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| Popakademie Baden-Württemberg GmbH | |
|---|---|
| Gründung | 2003 |
| Ort | Mannheim |
| Bundesland | Baden-Württemberg |
| Staat | Deutschland |
| Geschäftsführer | Hubert Wandjo und Udo Dahmen |
| Studenten | 250 (2011) |
| Website | www.popakademie.de |
Die Popakademie Baden-Württemberg mit Sitz in Mannheim ist eine staatliche Hochschuleinrichtung für Populäre Musik. Sie wurde 2003[1] vom Land Baden-Württemberg in Form einer Public Private Partnership gegründet und wird aus öffentlichen und privaten Mitteln finanziert. Mehrheitsgesellschafter der Akademie sind das Land Baden-Württemberg und die Stadt Mannheim, weitere Partner sind der SWR und eine Gruppe von Mannheimer Wirtschaftsunternehmen.[2]
Inhaltsverzeichnis |
Die Popakademie ging aus der Rockstiftung Baden-Württemberg hervor, die 1996 vom SWR (vormals SWF) und vom Land als Piloteinrichtung zum Zwecke der Förderung der regionalen Musikszene Baden-Württembergs in Baden-Baden gegründet wurde. Diese hatte sich vorwiegend mit Projekten wie dem Bandpool, Weiterbildungs-Seminaren und dem pop.forum-Branchenmeeting einen Namen gemacht.
Im Jahr 2003 kam es auf Initiative des Stuttgarter Staatsministeriums zur Gründung der Popakademie Baden-Württemberg durch das Land. Der Standort der Popakademie wurde nicht zuletzt wegen der aktiven Musikszene nach Mannheim vergeben. Gründungsgesellschafterin ist die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LfK)[3]
Zum Wintersemester 2003/04 nahm der erste Studienjahrgang das Bachelorstudium im Bereich Popularmusik bzw. Musikbusiness auf. Zum damaligen Zeitpunkt gab es damit erstmals in Deutschland die Möglichkeit eines grundständigen Bachelorstudiums in diesen Fachbereichen. Zunächst bezog die Popakademie Quartier in Übergangsräumen in der Mannheimer Innenstadt. Zum Wintersemester 2004/05 konnte der Neubau der Popakademie (über 2.000 Quadratmeter Nutzfläche) im Mannheimer Stadtteil Jungbusch bezogen werden.
Im Juni 2007 wurden die ersten Absolventen im Rahmen einer Bachelor-Feier unter Beteiligung des damaligen Mannheimer Oberbürgermeisters Gerhard Widder offiziell verabschiedet.
Die ursprünglich als Kompetenzzentrum für die Musik- und Medienbranche gegründete Einrichtung entwickelt sich in den letzten Jahren mehr und mehr zu einer klassischen Hochschule. Projekte wie Branchenmeeting, Kongresse, regionale Musikförderung und OpenHouse-Veranstaltungen wurden schrittweise zurückgefahren. Bislang ist noch offen, ob das gemeinsam mit Universal Music geführte Label nach der ersten Veröffentlichung im Sommer 2007 weitergeführt wird. Die ursprünglich von Universal Music vergebenen Stipendien wurden ab 2008 eingestellt, jedoch bleibt Universal Gesellschafter und vergibt Praktikumsplätze an Musikbusiness-Studenten.
Zum Wintersemester 2011/12 wurde das Ausbildungsangebot an der Popakademie Baden-Württemberg um zwei Masterstudiengänge erweitert. Im Fachbereich Musikbusiness gibt es dann neben dem schon bestehenden Bachelor of Arts-Studiengang Musikbusiness den Master of Arts-Studiengang Music and Creative Industries. Im Fachbereich Populäre Musik kam zu dem Bachelorstudiengang Popmusikdesign der Masterstudiengang Populäre Musik hinzu. Für das neue Angebot wurde das Hauptgebäude um zwei Stockwerke mit 1.600 Quadratmeter aufgestockt.
Die Popakademie Baden-Württemberg bietet innerhalb der beiden Fachbereiche Musikbusiness und Populäre Musik jeweils einen Bachelor- und Masterstudiengang an. Der Fachbereich Musikbusiness umfasst den Bachelorstudiengang Musikbusiness (MB) und den Masterstudiengang Music and Creative Industries (MCI). Der Fachbereich Populäre Musik umfasst den Bachelorstudiengang Popmusikdesign (PMD) und den Masterstudiengang Popular Music (PM). Abgeschlossen wird das Studium mit dem Bachelor of Arts bzw. Master of Arts. Die Abschlüsse entsprechen denen einer künstlerischen Hochschule des Landes Baden-Württemberg.
Zu den Dozenten zählen unter Anderen Peter Wölpl (Gitarre), Udo Dahmen (Drums), Jost Nickel (Drums), Benny Greb (Drums) und Peter Wicke.
In der Zwischenzeit konnten auch einige Achtungserfolge erzielt werden: Zu den bekanntesten Absolventen des Popmusikbereichs gehören Konstantin Gropper mit seinem Projekt Get Well Soon, der Rapper DannyFresh (u.a. Feature MC für Xavier Naidoo), die Rockband Hesslers, die Glamrockband My baby wants to eat your pussy, der Singer/Songwriter Cris Cosmo, sowie die Sängerin, Gitarristin und Songwriterin Johanna Zeul.Vielen Musik-Interessierten ist auch Wallis Bird ein Begriff, die als Austauschstudentin an der Popakademie studiert hat und inzwischen mit Ihrer Band mehrere Tourneen in Großbritannien, Irland und Deutschland absolviert hat.
