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Kannibalismus (n.)

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Kannibalismus (n.)


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Wikipedia

Kannibalismus

                   
  Leonhard Kern: Menschenfresserin, Elfenbeinskulptur, um 1650
  Angebliche Verbreitung des Kannibalismus im späten 19. Jahrhundert

Als Kannibalismus wird das Verzehren von Artgenossen oder Teilen derselben bezeichnet. Insbesondere versteht man darunter den Verzehr von Menschenfleisch durch Menschen (Anthropophagie). In fast allen menschlichen Gesellschaften ist Kannibalismus mit einem Nahrungstabu belegt.

In der Astronomie bedeutet der Begriff das „Verschlucken“ kleiner Galaxien durch größere. Ebenfalls übertragen wurde der Begriff auf die Fertigungssteuerung: Hier bezeichnet er (allerdings nicht normgerecht) den Ausbau von Teilen aus bereits montierten Baugruppen oder Produkten mit dem Ziel, die so „kannibalisierten“ Teile in andere Baugruppen einzubauen, die schneller fertig werden müssen. In der Wirtschaft gibt es den sinnverwandten Begriff der Kannibalisierung.

Inhaltsverzeichnis

  Allgemeines

Verwendet wird der Begriff in der Archäologie, der Ethnologie, Völkerkunde, der Zoologie und der Psychiatrie, die den Kannibalismus als Paraphilie bzw. Fetischismus einordnet. Außerdem gibt es den veralteten Begriff Anthropophagie.

Christian Spiel unterscheidet in seinem Buch „Menschen essen Menschen – Die Welt der Kannibalen“ zwischen dem mythisch begründeten Kannibalismus (in Weltschöpfungsmythen geschilderte Weltschöpfung durch Kannibalismus), dem religiösen (Körperteil als direkte Opfergabe an die Götter wie beispielsweise das Herz bei den Azteken für den Sonnengott, damit die Sonne jeden Tag neu ihren Lauf über den Himmel ausführen könne, der rohe Leichenrest für die Menschen als Omophagie), dem rituellen (als Form der Bestattung im Menschen: den Geopferten oder den Verstorbenen in sich aufnehmen und so seine Wiederkehr verhindern), dem Pietätskannibalismus (den Verwandten, sei es ein Vorfahre oder ein eigenes Kind, aus Respekt, Liebe oder Trauer würdevoll ehren, aber auch sicher verwahren), dem Angst-Kannibalismus (den getöteten Feind am sichersten denkbaren Ort, in sich selbst, verwahren und so seine Wiederkehr verhindern), dem magischen Kannibalismus (Vorstellung, dass Eigenschaften wie Kraft und Mut vom Opfer durch Verzehren auf den Esser übergehen), dem justiziellen oder Gerichts-Kannibalismus (das Verspeisen von Verurteilten oder das Trinken ihres Blutes) und dem Kannibalismus zu Ernährungszwecken in extremen Notlagen. Nicht in den Blick genommen hat er den in Europa weit verbreitet gewesenen medizinischen Kannibalismus, bei dem man z. B. glaubte, die vom Schöpfer dem jeweiligen Individuum zugemessene Lebenskraft nutzen zu können, wenn das Individuum vorzeitig, bevor Gott das an sich gewollt habe, getötet wurde. Regelmäßig versuchten deshalb Menschen mit Krankheiten, Körperteile eines Erhängten oder zu Tode strangulierten oder das Blut eines gerade auf einem Schafott Hingerichteten in Bechern oder mit Tüchern aufzufangen, um es zu sich zu nehmen, weil man z.B. glaubte, dass solches Blut gegen Epilepsie helfen würde, da die Gesundheit des Enthaupteten in den eigenen Körper übergehen würde. Aus dem 17. Jahrhundert ist ein Rezept des deutschen Pharmakologen Johann Schröder überliefert, das die Zubereitung von menschlichem Muskelfleisch beschreibt. Sowohl das Fett, das als Trägermedium für übernatürliche Kräfte und Fähigkeiten angesehen wurde ("Armensünderfett"/"Armsünderschmalz"), als auch das Fleisch "armer Sünder" ("Schelmenfleisch", "Armsünderherz") und sehr gerne auch – nach vorangegangener Ermordung der Mütter – das ungeborener und ungetauft gestorbener Kinder wurde vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert zu allerlei magischen Rezepturen nicht nur gegen Gicht, Arthrose und andere Gebrechen, sondern auch gegen Krankheiten, für deren Entstehung das verhängnisvolle Wirken von Dämonen als ursächlich angenommen wurde, weiterverarbeitet. Wer von einer im Gehirn angesiedelten Krankheit wie z.B. Schwindel und Epilepsie geplagt wurde, erhielt Hirnpräparate, die nicht nur von Tieren stammten. Berühmt waren "des Königs Tropfen" des britischen Königs Karl II., der 6.000 Pfund für ein Rezept zur Verflüssigung menschlichen Hirns gezahlt hatte. Das daraus resultierende Destillat applizierte der Regent sich fast täglich. Gelehrte und Adlige, aber auch einfache Leute schworen auf die Heilkraft des Todes. Daneben wurden Körperteile von Hingerichteten und anderen Leichen pulverisiert und zu dann angebotener »Medizin« verarbeitet von approbierten, teilweise promovierten Ärzten verordnet und in Apotheken angeboten. Noch in den 1870er Jahren - z. B. 1879 in Berlin und somit nach Schaffung des jetzt noch gültigen (Reichs-)Strafgesetzbuchs StGB - kam es in Norddeutschland zu Grabschändungen, indem Täter den Leichen Fleischstücke oder Blut entnahmen, um damit Kranke zu kräftigen.

  Etymologie

Das Wort „Kannibalismus“ geht auf die Kariben, die Ureinwohner der Westindischen Inseln, zurück. Als Kolumbus auf seiner ersten Reise vor der Insel Hispaniola ankerte, notierte er in seinem Logbuch am 23. November 1492, dass die Einwohner dieser Insel in steter Furcht vor den „Caniba“ oder „Canima“ lebten, den angeblich einäugigen, hundsgesichtigen und menschenfressenden Einwohnern der Nachbarinsel Bohío. Kolumbus stellte in seinem Logbucheintrag vom 12. Dezember selbst etymologische Betrachtungen über dieses monströse Volk an und mutmaßte, dass es sich bei ihm wohl um die Untertanen des Gran Can handeln müsse, also des „Großen Khans“, des Herrschers über das fernöstliche Reich, das zu erreichen er aufgebrochen war.

Was Kolumbus als Caniba oder Canima vernahm, war die Eigenbezeichnung dieses Indianervolks, die ursprünglich soviel wie „tapfer“ bedeutete (vgl. Tupi caryba, „Held“); da in ihrer Sprache die Laute l, n und r als Allophone variieren, ist es durchaus möglich, dass Kolumbus das Gehörte recht lautgetreu wiedergab. Während sich die Bedeutung der Variante caribe bzw caribal im spanischen Sprachgebrauch zur Bezeichnung der Bewohner der Küsten der Karibik verengte, erlangte canibal die Bedeutung „Menschenfresser“ und verbreitete sich so in viele europäische Sprachen; im Deutschen ist es 1508 erstmals bezeugt.

Da man in der vorwissenschaftlichen Ethnologie der Antike und des Mittelalters fest davon überzeugt war, dass am Rand der bekannten Welt anthropophagische (Menschen fressende) und halbmenschliche Völker lebten, konnte die Literatur des 16. Jahrhunderts in den karibischen Canibales eine besonders aktuelle und real scheinende Verkörperung dieser alten Idee entdecken. Der Name wurde zum Begriff; als solcher verbreitete er sich sehr schnell und wurde zum Synonym für den zuvor üblichen griechischen Begriff Anthropophage.

Im heutigen Deutsch wird die Bezeichnung Menschenfresser vor allem für Märchen- und Sagenfiguren oder -völker gebraucht, Kannibalismus dagegen für bezeugte oder zumindest für möglich gehaltene Vorkommnisse.

  Kannibalismus im Tierreich

  Ein Teichfrosch verschlingt einen kleineren Artgenossen – wie bei Amphibien üblich, wird die Beute bei lebendigem Leib und im Ganzen verschluckt.

Beim Kannibalismus in der Zoologie wird unterschieden zwischen aktivem und passivem Kannibalismus. Ein aktiver Kannibale jagt und tötet Artgenossen, bevor er sie frisst, während ein passiver Kannibale nur bereits tote Artgenossen verspeist. Letztere sind häufig Raubtiere, Allesfresser wie unter anderen Krähen und Möwen oder Aasfresser wie verschiedene Arten von Krabben im Meer oder auch viele Schnecken.

  • Aktiver Kannibalismus ist sehr häufig unter Fischen zu beobachten. Es wird geschätzt, dass bis zu 90 Prozent aller jungen Hechte von größeren Artgenossen gefressen werden. Ähnliches gilt für den Flussbarsch sowie viele andere Raubfische. Der Barsch kann auf diese Weise in Gewässern überleben, in die er als einzige Fischart gelangt ist (er frisst einen Teil seiner Jungen, die sich von Wirbellosen ernähren); vgl. auch Seesaibling.
  • Männliche Alligatoren, Warane und Schlangen töten häufig Artgenossen, denen sie überlegen sind, und fressen diese. So stellen bei solchen Arten besonders die ausgewachsenen Männchen eine große Gefahr für Jungtiere dar, die sich deswegen bis zum Erreichen einer bestimmten Körpergröße verstecken müssen.
  • Beim intrauterinen Kannibalismus, der bei einigen ovoviviparen Haien vorkommt, fressen die Embryonen noch im Mutterleib andere (meist) unbefruchtete Eier (Oophagie). Im Falle der Tigerhaie und anderer großer Hochseehaie fressen die Jungtiere sogar andere Föten, so dass vom gesamten Wurf lediglich zwei Jungtiere geboren werden, da das Muttertier zwei getrennte Gebärmütter hat (Adelphophagie).
  • Bei Mäusen und Ratten kann Kannibalismus ebenfalls auftreten. Bei starker Zunahme der Populationsdichte werden häufig Jungtiere von stark gestressten Erwachsenen getötet und gefressen. Dieses Phänomen tritt auch bei der Massentierhaltung auf. Hier fressen Schweine einander die Schwänze oder Ohren ab, Hühner verletzen oder töten einander durch Anpicken.
  • Besondere Aufmerksamkeit wurde von Verhaltensbiologen dem Infantizid bei Löwen gewidmet, nachdem wiederholt im Freiland beobachtet worden war, dass ein neu in ein Rudel kommender Löwe die dort bereits vorhandenen Jungtiere tötet. Im Ergebnis kann sich der neue Rudelführer relativ rasch mit den Löwinnen seines neuen Rudels verpaaren und eigene Nachkommen zeugen. Auch bei der Hauskatze ist ein vergleichbares Verhalten häufig, hierbei ist es jedoch die Katzenmutter, die ihren Nachwuchs tötet. Dieses als Infantizid bezeichnete Phänomen taucht auch bei verschiedenen Primaten auf, so bei Mantelpavianen und bei Hulmanen, eventuell auch bei Schimpansen.
  • Insbesondere bei den echten Webspinnen wurden ausgefeilte Verhaltensweisen und Duftstoffe und Sinne entwickelt, die eine Unterscheidung zwischen Artgenossen und Beute ermöglichen. Zuweilen werden trotzdem unvorsichtige Artgenossen als Beute verzehrt. Schwierig wird das bei der Paarung. Die Männchen versuchen, ihre Partnerin zu überraschen, zu umwerben oder durch Fesseln oder „Brautgeschenke“ (Raubspinnen) ruhigzustellen. Nicht immer klappen diese Methoden, und so werden die Spinnenmännchen manchmal noch vor oder während der Paarung zu einer Beute des Weibchens. (Das andere Extrem bilden soziale Spinnen: Baldachinspinnen leben als Paar noch nach der Paarung zusammen; andere Spinnenarten bilden Kolonien mit Aufgabenteilung, gemeinsamer Brutpflege, Aufzucht und Beutefang (Semisozialität)).
  • Bei Gottesanbeterinnen (Mantodea) passiert es regelmäßig, dass das Weibchen das kleinere Männchen während der Paarung zu verspeisen beginnt.

