dem Bund und den Bundesländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen beschlossen, das Schutzniveau durch Deicherhöhungen, Deichverstärkungen und Bau von Poldern wieder auf ein 200-jährliches Hochwasser anzuheben (Integriertes Rheinprogramm). Das Programm soll bis 2019 abgeschlossen sein, stockt aber teilweise aus rechtlichen, teilweise aus finanziellen Gründen. Zuständig für die Koordination der Hochwasserschutzmaßnahmen am Oberrhein ist die Ständige Kommission. Für die Forschung und für den Umweltschutz der Rheinanlieger ist die „Internationale Kommission zum Schutz des Rheins“ (IKSR; ). Die IKSR hat auch einen Hochwasseratlas Rhein herausgegeben, der die wesentlichen Erkenntnisse enthält und bisher angestrebte Schutzziele definiert. Der Atlas kennzeichnet alle Gebiete, die bei einem 200-jährlichen Hochwasser überflutet werden.

Vor dem Hintergrund der Klimaänderung und der veralteten Klimadaten (Berechnungsgrundlagen) wird auch z. B. in Sachsen inzwischen angestrebt, Durchflussmengen von HQ200 schadlos ableiten zu können.

  Besondere Bauwerke

  Hochwasserschutzdeich in Neuwied

Deutschland:

England:

Italien:

  Literatur

  • Heinz Patt (Hrsg.) et al.: Hochwasser-Handbuch. Auswirkungen und Schutz. Springer, Berlin, Heidelberg, New York, Barcelona, Hongkong, London, Mailand, Paris, Singapur und Tokio 2001, ISBN 3-540-67737-2
  • Peter Heiland: Vorsorgender Hochwasserschutz durch Raumordnung, interregionale Kooperation und ökonomischen Lastenausgleich. Schriftenreihe WAR, Nr. 143. Herausgegeben vom Verein zur Förderung des Instituts WAR, Wasserversorgung und Grundwasserschutz, Abwassertechnik, Abfalltechnik, Industrielle Stoffkreisläufe, Umwelt- und Raumplanung der Technischen Universität Darmstadt. Institut WAR, Darmstadt 2002, ISBN 3-932518-39-X
  • Michael Hütte: Ökologie und Wasserbau Parey Verlag Berlin 2000
  • Robert Jüpner (Hrsg.): Hochwassermanagement. Magdeburger wasserwirtschaftliche Hefte, Band 2005,1. Shaker, Aachen 2005, ISBN 3-8322-4417-4
  • Martin Kennel: Vorbeugender Hochwasserschutz durch Wald und Forstwirtschaft in Bayern. Ergebnisse eines Demonstrationsvorhabens. LWF Wissen, Nr. 44. Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF), Freising 2004
  • Roberto Loat, Elmar Meier: Wörterbuch Hochwasserschutz; Dictionnaire de la protection centre les crues; Dictionary of flood protection. Herausgegeben vom Bundesamt für Wasser und Geologie, BWG, Biel. Haupt-Verlag, Bern, Stuttgart und Wien 2003, ISBN 3-258-06536-5
  • Hubertus Oelmann: "Rheinflut - Der Kölner Hochwasserschutz". J.P. Bachem Verlag 2008 [1], ISBN 978-3-7616-2250-6

  Weblinks

 Commons: Hochwasserschutz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
   
               

Hochwasser

                   
  Hochwasser am Kölner Rheinufer, 1983
  Hochwassermarken am Schloss Pillnitz bei Dresden
  Nach dem Hochwasser …
  18. August 2002: Das Hochwasser der Elbe in Sachsen

Hochwasser wird der Zustand bei Gewässern genannt, bei dem der Wasserstand deutlich über dem normalen Pegelstand liegt. Dabei ist zwischen Meeren und Fließgewässern zu unterscheiden: In Meeren und Gewässern mit merklichen Gezeiten (Tiden) bezeichnet Hochwasser den periodischen Eintritt des höchsten Wasserstands nach Eintreten der Flut und vor dem Übergang zur Ebbe. Hoch- und Niedrigwasser wechseln sich durchschnittlich alle 6–6½ Stunden ab, verursacht durch die Gravitation von Mond und Sonne. Besonders hohe Tiden bei Voll- und Neumond heißen Springhochwasser (vulgo Springflut); sie können bisweilen durch Gezeitenwellen oder Wind (Driftstrom) zu einer Sturmflut verstärkt werden und eine Flachküste kilometerweit überschwemmen.

