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| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
![]() |
|
|
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Landkreis: | Bautzen | |
| Höhe: | 123 m ü. NN | |
| Fläche: | 41,9 km² | |
| Einwohner: |
9247 (31. Dez. 2011)[1] |
|
| Bevölkerungsdichte: | 221 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 02991 | |
| Vorwahl: | 035722 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BZ | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 6 25 310 | |
| Stadtgliederung: | 6 Gemeindeteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Karl-Liebknecht-Str. 18 02991 Lauta |
|
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Hellfried Ruhland (Freie Wähler) | |
| Lage der Stadt Lauta im Landkreis Bautzen | ||
Lauta, sorbisch Łuty, ist eine Kleinstadt im Norden des sächsischen Landkreises Bautzen.
Inhaltsverzeichnis |
Das Gemeindegebiet befindet sich am südlichen Rand des Lausitzer Seenlandes, südlich der Schwarzen Elster. Die Stadt grenzt im Westen an die Ortsteile Großkoschen und Hosena der brandenburgischen Stadt Senftenberg, deren Stadtzentrum etwa 15 Kilometer entfernt liegt. In östlicher Richtung liegt, ebenfalls rund 15 Kilometer entfernt, Hoyerswerda. Der Erikasee befindet sich im Gemeindegebiet, der Senftenberger See etwas westlich davon. Lauta ist die einzige sächsische Stadt in der Niederlausitz.[2]
Ortsteile sind Lauta, Lauta-Dorf, Laubusch sowie Leippe, Torno und Johannisthal.
Die drei Ortsteile Leippe, Torno und Johannisthal waren als Ortschaft unter dem ehemaligen Gemeindenamen Leippe-Torno zusammengeschlossen.
Das Dorf Lauta wurde im Jahr 1374 als Luthe erstmals urkundlich in einem Zinsbrief des Klosters St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau erwähnt.[2] Die Kirche wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört und 1652 wieder aufgebaut.
Bekannt wurde Lauta vor allem durch das Lautawerk der Vereinigten Aluminiumwerke A.G., eine im Ersten Weltkrieg gebaute Aluminiumhütte, auf die wiederum der Produktname Lautal (Kunstwort) zurückgeht. Mit dem Bau der Aluminiumhütte erfolgt der Aufbau einer gleichnamigen Barackensiedlung östlich des Dorfes. Massive Wohnungen für Arbeiter entstanden 1918 durch den Aufbau der nördlich des Werks gelegenen Gartenstadt Lauta-Nord. 1928 entstand die Gartenstadt Erika aus Entwürfen des Architekten Ewald Kleffel.
Die für das Bauhaus in Dessau verwendeten Aluminium-Beschläge (Türgriffe etc.) der Marke BALUMIN (Al) der Firma Batz & Co kamen aus dem Aluminiumwerk und waren eine im Lautawerk unter der Bezeichnung G54 gefertigten Legierung. 1943 erfolgte der Bau des Bahnhofs für das Lautawerk. Im Zweiten Weltkrieg waren im Lautawerk 4000 osteuropäische Zwangsarbeiter, insbesondere Juden, eines nahegelegenen Zwangsarbeiterlagers eingesetzt. Die unsäglichen Lebensbedingungen forderten viele Todesopfer.[3]
Der Werkleiter des Volkseigenen Betriebes war von 1956 bis 1963 Alfred Götze.
1952 wurde das größtenteils sorbische Dorf Lauta in den Ort Lautawerk eingemeindet, dabei übernahm die Gemeinde den Namen Lauta, während das Dorf den Namen Lauta-Dorf bekam. Die zum Kreis Hoyerswerda gehörende Gemeinde erhielt 1965 das Stadtrecht.
Auf dem alten Werksgelände entstand in einer Bauzeit von zwei Jahren (2002–2004) eine thermische Abfallbehandlungsanlage, die TA Lauta. Ein lokaler Bürgerentscheid hat sich gegen diese Anlage ausgesprochen.
Die Sanierung des Grundwassers der ökologischen Altlast in Lauta wurde abgeschlossen, die Reinigungsanlage für das Grundwasser wurde Ende Oktober 2007 abgeschaltet. Die Messwerte der letzten zwölf Wochen ergaben so geringe Schadstoffmengen, dass künftig das Grundwasser unbehandelt in das Gewässer geleitet werden kann [4].
Laubusch wurde am 1. Januar 2001 eingemeindet.[5] Am 1. Januar 2007 kam Leippe-Torno hinzu.[6].
Auf dem Dorfanger in Lauta-Dorf befinden sich mehrere Kriegerdenkmale.
Die Stadt Lauta verfügt über zwei Grundschulen (davon eine in Laubusch) und eine Mittelschule.
Die heutige Mittelschule wurde 1942 eröffnet. Schulleiter ist seit 1990 Herr Matthes.
Durch das Stadtgebiet führen die Bahnstrecke Węgliniec–Falkenberg/Elster und die Bundesstraße 96.
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