  Kannibalismus in Ethnologie und Geschichte

Hier wurde besonders die Karhof-Höhle im Hönnetal Gegenstand der Untersuchung. Die gemachten Funde lassen sich auf die Zeit 1000–700 v. Chr. datieren, aber auch weitaus ältere Funde weisen auf vermutlich kannibalistische Praktiken hin, die auf dem Gebiet des heutigen Deutschland vor allem von Neandertalern praktiziert worden sein sollen. Für verschiedene spätere Kulturen liegen ebenfalls Funde und Quellen vor, zum Beispiel China.

Als archäologische Kriterien für Kannibalismus gelten Knochenzertrümmerungen, Hack- und Schnittspuren, Längsspaltung der Röhrenknochen zur Mark- und Öffnung des Schädels zur Gehirnentnahme sowie Feuereinwirkung, die in gleicher oder ähnlicher Weise auch an Tierknochen vorkommen und auf die gleiche Behandlung von Mensch und Tier schließen lassen.[1]

  Kannibalen in Südamerika, Illustration zu einem Reisebericht von Hans Staden (1557)

  Vor- und Frühgeschichte

Bereits rund 800.000 Jahre alte Knochenfunde von Neandertaler-Vorfahren der Art Homo erectus wurden als Beweis für kannibalistische Praktiken interpretiert, was anhand von aus dem Jahr 1997 aus Atapuerca (nahe Burgos, Nordspanien) geltend gemacht wird.[2]

In Bilzingsleben (Thüringen) wurde ein etwa 300.000 Jahre altes Pflaster-Halbrund gefunden, das als Ritualplatz gedient haben könnte. Reste von zertrümmerten Schädeln des Frühmenschen Homo erectus wurden vom Ausgräber D. Mania als Beweise einer Gehirnentnahme interpretiert (funeraler Kannibalismus). In dieselbe Zeit fällt die Tötung einer Frau in Steinheim an der Murr (Baden-Württemberg). Diesem so genannten „Steinheim-Menschen“ sei der Schädel eingeschlagen und vom Hals abgetrennt worden. Eine Untersuchung mit mikroskopischen Methoden im Jahr 1999 kommt zu dem Schluss, dass es sich nicht um menschliche Einwirkungen handle.[3][4]

In der Halbhöhle von Krapina nördlich von Zagreb (Kroatien) barg man von 1899 bis 1905 zerschlagene und teilweise angebrannte Knochenreste von mindestens 24 Neandertalern, was als „ritueller Kannibalismus“ gewertet wurde.[5][6] Dem wird entgegengehalten, dass die vermeintlich authentischen Schnittspuren an den Schädeln als Kratzer zum Teil erst nach der Konservierung entstanden sein können.[7] In einer Höhle im Hortus-Massiv (Südfrankreich) wurden Reste von maximal 36 Menschen gefunden, deren Knochen allesamt zerbrochen waren und die inmitten von Mahlzeit- und Tierresten lagen.[8] Auch Schnittspuren an einem Unterkiefer mit Neandertalermerkmalen aus der Höhle von Les Rois (bei Mouthiers-sur-Boëme) werden als möglicher Beleg für Kannibalismus gewertet, der von Cro-Magnon-Menschen des Aurignacien praktiziert worden sein soll.[9]

Aus der jungsteinzeitlichen Bandkeramischen Kultur stammen die Funde aus der Jungfernhöhle von Tiefenellern bei Bamberg in Franken mit Schnittspuren, die als Zeichen von Kannibalismus interpretiert wurden. Die Art der Niederlegung wird heute jedoch als Sekundärbestattung gewertet.[10] Weitere Fundorte sind die Höhle Hanseles Hohl im Alb-Donau-Kreis, Ober-Hörgern im Wetteraukreis und Zauschwitz (Kreis Borna). An diesen Orten haben Angehörige der Bandkeramischen Kultur angeblich Opfer dargebracht. Um den Fundplatz Herxheim wird die neueste Kontroverse um Kannibalismus am Ende der Bandkeramik geführt.[11][12] Wenngleich sich die Projektleiterin bezüglich Kannibalismus relativierend äußert,[13] ist eine Interpretation als Sekundärbestattung hier unwahrscheinlich und eine direkte Verbindung von Tötung und Filetierung der Individuen wahrscheinlich.

Die Höhle von Fontbrégoua[14] ist einer der wenigen westeuropäischen Plätze, an denen Jean Courtin Kannibalismus der Cardial- oder Impressokultur, anhand der Schnittspuren auf dem Skelettmaterial und der Mark- bzw. Gehirnentnahme, nachweisen will.

Als Fundstätten aus der Eisenzeit werden die Honert-, die Karhof-, die Leichen- und die Große Burghöhle im Hönnetal genannt. Der Grabungsbericht von Emil Carthaus aus dem Jahr 1891 galt lange als verschollen und wurde erst 1990 im Museum für Kunst- und Kulturgeschichte Dortmund wiedergefunden.

  Antike

Herodot (III, 38) berichtete von einem indischen Volksstamm der Kallatier, bei denen die Leichen der Eltern aufgegessen wurden. Der römische Dichter Juvenal beschreibt in seiner 15. Satire einen ägyptischen Fall von Kannibalismus.

  Mittelalter und Neuzeit

  Kannibalismus wurde durch Kreuzritter während der Belagerung von Maarat an-Numan verübt

Durch Klimaverschlechterung in Mitteleuropa wird zum extremen Hungerjahr 784 von vereinzelten Fällen von Kannibalismus berichtet.[15] Während des Massakers von Maarat an-Numan im Jahr 1098 kam es aufgrund einer Hungersnot zu Kannibalismus durch christliche Kreuzritter an der einheimischen muslimischen Bevölkerung.

Brandspuren an Knochen der Anasazi-Indianer aus präkolumbischer Zeit werden als Hinweis auf Kannibalismus gedeutet.[16] Möglicherweise stammen die Spuren aber von Hinrichtungsritualen, die Diskussion darüber wird kontrovers geführt. Im Jahre 1150 n. Chr. wurden nach Überzeugung des Forschers R. Marlar in Colorado von den Anasazi Feinde getötet und verzehrt. Das Fleisch der Bewohner „dreier Erdhäuser“ wurde in Töpfen gegart, deren Scherben man in einer Erdgrube fand. Mit über 1000 Schnittspuren versehene Knochen von mindestens sieben Menschen beiderlei Geschlechts blieben auf dem Hüttenboden zurück. Bevor einer der Täter den Platz verließ, verrichtete er in der Feuerstelle seine Notdurft. Die Menschenfleischspuren konnte R. Marlar mit biochemischen Methoden an den Scherben und in den Exkrementen nachweisen. „Es fand sich auch Myoglobin, ein Eiweißstoff, der für die Sauerstoffspeicherung in den Muskeln zuständig ist. Diesen Stoff entdeckte er im getrockneten Kot, den er in Größe und Form als mit menschlicher Provenienz übereinstimmend befand. „Myoglobin kommt im Skelett und Herzmuskelgewebe, nicht aber im Verdauungstrakt vor. Wenn es in Exkrementen gefunden wird, kann es nur von Menschenfleisch stammen, das gegessen wurde“, so Marlar.

Im 13. Jahrhundert soll in Ägypten - so Alexander von Humboldt, der Abd-Al-Latif zitiert - die Sucht, Menschenfleisch zu essen, unter allen Ständen um sich gegriffen haben. Der arabische Arzt erzählt, „wie eine Sitte, die Anfangs Abscheu und Entsetzen einflößte, bald gar nicht mehr auffiel. … Es kamen verschiedene Zubereitungsarten des Fleisches auf, und da der Brauch einmal bestand, verbreitete er sich auch über die Provinzen, so daß aller Orten in Egypten Fälle vorkamen.“[17]

Noch in historischer Zeit war der Kannibalismus angeblich bei den Niam-Niam am Tschadsee und den Batak auf Sumatra verbreitet.

Noch Anfang des 19. Jahrhunderts zitierte Alexander von Humboldt Augenzeugen im venezolanischen Regenwald, die von gelegentlichem Kannibalismus bei den Eingeborenen berichteten:

„In Mandavaca fanden wir den guten alten Missionär … Er sprach uns von seiner Verlassenheit, und wie er sich in der traurigen Nothwendigkeit sehe, in den beiden Missionen Mandavaca und Vasiva häufig die abscheulichsten Verbrechen straflos zu lassen. Vor wenigen Jahren hatte im letzteren Ort ein indianischer Alcade eines seiner Weiber verzehrt, die er in seinen Conuco hinausgenommen und gut genährt hatte, um sie fett zu machen. Wenn die Völker in Guyana Menschenfleisch essen, so werden sie nie durch Mangel oder durch gottesdienstlichen Aberglauben dazu getrieben, wie die Menschen auf den Südseeinseln; es beruht meist auf Rachsucht des Siegers und — wie die Missionäre sagen — auf »Verirrung des Appetits.« Der Sieg über eine feindliche Horde wird durch ein Mahl gefeiert, wobei der Leichnam eines Gefangenen zum Theil verzehrt wird. Ein andermal überfällt man bei Nacht eine wehrlose Familie oder tödtet einen Feind, auf den man zufällig im Walde stößt, mit einem vergifteten Pfeil. Der Leichnam wird zerstückt und als Trophäe nach Hause getragen.“

A. v. Humboldt : Reise in die Aequinoctialregionen des neuen Continents.

An Karl Ludwig Willdenow schreibt er 1801: „Ueberall, überall im freien Südamerika (ich rede von dem Theile südlich von den Katarakten des Orenoco, wo ausser fünf bis sechs Franciscanermönchen kein Christenmensch vor uns eindrang) fanden wir in den Hütten die entsetzlichen Spuren des Menschenfressens!!“ [18]

Von rituellem Kannibalismus wird zumindest bis zur späten Mitte des 20. Jahrhunderts beim Volk der Korowai-Waldnomaden in der Provinz Papua im indonesischen, südöstlichen Teil West-Papuas auf der Insel Neuguinea berichtet. Der dämonischen Hexerei verfallene Personen (khakhua) begegnete man durch deren Tötung. Mit gezieltem Herzschuss (Pfeil & Bogen) werden sie getötet, sodann ausgeweidet, zerlegt und in Bananenblättern verzehrfertig gemacht.[19]

  Medizinischer Kannibalismus

Im alten Rom wurde frisches Gladiatorenblut gegen Epilepsie gereicht.[20]