In Flüssen und kleineren Fließgewässern spricht man von Hochwasser, wenn der Wasserstand für längere Zeit (mehrere Tage) das Normalmaß deutlich übersteigt. Sie haben meist – je nach Art des Einzugsgebietes – eine jahreszeitliche Häufung, etwa bei der Schneeschmelze oder nach sommerlichen Starkregen. Bei starkem Hochwasser muss zunächst die Flussschifffahrt eingestellt werden, beim weiteren Ansteigen kann es zu Überschwemmungen kommen. Anschwellende Wildbäche können Brücken mitreißen und Muren oder Erdrutsche auslösen.

Inhaltsverzeichnis

  Allgemeines

Grundsätzlich sind Hochwasser Bestandteile des natürlichen Geschehens. Zur Katastrophe (Flutkatastrophe) werden sie, wenn menschliche Werte betroffen sind. Man kann unterscheiden zwischen regelmäßig wiederkehrenden Hochwassern, ausgelöst etwa durch Gezeiten oder Schneeschmelze (Frühjahrshochwasser), und unregelmäßigen oder einmaligen Ereignissen wie Tsunamis, Sturmfluten und sogenannte „Jahrhundertfluten“ (Beispiel: das Elbehochwasser 2002).

Der Beitrag der globalen Erwärmung zum Hochwassergeschehen ist nicht klar zu benennen und von den örtlichen Verhältnissen abhängig (Steigerung von Extremereignissen, Verschiebung von Schnee zum Regen etc.). Für manche Regionen prognostiziert man eine Steigerung des Jahresniederschlages, für andere mit einer Verminderung oder einer anderen Verteilung.

Länder mit geringen Reliefhöhen wie die Niederlande, Deutschland (vor allem im Norden) und Dänemark versuchen sich durch massive Deichbaumaßnahmen und Sperrwerke (zum Beispiel das Emssperrwerk bei Emden) vor Meereshochwasser zu schützen. Wird kein intensiver Hochwasserschutz betrieben, kann es wie in Bangladesch am Mündungsdelta des Ganges häufiger zu Katastrophen mit vielen tausend Toten kommen.

Hochwasser-Situationen entstehen auch im Landinneren durch das Anschwellen der Flüsse und Seen sowie durch die Gefahren des Wildbaches. Ebenso können durch Eisstau oder Windeinstau (zum Beispiel Hamburger Sturmflut) Hochwasser entstehen.

  Hochwasserrisiko

Im Zuge der fortschreitenden Landnutzung wurden immer mehr Flächen, die Hochwassergefahren ausgesetzt sind, genutzt. Somit stieg die Bedrohung durch Hochwasser, obwohl über die Jahrhunderte der bauliche Hochwasserschutz ständig verbessert wurde. Heute sind im Vergleich zu früheren Jahrhunderten Überflutungen viel seltener, sind in ihren Auswirkungen dann aber oft katastrophal, oder bekommen deswegen mehr Aufmerksamkeit.

Zudem können die menschliche Flächennutzung (Versiegelung der Landschaft) und der nicht sachgerechte Ausbau der Gewässer (lineare Regulierung, Verminderung der Retentionsräume) verschärfend auf Hochwasserstände wirken. Ein üblicher, sorgfältig geplanter Ausbau von Gewässern sorgt aber für niedrigere Hochwasserstände (Erweiterung des Abflussquerschnitts, siehe Maßnahmen zum Hochwasserschutz unten). Außerdem können bestehende Regulierungen durch mangelnde Instandhaltung (zum Beispiel wegen Bewuchs, Anlandungen) ihre Leistung verlieren, wenn sich dadurch der Abflussquerschnitt verringert. Signifikante Änderungen des Abflussgeschehens durch die Bodenversiegelung sind vor allem in kleinen Einzugsgebieten zu erwarten.

