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| Johnny Weir |
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| Voller Name | John Garvin Weir | ||||||||||||
| Nation | |||||||||||||
| Geburtstag | 2. Juli 1984 | ||||||||||||
| Geburtsort | Coatesville, Pennsylvania | ||||||||||||
| Größe | 175 cm | ||||||||||||
| Karriere | |||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Disziplin | Einzellauf | ||||||||||||
| Verein | SC of New York | ||||||||||||
| Trainer | Halyna Smijewska, Wiktor Petrenko |
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| Choreograf | David Wilson, Nina Petrenko (frühere Choreografen: Natalja Linitschuk, Tatjana Tarassowa, Shanetta Folle, Denis Petuchow, Priscilla Hill, Jewgeni Platow, Marina Anissina, Maja Ussowa, Faye Kitarieva, Michelle Poley, Carolanne Leone, Giuseppe Arena, Anschelika Krylowa, Juri Sergejew) |
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| Status | unbekannt | ||||||||||||
| Medaillenspiegel | |||||||||||||
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| Persönliche Bestleistungen | |||||||||||||
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| Platzierungen im Eiskunstlauf Grand Prix | |||||||||||||
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John Garvin "Johnny" Weir [1] (* 2. Juli 1984 in Coatesville, Pennsylvania) ist ein US-amerikanischer Eiskunstläufer, der im Einzellauf startet.
Inhaltsverzeichnis |
Weirs erste Leidenschaft galt dem Reitsport, den er im Kindesalter recht erfolgreich betrieb.[2] Erst im Alter von elf Jahren begann er sich für das Eiskunstlaufen zu interessieren. Inspiriert dazu wurde er von Oksana Bajul, deren Olympiasieg 1994 er im Fernsehen mitverfolgte. Bevor ihm seine Eltern ein Paar Schlittschuhe zu Weihnachten schenkten, brachte er sich das Rollschuhlaufen im Keller seines Hauses bei. Danach versuchte er sich mit seinen Schlittschuhen auf einem gefrorenen Getreidefeld hinter seinem Haus.[3] Schließlich nahm er an der Universität von Delaware Eiskunstlaufunterricht bei Priscilla Hill. Seine Familie zog hierfür nach Newark um.
Obwohl Weir erst mit zwölf Jahren mit dem Eiskunstlauftraining begann, machte er schnelle Fortschritte. Bereits in seiner ersten Trainingswoche stand er einen Axel, eine Woche später einen doppelten Axel und einen Monat später seinen ersten dreifachen Sprung, einen Flip.[2] Aus Zeitgründen musste er das Reiten aufgeben und konzentrierte sich von nun an auf das Eiskunstlaufen. Seinen ersten großen Erfolg erzielte Weir im Jahr 2001 mit dem Gewinn der Juniorenweltmeisterschaft vor seinem Landsmann Evan Lysacek.[4] 2003 wechselte Weir vom University of Delaware FSC zum Skating Club of New York.
Im Jahr 2004 wurde Weir erstmals US-amerikanischer Meister. Er verteidigte diesen Titel 2005 und 2006. Sein Weltmeisterschaftsdebüt 2004 beendete er auf dem fünften Platz. 2004 gewann Weir mit Siegen bei der Trophée Eric Bompard und der NHK Trophy seine ersten Grand-Prix-Wettbewerbe. Bei der Weltmeisterschaft im darauffolgenden Jahr verbesserte er sich im Vergleich zum Vorjahr um einen Platz und wurde Vierter. 2006 bestritt Weir seine ersten Olympischen Spiele und beendete sie auf dem fünften Platz. Bei der Weltmeisterschaft konnte er sich nicht verbessern und wurde Siebter. Im Frühjahr 2007 verließ Weir seine langjährige Trainerin Priscilla Hill und wechselte nach New Jersey zu Halyna Smijewska, die bereits Wiktor Petrenko und Oksana Bajul zum Olympiatitel führte. Als Grund gab er an, dass er jemanden brauche, der ihn antreiben könne und Priscilla Hill für ihn zu einer Art "Ersatzmutter" geworden sei.