Ähnlich beschreibt die amerikanische Anthropologin Beth A. Conklin[21] unter Berufung auf die 1896 erschienene Veröffentlichung von Mabel Peacock[22] folgendes: „In Denmark, epileptics were reported to "stand around the scaffold in crowds, cup in hand, ready to quaff the red blood as it flows from the still quavering body.“ - oder auf Deutsch; Epileptiker mit einer Tasse in der Hand sich um das Schafott drängten, bereit, das aus dem noch zitternden Körper quellende Blut herunterzustürzen.
Neueren medizinhistorischen Forschungen der Kulturhistorikerin Anna Bergmann (2004) und des britischen Medizinhistoriker Richard Sugg (2006)[20] zufolge gab es in Europa bis ins 18. Jahrhundert hinein einen weit verbreiteten „medizinischen Kannibalismus“. Körperteile von Hingerichteten sowie deren Blut wurden vom Henker an das Volk und an Pharmakologen verkauft und dann für „medizinische“ Zwecke genutzt. Das Fett („Armensünderfett“) und das Fleisch („Schelmenfleisch“) der „armen Sünder“ wurden zu allerlei magischen Ingredienzien weiterverarbeitet, die man teilweise schluckte, teilweise sich als Salben ins Gesicht und auf den Körper schmierte. Aus dem 17. Jahrhundert ist z.B. ein Rezept des deutschen Pharmakologen Johann Schröder überliefert, das die Zubereitung von menschlichem Muskelfleisch beschreibt. Der britische König Karl II. soll täglich ein Destillat aus menschlichen Hirnen („des Königs Tropfen“) zu sich genommen haben. Diese Form der magischen Medizin beruhte auf der Vorstellung von Einheit von Körper und Seele sowie dem Glauben, dass die Inkorporierung von Teilen eines geläuterten Sünders heilende Wirkung habe.[23][24]

Seit dem Mittelalter wurden auch pulversierte ägyptische Mumien unter der Bezeichnung Mumia als Heilmittel betrachtet und in europäischen Apotheken verkauft. Dahinter stand die Annahme, dass der gute Erhaltungszustand der einbalsamierten Körper ein Zeichen für darin enthaltene besondere Heilkräfte sei. Seit dem 16. Jahrhundert gilt die Mumia, die aus Körperteilen von Hingerichteten hergestellt wird, als besonders wirkungsvoll. Es gab jahrhundertelang bis in die 1920er Jahre hinein einen ausgedehnten Handel mit echten und gefälschten Mumien. Aus dem Pulver wurden Tinkturen und Salben hergestellt, die innerlich oder äußerlich angewendet bei diversen Beschwerden und Krankheiten helfen sollten. Seit dem 19. Jahrhundert fand Mumia aber fast nur noch in der Tiermedizin Verwendung.[25]

  Tradition, Ritual und Religion

Der rituelle (d. h. symbolische) Verzehr von Menschenfleisch, teilweise als Menschenopfer, wurde von verschiedenen Kulturen ausgeübt. Dabei waren es vor allem die Körper oder Teile besiegter Feinde, welche die Kannibalen und Kopfjäger verzehrten, um ihre Kräfte zu erlangen. Einige Völker aßen jedoch vornehmlich die Gehirne von Verwandten und Freunden. Alle diese Verhaltensweisen dienten nicht dem normalen Nahrungserwerb. Sie hatten eher religiöse, rituelle und psychologische Hintergründe, die Verzehrenden wollten Eigenschaften der Toten wie Stärke oder Intelligenz mit der Mahlzeit aufnehmen. Deshalb wurden auch Körperteile bevorzugt, bei denen der Sitz der Zauberkraft der Seele vermutet wurde, wie beispielsweise Gehirne und Herzen. Im Umgang mit verstorbenen Angehörigen dient die Aufnahme in den Körper der Lebenden dem Erhalt der Seele des Verstorbenen.

  Endokannibalismus und Exokannibalismus

Endokannibalismus bezeichnet den Verzehr eigener Stammesangehöriger, meist aus religiösen Gründen; Exokannibalismus das Essen von (besiegten) Feinden oder Verstoßenen des eigenen Stammes. Die Ethnologin Beth Conklin von der Vanderbilt University in Tennessee beschrieb in ihrem Buch Consuming Grief den im brasilianischen Urwald lebenden Stamm der Wari', die sowohl Endo- als auch Exokannibalismus praktizierten. Beim Verzehr von Feinden wurde dem Opfer keinerlei Respekt entgegengebracht und sein Körper wie der eines erlegten Tieres behandelt (Dominanzverhalten). Eigene Stammesangehörige hingegen wurden respektvoll in aufwändigen Bestattungszeremonien gegessen, um eine Beschmutzung des Körpers des Toten durch die Berührung mit der als unrein geltenden Erde zu vermeiden.[26]

  Beispiele

  Foto eines „gefangenen Menschenfressers“ in der Zeitschrift Die Woche 1913
  • Am 21. Juli 1867 soll der englische Missionar Thomas Baker in dem Dorf Nabutautau, das zu Fidschi gehört, auf Grund einer Tabuverletzung verspeist worden sein. Denn es gilt auf den Fidschi-Inseln als Beleidigung, wenn man die Haare eines anderen berührt. Die Bewohner der Insel entschuldigten sich bei den Nachfahren Bakers im Jahr 2003 in feierlicher Form.[27]
  • Im Opferkult der Azteken sollen in religiösen Schlachtfesten von 1325 bis 1519 (Beginn der spanischen Eroberung) jeweils bis zu 14.000 Opfer verspeist worden sein. Dazu zählten oft Tausende von Kriegsgefangenen aus gegnerischen Stämmen. Das Herz ging dabei für die Verwendung in Feuer-Ritualen an die Priester, die Schädel wurden in einem Tzompantli aufgereiht. Der Rest des Körpers ging an die Familie des Kriegers, der das Opfer gefangen hatte, wurde gegart und leicht gesalzen zu gekochtem Mais gegessen. Bernal Díaz del Castillo fand allein in der Stadt Xocotlan über 100.000 als Reliquien aufbewahrte Schädel.[28] In Zultepec fanden Archäologen die Beweise, dass an diesem Ort 550 Menschen aus dem Tross des Pánfilo de Narváez geopfert und zum Teil verspeist wurden.
  • James Cook wurde auf seiner zweiten Südseereise auf Neuseeland gemeinsam mit der gesamten Schiffsmannschaft (u. a. den Naturwissenschaftlern Georg u. Johann Reinhold Forster, dem Bordastronom William Wales und dem dritten Leutnant Richard Pickersgill) Augenzeuge für den Kannibalismus der Maori. Ein Maori war bei einer Stammesfehde erschlagen worden und die Sieger hatten den Körper zerstückelt und teilweise verzehrt. Cooks dritter Offizier Richard Pickersgill kaufte einem Maori den Kopf ab und nahm ihn mit an Bord des Schiffes Resolution. Am Nachmittag kamen einige der siegreichen Maori an Bord. „So bald sie des Kopfes ansichtig wurden, bezeugten sie ein großes Verlangen nach demselben, und gaben durch Zeichen zu verstehen, dass das Fleisch von vortrefflichem Geschmack sey.“ Pickersgill „… erbot sich ihnen ein Stück von der Backe mitzutheilen (…) sie wolltens aber nicht roh essen, sondern verlangten es gar gemacht zu haben. Man ließ es also in unsrer aller Gegenwart ein wenig über dem Feuer braten, und kaum war dies geschehen, so verschlungen es die Neu-Seeländer vor unsern Augen mit der größten Gierigkeit.[29] Die Begebenheit ist in mehreren privaten Bordtagebüchern der Reiseteilnehmer Cooks dokumentiert.[30] Der Naturwissenschaftler Georg Forster vermutete „Wut und Rachsucht“ als Ursache des Kannibalismus, während der Bordastronom William Wales meinte, dass die Maori Menschenfleisch „wegen des Geschmacks“ mochten. Einig waren sich die Beobachter, dass der Kannibalismus keinesfalls durch Hunger oder Mangel an Fleisch verursacht war.
  • In Papua-Neuguinea soll für den Stamm der Fore belegt sein, dass sie das Fleisch der verstorbenen Angehörigen aus rituellen Gründen essen. Darauf soll auch die Ausbreitung der Kuru-Krankheit zurückzuführen sein. Dies wird allerdings von manchen Autoren in Frage gestellt.[31]
  • Die im Amazonas ansässigen Yanomami rühren die Asche ihrer Verstorbenen während einer Zeremonie in einen Bananenbrei, welcher dann verzehrt wird. Aschekonsum (besonders Knochenaschetrinken) ist eine glaubhaft belegte Form von sozial akzeptiertem Kannibalismus.
  • Der Afrikareisende Emil Zimmermann beschreibt 1913 die Begegnung mit einem inhaftierten Kannibalen in Basongo (Französisch-, zuvor Belgisch-Kongo; siehe Foto): „Im Gefängnis der Station sah ich einen Chef der Bashilele,[32] der an der Spitze von 300 Mann den Belgiern viel zu schaffen gemacht hat. Er hat zwei Weiße getötet und gefressen; dafür liegt er dauernd im Gefängnis. Die Menschenfresserei ist hier noch sehr im Schwang; vor kurzer Zeit wurden bei einem Holzposten fünf Arbeiter getötet und gefressen.“[33]

  China

In China haben sich bis in die heutige Zeit spezielle Bestattungsrituale und ein Ahnenkult erhalten, die wesentliche Bestandteile der chinesischen Kultur sind. Den Verstorbenen werden vor ihrer Beerdigung von den leiblichen Verwandten Opferspeisen dargebracht, die heute vor allem aus Reisgerichten bestehen. Die Quellen belegen jedoch, dass früher auch Menschenopfer üblich waren, die dann auch rituell verspeist wurden. „Über die Länge der chinesischen Geschichte hinweg lässt sich bei den Opferspeisen eine Entwicklung ablesen. Sie reicht vom Menschenopfer zum Tieropfer und schließlich zum vegetarischen Opfer. (…) Das Opfern von Menschen bedeutete zugleich das Verspeisen von Menschen.“[34] Geopfert wurden vor allem Kriegsgefangene, die zu Barbaren erklärt und dadurch auf eine Stufe mit Tieren gestellt wurden, also mit jagbarem Wild. „Möglicherweise wurden manche Kriegszüge nur deswegen durchgeführt, weil man Menschen als Opfer für die Ahnen benötigte.“[34] Durch Quellen belegt sind Menschenopfer für die Ahnen für die Shang-Dynastie und die Zhou-Dynastie.

Auch verhasste Feinde wurden mitunter als besondere Strafe und als Ausdruck des Triumphes im alten China verspeist, ebenfalls zu Ehren der eigenen Ahnen. „Als zum Beispiel Zhou, der letzte Herrscher der Shang-Dynastie, sich durch Vorwürfe zweier Herren in seiner Ehre getroffen fühlte, ließ er den einen zu Hackfleisch in Pökelsoße verarbeiten, den anderen kochen und ihn, gewürzt und in Scheiben geschnitten, servieren. Diese Speise opferte er unter Beachtung der Riten im Tempel seiner Ahnen.“[35] Im Jahr 756 nach westlicher Zeitrechnung soll ein Rebellenführer einen Gegner aufgegessen haben. Eine Quelle aus der Zeit der Song-Dynastie berichtet von Menschenopfern in der Provinz Hunan.[36] Obwohl Kannibalismus unter dem Einfluss des Buddhismus unüblich wurde, kam er Quellen zufolge auch in jüngster Vergangenheit noch vor, allerdings nicht mehr religiös motiviert. Der bekannte chinesische Schriftsteller Zheng Yi dokumentierte einige Fälle von Kannibalismus während der Zeit der Kulturrevolution in der Provinz Guangxi, wo angebliche Klassenfeinde zu Opfern wurden.[36]

„Kannibalismus gab es in historischer Zeit auch, wenn jemand eines natürlichen Todes in der Familie gestorben war. Hier diente der Kannibalismus zugleich dazu, die Knochen des Toten von der Verunreinigung durch das sich zersetzende Fleisch des Leichnams zu befreien. Der Leichnam wurde auf diese Weise rituell gereinigt. Dies geschah dadurch, dass der Nachfolger des Verstorbenen in der Familienhierarchie vom Fleisch des Verstorbenen aß oder eine davon bereitete Brühe trank. (…) Dieser innerhalb der Familie praktizierte Kannibalismus galt als eine Pflicht der Pietät gegenüber dem Verstorbenen.“[36]

  Forschungskontroverse

Hinweise auf Kannibalismus in der Literatur sowie auf Grund von archäologischen Funden werden von einigen Autoren scharf kritisiert oder als falsch angesehen, da der Vorwurf des Kannibalismus bis in die jüngste Vergangenheit in Europa als Vorwand für die Diskriminierung von indigenen Völkern und anderen Ethnien, früher oft als „Wilde“ oder „Barbaren“ bezeichnet, benutzt worden sei. Auch könnten Hinweise auf Kannibalismus durch die Archäologie nach ihrer Auffassung nicht eindeutig bestätigt werden. So wurden schon mehrmals Fehlinterpretationen aufgedeckt, indem nachgewiesen wurde, dass Kratzspuren, die zuerst als Anzeichen für Kannibalismus gedeutet wurden, von Tieren stammten. Das Fehlen von Organen könne auch von Begräbnisritualen herrühren, wenn z. B. wie im alten Ägypten während der Mumifizierung die inneren Organe entnommen wurden.

