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Liste der Städte in Swasiland • National Monuments in Swasiland • Olympische Sommerspiele 2008/Teilnehmer (Swasiland) • Schienenverkehr in Swasiland
Staat; Staats.; Staat, Staats-...[Classe...]
ancienne colonie brit. membre du Commonwealth (fr)[ClasseParExt.]
continent de la Terre (fr)[Classe...]
geography (en)[Domaine]
Africa (en)[Domaine]
Gegend, Staat, Volk - Erdteil, Festland, Kontinent, Weltteil[Hyper.]
Afrique noire (fr) - Süd, Süden[Situé]
afrikanisch[Dérivé]
Afrika - Morgenland, Orient, Osten[Desc]
Staat; Staats.; Staat, Staats-...[Classe...]
territoire du Commonwealth à autonomie limitée (fr)[ClasseParExt.]
administration (en)[Domaine]
Nation (en)[Domaine]
African country, African nation (en)[Hyper.]
Afrika[Desc]
Swasiland (n. pr.)
| Umbuso we Swatini (siSwati) Kingdom of Swaziland (Englisch) |
|||||
|
|||||
| Wahlspruch: Siyinqaba (siSwati: Wir sind die Festung) |
|||||
| Amtssprache | Siswati und Englisch | ||||
| Hauptstadt | Mbabane | ||||
| Regierungssitz | Lobamba | ||||
| Staatsform | Absolute Monarchie | ||||
| Staatsoberhaupt | König Mswati III. | ||||
| Regierungschef | Barnabas Sibusiso Dlamini | ||||
| Fläche | 17.363 km² | ||||
| Einwohnerzahl | 1.370.424 (Stand: 2011) | ||||
| Bevölkerungsdichte | 67 Einwohner pro km² | ||||
| Bruttoinlandsprodukt nominal (2007)[1] | 2.936 Mio. US$ (148.) | ||||
| Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner | 2.523 US$ (105.) | ||||
| Human Development Index | 0,498 (121.) | ||||
| Währung | Lilangeni und Rand | ||||
| Unabhängigkeit | vom Vereinigten Königreich am 6. September 1968 | ||||
| Nationalhymne | Nkulunkulu Mnikati wetibusiso temaSwati | ||||
| Zeitzone | UTC +2 | ||||
| Kfz-Kennzeichen | SD | ||||
| Internet-TLD | .sz | ||||
| Telefonvorwahl | +268 | ||||
Swasiland (deutsch [ˈsvaːzilant], englisch [ˈswɑːzɪlænd]) ist ein kleiner Binnenstaat im südlichen Afrika. Er grenzt an Südafrika und Mosambik. Nationalfeiertag ist der 6. September, der Jahrestag der Unabhängigkeit 1968. Die Staatsform ist eine absolute Monarchie. Ursprünglich sollte Swasiland nach der Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich Ngwana heißen. Im Human Development Index 2010 steht Swasiland auf dem 121. von 169 Plätzen.
Inhaltsverzeichnis |
Das Königreich Swasiland ist mit einer Fläche von 17.363 Quadratkilometern der zweitkleinste Staat auf dem afrikanischen Kontinent. Die Nachbarländer des Binnenstaates sind Mosambik im Osten und die südafrikanischen Provinzen Mpumalanga im Norden und Westen sowie KwaZulu-Natal im Süden. Die Länge der Staatsgrenze beträgt insgesamt 535 Kilometer, wovon 105 Kilometer mit Mosambik und 430 Kilometer mit Südafrika geteilt werden. Der Lusutfu, auch Great Usutu River und im weiteren Verlauf Maputo genannt, ist der längste Fluss des Landes. Swasiland ist in die vier Distrikte Hhohho (im Norden und Nordwesten), Manzini im Westen und in der Mitte, Shiselweni im Süden und Lubombo im Osten aufgeteilt.
