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| Riffian | |||
|---|---|---|---|
| (ital.: Rifiano) | |||
![]() |
|
||
| Bezirksgemeinschaft | Burggrafenamt | ||
| Provinz: | Bozen (Südtirol) | ||
| Region: | Trentino-Südtirol | ||
| Staat: | Italien | ||
| Einwohner (VZ 2011/31.12.2011): | 1.333/1.346 | ||
| Sprachgruppen laut Volkszählung 2011: |
97,76 % deutsch 1,85 % italienisch 0,39 % ladinisch |
||
| Koordinaten | 46° 42′ N, 11° 11′ O46.711.183333333333504Koordinaten: 46° 42′ N, 11° 11′ O | ||
| Meereshöhe: | 504 m s.l.m. | ||
| Fläche/Dauer- siedlungsraum: |
35,75/ km² | ||
| Fraktionen: | Magdfeld, Vernuer, Gfeis, Tschenn | ||
| Nachbargemeinden: | Kuens, Moos in Passeier, Sankt Leonhard in Passeier, St. Martin in Passeier, Schenna, Tirol | ||
| Partnerschaft mit: | Inning am Holz, Deutschland | ||
| Postleitzahl: | 39010 | ||
| Vorwahl: | 0473 | ||
| ISTAT-Nummer: | 021073 | ||
| Steuernummer: | |||
| Politik | |||
| Bürgermeister (2010): | Karl Werner (SVP) | ||
Riffian (ital: Rifiano) ist eine Gemeinde mit 1346 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2011) in Südtirol in Passeier nördlich von Meran.
Partnergemeinde ist Inning am Holz bei Erding.
Inhaltsverzeichnis |
Riffian wird im Jahre 1116 als Riffian erwähnt, was sich wahrscheinlich vom lateinischen Personennamen Rufius ableitet. Im Mittelalter erlangte es Bedeutung als Marien-Wallfahrtsort; heute lebt es vom Tourismus, insbesondere wegen seines milden Klimas und seiner Nähe zur Kurstadt Meran.
Dem Barockbau von Fraz Delai (1671) ist ein gotischer Vorläufer (1310 erwähnt) vorausgegangen, über den Einzelheiten nicht bekannt sind. Die Kirche birgt das Gnadenbild einer gotischen Pietà, einer farbigen Tonskulptur, die heute anachronistisch in einen aufwändig gestalteten Barockaltar mit Marmorsäulen, stehenden und schwebenden Engeln, umgeben von einem Strahlenkranz, eingebettet ist. Auch die übrigen Skulpturen - ein Jesaia, ein Simeon, eine schmerzhafte Muttergottes - sind barock, ebenso das Deckenfresko der Mariä Himmelfahrt in der Kuppel sowie die Evangelisten mit ihren Symbolen in den Gewölbezwickeln.
Die Legende erzählt, dass ein Bauer einst von der Passer her ein Licht erblickte und mit anderen Bauern ein Marienbild fand. Es wurde beschlossen, an dieser Stelle eine Kapelle zu errichten. Dies war der Beginn der Wallfahrtstradition in Riffian mutmaßlich im 14. Jahrhundert, die es heute - indes eher als soziale Initiative der umliegenden Pfarrgemeinden und Vereine - zu festen Terminen immer noch gibt.
Ältestes Ausstattungsstück unbekannter Herkunft ist ein romanischer fünfeckiger Taufstein (datiert 12. Jahrhundert) mit archaischen Skulpturen, die mit Löwen kämpfen bzw. diese bezähmen. Diese Szenen beziehen sich symbolisch auf die Taufe, mit der der christliche Glaube das Böse und die Sünde bezwingt. Der Deckel aus Gröden mit stehendem Adler ist eine Zutat von 1910.
Die Friedhofskapelle ist mit spätgotischen Fresken eines gewissen Meister Wenzeslaus (Signatur an einem Löwen mit Schriftband, datiert 1415) ausgemalt, dessen Identität noch weitgehend unerforscht ist. Nach herrschender Meinung - da vom Namen her, chronologisch und stilistisch passend - ist es derselbe aus Prag stammende Wenzeslaus, der Hofmaler von Georg I. von Liechtenstein (Trient) war und den Monats-Freskenzyklus im Adlerturm der fürstbischöflichen Residenz (Castello di Buonconsiglio) gestaltete. Dargestellt in der Friedhofskapelle Riffian sind Szenen aus dem Alten Testament (Mannaspeisung, Moses zerschlägt die Götzensäule) sowie aus dem Neuen Testament (Anbetung der Könige, Flucht nach Ägypten, 12-jähriger Jesus im Tempel, Kreuztragung, Auffindung des Kreuzes durch Konstantins Mutter Helena). Dominant an der Altarwand ist Gottvater als bärtige Gestalt mit ausgebreiteten Armen, umgeben von einem Doppelkranz musizierender Engel, ausgeführt. In den Gewölbezwickeln sind die vier Kirchenväter und die vier Evangelistensymbole abgebildet.
Die sorgfältige Ausgestaltung der kleinen Friedhofskapelle durch einen Künstler von überregionaler Bedeutung macht nur im Zusammenhang mit der Marienwallfahrt Sinn; da es keine exakten Belege über deren Beginn gibt, folgern Historiker im Umkehrschluss, dass es sie zur Entstehungszeit der Fresken (terminus ante quem) spätestens gegeben haben muss.
Der Burgstall ist eine Siedlung aus der späten Eisenzeit (ca. 400 v. Chr.), die im 1. Jahrhundert v. Chr. einem Brand zum Opfer fiel. Ausgegraben ist das zentrale Herrenhaus. Geführte Wanderungen dorthin werden u.a. vom Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen organisiert.
Magdfeld (ital. Campo) ist eine Fraktion der Gemeinde Riffian. Die Fraktion liegt auf 1148 m Meereshöhe oberhalb des Kalmtales und hat 17 Einwohner (VZ 2001).
Vernuer (ital. Vernurio) liegt oberhalb von Riffian. Charakteristisch sind die ca. 15 Höfe, das Gasthaus Hotel Kreuz sowie die Pfarrkirche zum hl. Johannes Nepomuk. Da Vernuer keinen Pfarrer mehr hat, hält der Pfarrer von Riffian und Kuens auch in Vernuer die Messen. Der letzte Pfarrer von Vernuer war von 1956–1999 Albert Prinoth aus Kastelruth.
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