Die Kannibalismus-Zweifler stellen jedoch nicht die Mehrheitsmeinung innerhalb der wissenschaftlichen Forschung dar. Die modernen Untersuchungsmethoden der Archäologie haben ausreichend glaubhafte Belege für das Vorkommen von Kannibalismus in verschiedenen Kulturräumen erbracht. Ein Beispiel sind Funde einer Forschungsgruppe 1999 in einer Höhle in Moula-Guercy. Die gefundenen menschlichen Knochenreste wurden nach derselben Methode zerkleinert wie tierische. Wenig später konnte eine Gruppe von Medizinern unter der Leitung von Jennifer und Richard Marler in einer präkolumbianischen Siedlung der Anasazi im heutigen US-Bundesstaat Colorado in den gefundenen Kochtöpfen und Exkrementen Spuren von menschlichem Myoglobin nachweisen, die nur von der Nahrungsaufnahme menschlichen Fleisches stammen können.[37]

  Kannibalismus und Krankheitsübertragung

Die für die Rinderkrankheit BSE und die Scrapie der Schafe verantwortlichen Prionen werden durch den Verzehr befallener Organe übertragen. Dies ist auch der Fall bei der Krankheit Kuru, die bei dem Stamm der Fore in Papua-Neuguinea auftaucht und auf einen rituellen Kannibalismus zurückgeführt wird. Einige Autoren nennen auch andere Erklärungen.[31][38]

  Kannibalismus in Extremsituationen

  Das Floß der Medusa (Théodore Géricault, 1819)

Mitunter wurde bei Schiffbruch Kannibalismus praktiziert, um das eigene Leben zu erhalten, wenn auch nur wenige Fälle dokumentiert sind. Das Bild Das Floß der Medusa (1819) von Théodore Géricault behandelt dieses Thema.

Am 20. November 1820 sank im Pazifik der von einem wütenden Pottwal gerammte Walfänger Essex. Die überlebenden Matrosen konnten sich mit den kleinen Walfangbooten retten und trieben wochenlang im Pazifik. Den Strapazen nicht mehr gewachsen, begannen die Männer der Essex zu sterben. Die zwei ersten Toten bestatteten sie noch nach Seemannsart. Dann begannen die halb verhungerten Seeleute, ihre toten Kameraden zu verspeisen. Als auch das nicht mehr satt machte, zogen sie das Los. Ein anderer Walfänger fand schließlich die letzten zwei Überlebenden, „die Haut mit Geschwüren übersät, nagten die Schiffbrüchigen mit hohlwangigen Gesichtern an den Knochen ihrer toten Kameraden. Selbst als schon die Retter herbeieilten, wollten sie nicht von ihrem grausigen Mahl lassen.[39]

1822 flüchteten sieben Häftlinge und Alexander Pearce von der Strafkolonie Macquarie Harbour auf Sarah Island und versuchten die etwa 215 km lange Strecke nach Hobart zurückzulegen. Der Weg führte dabei durch die unbewohnte und unwirtliche Westküste Tasmaniens. Zwei der Häftlinge gaben auf und starben nach ihrer Rückkehr aufgrund der Anstrengungen, vier weitere wurden nach und nach mit einer Axt erschlagen, um als Nahrung für die anderen zu dienen. Am Ende überlebte nur Alexander Pearce, der das Fleisch aller vier gegessen hatte. Nach über 100 Tagen wurde er wieder gefasst, wobei ihm mit seinem Mithäftling Thomas Cox erneut die Flucht gelang. Diesen tötete er nach kurzer Zeit und verspeiste Teile von dessen Leiche, weitere Teile nahm er als Verpflegung mit. Alexander Pearce wurde zehn Tage später erneut gefasst und 1824 hingerichtet. Seine sterblichen Überreste befinden sich in einem Museum in Pennsylvania. Sein Leben wurde in mehreren Filmen, darunter in The Last Confession of Alexander Pearce verfilmt.[40]

Die Donner Party, bei der 87 Siedler auf ihrem Weg in den Westen in der Sierra Nevada vom Winter überrascht wurden, ist ein weiteres Beispiel für eine derartige Extremsituation.

1884 geriet das englische Segelschiff Mignonette im Südatlantik in Seenot, und die vier Besatzungsmitglieder konnten sich nur in ein kleines Ruderboot retten. Nachdem sie fast drei Wochen gehungert hatten, beschlossen sie, den 17-jährigen Schiffsjungen zu töten und zu verspeisen. Dieser war angeblich bereits todkrank, da er Meerwasser getrunken hatte. Später wurden die verbliebenen drei von einem deutschen Segelschiff gerettet. Drei Monate später wurden sie in England wegen Mordes angeklagt und zum Tode verurteilt, jedoch nach sechs Monaten begnadigt und freigelassen.[41]

Bekannte Fälle, bei denen der Verzehr von Leichen in Notsituationen vorkam, sind die Leningrader Blockade (1941–1944) und der Flugzeugabsturz in den chilenischen Anden 1972, der auch unter dem Titel Überleben verfilmt wurde. Belegt ist Kannibalismus aus Hunger auch unter Kriegsgefangenen in sowjetischen Lagern im Zweiten Weltkrieg. Er trat dort auch auf im Zuge von Deportationskampagnen wie beispielsweise während der Tragödie von Nasino.[42] Kannibalismus ist in der Sowjetunion ebenfalls im Zuge großer Hungersnöte aufgetreten.[43]

Die Wissenschaftliche Kommission für deutsche Kriegsgefangenengeschichte hat acht Fälle dokumentiert, darunter sechs in Stalingrad. Ein in sowjetische Gefangenschaft geratener deutscher Arzt sagte bei seiner späteren Befragung: „Aus dem Lager, in dem ich selbst war, weiß ich aus eigener Erfahrung, dass der Hunger dort zum Kannibalismus führte. Von den nachts Gestorbenen waren am nächsten Morgen sichtbar Leichenteile angeknabbert, wobei dann über die Urheber natürlich nur gemunkelt wurde.[44]

Weitere Fälle von Kannibalismus während des Zweiten Weltkrieges ereigneten sich im Pazifik. 1942 waren 160.000 Japaner auf Papua-Neuguinea stationiert und kämpften dort gegen die Alliierten. Die Soldaten wurden von der japanischen Armee nicht mehr mit Nahrung versorgt, und die Nahrungssituation dort spitzte sich rasch zu. Daher wurden zunächst gefallene Australier verspeist. Doch rasch wurden auch lebende australische Kriegsgefangene zum Verzehr getötet, vereinzelt auch japanische Soldaten. Von den japanischen Soldaten überlebten nur rund 10.000. Der japanische Historiker Yuki Tanaka geht davon aus, dass der Großteil dieser Überlebenden dem Kannibalismus verfallen sein dürfte. Ähnliche Berichte sind von japanischen Soldaten auf den Philippinen bekannt.[45]

In dem Dokumentarfilm Children of the Secret State berichtet ein Flüchtling aus Nordkorea über den dortigen Kannibalismus aus Hungersnot. Dieser Bericht soll nach Angaben des Films von mehreren Flüchtlingen bestätigt worden sein. Berichten zufolge werde das Fleisch auf dem Schwarzmarkt als Schweinefleisch verkauft.

  Kannibalismus und Sexualität

Die Verbindung zwischen Kannibalismus und Sexualität taucht bereits in den Mythen und Fabeln vieler Völker auf.

In der griechischen Mythologie kommen Kannibalismus und Sexualität zusammen, als Tereus Philomele, die Schwester seiner Frau Prokne vergewaltigte, wofür seine Frau ihren gemeinsamen Sohn kochte und ihn dem unwissenden Tereus zum Essen vorsetzte. Eine Geschichte, die später auch von Geoffrey Chaucer in The Legend of Good Women (um 1387) wiedererzählt wird.

Die Schöpfungsgeschichte der Yanomami handelt davon, wie sich die „ersten Wesen“ in einem Wechselspiel aus Mord, Vergewaltigung und Kannibalismus gegenseitig ausrotten, so dass aus einem überlebenden Geist die ersten Yanomami werden. Unter anderem töten zwei junge Männer einen älteren Mann, der ein Kind aufaß, woraufhin sie eine Frau vergewaltigen und ihre Vagina in einen Mund mit Zähnen verwandeln, damit dieser den nächsten Penis esse. Im weiteren Verlauf der Geschichte verwandelt sich die Frau in eine große Schlange, die noch heute darauf lauert, Yanomami-Männer zu essen. Die zahlreichen Bemerkungen von „Hunger aufeinander“ in der Gründungsgeschichte sind doppeldeutig, da kopulieren und essen in der Sprache der Yanomami durch dasselbe Verb gekennzeichnet werden.[46]

Das Wendigo-Fabelwesen der Algonkin heiratet in einer Geschichte im Sommer die Tochter einer Familie, der er mit Nahrungsmitteln über ihre Hungersnot geholfen hat, um sie im Winter zu verspeisen.[47]

Bei den Azteken gehörte ritueller Kannibalismus zu den Fruchtbarkeitsriten. Auf besonderes Interesse der europäischen Kolonisatoren stießen dabei junge männliche Priester, die mit der abgezogenen Haut einer Frau bekleidet waren.[48]

Die Faszination des Themas zeigt sich auch in Beschreibungen von Europäern über Kannibalismus bei anderen Völkern, wobei der Wahrheitsgehalt von einigen Wissenschaftlern angezweifelt wird. Amerigo Vespucci schildert, wie bei seiner Ankunft die Frauen eines Dorfes einen besonders schönen und jungen Mann erschlagen und essen, in einem späteren Brief beschrieb er den üblichen Brauch, dass Frauen die Penisse ihrer Geschlechtspartner abbeißen.[49] Der Anthropologe Lew Priday schildert in den 1850ern in dem Aufsatz Cannibal Island im Pacific Island Monthly, wie gleich die ganze Kultur der Kanaken Neukaledoniens um Kannibalismus kreist, nicht ohne zu erwähnen, dass besondere Spezialitäten wie die Brüste junger Frauen nur den Häuptlingen zuständen.[50] Andere, wie bspw. William Blake, schreiben das Thema nicht den „Eingeborenen“ zu, sondern externalisieren es in vermenschlichten Affen. In seinem Werk The Marriage of Heaven and Hell beschreibt er ebenfalls detailliert, wie stärkere Affen schwächere fangen und Geschlechtsverkehr mit ihnen haben, um sie danach körperlich auseinanderzunehmen.[51]

Die Theorie der an Freud angelehnten Psychoanalyse interpretiert das Nuckeln des Säuglings an der Mutterbrust als sowohl sexuelle wie kannibalistische Identifikation des Kindes mit der Mutter.[52]

Eine komplexe Aufarbeitung des Topos versucht die US-amerikanische Trägerin des Pulitzer-Preises Willa Cather in ihrem Roman Sapphira and the Slave Girl (1940), der in der Zeit der Sklaverei in den US-Südstaaten spielt. Die weiße Sklavenhalterin versucht die Sexualität der jungen Sklavin Nancy zu kontrollieren, wozu sie unter anderem auch eine Vergewaltigung Nancys arrangiert, während die Sklavin Jezebel ihre kannibalischen Instinkte wiederentdeckt, wenn sie an Nancy denkt. Offensichtlich arbeiten Sapphira und Jezebel zusammen und handeln in geistig-emotionaler Übereinstimmung. Im Buch selber gibt es mehrere Andeutungen, dass Sapphira immer mehr an Gewicht zulegt, während gleichzeitig die Sklavinnen mysteriös verschwinden.[53]

Die kroatische Autorin Slavenka Drakulic nähert sich dem Zusammenhang zwischen Sexualität, Liebe und Kannibalismus wesentlich direkter und detailreicher in ihrem Buch Das Liebesopfer, als eine heftige körperliche Beziehung darin endet, dass die Polin Tereza ihren Partner Jose mit Fleischermesser und Knochensäge seziert und verspeist.