Swasiland gliedert sich von West nach Ost in vier Landschaftszonen. Im Westen des Landes liegt das Highveld (Hochland), das eine mittlere Höhe von 1.300 Metern aufweist und nach Westen in die südafrikanischen Drakensberge übergeht. Die höchste Erhebung innerhalb Swasilands ist der 1.862 Meter hohe Emlembe nahe der Westgrenze. Etwa ein Sechstel des Highvelds ist von Wäldern bedeckt. Die Hauptstadt Mbabane liegt in dieser Region. Das Middleveld (Mittelland) liegt durchschnittlich etwa 700 Meter hoch und besteht aus fruchtbarem Hügelland. Hier liegt auch mit Manzini die größte Stadt Swasilands. Nach Osten hin schließt sich das Lowveld (Tiefland) an, das vor allem aus Buschland besteht und dessen niedrigster Punkt 21 Meter über dem Meeresspiegel am Lusutfu liegt. Das Lowfeld wird vor allem zum Zuckerrohr-Anbau genutzt. Entlang der Ostgrenze Swasilands liegt der südliche Teil der Lubombo-Berge (auch Lebombo-Berge), die dort bis 776 Meter hoch sind.
Die Klimazonen entsprechen den vier Landschaftszonen Swasilands und sind insgesamt subtropisch. Im Highveld fällt mit über 1.000 Millimeter der meiste Regen. Die meisten Niederschläge fallen im Sommer (Oktober bis März). Meistens sind es Schauer, länger anhaltende Regenfälle sind selten. Die Temperaturen sind überwiegend warm bzw. mild. Die Luftfeuchtigkeit ist meist hoch. In Mbabane erreichen die Durchschnittstemperaturen im Sommer 26 °C. Im Winter sinken sie auf rund 13 °C.[2]
Im Lowveld fallen deutlich weniger Niederschläge. Das Klima ist hier am wärmsten. In den Lubombo-Bergen herrscht ebenfalls trockenes, subtropisches Klima mit etwas kühleren Temperaturen als im Lowveld.
Die größten Städte sind:
|
Rang |
Stadt | Einwohner (2005) | Distrikt |
|---|---|---|---|
| 1 | Manzini | 110.537 | Manzini |
| 2 | Mbabane | 76.218 | Hhohho |
| 3 | Big Bend | 10.342 | Lubombo |
| 4 | Malkerns | 9.724 | Manzini |
| 5 | Nhlangano | 9.016 | Shiselweni |
Über 90 Prozent der Bevölkerung von Swasiland gehören dem Bantuvolk der Swasi an. Ferner leben dort Sotho, Zulu, Tsonga, Weiße und Coloureds (Mischlinge).
Fast alle Swazi sprechen als Muttersprache siSwati, eine Nguni-Sprache. Wenige Einwohner sprechen als erste Sprache isiZulu bzw. Xitsonga. Englisch ist Bildungs- und zweite Amtssprache in Swasiland.
Die meisten Bewohner Swasilands sind Christen. Rund 35 Prozent der Bevölkerung sind Protestanten, etwa 30 Prozent gehören zionistischen Kirchen an, 25 Prozent der katholischen Kirche, die im Bistum Manzini zusammengefasst sind.[3]
Um 1750, im Zuge der Nguni-Wanderung, siedelten zahlreiche Swasi im Gebiet des heutigen Swasiland.
Die Autonomie der Swasi in Südafrika wurde im frühen 19. Jahrhundert von den Briten garantiert. Gegen Ende des 19. Jahrhundert kamen die Buren ins Land. 1894 erlangte die Südafrikanische Republik, eine der Burenrepubliken, weitgehend die Kontrolle über Swasiland. Nach dem Zweiten Burenkrieg (1899–1902) übernahm Großbritannien die Verwaltung und erklärte Swasiland 1907 zum Protektorat.
Am 6. September 1968 erlangte Swasiland die Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich, woran der Nationalfeiertag des Landes erinnert. Ursprünglich wollte der Führer der „Imbokodvo-Bewegung“, Prinz Makosini Dlamini, den Staat nach der Unabhängigkeit Ngwana nennen.
1977 schaffte König Sobhuza II. das Parlament vorläufig ab, so dass er absolute Macht erhielt. 1979 wurde ein neues Parlament gegründet; ein Teil der Abgeordneten wird seither vom König ernannt. 1982 starb Sobhuza II.
1986 wurde Mswati III., damals Prinz Makhosetive, König. Er ist für seinen luxuriösen Lebensstil bekannt. So gönnte er sich zu seinem 37. Geburtstag eine Aufstockung seines ohnehin schon umfangreichen Luxus-Fuhrparks: Trotz der bitteren Armut im Land orderte er nach einem Bericht der südafrikanischen Zeitung Saturday Star acht Mercedes-Limousinen mit vergoldeten Nummernschildern, die per Luftfracht aus Deutschland eingeflogen wurden.
