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Wikipedia

Kronberger Malerkolonie

                   

Die Kronberger Malerkolonie war eine der frühesten Malerkolonien in Deutschland. Sie wurde 1858 durch die Maler Anton Burger und Jakob Fürchtegott Dielmann in Kronberg im Taunus ins Leben gerufen. Eine der ersten, der es den beiden nachmachte, war Philipp Rumpf.

Burger und Dielmann wurden in ihrem künstlerischen Schaffen von Wilhelm Leibl beeinflusst und damit war auch eine Verbindung zur Schule von Barbizon und Gustave Courbet gegeben. In der Zeit, in der die „Naturalisten“ ihre Ateliers verließen und en pleine air malten, zog es auch viele Künstler in die Stadt im Taunus. Überwiegend waren es Schüler des Städelschen Kunstinstituts in Frankfurt. Richtungsweisende Lehrer dort waren u.a. Jakob Becker und Heinrich Hasselhorst, welche ebenfalls dieser Malerkolonie nahe standen.

Eine einheitliche Ausrichtung eines gemeinsamen Stils gab es nicht, wiewohl sich doch viele der Landschafts- und Genremalerei widmeten. Der Einfluss der Schule von Barbizon ist zwar spürbar, doch wurde in der „realistischen Landschaftsdarstellung“ gerade die Lichteffekte enorm weiterentwickelt.

Die Bindung der einzelnen Künstler zu Kronberg war sehr unterschiedlich. Einige ließen sich für den Rest ihres Lebens in Kronberg nieder, andere lebten nur für eine gewisse Zeit hier. Manche kamen über Jahre regelmäßig im Frühjahr oder Sommer zu längeren Aufenthalten in den Taunus. Das lange Bestehen dieser Malerkolonie ist wohl auf den fast schon familiären Zusammenhalt und Umgang der Künstler untereinander zurückzuführen. Dort war keiner irgendeinem Wettbewerbsdruck ausgesetzt und jeder konnte von jedem profitieren.

Nach dem Tod ihres Ehemanns Friedrich III. am 15. Juni 1888 zog sich Kaiserin Victoria (Kaiserin Friedrich) auf ihren Witwensitz Schloss Friedrichshof in Kronberg zurück. Dort lebte die Hobby-Malerin bis zu ihrem Tod am 5. August 1901. In dieser Zeit schätzte sie ihre Treffen mit verschiedenen Künstlern und den künstlerischen Austausch in der Malerkolonie sehr.

Inhaltsverzeichnis

  Gegenwart

  Seit 2002 Museum in der Streitkirche

Die Museumsgesellschaft Kronberg e.V. (gegründet 1979) hat, zusammen mit der Stadt Kronberg, 2001 eine Stiftung Kronberger Malerkolonie ins Leben gerufen. Sinn der Gründung ist, das Erbe der Kolonie zu bewahren und dafür ein Museum zu errichten und zu verwalten. Seit Februar 2002 gibt es dieses Museum in der Streitkirche, in dafür gemieteten Räumen.

  Wichtige Kronberger Künstler

  Ausstellung

  • 2011: Auf Papier zu den Malern der Kronberger Kolonie im Museum Kronberger Malerkolonie.[1]

  Literatur

  • Uwe Opper (Hrsg.): Die Kronberger Malerkolonie und befreundete Frankfurter Künstler. Opper, Kronberg 2008, ISBN 3-924831-06-8.
  • Heinrich Weizsäcker (Hrsg.): Kunst und Künstler in Frankfurt am Main im 19. Jahrhundert. Baer, Frankfurt am Main.
    • 1. Das Frankfurter Kunstleben im 19. Jahrhundert. 1907.
    • 2. Biographisches Lexikon der Frankfurter Künstler im 19. Jahrhundert. 1909.
  • August Wiederspahn, Helmut Bode: Die Kronberger Malerkolonie. Ein Beitrag zur Frankfurter Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts. Kramer, Frankfurt am Main 1982, ISBN 3-7829-0183-5.
  • Gerhard Wietek (Hrsg.): Deutsche Künstlerkolonien und Künstlerorte. Thiemig, München 1976, ISBN 3-521-04061-5.

  Weblinks

  Einzelnachweis

  1. Schwankende Moderne in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 19. Juni 2011, Seite R4
   
               

 

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