Das Hochwasserrisiko lässt sich durch vier Komponenten beschreiben:

  • (Stark-)Regenfälle in der historischen Vergangenheit und deren Dauer
  • Geomorphologie des betroffenen Regengebiets
  • Die Verwundbarkeit, das heißt die Empfindlichkeit der betroffenen Einrichtung oder Nutzung gegenüber Überflutungen und
  • Das Ausmaß und die Häufigkeit der Überflutung

  Kriegsrisiko

In Kriegssituationen kann eine vorsätzliche Überflutung als Angriffswaffe oder als Verteidigungswaffe gegen Angreifer eingesetzt werden. Unter anderem den Niederlanden hat diese Strategie oft Erfolg gegen Feinde gebracht. Siehe: Achtzigjähriger Krieg, Alkmaar, Inundierung. Von der letzteren Möglichkeit machte 1943 die britische Luftwaffe Gebrauch bei der Zerstörung deutscher Talsperren. Weitere Angriffe auf Staumauern gab es an der Dnjeprostroj- und der Supung-Talsperre.

  Qualifikation von Hochwässern

Hochwässer werden zumeist mit einer statistischen Bewertung versehen. Grundlage sind langjährige, gemessene Abflussreihen an Pegeln. Aus diesen werden die Jahreshöchstwerte ausgewählt. Im Rahmen einer statistischen Analyse wird eine Verteilungsfunktion angepasst, aus der dann für bestimmte Wahrscheinlichkeiten Quantile, das heißt Hochwasserscheitel bestimmter Unterschreitungswahrscheinlichkeit, ermittelt werden. Da die Ausgangsreihe Jahreshöchstwerte beinhaltet, werden die Kehrwerte der Überschreitungswahrscheinlichkeiten auch als sogenannte Jährlichkeiten ausgedrückt. Diese Jährlichkeiten bezeichnen das statistische Wiederkehrintervall. Ein Ereignis mit der Überschreitungswahrscheinlichkeit Pü = 0,01 hat eine Jährlichkeit von 100 Jahren, das heißt, es wird (statistisch gesehen) einmal in 100 Jahren überschritten. In jedem Einzelnen dieser Jahre kann der jeweilige Hochwasserscheitel allerdings überschritten werden (die Wahrscheinlichkeit hierfür ist in jedem Jahr 0,01). Ein Hochwasser der Jährlichkeit 100 a wird (statistisch) in 1000 Jahren etwa 10-mal überschritten, ohne dass zwischen diesen Unterschreitungen eine Zeitspanne von 100 Jahren liegen muss. Je länger der betrachtete Zeitraum ist, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, das eine Überschreitung auftritt (stochastisches Risiko). Maßgebend ist hier der Multiplikationssatz der Wahrscheinlichkeitsrechnung für unabhängige Ereignisse. So ist die Unterschreitungswahrscheinlichkeit eines Hochwassers mit der Jährlichkeit T = 100 a in einem Jahr 0,99. Für den Zeitraum von zwei Jahren 0,99 * 0,99, für drei Jahre 0,99³ und so weiter. Die Unterschreitungswahrscheinlichkeit für den Zeitraum nimmt somit von Jahr zu Jahr ab, die Überschreitungswahrscheinlichkeit zu. Das Risiko, dass ein derartiges Hochwasser innerhalb eines Zeitraums von 25 Jahren überschritten wird, liegt beispielsweise bei 0,22, für den Zeitraum von 50 Jahren dagegen fast bei 0,40.

