Push-/Pull-Faktoren
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Die Push- und Pull-Faktoren stellen nach Everett S. LEE (1972) eine Migrationstheorie dar, welche davon ausgeht, dass Menschen aus einem ursprünglichen Gebiet „weggedrückt“ (engl.: „to push“, „drücken“), während sie von einem anderen Gebiet „angezogen“ (engl.: „to pull“, „ziehen“) werden. Die Theorie gilt sowohl für die nationale als auch für die internationale Wanderung.
Push-Faktoren
- Wirtschaft
- Arbeitslosigkeit, kaum Einkommen
- Naturkatastrophen, kaum Einkommen
- Rohstoffe sind nicht verfügbar oder zu teuer
- strategische Überlegungen der Internationalisierung
- hohe Lohn(neben)kosten
- hohe Steuern und Abgaben
- hohe Umweltauflagen u.a. rechtliche Beschränkungen
- Soziale Probleme
- Armut
- religiöse Verfolgung
- Unsicherheit
- (Geschlechter-, Rassen-)Diskriminierung
- Ungerechte Besitzverteilung
- Abgeschiedenheit
- Ereignisse
- Katastrophen
- Demographische Probleme
- Landknappheit
- Überbevölkerung
- Politische Konflikte
- politische Verfolgung
- Gesetze
- Krieg
- Hohe Steuern
- Enteignung
- (Geschlechter-, Rassen-)Diskriminierung
Pull-Faktoren
- Wirtschaft
- Hochkonjunktur
- große Arbeitsnachfrage
- gute Verdienstmöglichkeiten
- informelle Sektoren in der Stadt (leichter Zugang für illegale Einwanderer)
- gute Verkehrsanbindung
- Wirtschaftsförderprogramme
- Soziale Vorteile
- Sicherheit
- gute Wohnmöglichkeiten, vor allem bei vorhandenem Familienbezug
- Toleranz (z.B. religiöse, sexuelle)
- Bildungsmöglichkeiten
- entwickeltes Gesundheitssystem
- breit gefächertes Freizeitangebot
- Demographische Vorzüge
- ausreichendes Flächenangebot
- strukturierte Raumplanung
- Politische Vorteile
- günstige Einwanderungsgesetze
- Möglichkeit illegaler Einwanderung
- (Sexuelle) Akzeptanz
- Rechtssicherheit
- Frieden
siehe auch
- Push-Pull-Strategie (Marketing).
Boggle