Die Begriffe Gynophagie (griech. gynä = Frau, phágein = essen), besser bekannt unter dem englischen Wort Gynophagia, und analog dazu Androphagie bezeichnen Paraphilien, bei denen kannibalistische Handlungen Gegenstand sexueller Fantasien oder Taten sind. Bei einer Androphagie sind Männer Gegenstand der entsprechenden Fantasien oder Bestrebungen und Taten. Beide Begriffe sind geschlechtsspezifische Unterformen. Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden sind derartige Themen durch die seit den 1990er Jahren im Internet verbreiteten Comiczeichnungen von Dolcett, welche sich im Wesentlichen mit Gynophagie beschäftigen.

  Autokannibalismus

Als Autokannibalismus bezeichnet man den Verzehr von Teilen des eigenen Körpers. Neben der Autoaggression kann ein Grund dafür zum Beispiel eine abnorme Spielart (und abnorme Intensität) des Sexualtriebs sein (spezieller Fetisch). Autokannibalismus kann aber auch ein Zeichen von gewollter Selbstzerstörung aus Selbsthass bzw. anderen psychisch motivierten Gründen sein (siehe hierzu Borderline-Störung).

  Rechtsfälle

  Rechtsfälle zum Kannibalismus im modernen Europa

Zu den bekanntesten Mehrfachmördern in Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts gehört Karl Denke. Er ermordete während des Ersten Weltkrieges 26 Männer und fünf Frauen. Bei ihm wurden Behälter mit gepökeltem Menschenfleisch gefunden.[54]

Einer der bekanntesten Kannibalen der deutschen Rechtsgeschichte ist der aus Hannover stammende Fritz Haarmann. Es ist allerdings nie geklärt worden, ob der Fleischer seine Opfer selbst aß oder ausschließlich als Dosenfleisch verkaufte. Beides ist jedoch nicht erwiesen. Der Fall wurde unter dem Titel Der Totmacher mit Götz George verfilmt.

Zu den spektakulärsten Fällen in der deutschen Nachkriegszeit gehörten die Taten des Serienmörders Joachim Kroll Mitte der 1960er Jahre, der von der Polizei auf frischer Tat ertappt wurde, als er die Hand seines letzten Opfers zum Verzehr zubereitete.

Issei Sagawa tötete 1981 in Paris die 25-jährige Renée Hartevelt und aß Teile.

Der ukrainisch-russische Serienmörder Andrei Tschikatilo wurde 1994 als Monster von Rostow wegen 53 Morden vor allem an Frauen und Kindern, die er teilweise gegessen hatte, hingerichtet.

Im März 1995 hatte in Deutschland ein 33-jähriger Mann während des Prozesses behauptet, seinen 81-jährigen Lebensgefährten ermordet und dessen Innereien gegessen zu haben. Der Fall wurde jedoch nicht aufgeklärt.

In Italien sorgte 1998 ein Prozess gegen einen 30-jährigen Mann für Aufsehen, weil dieser seine zwei Jahre alte Tochter ermordet und den Leichnam teilweise gegessen hatte — jedenfalls warf ihm das seine ältere Tochter vor.

In Finnland mussten sich im März 1999 drei junge Männer und eine Frau wegen Kannibalismus und Mordes vor Gericht verantworten: Die Anhänger eines Satanskults hatten ein Gruppenmitglied gefoltert, getötet und Körperteile verzehrt.

Ebenfalls im Oktober 2001 nahm die Polizei in Weißrussland sechs Menschen fest, weil sie einen Mann getötet und seine Leber gegessen hatten.

Im Jahr 2002 wurde im Rheinland die Tat eines 21-jährigen Elektrikers bekannt. Der als Kannibale von Koblenz bekannt gewordene Thomas S. soll seine Cousine umgebracht haben. Die Polizei fand Teile der Leiche zubereitet mit Reis im Backofen des mutmaßlichen Täters. Bis heute bestreitet der Mann die Tat, jedoch konnten einige Teile der Leiche nie aufgefunden werden, was die ermittelnden Behörden zu der Annahme veranlasst, dass diese vom Beschuldigten bereits verspeist wurden.

Im Jahr 2003 erregte ein weiterer Fall von Kannibalismus in Deutschland Aufsehen. Der Berliner Bernd Jürgen Armando Brandes antwortete auf eine Internetanzeige und stellte sich als Opfer für ein kannibalisches Essen zur Verfügung, das der Rotenburger Armin Meiwes vornahm. Meiwes wurde auch als Kannibale von Rotenburg bekannt. Mit Einwilligung des Berliners hat Meiwes ihn nach eigener Aussage (bereits 2001) vor laufender Kamera getötet und Teile seines Körpers gegessen. Im Mai 2006 wurde Meiwes zu lebenslanger Freiheitsstrafe wegen Mordes und Störung der Totenruhe verurteilt. Es gibt in Deutschland kein explizites gesetzliches Verbot von Kannibalismus.

Ebenfalls im Jahr 2003 ermordete in Blackpool in England ein 31-jähriger Imbissbudenbesitzer zusammen mit einem Komplizen die 14-jährige Charlene Downes, die er vorher entführt und vergewaltigt hatte. Danach verarbeitete er sie zu Dönerfleisch und verkaufte sie im eigenen Imbiss als Döner. Hintergrund zum Dönerverkauf nach der Tat war, dass er die lästige Leiche loswerden wollte.

Im Jahr 2005 ermordete der als Kannibale von Schweden bekannt gewordene Lennart Persson auf bestialische Art zwei Bekannte, trank deren Blut und verspeiste kleine Teile der Leiche. Er wurde in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen.[55]

Im Jahr 2007 wurde in Tschechien durch Zufall ein Kannibalismus-Fall aufgedeckt. Eine Familie folterte ihre beiden Söhne im Keller, schnitt ihnen Fleisch ab und häutete eines der Kinder teilweise, um es zu verspeisen.[56] Die Gralsbewegung, der diese Familie zugerechnet wurde, hatte sich 11 Jahre zuvor von der Gruppe distanziert.[57]

Ebenfalls im Jahr 2007 wurde ein Kannibalismusfall in Österreich bekannt: Der 19-jährige Robert Ackermann hatte am 26. August in Wien seinen 49-jährigen Mitbewohner Josef Schweiger erschlagen und ihn anschließend vom Hals bis zum Schambereich aufgeschnitten. Danach entnahm er seinem Opfer einige Innereien und aß diese. Das Hirn des Toten wurde auf einem Teller gefunden. Ackermann wurde zu lebenslanger Haft verurteilt und in die Sondervollzugsanstalt Göllersdorf eingewiesen.

Im Jahr 2009 ereignete sich eine ähnliche Tat wie 2003 in England: Drei Russen hatten im Herbst in der Stadt Perm einen 25-jährigen Mann mit mehreren Hammerschlägen und Messerstichen ermordet und das Menschenfleisch an einen nichtsahnenden Dönerbudenbesitzer verkauft, der es zu Dönern verarbeitete und es seinen ahnungslosen Kunden verkaufte. Zwei der Russen wurden zu 18 Jahren, der dritte zu 13 Jahren Straflager verurteilt.[58]

Im Jahr 2010 ereignete sich ein Kannibalismusfall in der Slowakei: Der 43-jährige Matei C. hatte zwei Frauen ermordet und deren Fleisch teilweise gegessen. Es handelt sich hierbei um die 20-jährige Lucia Uchnárová und Elena Gudjáková, deren Alter nicht bekannt ist. Uchnárová war psychisch krank und suchte im Internet einen „Schlächter“, welchen sie in Matei C. fand. Am 3. September fuhr sie nach Kysak, wo er sie ermordete. Auch Gudjáková wollte sterben und fuhr am 22. Juli nach Kysak. Aber Matei C. machte nicht Halt: Er suchte sich per Internet ein sterbenswilliges Opfer. Ein Schweizer antwortete darauf und wollte sich beim darauf folgenden Treffen in Kysak freiwillig aufessen lassen. C. wollte den Mann töten, vierteilen und verspeisen. Doch dann meldete sich der Schweizer bei der Polizei. Statt ihm kam beim Treffen in Kysak ein Polizist. Nach einer Schießerei konnte die Polizei den Mann überwältigen, der später seinen Verletzungen erlag. In einem Rucksack fand die Polizei ein BBQ-Gewürz, eines für Steaks und eine Mischung für Schweinefleisch-Braten. Außerdem wurden noch mehrere Packungen Pfeffer und kleine Wodkaflaschen gefunden. Die Polizei fand auch die Mordwerkzeuge: Grill-Aluminium-Schalen, Kabelbinder, Betäubungstabletten, eine Knochensäge und mehrere Messer.

Im Jahr 2011 tötete in Russland am 2. Mai ein 35-jähriger Mann namens Nikolai Sch. seinen 40-jährigen Bekannten, zerstückelte ihn, bereitete Teile der Leiche als Essen zu und aß dessen Organe als Ragout. Andere Stücke des Opfers warf er in den Fluss. In seiner Wohnung wurden die Mordwerkzeuge und im Tiefkühlfach Organreste gefunden. Der psychisch kranke Nikolai Sch. wurde beim Essen des Menschenfleisches in seiner Wohnung festgenommen. Unter den zubereiteten Organen war auch Leber. Die Polizei war Sch. auf die Spur gekommen, als Passanten Anfang Mai an der Moskwa Leichenteile fanden.

Ebenfalls im Jahr 2011 ereignete sich ein Kannibalismusfall in Deutschland: Am 23. September ging die nigerianische Köchin des Pater-Rupert-Mayer-Gymnasiums in Pullach, die 40-jährige Blessing O., auf ihren Kollegen, den 41-jährigen Date D., ebenfalls Afrikaner, zu und biss ihm im Streit die halbe Unterlippe aus und schluckte sie runter. Der Streit hatte angefangen, nachdem O. ein Tablett hatte fallen lassen. D. war darüber sauer. Er sagte zu Blessing O., dass sie gehen sollte. Sie antwortete ihm, dass sie später gehen würde und gab ihm eine Ohrfeige. Dann drückte sie Date D. zu Boden, woraufhin sie auf ihn zuging und ihm die halbe Unterlippe abbiss. Sie hätte das getan „im Sinne eines afrikanischen Rituals“, um ihn zu entstellen.[59]

  Rechtsfälle zum Kannibalismus im modernen Amerika

Das ägyptisch-US-amerikanische Ex-Model Omaima Aree Nelson tötete im November 1991 in Costa Mesa ihren Mann William E. Nelson einen Monat nach ihrer Hochzeit. Anschließend köpfte sie ihn, kochte den Kopf im Ofen, häutete seinen Oberkörper, hackte ihm die Hände ab und garte sie in Öl. Danach verspeiste sie die Überreste ihres Mannes. Sie hätte das getan, so erklärte sie vor Gericht, weil sie unter Stress stand, da ihr Mann sie sexuell missbraucht hätte. Psychologische Untersuchungen ergaben, dass die US-Amerikanerin ägyptischer Herkunft an posttraumatischen Belastungsstörungen leidet.[60]

Der US-amerikanische Serienmörder Jeffrey Dahmer, der als Kannibale von Milwaukee bekannt geworden war, beging in den USA 17 bestialische Morde. In seiner Wohnung wurden tiefgefrorene gekochte und verweste Überreste seiner Opfer gefunden. Im Februar 1992 wurde er zu 15 Mal lebenslanger Haft verurteilt. 1994 wurde Dahmer im Gefängnis von einem Mithäftling getötet.