  • siehe auch: Abflusskenngrößen: HQ100 beispielsweise bezeichnet ein statistisch gesehen alle 100 Jahre auftretendes Hochwasserereignis.

  Hochwasserschutz

  Warnschild Überflutung beim Hochwasser in Gechingen (2009)
Hauptartikel: Hochwasserschutz

Maßnahmen zum Hochwasserschutz können folgende Aspekte umfassen:

  • Anpassung der Nutzung an die Hochwassergefährdung (Absiedelung, Änderung der landwirtschaftlichen Nutzung, sichere und schadensarme Gestaltung von Bauwerken)
  • Schutz vor dem Hochwasser durch
    • Rückhalt des Niederschlagswassers in der Fläche, oder durch Rückhaltebecken
    • Buhnenbauwerke, Wiederherstellung der natürlichen Flussgeometrie (eine große Uferlänge durch viele Bögen)
    • Schutz betroffener Gebiete oder Objekte durch Deiche (in Österreich auch als Hochwasserschutzdämme bezeichnet)
    • Erhöhung der Abfuhrkapazität der Gewässer durch Querschnittserweiterung und Flutmulden
  • Rechtzeitige Warnungen und Alarmierung durch automatische Pegelmessstationen.

Zwischen den einzelnen Maßnahmen bestehen Abhängigkeiten. Zum Beispiel können Regulierungen und Deichbaumaßnahmen zu einer Verschärfung der Hochwassergefahr für Unterlieger oder Anrainer führen. Die Errichtung von Hochwasserrückhaltebecken (Retentionsbecken) verringert das Risiko einer häufigen Überflutung zu Lasten eines seltenen, aber katastrophalen Dammbruchs durch ein Totalversagen des Rückhaltebeckens.

Eine umfassende Strategie zur Verminderung der Folgen eines Hochwassers gibt das Hochwassermanagement.

  Staatliche Schutzmaßnahmen in einzelnen Ländern

  Deutschland

  Hochwassereinsatz des THW

In Deutschland schreibt das Wasserhaushaltsgesetz vor, Flächen, die statistisch gesehen einmal in hundert Jahren überschwemmt werden können, als Überschwemmungsgebiete in amtlichen Karten auszuweisen und in die Bauleitplanung zu übernehmen. In solchen Überschwemmungsgebieten werden nach den Landesgesetzen oder Gemeindesatzungen weitere Vorschriften erlassen. So ist zum Beispiel bei Eingriffen die zuständige Wasserbehörde zu konsultieren. Die Bauleitplanung oder die Wasserbehörde kann Maßnahmen, wie eine Gebäudeerweiterung oder eine Aufforstung, auch auf privaten Grundstücken verbieten. Hochwassergefährdete Flächen (HW > 100, beispielsweise Versagen eines Deiches) sind in Deutschland ebenfalls zu kennzeichnen. Die Kommune ist verpflichtet, die Bevölkerung auf diese Gefahren hinzuweisen, damit eine private Vorsorge ermöglicht wird.

Gesetzliche Vorschriften über das Schutzniveau gibt es nicht. Es gibt lediglich ein Urteil des BGH, dass Hauseigentümer bei Flutschäden einen Amtshaftungsanspruch gegen den Träger des Hochwasserschutzes haben, wenn der Schutz nicht wenigstens gegen ein 50-jährliches Hochwasser gewährleistet ist. Dieser Mindestschutz ist (auch wegen dieser Rechtsprechung) weitgehend erreicht.