Die Saison 2007/2008 verlief für Weir außerordentlich erfolgreich. Nach zwei Siegen bei Grand-Prix-Wettbewerben - Cup of China und Cup of Russia, wo er unter anderem auch den zweimaligen Weltmeister Stéphane Lambiel schlug, gewann Weir in Göteborg mit Bronze seine erste und einzige Medaille bei Weltmeisterschaften.
Im Jahr darauf konnte Weir sich nicht für die Weltmeisterschaft qualifizieren. 2010 kam er aber wieder zurück und wurde bei den Olympischen Spielen in Vancouver Sechster.
Johnny Weir wurde in Coatesville, Pennsylvania, als Sohn von John and Patti Weir geboren und wuchs in Quarryville, Pennsylvania auf. Er hat einen vier Jahre jüngeren Bruder.[5]
Weir studierte kurzzeitig Linguistik an der Universität von Delaware und bewundert die russische Kultur und den russischen Eiskunstlaufstil. Er sammelt Tscheburaschka Fanartikel.
Er ist römisch-katholisch, bezeichnet sich aber als offen für andere Glaubenssysteme, inklusive des Praktizierens der Kabbala. „Ich glaube an alles gute und alles, das Liebe lehren kann und ich fühle, dass alle diese Dinge mich beschützen.“[6]
Weir interessiert sich für Mode und hat schon einige Kostüme selbst entworfen, auch für andere Eiskunstläufer, wie z. B. Yuzuru Hanyu.[7]
Von 2006 bis Frühjahr 2008 filmten ihn James Pellerito und David Barba. Die Dokumentation Pop Star on Ice wurde am 24. Mai 2009 beim Seattle International Film Festival uraufgeführt, bis in den Sommer 2009 auf verschiedenen Filmfestivals in den Vereinigten Staaten gezeigt und am 24. Dezember 2009 im Sundance Channel (USA) ausgestrahlt. Von Jänner bis März 2010 wurde im selben Sender die mehrteilige Reality Show Be Good Johnny Weir ausgestrahlt.[8][9] Ab Ende Jänner und ab Mitte 2011 werden zwei weitere Staffeln in Logo ausgestrahlt.[10]
2010 wurde ein Asteroid, der 1995 von T. W. Kryatschenko entdeckt wurde, nach Weir benannt. Seine russischen Fans hatten diesen Vorschlag gemacht.[11]
Während der Olympischen Spiele 2010 äußersten sich zwei kanadische Kommentatoren kritisch über Weirs effeminiertes und flamboyantes Verhalten und zeigten sich in Sorge darüber, es könne dem Ansehen des Herreneiskunstlaufes schaden. Weir zeigte sich verärgert über die Kommentare.[12]
Anfang 2011 veröffentlichte Weir seine Autobiografie Welcome to my World. Im Dezember 2010 gab es das Lied Dirty Love (Autor: Lucian Piane) schon auf seiner Website zu hören. Gleichzeitig mit dem Buch ist das Lied auch in den Online-Shops erhältlich. Es belegte kurz darauf Platz eins in den Verkaufscharts der japanischen Amazon-Website und Platz 22 in den iTunes Japan Dance charts.[13][14]
Weirs sexuelle Orientierung war lange Zeit Gegenstand medialer Spekulationen. Weir antwortete auf dergleichen Fragen oft mit „…es ist nicht Teil meines Sports und es ist privat. Ich kann schlafen mit wem ich mir aussuche und es beeinflusst nicht, was ich auf dem Eis tue.[15] In seiner Autobiografie Welcome to my World, in der er sich schließlich als homosexuell bekannte, nannte er als Grund dafür die vermehrten Suizide junger Homosexueller: „Angesichts von Menschen, die sich selbst umbringen und verängstigt ihre Homosexualität verbergen, hoffe ich, dass wenigstens ein Mensch Kraft aus meiner Geschichte ziehen kann.“[16][17][18]