Neben dem Studium verfügt die Popakademie Baden-Württemberg über zahlreiche weitere Projekte und Angebote, wie z.B. das Weiterbildungsprogramm (Seminar zu Popmusik- und Musikbusiness-Themen für externe Teilnehmer) und das Bandcoaching-Projekt Bandpool (dem Acts wie Frida Gold, Auletta, Max Giesinger, Die Happy, Dorfdisko oder Revolverheld entstammen). 2006 gründete die Popakademie ein eigenes Plattenlabel[4], auf dem im Jahre 2007 die ersten Künstler veröffentlicht wurde. Als erste Band wurde die Gruppe "Peilomat" unter Vertrag genommen, die erste Veröffentlichung erfolgte im Juli 2007.
Die Popakademie Baden-Württemberg GmbH vergibt jährlich den ClubAward für die besten Live-Clubs in Baden-Württemberg in fünf Kategorien: Bester geförderter Club; Bester nicht geförderter Club; Sonderpreis für die innovativste Clubidee; Bestes Newcomerkonzept und einen Publikumspreis, der über die Homepage des SWR-Jugendradios DASDING gewählt wird. Für den ClubAward bewerben sich durchschnittlich 30 Clubs, die Bewerbungsfrist endet immer am 31. März eines Jahres. Die Verleihung findet im Rahmen des Semester-Abschlusskonzerts statt. Die Gewinnerclubs erhalten Preisgelder (10.000 Euro) und eine Trophäe.
School of Rock ist ein weiteres Projekt der Popakademie. Es findet 2011 zum sechsten Mal statt. Hier erhalten ca. 50 Schulklassen mit über 1.000 Schülern von zwölf Schulen der Metropolregion Rhein-Neckar einen Tag lang ein professionelles Coaching. Den Kindern wird der Umgang mit Instrumenten, Technik und der eigenen Stimme beigebracht, so dass am Ende ein gemeinsames Abschlusskonzert auf dem Programm steht.
Seit 2009 richtet sich die Popakademie Baden-Württemberg mit dem Integrationsprojekt InPop (Integration, Popmusik und Schule) an Mannheimer Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund. Ziel und Grundidee ist es, die Integration durch Förderung und Verbesserung der Sprachkompetenz mittels Musik weiter zu unterstützen. Im Zuge dessen finden über einen Zeitraum von drei Jahren an fünf Mannheimer Schulen für ca. 200 Schüler regelmäßige Coachings im Bereich der Popmusik statt. Zur Dokumentation des Projektes werden die wöchentlichen Coachings durch eine wissenschaftliche Begleitung evaluiert.[5]
InPop ist ein Projekt der Popakademie Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg sowie der Stadt Mannheim.
In unmittelbarer Nähe der Popakademie Baden-Württemberg GmbH befindet sich der Musikpark Mannheim, ein großes Gründerzentrum für die Musikbranche mit über 40 Unternehmen aus der Musikbranche (Tonstudios, Labels, Bookingagenturen). Sowohl die Popakademie Baden-Württemberg GmbH also auch der Musikpark Mannheim befinden sich im Mannheimer Stadtteil Jungbusch. Der Jungbusch ist das Hafenviertel der Stadt und beherbergt vor allem Künstler und Studenten (Wohnheim). Bars und Kneipen, urige Altbauten und der Verbindungskanal laden zum Feiern und Verweilen ein. Mit einem Ausländeranteil von ca. 60 % hat das Viertel im Sommer fast ein südländisches Flair.
Finanziert wurde die Popakademie im ersten Jahrzehnt ihres Bestehens vom Bundesland Baden-Württemberg, der Stadt Mannheim, dem Südwestrundfunk, dem Musikkonzern Universal Music, einer Mannheimer Unternehmensgruppe um Radio Regenbogen und von der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LfK). Etwa 30 % des Mittelbedarfs muss durch zusätzliche Sponsoren-, Projekt- und Fördermittel sowie Gebühren erwirtschaftet werden. Einer der namhaftesten Förderer war der Mannheimer Popsänger Xavier Naidoo, er war ursprünglich ebenfalls als Gesellschafter vorgesehen.[6] Ab 2009 erhöhte das Land seine Förderung um jährlich 300.000 Euro. Ende 2011 stieg Universal aus, die Mannheimer Unternehmergruppe um Radio Regenbogen folgt Ende 2012.[7]
Staatliche Universitäten: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg | Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg | Universität Hohenheim | Karlsruher Institut für Technologie | Universität Konstanz | Universität Mannheim | Universität Stuttgart | Eberhard Karls Universität Tübingen | Universität Ulm
Private Hochschulen: Zeppelin University | Hochschule für Jüdische Studien | Wissenschaftliche Hochschule Lahr | Freie Hochschule Stuttgart | Gustav-Siewerth-Akademie
Pädagogische Hochschulen: Freiburg | Heidelberg | Karlsruhe | Ludwigsburg | Schwäbisch Gmünd | Weingarten
Kunsthochschulen: Hochschule für Musik Freiburg | Hochschule für Kirchenmusik Heidelberg | Hochschule für Musik Karlsruhe | Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe | Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe | Filmakademie Baden-Württemberg | Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg | Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim | Popakademie Baden-Württemberg | Katholische Hochschule für Kirchenmusik Rottenburg | Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart | Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart | Hochschule für Musik Trossingen | Evangelische Hochschule für Kirchenmusik Tübingen
49.49648.4572Koordinaten: 49° 29′ 47″ N, 8° 27′ 26″ O