Am Oberrhein von Basel bis Iffezheim besteht, bedingt durch den Ausbau des Oberrheins, ein Schutz gegen ein 1000-jährliches Hochwasser. Im Oberrheingraben, nördlich von Iffezheim bestand früher ein Schutz gegen ein 200-jährliches Hochwasser. Durch den Ausbau des Oberrheins durch Frankreich gingen aber riesige Auen entlang des früheren natürlichen Flusslaufes verloren. Außerdem benötigt eine Flutwelle von Basel bis Mannheim zur Mündung des Neckars statt ca. 72 nur ca. 36 Stunden, so dass die Überlagerung mit der Flutwelle aus dem Neckar bei großflächigen schweren Regenfällen möglich ist. Das Schutzniveau ist abgesunken auf ein 100-jährliches Hochwasser, das 1999 beinahe erreicht wurde. Es wurde daher beschlossen, das Schutzniveau wieder durch Deicherhöhungen, Deichverstärkungen und Bau von Poldern auf ein 200-jährliches Hochwasser anzuheben. Das Programm soll bis 2015 abgeschlossen sein, stockt aber teilweise aus rechtlichen, teilweise aus finanziellen Gründen. Zuständig für die Koordination der Forschung und Ort für die Absprachen der Anlieger des Rheins zum Hochwasserschutz ist die „Internationale Kommission zum Schutz des Rheins“, die sich ursprünglich vor allem mit der Verwirklichung des Umweltschutzes am Rhein beschäftigte. Die IKSR hat auch einen Hochwasseratlas Rhein herausgegeben, der die wesentlichen Erkenntnisse enthält und bisher angestrebten Schutzziele definiert. Der Atlas kennzeichnet alle Gebiete, die bei einem 200-jährlichen Hochwasser überflutet werden.

Vor dem Hintergrund der jüngsten Hochwasser wird auch beispielsweise in Sachsen inzwischen angestrebt, Durchflussmengen von HQ200 schadlos ableiten zu können.

Siehe auch: Hochwassereinsatz

  Österreich

In Österreich werden folgende Schutzziele angestrebt:

HQ30 Untergeordnete Objekte
HQ100 Standardschutz
HQ150 Ausbaugrad Wildbach

Darüber hinausgehende Schutzgrade werden bei besonderer Schutzerfordernis (zum Beispiel für die Stadt Wien) angestrebt.

Bei allen Hochwasserschutzmaßnahmen ist jedoch zu beachten, dass stets ein Restrisiko besteht (Anlageversagen, Überschreitung des Bemessungshochwassers).

  Niederlande

Das Parlament der Niederlande hat nach der verheerenden Sturmflut von 1953, als große Teile des Landes unter Wasser standen, festgelegt, dass ein Schutz gegen ein 1.250-jährliches Hochwasser erreicht werden muss. Dieses Schutzniveau gilt sowohl für Flüsse als auch die Küste. Dem Beschluss folgten gründliche wissenschaftliche Untersuchungen und ein technisch und finanziell aufwendiges Sicherungsprogramm. Das festgelegte Schutzniveau wurde 30 Jahre später, mit dem Abschluss der großen Küstenbauwerke, überall erreicht. Zur Zeit prüfen die Niederlande, ob durch Klimawandel, nämlich Klimaerwärmung oder vermehrte Klimaextreme, die früheren Einschätzungen der Dimension der 1.250-jährlichen Hochwasser nach oben angepasst werden müssen. Dann soll der Schutz weiter verstärkt werden.

  USA

In den USA wurde der Hochwasserschutz vom dafür zuständigen US Army Corps of Engineers auf das Niveau eines 230-jährlichen Hochwassers festgelegt. Dieses Niveau ist auch gewährleistet, jedoch hat die Überflutung von New Orleans zu der Erkenntnis geführt, dass dieses Schutzniveau nicht ausreicht.

  Organisation des Hochwasserschutzes

  THW beim Bau eines Sandsackwalls

  Deutschland

Der Katastrophenschutz fällt in die Zuständigkeit der jeweiligen Ordnungsämter, die für Rettungsmaßnahmen auf die Feuerwehren, das THW, die Bundeswehr u.a. zurückgreifen. In Deutschland arbeiten derzeit diverse Wasserrettungsorganisationen wie die DLRG und die Wasserwacht, wobei letztere sich um den Aufbau eines schlagkräftigen, überregional einsetzbaren Hochwasserrettungszuges bemüht. Seit den 1980er Jahren ist ein weltweiter Anstieg der Niederschlagsmengen zu verzeichnen, was immer öfter Überschwemmungen zur Folge hat.

