sensagent's content
Dictionary and translator for handheld
New : sensagent is now available on your handheld
Advertising ▼
Webmaster Solution
Alexandria
A windows (pop-into) of information (full-content of Sensagent) triggered by double-clicking any word on your webpage. Give contextual explanation and translation from your sites !
SensagentBox
With a SensagentBox, visitors to your site can access reliable information on over 5 million pages provided by Sensagent.com. Choose the design that fits your site.
Business solution
Improve your site content
Add new content to your site from Sensagent by XML.
Crawl products or adds
Get XML access to reach the best products.
Index images and define metadata
Get XML access to fix the meaning of your metadata.
Please, email us to describe your idea.
Lettris
Lettris is a curious tetris-clone game where all the bricks have the same square shape but different content. Each square carries a letter. To make squares disappear and save space for other squares you have to assemble English words (left, right, up, down) from the falling squares.
boggle
Boggle gives you 3 minutes to find as many words (3 letters or more) as you can in a grid of 16 letters. You can also try the grid of 16 letters. Letters must be adjacent and longer words score better. See if you can get into the grid Hall of Fame !
English dictionary
Main references
Most English definitions are provided by WordNet .
English thesaurus is mainly derived from The Integral Dictionary (TID).
English Encyclopedia is licensed by Wikipedia (GNU).
Copyrights
The wordgames anagrams, crossword, Lettris and Boggle are provided by Memodata.
The web service Alexandria is granted from Memodata for the Ebay search.
The SensagentBox are offered by sensAgent.
Translation
Change the target language to find translations.
Tips: browse the semantic fields (see From ideas to words) in two languages to learn more.
last searches on the dictionary :
computed in 0.031s
Marie NDiaye (* 4. Juni 1967 in Pithiviers, Département Loiret), auch N'Diaye, ist eine französische Schriftstellerin.
Inhaltsverzeichnis |
Marie NDiaye ist die Tochter einer französischen Mutter und eines senegalesischen Vaters. Ihre Mutter war Lehrerin. Ihr Vater verließ die Familie und wenig später Frankreich, als Marie noch im Säuglingsalter war. Marie war eine sehr gute Schülerin; ihr Französischlehrer wollte sie für die Teilnahme am Concours général anmelden. Sie schlug jedoch dieses Angebot aus, und entschied sich, im Gegensatz zu ihrem älteren Bruder, auch gegen eine Ausbildung an der École Normale Supérieure. Ihr Berufswunsch, Schriftstellerin zu werden, stand für sie schon zu Schulzeiten fest.
1985 schickte sie ihr erstes Romanmanuskript Jérôme Lindon, dem Verleger der renommierten Éditions du Minuit. Der Verleger, von ihrem kraftvollen Stil beeindruckt, nahm das Manuskript an. Der Roman erschien unter dem Titel Quant au riche avenir (deutsch: Was die reiche Zukunft betrifft). Ihr zweiter Roman, Comédie classique, erschien 1988 bei POL; es folgten weitere Romane. Im Auftrag von Radio France schrieb sie 1999 Hilda, was den Beginn ihrer Arbeit als Dramatikerin bedeutete. Seither hat Marie NDiaye noch vier Theaterstücke geschrieben, eines zusammen mit ihrem Ehemann Jean-Yves Cendrey. Das Theaterstück Papa doit manger (deutsch: Papa muss essen) wurde 2003 an der Comédie-Française uraufgeführt. Mit der Filmregisseurin Claire Denis schrieb sie 2009 das Drehbuch für deren Film White Material.
Mit ihrem Ehemann und ihren drei Kindern hat Marie NDiaye viele Male den Wohnsitz von Land zu Land gewechselt: Von Frankreich nach Spanien, von dort nach Italien, in die Niederlande und zurück nach Frankreich. „Nur auf sich selbst gestellt sein, seine Zeit frei gestalten können, dort leben, wo man möchte“[1], ist ihr erklärtes Motto. Seit der Wahl von Nicolas Sarkozy zum Staatspräsidenten lebt Marie NDiaye mit ihrer Familie in Berlin. Pap NDiaye, Historiker an der École des hautes études en sciences sociales (EHESS) und Begründer der französischen Black studies, ist ihr Bruder.
Die herrschsüchtige und einsame Madame Lemarchand findet in der jungen Hilda das ersehnte Dienstmädchen. Sie ist schön, sie ist zurückhaltend, sie ist perfekt. Den Lohn erhält ihr Ehemann Franck, was diesen jedoch nicht über die fortschreitende Vereinnahmung seiner Frau hinwegtäuschen kann. Wortreich nimmt Madame Lemarchand Hilda in Besitz, kleidet und frisiert sie und saugt sie in sich auf. Zur leeren Hülle verkommen erweckt Hilda zuletzt nur noch die Verachtung Madame Lemarchands – und ihr Mann sucht sich einen Ersatz.
Hilda ist ein Theaterstück um die Macht der Worte und die Sprachlosigkeit des Unterworfenen. Hilda hat keine Stimme. Auch wenn der Zuschauer ihren Widerstand erwartet, sie selbst wird die Szene nicht betreten.
Es ist der 14. Juli, französischer Nationalfeiertag, und France begrüßt überrascht ihre Schwiegermutter. Doch Madame Diss kommt gar nicht wegen des Feuerwerks. Sie hat Schulden gemacht und will von ihrem Sohn Geld. France kann ihr nicht weiterhelfen, denn ihr Mann ist in Rage und will seine Mutter nicht sehen. Nancy, die Ex-Ehefrau des Mannes, nähert sich dem Haus ebenfalls. Der 14. Juli ist der Todestag ihres gemeinsamen Sohnes und sie hatte endlich den Mut gefasst, das Grab des kleinen Jacky zu besuchen.
„Die Schlangen“ zeigt das heillose Züngeln der drei Frauen vor verschlossener Tür. Wie sich herausstellt, wurde Jacky von seiner Mutter zurückgelassen und seinem gewalttätigen Vater ausgeliefert. Dieser misshandelte ihn und sperrte ihn in einen Schlangenkäfig, wo Jacky schließlich starb. Dass sich hinter der Tür – und vor den Augen der Zuschauer – eine weitere Opferung von Kindern anbahnt, nehmen die auf sich selbst fixierten Frauen nicht wahr. Eine unfassbare Geschichte, die das Versagen von Erwachsenen zum Thema hat.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | NDiaye, Marie |
| ALTERNATIVNAMEN | N'Diaye, Marie |
| KURZBESCHREIBUNG | französische Schriftstellerin |
| GEBURTSDATUM | 4. Juni 1967 |
| GEBURTSORT | Pithiviers |