In Venezuela wurde im März 1995 ein Mann festgenommen, der mindestens zehn Menschen getötet hatte und sich selbst als Kannibale bezeichnete. Er sagte: „Ich bin seit zwei Jahren Menschenfresser, esse aber keine Frauen, weil sie niemandem etwas antun.“

Im Jahr 2012 wurden in Garahuns in Brasilien am 14. April drei Mitglieder einer Sekte namens Cartel verhaftet, weil sie drei Frauen getötet, zerteilt, gegessen und anschließend ihre Überreste vergraben hatten. Mit dem Fleisch hatten sie zum Teil sogar Teigtaschen zubereitet und diese auf dem Markt verkauft. Die Sektenmitglieder waren die 51-jährige Isabel Cristina Torreão Pires da Silveira, ihr ebenfalls 51-jähriger Mann Jorge Negromonte da Silveira sowie dessen 25-jährige Geliebte Bruna Cristina Oliveira da Silva. Ziel der Cartel-Sekte ist es, die Welt zu reinigen und die Bevölkerung zu dezimieren, wozu jedes Jahr drei Frauen getötet werden sollten. Das Menschenfleisch bewahrten die Mitglieder der Cartel-Sekte im Kühlschrank auf. Im Haus lebte auch ein fünfjähriges Mädchen, das ebenfalls Menschenfleisch aß. Es wurden auch Überreste von Leichen im Garten gefunden, es handelt sich hierbei um die Leichen der 20-jährigen Alexandra Falcão und der 31-jährigen Giselly Helena da Silva, beide wurden 2012 als vermisst gemeldet. In einem Notizbuch im Haus wurde außerdem der Name eines 18-jährigen Mädchens gefunden, das als nächstes ermordet hätte werden sollen. Die Cartel-Sekte ließ sich von einer Stimme leiten, welche ihnen die Namen von Frauen eingab, die „nicht gut sind“.[61]

Ebenfalls im Jahr 2012 wurde ein Kannibalismusfall in den USA gemeldet: Der 31-jährige Rudy Eugene, der als Kannibale von Miami bekannt wurde, lief am 26. Mai in Miami im US-Bundesstaat Florida auf der Straße herum, ging auf eine Highway-Brücke, begann, sich auszuziehen, riss dem 65-jährigen Obdachlosen Ronald Poppo die Kleider vom Leib, verbiss sich in dessen Gesicht und verspeiste Teile davon. Genauer gesagt verspeiste er Augen und Nase des Obdachlosen. Er nahm eine Überdosis der Droge Methylendioxypyrovaleron[62][63]. Als die Polizei eintraf, ließ sich der Kannibale nicht stoppen, worauf ein Polizist ihn erschoss. Nach Angaben von Augenzeugen wurden insgesamt vier Schüsse auf den Mann abgefeuert. Bis der Kannibale erschossen wurde, dauerte es 18 Minuten. Der Obdachlose, der vom Nackten teilweise aufgegessen wurde, wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. „Nur der Bart blieb übrig“, sagte Polizeisprecher Armando Aguilar. Rudy Eugene war bereits 2008 verhaftet worden, weil er seine Mutter geschlagen und ihr mit dem Tod gedroht hatte. Damals musste ein Polizist dreimal mit einer Elektroschockpistole auf Eugene schießen, bis er sich ergab.[64]

  Rechtsfälle zum Kannibalismus im modernen Asien

In Kasachstan wurden im Oktober 2001 zwei Männer zum Tode verurteilt, weil sie sieben junge Prostituierte ermordet hatten. Das Fleisch aßen sie selbst oder boten es nichtsahnenden Verwandten an.[65]

Im Jahr 2012 sorgte ein ähnlicher Kannibalismusfall wie 2009 in Russland in China für Aufsehen: Ein 56-jähriger Chinese namens Zhang Yongming aus dem Dorf Nanmen in der chinesischen Provinz Yunnan hatte 11 Jungen und junge Männer ermordet und deren Fleisch verkauft. Die Opfer wohnten teilweise in der Nachbarschaft. Er wurde am 11. Mai festgenommen, weil ihn die Polizei im Zuge von Ermittlungen über das Verschwinden männlicher Teenager in der Provinz Yunnan in den vergangenen Jahren aufgespürt hatte. Der Chinese hatte einen Teil des Fleisches seiner Opfer als Straußenfleisch auf dem Markt seines Dorfes verkauft. Die Polizei verdächtigte ihn unter anderem des Mordes an einem 19-jährigen Ende April. In den vergangenen Jahren waren mehr als ein Dutzend Teenager aus dem Dorf des Chinesen verschwunden. Vorher hatte der Chinese bereits 20 Jahre wegen Mordes im Gefängnis gesessen. Anwohner sahen grüne Plastiktüten vor dem Haus des Chinesen hängen, aus denen offenbar Knochen herausragten. Die Polizei hatte im Haus des Chinesen Augäpfel gefunden, die in Likörflaschen aufbewahrt wurden. Außerdem waren von Menschen stammende Fleischstücke zum Trocknen aufgehängt gewesen. Der Polizei zufolge hatte der Chinese das Fleisch zum Teil an seine Hunde verfüttert und zum Teil auf dem Markt verkauft.

Ebenfalls im Jahr 2012 sorgte ein weiterer Kannibalismusfall in China für Aufsehen: Ein betrunkener Busfahrer namens Dong attackierte Anfang Juli in Wenzhou eine Frau namens Du nahe einer Busstation. Er sprang auf die Straße und stoppte das Auto von Frau Du. Anschließend kletterte der Busfahrer auf die Motorhaube und schlug die Windschutzscheibe ein. Daraufhin schrie Frau Du laut auf und floh sieben Minuten später aus ihrem Auto. Doch der Busfahrer fiel über sie her und aß Teile ihres Gesichtes. Das Gesicht von Frau Du war blutüberströmt. Passanten versuchten, den Busfahrer von seinem Opfer wegzuzerren, doch der Kannibale ließ sich nicht stoppen. Erst die Polizei konnte den Busfahrer stoppen. Die Frau wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Sie musste operiert werden, um Nase und Lippen wiederherzustellen. Der betrunkene Busfahrer betrank sich vor der Attacke stark mit Freunden.[66]

  Rechtsfälle zum Kannibalismus im modernen Australien

Im Jahr 2012 wurde ein Kannibalismusfall in Papua-Neuguinea gemeldet: In der Nacht zum 6. Juli verhaftete die Polizei in Biam, im Nordosten Papua-Neuguineas, 29 Menschen, welche einer Kannibalismus-Sekte angehörten. Sie hatten sieben Menschen ermordet und verspeist. Bei den Opfern handelte es sich um Medizinmänner, wandernde Wunderheiler, die gegen Bezahlung böse Geister vertreiben oder Todesursachen ausmachen. Ein solcher Hexer verlangt etwa 1000 Kina (etwa 387 Euro), ein Schwein und einen Sack Reis für seine Arbeit. Manche verlangen auch Sex als Bezahlung. Es verstößt gegen die Tradition, dass ein Hexer Geschlechtsverkehr mit verheirateten Frauen oder minderjährigen Töchtern hat. Aus diesem Grund schlossen sich die Dorfbewohner zusammen, um die skrupellosen Wunderheiler hinter Gitter zu bringen. Doch diese kamen schnell wieder frei und machten weiter wie zuvor. Deswegen beschlossen die Dorfbewohner, sich zu wehren, indem sie die Hexer töten und Teile ihres Körpers essen. Die Kannibalen hatten sieben dieser Medizinmänner getötet, deren Hirne roh verspeist und aus ihren Penissen Suppe gekocht. Ihre Opfer praktizierten einen Zauberkult namens Sanguma und zwangen arme Dorfbewohner zum Sex. Vom Verspeisen der menschlichen Organe hätten sich die Sektenmitglieder erhofft, übernatürliche Kräfte zu bekommen und unverwundbar zu werden. Vier der sieben Opfer wurden Anfang Juli getötet. Man hat aber keine sterblichen Überreste gefunden, weshalb man davon ausgeht, dass sie alle aufgegessen wurden. Unter den 29 Angeklagten sind auch acht Frauen. Seit April hatten die Kannibalen mit eigens dafür präparierten Buschmessern die sieben Hexer ermordet. Sie aßen ihre Gehirne roh und entnahmen ihnen Organe wie Leber, Herz und Penis. Die Organe wurden den örtlichen Kult-Anführern übergeben, um daraus besondere Kräfte für die Jäger zu ziehen.

  Kannibalismus in Mythen und Literatur

In alten Mythen ist von Menschenopfern und kannibalistischen Themen die Rede:

  • Der alte Göttervater Kronos, ein Sohn des Uranos, den er tötet, verspeist seine Kinder, weil er um seine Herrschaft fürchtet. Zeus überlebt, weil seine Mutter Rhea dem Kronos statt seiner einen in eine Windel gewickelten Stein gibt.
  • Die jungfräuliche Göttin Athene entspringt nicht von ungefähr dem Kopfe ihres Vaters Zeus: Er hat sie mitsamt ihrer schwangeren Mutter vorher aufgefressen, weil er sich vor Heras Eifersucht in Acht nehmen musste. Athene jedoch überlebt und wandert im Körper ihres Vaters bis in seinen Kopf.
  • Autokannibalismus spielt auch in Mythen eine Rolle. Das bekannteste Beispiel dafür ist die Schlange Ouroboros, die sich in ihren Schwanz beißt.
  • In Shakespeares früher Tragödie Titus Andronicus wird der Gotenkönigin Tamora eine Pastete vorgesetzt, die aus dem Fleisch ihrer beiden Söhne zubereitet wurde.
  • Aus Grimms Märchen ist die menschenfressende Hexe bekannt, welche Hänsel und Gretel erst backen und dann verspeisen will. Ähnliche Motive erscheinen in einigen Bildergeschichten Wilhelm Buschs.
  • In französischen Vor-Grimm-Rotkäppchen-Fassungen wird dieser vom Wolf das Blut ihrer Großmutter zu trinken und deren Fleisch zu essen gegeben.[67]
  • Etwas verdeckter kommt dieses Motiv der Kindsopferung bzw. -verspeisung im Märchen Rumpelstilzchen daher. All diese Überlieferungen gehen auf reale vorzeitliche Vorgänge zurück, vermutlich Opferrituale, welche anfänglich eine kannibalistische Form hatten und am Ende zu Brandopfern werden. Siehe dazu auch Hexenverbrennung.
  • Eine schottische Legende erzählt von Alexander „Sawney“ Bean, der Anfang des 15. Jahrhunderts gelebt und mit seiner Familie mehr als 1000 Menschen verspeist haben soll.
  • Heinrich von Kleists Amazone Penthesilea zerfleischt am Ende des gleichnamigen Dramas den Griechen Achill und kommentiert: "Küsse, Bisse, / Das reimt sich, und wer recht von Herzen liebt, / Kann schon das eine für das andre greifen."
  • In seiner Kurzgeschichte „Tagebuch eines Verrückten“ wendet Lu Xun die Allegorie des Kannibalismus an, um die traditionelle chinesische Kultur und konfuzianische Ethik zu kritisieren.
  • Die (vermutlich wahre) Geschichte von Alfred Packer wurde in Cannibal! The Musical satirisch mit schwarzem Humor verfilmt.
  • In Sławomir Mrożeks absurdem Theaterstück Auf hoher See stimmen drei Schiffbrüchige in einem scheindemokratischen Prozess darüber ab, wer von ihnen gegessen werden soll.
  • In dem 1846 erschienenen Erstlingswerk Typee (dt. Taipi) des berühmten amerikanischen Autors Herman Melville (bekannt durch sein Meisterwerk Moby Dick) schildert Melville seine zum größten Teil authentische Gefangenschaft im Tal der als kannibalisch bezeichneten Taipi. Das Buch zeichnet sich durch eine vollendete Zeichnung der Gesellschaftsstrukturen dieses Stammes aus.
  • In der 1862 uraufgeführten Faschingsburleske Häuptling Abendwind oder das gräuliche Festmahl von Johann Nestroy wird der Kannibalismus „auf einer der fernsten Inseln Australiens“ ironisch thematisiert.
  • Die Kurzgeschichte „Der Überlebenstyp“ (Survivor Type) aus dem Buch „Der Fornit“ von Stephen King handelt von einem Arzt, welcher auf einer einsamen Insel strandet und durch seinen Hunger dazu gezwungen ist, sich nacheinander diverse Körperteile zu amputieren und diese zu verspeisen.
  • Einige Kurzgeschichten und Romane von Jack London thematisieren relativ detailliert den Kannibalismus in der Südsee. Als gutes Beispiel dient „Jerry, der Insulaner“. Forscher seiner Zeit kritisierten ihn zwar diesbezüglich der Übertreibung, London dagegen verteidigte mehrfach die Authentizität seiner Erzählungen durch Berichte und Dokumente.
  • Der in einer post-apokalyptischen Umgebung spielende Roman Die Straße thematisiert unter anderem die Hinwendung der Menschen zum Kannibalismus nach dem Untergang der Gesellschaft.
  • Im Kurzgeschichten Band "Ein Kannibale auf der Eisenbahn - und andere Geschichten" von Mark Twain wird das Thema Kannibalismus zusammen mit Politik satirisch aufgegriffen.