  Österreich

Die unmittelbare Hilfe und Abwehr im Hochwasserfall erfolgt durch die örtliche Feuerwehr. Langfristigere Hilfe erfolgt durch den Katastrophenhilfsdienst der Feuerwehr und Assistenzeinsätze des Bundesheeres.

Auch hier ist das meist benutzte Hilfsmittel beim Hochwasserschutz der Sandsack.

Die Errichtung, Erhaltung und Betrieb von Hochwasserschutzmaßnahmen erfolgt durch die individuell Betroffenen, Wassergenossenschaften, Kommunen und Wasserverbände.

HöhenSturmflutangaben.svg

  Siehe auch

  Weblinks

 Commons: Hochwasser – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Hochwasser – Quellen und Volltexte
   
               

Schutz

                   
Dieser Artikel beschäftigt sich mit Schutzmaßnahmen. Weiteres siehe Schutz (Begriffsklärung).

Als Schutz wird eine Aktion oder eine Vorkehrung gegen eine Bedrohung, gegen eine Unsicherheit oder mögliche unangenehme Ereignisse bezeichnet. Das Wort kommt vom mhd. schützen - vor etwas bewahren, hüten oder verteidigen.

Ein Schutz bietet Sicherheit, insbesondere

Siehe auch:

 Wikiquote: Schutz – Zitate
Wiktionary Wiktionary: Schutz – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
   
               

 

All translations of Hochwasserschutz


sensagent's content

  • definitions
  • synonyms
  • antonyms
  • encyclopedia

  • Definition
  • Synonym

Dictionary and translator for handheld

⇨ New : sensagent is now available on your handheld

   Advertising ▼

sensagent's office

Shortkey or widget. Free.

Windows Shortkey: sensagent. Free.

Vista Widget : sensagent. Free.

Webmaster Solution

Alexandria

A windows (pop-into) of information (full-content of Sensagent) triggered by double-clicking any word on your webpage. Give contextual explanation and translation from your sites !

Try here  or   get the code

SensagentBox

With a SensagentBox, visitors to your site can access reliable information on over 5 million pages provided by Sensagent.com. Choose the design that fits your site.

Business solution

Improve your site content

Add new content to your site from Sensagent by XML.

Crawl products or adds

Get XML access to reach the best products.

Index images and define metadata

Get XML access to fix the meaning of your metadata.


Please, email us to describe your idea.

WordGame

The English word games are:
○   Anagrams
○   Wildcard, crossword
○   Lettris
○   Boggle.

Lettris

Lettris is a curious tetris-clone game where all the bricks have the same square shape but different content. Each square carries a letter. To make squares disappear and save space for other squares you have to assemble English words (left, right, up, down) from the falling squares.

boggle

Boggle gives you 3 minutes to find as many words (3 letters or more) as you can in a grid of 16 letters. You can also try the grid of 16 letters. Letters must be adjacent and longer words score better. See if you can get into the grid Hall of Fame !

English dictionary
Main references

Most English definitions are provided by WordNet .
English thesaurus is mainly derived from The Integral Dictionary (TID).
English Encyclopedia is licensed by Wikipedia (GNU).

Copyrights

The wordgames anagrams, crossword, Lettris and Boggle are provided by Memodata.
The web service Alexandria is granted from Memodata for the Ebay search.
The SensagentBox are offered by sensAgent.

Translation

Change the target language to find translations.
Tips: browse the semantic fields (see From ideas to words) in two languages to learn more.

last searches on the dictionary :

3756 online visitors

computed in 0.109s

   Advertising ▼

I would like to report:
section :
a spelling or a grammatical mistake
an offensive content(racist, pornographic, injurious, etc.)
a copyright violation
an error
a missing statement
other
please precise:

Advertize

Partnership

Company informations

My account

login

registration

   Advertising ▼