Johnny Weir heiratete am Silvesterabend 2011 seinen Lebensgefährten Viktor Voronov, einen US-amerikanischen Rechtsanwalt russischer Herkunft.[19]
| Meisterschaft / Jahr | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Olympische Winterspiele | 5. | 6. | ||||||||
| Weltmeisterschaften | 5. | 4. | 7. | 8. | 3. | |||||
| Vier-Kontinente-Meisterschaften | 4. | |||||||||
| Juniorenweltmeisterschaften | 1. | |||||||||
| US-amerikanische Meisterschaften | 6. | 5. | Z | 1. | 1. | 1. | 3. | 2. | 5. | 3. |
| - | ||||||||||
| Grand-Prix-Wettbewerb / Saison | 00/01 | 01/02 | 02/03 | 03/04 | 04/05 | 05/06 | 06/07 | 07/08 | 08/09 | 09/10 |
| Grand-Prix-Finale | Z | Z | 4. | 3. | 3. | |||||
| Skate America | 2. | |||||||||
| Skate Canada | 7. | 7. | 3. | |||||||
| Cup of Russia | Z | 2. | 3. | 2. | 1. | 4. | ||||
| Trophée Eric Bompard | 4. | 1. | ||||||||
| NHK Trophy | Z | 1. | 2. | 2. | ||||||
| Cup of China | 1. |
1976: Mark Cockerell | 1977: Daniel Beland | 1978: Dennis Coi | 1979: Witali Jegorow | 1980: Alexander Fadejew | 1981: Paul Wylie | 1982: Scott Williams | 1983: Christopher Bowman | 1984: Wiktor Petrenko | 1985: Erik Larson | 1986: Wladimir Petrenko | 1987: Rudy Galindo | 1988: Todd Eldredge | 1989: Wjatscheslaw Sagorodnjuk | 1990: Igor Paschkewitsch | 1991: Wassili Jeremenko | 1992: Dmitri Dmitrenko | 1993: Jewgeni Pliuta | 1994: Michael Weiss | 1995: Ilja Kulik | 1996: Alexei Jagudin | 1997: Jewgeni Pljuschtschenko | 1998: Derrick Delmore | 1999: Ilja Klimkin | 2000: Stefan Lindeman | 2001: Johnny Weir | 2002: Daisuke Takahashi | 2003: Alexander Schubin | 2004: Andrei Grjasew | 2005: Nobunari Oda | 2006: Takahiko Kozuka | 2007: Stephen Carriere | 2008–2009: Adam Rippon | 2010: Yuzuru Hanyū | 2011: Andrei Rogozine | 2012: Yan Han
1914: Norman Scott | 1918: Nathaniel Niles | 1920–1924: Sherwin Badger | 1925: Nathaniel Niles | 1926: Chris Christenson | 1927: Nathaniel Niles | 1928–1934: Roger Turner | 1935–1939: Robin Lee | 1940–1941: Eugene Turner | 1942: Bobby Specht | 1943: Arthur Vaughn | 1946–1952: Richard Button | 1953–1956: Hayes Alan Jenkins | 1957–1960: David Jenkins | 1961: Bradley Lord | 1962: Monty Hoyt | 1963: Thomas Litz | 1964: Scott Allen | 1965: Gary Visconti | 1966: Scott Allen | 1967: Gary Visconti | 1968–1970: Tim Wood | 1971: John Misha Petkevich | 1972: Kenneth Shelley | 1973–1975: Gordon McKellen | 1976: Terry Kubicka | 1977–1980: Charles Tickner | 1981–1984: Scott Hamilton | 1985–1988: Brian Boitano | 1989: Christopher Bowman | 1990–1991: Todd Eldredge | 1992: Christopher Bowman | 1993–1994: Scott Davis | 1995: Todd Eldredge | 1996: Rudy Galindo | 1997–1998: Todd Eldredge | 1999–2000: Michael Weiss | 2001: Timothy Goebel | 2002: Todd Eldredge | 2003: Michael Weiss | 2004–2006: Johnny Weir | 2007–2008: Evan Lysacek | 2009–2010: Jeremy Abbott | 2011: Ryan Bradley | 2012: Jeremy Abbott
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Weir, Johnny |
| ALTERNATIVNAMEN | Weir, John Garvin |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Eiskunstläufer |
| GEBURTSDATUM | 2. Juli 1984 |
| GEBURTSORT | Coatesville, Pennsylvania, Vereinigte Staaten |