Tiefenpsychologen sehen in Geschichten, die von Menschenfresserei handeln, Probleme, Ängste und Traumata der beginnenden Geschlechtsreife und Mutter/Kind-Ablösung, Sexualität und Trieb, aber auch die Angst vor dem eigenen Alter und Tod literarisch verarbeitet und umgesetzt. Ein klassisches Beispiel dazu ist auch das Thema Vampire.

Ein Beispiel der Gegenwartsliteratur findet sich in Patrick Süskinds Roman Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders, der mit einer kannibalistischen Szene endet: Der Protagonist Grenouille, der aus den Körperdüften junger Frauen ein Parfum hergestellt hat, von dem ein Tropfen eine ganze Menschenmenge zu einer Massenorgie verleitet hat, überschüttet sich am Ende in einem Pariser Elendsviertel (seinem Geburtsort) mit der ganzen Flasche des Duftwassers, worauf die umstehenden Bettler und Ausgestoßenen, die ihn wegen der Wirkung des Parfums für einen Engel halten, ihn in der Absicht, einen Teil von ihm zu besitzen, mit Haut und Haaren verspeisen.

  Kannibalismus im Film

  • Das Schweigen der Lämmer“ (1991), „Hannibal“ (2001), „Roter Drache“ (2002) und „Hannibal Rising“ (2007) erzählen die Geschichte des wohl bekanntesten Film-Kannibalen Hannibal Lecter.
  • Wrong Turn“ (2003), „Wrong Turn 2: Dead End“ (2007), „Wrong Turn 3: Left For Dead“ (2009) und „Wrong Turn 4: Bloody Beginnings“ (2011) handeln von einer Inzest-Familie, die unvorsichtige Teens tötet, zerstückelt und verspeist.
  • Anfang der 1970er Jahre entwickelte sich innerhalb des Genres des Exploitationfilms das Kannibalismus-Thema ausgehend von Umberto LenzisMondo Cannibale“ (1972). Als bester Film dieser Art gilt Ruggero DeodatosNackt und zerfleischt“ (1980).
  • In dem HorrorfilmTexas Chainsaw Massacre“ aus dem Jahr 1974 verspeist die Hewitt-Familie um Sheriff Hoyt ihre Opfer.
  • Der Film „Man-Eater – Der Menschenfresser“, erschienen 1980, von Joe D'Amato erzählt von einem Mann, der zunächst zum Kannibalen wird, um sich vor dem Hungertod zu retten. Er entwickelt sich dann zum mörderischen Psychopathen, der am Ende schließlich seine eigenen Gedärme verspeist.
  • Im Film „Der Fan“ von 1982 wird ein Popsänger von einem weiblichen Fan getötet, zerstückelt und verspeist.
  • In „Eat The Rich“, einer britischen schwarzen Komödie aus dem Jahre 1987, werden Reiche den nichtsahnenden Gästen eines Nobelrestaurants als Speise serviert.
  • In der französischen Groteske „Delicatessen“ aus dem Jahr 1991 schlachtet ein Metzger arbeitsuchende Männer und verkauft deren Fleisch an die Hausbewohner.
  • Der schwarz-weiße Western „Dead Man“, erschienen 1995, von Jim Jarmusch mit Johnny Depp in der Hauptrolle zeigt Lance Henriksen in der Rolle des Cole Wilson, eines skrupellosen Kopfgeldjägers und Kannibalen.
  • Der Film „Ravenous – Friss oder stirb“ von 1999 befasst sich mit dem Kannibalismus im Kalifornien der 1840er.
  • In der dänischen Komödie „Dänische Delikatessen“, erschienen 2003, verkaufen zwei Fleischer zunächst ein versehentliches Unfallopfer, später ermorden sie gezielt Personen, weil das Fleisch bei den Kunden gut ankommt.
  • Der Film „Dumplings – Delikate Verführung“ von Fruit Chan mit Schauspielerin Bai Ling, erschienen 2004, hat das Verarbeiten von Föten zu Nahrung und den damit verbundenen Wunsch nach ewiger Jugend zum Thema.
  • In der Folge „Der Tote im Bär“ der Serie „Bones – Die Knochenjägerin“ aus dem Jahr 2005 ist die forensische Anthropologin Temperance Brennan einem Kannibalen auf der Spur. Die Folge liefert interessante Hintergrundinformationen (beispielsweise gesundheitliche Folgen für den Kannibalen, wie die Prionkrankheit).
  • Im Film (2006) und Buch „Das Parfum“ von Patrick Süskind wird die Hauptperson (Grenouille) am Ende der Geschichte von einer Gruppe von Bettlern, Mördern und Ausgestoßenen verspeist, nachdem er sich mit seinem so gut duftenden Parfum bespritzt hat, worauf diese über ihn herfallen.
  • Im Film „Hostel 2“, erschienen 2007, wird ein junger Mann von einem der Sadisten bei lebendigem Leibe verspeist.
  • Im Film und Musical „Sweeney Todd“ (verfilmt 2007 unter Regie von Tim Burton) werden die Tötungsopfer Sweeneys beseitigt, indem sie von Mrs. Lovett zu Pasteten verarbeitet werden.
  • In dem Film „Doomsday – Tag der Rache“ aus dem Jahr 2008 wird ein Mitglied der Spezialeinheit um Eden Sinclair von Kannibalen gebraten und verspeist.
  • Im Film „The Book of Eli“, erschienen 2010, werden einige Menschen infolge von Hungersnot zu Kannibalen. Man erkennt diese dort durch zitternde Hände.
  • Eine Liste mit rund 200 Filmen zum Thema „Kannibalen“ findet sich am Ende des folgendem Aufsatzes: Michaela Krützen: „I'm having an old friend for dinner.“ Ein Menschenfresser im Klassischen Hollywoodkino. In: „Das Andere Essen. Kannibalismus als Motiv und Metapher in der Literatur“ herausgegeben von Walter Pape und Daniel Fulda. Freiburg im Breisgau: Rombach Verlag 2001, S. 483–531.

siehe auch Artikel Kannibalenfilm

  Siehe auch

  Literatur

  • William Arens: The Man-Eating Myth, Anthropology and Anthrophagy. Oxford University Press, New York 1979, ISBN 0-19-502506-7.
  • Günter Behm-Blancke: Höhlen Heiligtümer Kannibalen. Dingsda-Verlag Querfurt, Leipzig 2005, ISBN 3-928498-86-X.
  • Silvia Freiin Ebner von Eschenbach: Speise für die Toten – Speise aus den Toten. Ahnenopfer und Kannibalismus in China. In: Perry Schmidt-Leukel (Hrsg.): Die Religionen und das Essen. Kreuzlingen 2000, ISBN 3-7205-2115-X, S. 203–223.
  •  Anna Bergmann: Der entseelte Patient. Die Medizin und der Tod. 1. Auflage. Aufbau Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-351-02587-4.
  • Cǎtǎlin Avramescu, An Intellectual History of Cannibalism, Princeton 2009.
  • Simon Haberberger: Kolonialismus und Kannibalismus, Fälle aus Deutsch-Neuguinea und Britisch-Neuguinea 1884-1914. Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-447-05578-9.
  • Marvin Harris: Wohlgeschmack und Widerwillen. Die Rätsel der Nahrungstabus. Klett-Cotta, Stuttgart 1988 (Originaltitel Good to eat. Riddles of Food and Culture. 1985), ISBN 3-608-93123-6.
  • Gereon Janzing: Kannibalen und Schamanen – Verbreitete Irrtümer über fremde Völker. Werner Pieper & The Grüne Kraft, ISBN 978-3-922708-59-9.
  • Annette Keck, Inka Kording und Anja Prochaska (Hrsg.): Verschlungene Grenzen. Anthropophagie in Literatur und Kulturwissenschaften. Tübingen 1999, ISBN 3-8233-5701-8.
  • Oscar Kiss Maerth: Der Anfang war das Ende – Der Mensch entstand durch Kannibalismus. ECON, Düsseldorf 1971, ISBN 3-430-15460-X (pseudowissenschaftlich)
  • Annerose Menninger: Die Macht der Augenzeugen. Neue Welt und Kannibalen-Mythos. Stuttgart: Steiner-Verlag 1995 ISBN 978-3515067232
  • Volker Mergenthaler: Völkerschau – Kannibalismus – Fremdenlegion. Zur Ästhetik der Transgression (1897–1936). Tübingen 2005, ISBN 3-484-15109-9.
  • Josef Nussbaumer und Guido Rüthemann: Hungernde, Unwetter und Kannibalen. Studienverlag, Innsbruck/München 2004.
  • Jörg Orschiedt: Manipulationen an menschlichen Skelettresten. Taphonomische Prozesse, Sekundärbestattungen oder Kannibalismus? Tübingen 1999.
  • Walter Pape und Daniel Fulda: Das Andere Essen. Kannibalismus als Motiv und Metapher in der Literatur. Freiburg im Breisgau, Rombach Verlag 2001
  • Manfred Riße: Abendmahl der Mörder. Kannibalen – Mythos und Wirklichkeit. Leipzig 2007, ISBN 978-3-86189-776-7.
  • Heidi Peter-Röcher: Mythos Menschenfresser. Ein Blick in die Kochtöpfe der Kannibalen Beck'sche Reihe 1262. München, Beck 1998, ISBN 3-406-42062-1.
  • Hedwig Röckelein (Hrsg.): Kannibalismus und europäische Kultur. Edition Diskord, Tübingen 1996, ISBN 3-89295-582-4.
  • Michael Schneider: Tödliches Begehren – Kannibalen und Serienmörder. BOD, Norderstedt 2004, ISBN 3-8334-1269-0.
  • Dominik Schrey: "If I die, you can eat me" - Kannibalismus als Motiv im Spielfilm. In: Christian Hoffstadt u. a. (Hrsg.): Der Fremdkörper. Bochum/Freiburg im Breisgau 2008, ISBN 978-3-89733-189-1, S. 551–570.
  • Christian Spiel: Menschen essen Menschen: Die Welt der Kannibalen. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1974, ISBN 3-436-01952-6.
  • Reay Tannahill: Fleisch und Blut – Eine Kulturgeschichte des Kannibalismus. München 1979, ISBN 3-442-11215-X.
  • Ewald Volhard: Kannibalismus. 1939 (Die umfangreichste ethnologische Studie zum Thema)
  • Hans-Volker Werthmann: Die Leere war weg. Psychoanalytische Anmerkungen zum Rotenburger Kannibalismus-Fall. In: Psyche. Band 8, 2006, S. 763–775.