Im Jahr 1996 und den Folgejahren kam es immer wieder zu Widerstand gegen die absolute Monarchie, etwa Streiks und Demonstrationen.[4] Heute ist Swasiland die letzte absolute Monarchie Afrikas.
Swasiland ist eine absolute Monarchie im Rahmen des Commonwealth, in der der König (Ngwenyana, deutsch „Löwe“) eine dominierende Rolle in der Politik einnimmt. Die Königinmutter ist als Ndlovukati („Elefantin“) stellvertretendes Staatsoberhaupt. Die Ndlovukati kann auch ernannt werden. Seit 1986 ist dies Ntombi, die Mutter Mswatis III. Der König ernennt den Premierminister, der einem Kabinett vorsteht. Der Königspalast steht in Lobamba zwischen den beiden größten Städten Swasilands, Manzini und Mbabane. König und Ndlovukati werden auf zahlreichen Münzen und Briefmarken abgebildet.
Mswati III. beim Umhlanga (Schilftanz) 2006
Das Parlament, Libandla genannt, befindet sich ebenfalls in Lobamba und besteht aus zwei Kammern. Der Senat hat 30 Mitglieder, von denen 20 vom König ernannt werden und zehn vom House of Assembly, der zweiten Parlamentskammer. Sie hat 82 Mitglieder, von denen 55 Vertreter ihrer Wahlkreise, Tinkhundla, sind. In den Wahlkreisen stellen sich in einer ersten Runde Kandidaten zur Wahl, ohne mit einer Partei assoziiert zu werden. Die drei Kandidaten mit den höchsten Stimmenzahlen gehen in eine zweite Runde, wo der Kandidat mit der höchsten Stimmenzahl Wahlkreisabgeordneter wird. Zehn weitere Abgeordnete werden vom König ernannt. Im House of Assembly haben außerdem der Attorney General sowie je vier Frauen der vier Distrikte Mandate. Alle fünf Jahre werden Senat und House of Assembly neu gewählt bzw. ernannt. Die letzte Wahl fand 2008 statt.[5]
Seit 1973 sind politische Parteien verboten. Es existieren jedoch einige oppositionelle Gruppen, zum Beispiel die People’s United Democratic Movement (PUDEMO, deutsch etwa „Vereinigte Demokratische Volksbewegung“), die ein Mehrparteiensystem anstrebt, und der Ngwane National Liberatory Congress (NNLC). Seit 2006 gilt eine neue Verfassung, die die absoluten Rechte des Königs bestätigt und weiterhin keine Parteien zulässt.
Der König ist das Oberhaupt von Exekutive, Legislative und Judikative und genießt vor den Gerichten Immunität. Oberstes Gericht ist der Supreme Court; daneben gibt es unter anderem den High Court und den Industrial Court.[6] In den größeren Ortschaften gibt es weitere Gerichte. Das Rechtssystem entspricht wie in umliegenden Staaten dem Roman Dutch Law, kombiniert mit einem traditionellen Rechtssystem auf lokaler Ebene.[7]
Während die Mehrheit der Landbevölkerung die Monarchie stützt, gibt es bei der Lehrerschaft und den Gewerkschaften heftigen Widerstand gegen die Politik des Königs. So wird die mangelhafte Gesetzgebung im Arbeitsrecht kritisiert. Südafrika verhängte gegen Swasiland Wirtschaftssanktionen, die das Land empfindlich treffen.[8]
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International sieht die Rechte auf freie Meinungsäußerung, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit in Swasiland auch 2009 als nach wie vor unterdrückt an. Sicherheitsgesetze werden laut dem Jahresbericht von 2010 dazu benutzt, die Rechte der Menschen zu verletzen. Die Polizei wandte exzessive Gewalt gegen friedliche Protestteilnehmer an. Auch gab es Berichte über Folter und den ungerechtfertigten Einsatz von Gewalt mit Todesfolge durch Polizeikräfte. Fast 70 % der Bevölkerung von Swasiland lebten 2009 in Armut, mehr als ein Viertel benötigte Nahrungshilfe. Frauen und Mädchen litten weiterhin überdurchschnittlich stark unter sexueller Gewalt, Armut und der grassierenden HIV-Pandemie. Laut UNICEF ist Swasiland das Land mit der höchsten Aidsrate weltweit. Das Kinderhilfswerk schätzt die Zahl der Aidswaisen auf rund 100.000.[9] Die Rechte der Frau sind gesellschaftlich in vielen Bereichen sehr stark beschnitten. Beispielsweise lehnen Banken weiterhin Kreditanträge von Frauen ab, wenn diese keinen männlichen Bürgen nennen können.[10][11] Gesellschaftliche Diskriminierung von sowohl ethnischen als auch sexuellen Minderheiten (LGBT) sind nach wie vor weit verbreitet. Homosexualität unter Männern wird explizit kriminalisiert und als Straftat mit bis zu zwei Jahren Gefängnis bestraft. Eine Neuregelung wird angestrebt, die das Strafmaß auf mindestens zwei Jahre erhöhen soll.[12]
Der Staat besitzt vier Verwaltungsdistrikte, welche in 40 Gebiete aufgeteilt wurden, die je ein Häuptling verwaltet.
