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| National Rifle Association (NRA) |
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|---|---|
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|
| Zweck: | Sportschießen, Sicherheit in der Handhabung von Schusswaffen, Lobbyorganisation |
| Vorsitz: | David Keene |
| Gründungsdatum: | 17. November 1871 in New York[1] |
| Mitgliederzahl: | 4.200.000 Personen, 10.700 Vereinigungen[2] |
| Sitz: | Fairfax, Virginia, USA |
| Website: | http://www.nra.org |
Die National Rifle Association (NRA) („Nationale Schusswaffenvereinigung“) ist eine US-amerikanische Organisation, die sich dem Sportschießen und dem Training zum sicheren und geschickten Umgang mit Schusswaffen verschrieben hat. Außerdem tritt sie als Waffen-Lobby für ein allgemeines Waffenbesitzrecht und die Rechte der Schusswaffenbesitzer ein. Die NRA bezeichnet sich selbst als „die älteste Bürgerrechtsorganisation der Vereinigten Staaten“. Nach eigenen Angaben[2] sind 4,2 Millionen Personen und 10.700 Vereinigungen Mitglieder der NRA.
Inhaltsverzeichnis |
Die NRA wurde kurz nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg von Offizieren der Union gegründet, die von den schlechten Schießkünsten der Soldaten der Union während des Krieges entsetzt waren. Dieses Problem sollte durch die Förderung des Schützensports und der Schießkunst in der allgemeinen Bevölkerung, einschließlich ehemaliger Sklaven aus den Staaten mit vorher erlaubter Sklaverei, bekämpft werden. Auf Grund dieser Tatsache war die NRA in diesen Staaten zunächst eher unpopulär und wurde vom Ku-Klux-Klan als Feind betrachtet. Auch in den Nordstaaten sahen Politiker die Organisation kritisch, weil sie eine Militarisierung der Bürger fürchteten.
Colonel William Conant Church und General George Wood Wingate sind durch eine vom Staat New York am 17. November 1871 erlassene Urkunde die verbrieften offiziellen Gründer der NRA. Vorbild war die 1859 gegründete britische Rifle Association. Die erste Schießbahn wurde auf Long Island angelegt. Der erste Präsident der NRA wurde der frühere Kommandeur der Unionsarmee Ambrose Burnside. Sein Nachfolger wurde William C. Church und 1883 der frühere US-Präsident Ulysses S. Grant.
Charlton Heston, der die Organisation seit 1998 anführte, trat aufgrund seiner Alzheimer-Krankheit im April 2003 von seinem Amt als Präsident und Sprecher der NRA zurück. Seine Nachfolger waren Kayne Robinson und Sandra Froman. Im Mai 2009 wurde Ron Schmeits zum Präsident der NRA gewählt[3] und löste den seit 2007 im Amt befindlichen John C. Sigler ab. Seit Mai 2011 ist David Keene Präsident der NRA.[4]
Die NRA wird vor allem von Befürwortern einer stärkeren Kontrolle von Schusswaffen kritisiert, deren Meinung nach die Politik der NRA auf eine nicht ausreichende Waffenkontrolle ausgerichtet ist. Einer der berühmtesten Kritiker ist der amerikanische Filmemacher und Autor Michael Moore, dessen Kritik sich unter anderem an dem früheren Vorsitzenden Charlton Heston festmachte. In dem Film Bowling for Columbine setzt sich Moore mit den Themen NRA, Waffengesetzgebung und Kultur der Angst auseinander. Seiner Meinung nach liegen darin die Ursachen für die übermäßig vielen Todesopfer durch Schusswaffengebrauch in den USA.
Allerdings sieht sich die NRA auch Kritik aus Kreisen der Waffenbefürworter ausgesetzt, die das amerikanische Recht auf Waffenbesitz als uneinschränkbar ansehen und folglich gegen jede Art der Waffenkontrolle sind – auch gegen die von der NRA unterstützten relativ liberalen Gesetze.
Auch wurde die NRA kritisiert, als sie nach dem Columbine-Amoklauf in Denver ihre jährliche Jahreshauptversammlung abhielt. Die NRA führt dazu an, dass sie die Veranstaltung auf das rechtlich vorgeschriebene Maß gekürzt und alle Begleitveranstaltungen abgesagt hat, eine Verlegung in der Kürze der Zeit aber nicht möglich war. Dies wird in Moores Film anders dargestellt.
Weiterhin wird der NRA vorgeworfen, nach der Erschießung der sechsjährigen Schülerin Kayla Rolland am 29. Februar 2000 durch ihren gleichaltrigen Klassenkameraden in einer Grundschule in Mount Morris Township, Michigan, erneut einen Vortrag gehalten zu haben. Der sechsjährige Dedrick Owens hatte die geladene Pistole mit 7,65 mm Browning Kaliber im Haus seines Onkels gefunden[5] und zur Schule mitgenommen.[6] Die Veranstaltung war jedoch fast acht Monate nach dem Vorfall und eine Wahlveranstaltung auf der Charlton Heston redete. Zu dem Zeitpunkt fanden mehrere Wahlveranstaltungen in der Gegend statt. Der NRA wird auch dies als direkte Reaktion auf den Mord und als unsensibles Verhalten vorgeworfen, was die NRA als "verzerrt dargestellt" zurückweist.
Die NRA ist seit 1996 stimmberechtigtes Gründungsmitglied des WFSA (World Forum on the Future of Sport Shooting Activities), das die Belange der privaten Waffenbesitzer bei allen UN-Kleinwaffenkonferenzen als Nichtregierungsorganisation mit Beraterstatus unterstützt.
Am 19. Oktober 2005 trat im Bundesstaat Alaska ein Waffengesetz in Kraft, das sowohl den Besitz von Handfeuerwaffen, als auch ihr Mitführen im PKW liberalisiert. Das Gesetz war auf Betreiben der National Rifle Association verabschiedet worden, um den restriktiveren lokalen Grundsätzen der Kommunen und Countys zuvorzukommen. Alaska soll nach dem Willen der NRA Vorbild für die anderen Bundesstaaten werden.