  Weblinks

 Commons: Kannibalismus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Kannibalismus – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

  Einzelnachweise

  1. Ulrike Zischka u. a. (Hrsg.): Die anständige Lust. Von Esskultur und Tafelsitten. München 1994, S. 37.
  2. Y. Fernández-Jalvo, J.C. Déz, J.M. Bermúdez de Castro, E. Carbonell, J. L. Arsuaga: Evidence of early Cannibalism. In: Science. 271, 1996, S. 269–270 doi:10.1126/science.271.5247.277
  3. Jörg Orschiedt: Manipulationen an menschlichen Skelettresten. Taphonomische Prozesse, Sekundärbestattungen oder Kannibalismus? Tübingen 1999, S. 60.
  4. Jörg Orschiedt: Zur Frage der Manipulationen am Schädel des "Homo steinheimensis". In: I. Campen, J. Hahn, M. Uerpmann (Hrsg.): Spuren der Jagd - Die Jagd nach Spuren. Festschrift Prof. H. Müller-Beck. (Tübinger Monographien zur Urgeschichte Bd. 11) Tübingen 1996, S. 467–472.
  5. E. Trinkaus: Cannibalism and burial at Krapina. In: Journal of Human Evolution. 14/2, 1985, S. 203–216.
  6. The Krapina Neandertals. A Comprehensive, Centennial, Illustrated Bibliography. (Bibliographie aller Forschungsarbeiten zu Krapina. pdf-Download 2,9 MB)
  7. Jörg Orschiedt: Der Fall Krapina – neue Ergebnisse zur Frage von Kannibalismus beim Neandertaler. In: Quartär. 55, 2008, S. 63–81.
  8. Website Hortus-Höhle
  9. F. V. Ramirez Rozzi, F. d’Errico, M. Vanhaeren, P. M. Grootes, B. Kerautret, V. Dujardin: Cutmarked human remains bearing Neandertal features and modern human remains associated with the Aurignacian at Les Rois. In: Journal of Anthropological Sciences. 87, 2009, S. 153–185.
  10. Jörg Orschiedt: Manipulationen an menschlichen Skelettresten. Taphonomische Prozesse, Sekundärbestattungen oder Kannibalismus? Tübingen 1999, S. 164–175.
  11. Bruno Boulestin, Andrea Zeeb-Lanz, Christian Jeunesse, Fabian Haack, Rose-Marie Arbogast, Anthony Denaire: Mass cannibalism in the Linear Pottery Culture at Herxheim (Palatinate, Germany). In: Antiquity. 83, Number 322 (2009), S. 968–982.
  12. Andrea Zeeb-Lanz zum Herxheim-Projekt
  13. Stellungnahme zur Frage Kannibalismus in Herxheim
  14. Fontbrégoua ein Mythos?
  15. Rüdiger Glaser: Klimageschichte Mitteleuropas. 1200 Jahre Wetter, Klima, Katastrophen. Mit Prognosen für das 21. Jahrhundert. Darmstadt 2008, S. 58.
  16. Steven A. LeBlanc: Prehistoric Warfare in the American Southwest. University of Utah Press, Salt Lake City, Utah 1999, ISBN 0-87480-581-3.
  17.  Abd al-Latif al-Baghdadi: Relation de l'Egypte par Abd-Allatif. Impr. Impériale, Paris 1810 (Originaltitel: Al-Ifadah Wa'l-I'Tibar, übersetzt von Silvestre de Sacy) (eingeschränkte Vorschau in der Google Buchsuche). zitiert von A. Humboldt in: Reise in die Aequinoctialregionen des neuen Continents
  18.  Alexander von Humboldt: Alexander von Humboldt. Briefe aus Amerika 1799–1804. Akademie Verlag, Havana 1801 (eingeschränkte Vorschau in der Google Buchsuche).
  19. Paul Raffaele: Sleeping with Cannibals. In: Smithsonian. September 2006, S. 3.
  20. a b  Dr. Richard Sugg: ‘Good Physic but Bad Food’: Early Modern Attitudes to Medicinal Cannibalism and its Suppliers. In: English Studies, Durham University, Durham DH1 3HP, UK.. Soc Hist Med 19, Durham, S. 225-240 (The subject of medicinal cannibalism in mainstream western medicine has received surprisingly little historical attention. This paper argues that this phenomenon, far from being as marginal as its neglected status might imply, was closely integrated with many underlying medical theories in the early modern period. Moreover, the phenomenon sheds valuable light on the authority of learned medicine, attitudes to cannibalism and to the often emphatically spiritual basis of Paracelsian medicine. This article aims to show that, while widely accepted by patients and practitioners, corpse medicine was legitimised by a mixture of potentially incompatible factors, including rarity, spiritual virtue, learned authority and commercial normalisation. As historical circumstances changed, these factors would ultimately undermine a once mainstream medical treatment., http://www.dur.ac.uk/english.studies/academicstaff/?username=dng0rs).
  21. Beth A. Conklin: Consuming grief: compassionate cannibalism in an Amazonian society. University of Texas Press, Austin 2001, ISBN 0-292-71236-7.
  22. Mabel Peacock: Executed criminals and folk medicine. In: Folklore. [London Folklore Society] 7 1896, S. 268–283.
  23. Vitalkraft intus oder Kannibalismus in Europa, abgerufen am 6. Februar 2009
  24. Die Heilkraft des Todes, SPIEGEL ONLINE, abgerufen am 6. Februar 2009
  25. Beatrix Geßler-Löhr: Mumia vera aegyptiaca im Abendland. (pdf)
  26. Rebekka Müller: Das traurige Maiskorn oder Kannibalismus aus Mitleid. 2006.
  27. http://news.bbc.co.uk/2/hi/asia-pacific/3263163.stm
  28. Bernal Díaz del Castillo: Die Wahrhafte Geschichte der Eroberung von Mexiko. S. 153.
  29. Georg Forster: Reise um die Welt. 1983, S. 443–445.
  30. J. C. Beaglehole (Hrsg.): The Journals of Captain James Cook on his Voyages of Diascovery. Vol II, 1969, S. 292–294, 776, 818.
  31. a b Lyle B. Steadman, Charles F. Merbs: Kuru and Cannibalism. In: American Anthropologist. 84 1982, S. 611–627.
  32. Siehe englische Wikipedia der Stamm der Lele
  33. Die Woche. Ausgabe 38 vom 20. September 1913, S. 1622.
  34. a b Silvia Freiin Ebner von Eschenbach: Speise für die Toten – Speise aus den Toten – Ahnenopfer und Kannibalismus in China. In: Perry Schmidt-Leukel (Hrsg.): Die Religionen und das Essen. Kreuzlingen 2000, S. 214.
  35. Silvia Freiin Ebner von Eschenbach, S. 215.
  36. a b c Silvia Freiin Ebner von Eschenbach, S. 216.
  37. Joseph Jurt: Die Kannibalen: erste europäische Bilder der Indianer – von Kolumbus bis Montaigne. 2002
  38. Gereon Janzing: Kannibalen und Schamanen. Verbreitete Irrtümer über fremde Völker. 2007.
  39. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-16358524.html
  40. A journey through hell's gate. The Age, abgerufen am 25. Juli 2009.
  41. Neil Hanson: The Custom of the Sea.
  42. Nicolas Werth: Die Insel der Kannibalen: Stalins vergessener Gulag. Siedler, München 2006, ISBN 3-88680-853-X.
  43. Hierzu Steven Bela Várdy, Agnes Huszar Várdy: Cannibalism in Stalin’s Russia und Mao’s China. In: East European Quarterly. XLI, No. 2, June 2007, S. 223–238, hier 226–233. (pdf, Abruf am 23. März 2010).
  44. Albrecht Lehmann: Hungerkultur. Zur Erfahrung des Nahrungsmangels in der totalen Institution sowjetischer Kriegsgefangenenlager des Zweiten Weltkriegs. In: Uwe Spiekermann (Hrsg.): Ernährung in Grenzsituationen. Berlin 2002, S. 113.
  45. Yuki Tanaka: Japan admits war crimes conducted in WWII.
  46. Peggy Reeves Sanday: Female Power and Male Dominance: On the Origins of Sexual Inequality. Cambridge University Press, Cambridge 1981, S. 48f.
  47. Peggy Reeves Sanday: Divine Hunger: Cannibalism as a Cultural System. Cambridge University Press, Cambridge 1986, S. 108.
  48. Merry E. Wiesner-Hanks: Christianity and Sexuality in the Early Modern World: Regulating Desire, Reforming Practice. Routledge, New York 2000, S. 146.
  49. Jennifer L Morgan: Laboring Women: Reproduction and Gender in New World Slavery. University of Pennsylvania Press, Philadelphia 2004, S. 19.
  50. Arturo J. Aldama (Hrsg.): Violence and the Body: Race, Gender, and the State. Indiana University Press, Bloomington, S. 164.
  51. Debbie Lee: Slavery and the Romantic Imagination. University of Pennsylvania Press, Philadelphia 2004, S. 78ff.
  52. John McLeish: Theory of Social Change: Social Theory and Methodology. Routledge, London 2003, S. 38.
  53. Robin Hackett: Sapphic Primitivism: Productions of Race, Class, and Sexuality in Key Works of Modern Fiction. Rutgers University Press, Piscataway, NJ 2004, S. 138ff.
  54. [1] auf: faz.net, 12. Dezember 2002.
  55. Der Kannibale von Norrland. Focus online, abgerufen am 25. Juli 2009.
  56. Mail Online: Boy 'skinned and eaten' by his cannibal cult family after being held captive in a cellar. 21st June 2008, abgerufen am 6. August 2010.
  57. Daniel McLaughlin: Chance discovery of abused child reveals bizarre Czech grail cult. The Independent, Saturday, 2 June 2007, abgerufen am 6. August 2010.
  58. [2] auf: n-tv.de, 23. Juni 2010.
  59. [3] auf: bild.de, 31. Mai 2012.
  60. [4] auf bild.de, 28. Mai 2012.
  61. [5] auf: spiegel.de, 14. April 2012.
  62. "Cloud Nine". US-Polizei warnt nach Kannibalen-Attacken vor Zombie-Droge. Meldung in der Augsburger Allgemeinen vom 7. Juni 2012.
  63. Sebastian Moll: "Zombie"-Angriffe: Horror aus dem Badesalz. Meldung in der Frankfurter Rundschau vom 14. Juni 2012.
  64. Kannibalismus in den USA: Nackter Mann verbeißt sich im Gesicht seines Opfers. Meldung bei focus.de vom 28. Mai 2012.
  65. Kannibalismus, Wenn Leichen zu Schaschlik verarbeitet werden. auf: stern.de, 23. Juli 2003.
  66. [6], auf news.at, 2. Juli 2012.
  67. Kurt Ranke, Hermann Bausinger, Rolf Wilhelm Brednich: Enzyklopädie des Märchens. Walter de Gruyter, 1977, ISBN 3-11-011763-0, S. 99.
   
               

 

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