| Nr. | Distrikt | Fläche (km²) | Einwohner lt. VZ 1997 | Hauptstadt |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Hhohho | 3.569 | 262.203 | Mbabane |
| 2 | Lubombo | 5.945 | 198.109 | Siteki |
| 3 | Manzini | 4.070 | 287.949 | Manzini |
| 4 | Shiselweni | 3.779 | 217.598 | Nhlangano |
| gesamt | 17.363 | 965.859 | Mbabane |
Swasiland hat ein gut ausgebautes Straßennetz. Aufgrund der geographischen Lage, beispielsweise im Hochgebirge, ist ein Teil dieser Straßen nur langsam zu befahren.
Die Eisenbahn Swazi Rail dient ausschließlich dem Güterverkehr (siehe auch: Schienenverkehr in Swasiland).
Der einzige internationale Flughafen des Landes ist der Internationale Flughafen Matsapha nahe Manzini.
Swasiland gehört zu den ärmsten Staaten der Welt. Ein Großteil der Bevölkerung lebt von weniger als einem Euro pro Tag. Etwa 200.000 Menschen (rund ein Fünftel der Gesamtbevölkerung) waren 2005 auf Lebensmittelhilfe internationaler Organisationen angewiesen. 60 Prozent der Bevölkerung betreiben Subsistenzwirtschaft, das heißt, sie produzieren nur für sich und ihre Familien und nicht für den Verkauf auf dem Markt oder den Export. Zu den wichtigsten landwirtschaftlichen Erzeugnissen gehören Zuckerrohr, Baumwolle, Mais, Tabak, Reis, Zitrusfrüchte, Hirse und Erdnüsse. Außerdem werden Rinder, Schafe und Ziegen gezüchtet. Die Bedeutung des Bergbaus ist zurückgegangen, da seit 1978 die hochwertigen Eisenerzvorkommen erschöpft sind. Außerdem ist die Nachfrage nach dem gesundheitsschädlichen Asbest weltweit zurückgegangen. Die einst längste Materialseilbahn der Welt, die Asbest von Bulembu über die Grenze nach Barberton in Südafrika beförderte, musste daher 2002 stillgelegt werden. Es werden heute nur noch Diamanten, Steinkohle und Kaolin gefördert.
Die Wirtschaft ist sehr stark von Südafrika abhängig. 90 Prozent der Importe stammen aus Südafrika, und etwa die Hälfte aller Exporte gehen nach Südafrika. Swasiland ist Mitglied der Southern African Customs Union (SACU) (Swasiland, Lesotho, Namibia, Republik Südafrika und Botswana), deren Verrechnungseinheiten faktisch auch eine Währungsunion bedingen. Die durchschnittliche Inflationsrate 2009 betrug 7,6 %.[13]
In Swasiland befindet sich das Afrika-Hauptquartier von Coca-Cola. Der Konzern war in den 1980er Jahren wegen Südafrikas Apartheid-Politik von dort ins Nachbarland umgezogen. Nach Schätzungen beträgt der Anteil am Bruttoinlandsprodukt Swasilands rund 40 Prozent. In der „Conco Swaziland“-Fabrik wird das Cola-Konzentrat für fast ganz Afrika hergestellt.[14]
Im Übrigen produziert Swasiland alljährlich zahlreiche Motivbriefmarken, die weitgehend auf den internationalen Sammlermarkt zielen.
Der Staatshaushalt umfasste 2009 Ausgaben von umgerechnet 1,25 Milliarden US-Dollar; dem standen Einnahmen von umgerechnet 1,1 Milliarden US-Dollar gegenüber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 5,0 % des BIP.[13]
Die Staatsverschuldung betrug 2009 561 Millionen US-Dollar oder 31,3 % des BIP.[15]
2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:
Obwohl keine Schulpflicht besteht und der Schulbesuch kostenpflichtig ist, besucht ein hoher Anteil der Kinder die Primary Schools, die bis zur 7. Klasse führen. Gleichzeitig arbeiten rund 12 Prozent der 5–14-Jährigen (Stand 2001).[17] Der Anteil der Kinder, die eine weiterführende Schule besuchen, ist deutlich geringer.[18] Analphabeten sind deutlich in der Minderheit.[19] Swasiland hat seit 1973 eine Universität, die University of Swaziland. Sie hat ihren Hauptsitz in Kwaluseni; einige Fakultäten befinden sich in Luyengo und Mbabane.[20]
Mehrere historisch oder ökologisch wertvolle Objekte wie Gebäude und Naturschutzgebiete sind als Nationaldenkmale besonders geschützt.
Traditionell wird in Swasiland die Polygamie praktiziert, insbesondere von hochrangigen Männern. Neben der modernen Medizin gibt es Sangoma (etwa: „Heiler“), die ihre Ausbildung in traditioneller Art erhalten und zum Teil erlernen, aus geworfenen Knochen Erkenntnisse zu gewinnen.
Eine bedeutende Zeremonie ist iNcwala (etwa: „Zeremonie der ersten Frucht“). Sie darf nur vom König angeleitet werden und findet im Wesentlichen in Lobamba statt. Sie beginnt an einem von einheimischen Astronomen festgelegten Tag im Dezember und dauert acht Wochen. Die Zeremonien haben den Zweck, den Segen der Ahnen zu erhalten, die Rolle des Königshauses zu stärken und die beginnende Erntezeit anzuzeigen. Das Fest beginnt bei Neumond mit dem Sammeln von Meeresschaum am Ufer des Indischen Ozeans in Mosambik. Der König erhält mit diesem Schaum zubereitete Nahrung und spuckt sie nach Osten und Westen aus. Damit beginnt die „Kleine iNcwala“. Wenn dann Vollmond folgt, beginnt die „Große iNcwala“. Männer sammeln nach einer langen Wanderung in der Nacht Zweige des Lusekwane-Busches und bringen sie zum Ort des Königs, der sich derweil zur Einkehr zurückgezogen hat. Der iNczuala-Tanz wird von Kriegern aufgeführt, bis sich der König wieder der Öffentlichkeit zeigt. Er isst den ersten geernteten Kürbis – erst dann dürfen die anderen Anwesenden Kürbis essen.[21]
Das Fest Umhlanga („Schilftanz“) wird Ende August oder Anfang September von rund 20.000 ledigen, kinderlosen jungen Frauen am Wohnort der Ndlovukati gefeiert. Sie schneiden Schilf und bringen es der Ndlovukati und dem König, der sich dabei gelegentlich eine Frau aussucht. Das Fest dauert jeweils acht Tage.[22][23]
Times of Swaziland und Swazi Observer sind die beiden Tageszeitungen, die in englischer Sprache erscheinen. Der staatliche Swaziland Broadcasting and Information Service strahlt die zwei Programme SBIS 1 (auf siSwati) und SBIS 2 (auf Englisch) aus. Die zweite Rundfunkanstalt ist die christlich orientierte Voice of the Church (VOC). Die staatliche Swaziland Television Authority (STVA) strahlt ein Fernsehprogramm mit Sendungen auf Englisch und siSwati aus. Häufig werden Programme aus Südafrika empfangen.
Die Rate der HIV-Infizierten von Swasiland ist die höchste der Welt. Im Jahr 2004 litten 39 % der Bevölkerung an dem Erreger der Immunschwächekrankheit, 2005 waren es bereits 42 %, um Alte und Kinder bereinigt rund 63 % - Tendenz steigend. Daher ist ein Zusammenbruch der Bevölkerungsstruktur von Swasiland in den kommenden Jahren wahrscheinlich. Swasiland hat mit 31,7 (männlich) und 32,3 (weiblich) Jahren die niedrigste Lebenserwartung der Welt (Stand 2009). Die Bevölkerung ist von 2008 bis 2009 um 0,46 % geschrumpft.[24] Trotz der Fortschritte, die das Land gemacht hat, ist die Gesundheitsversorgung noch immer rudimentär. 74 % der Geburten werden medizinisch betreut. Die Säuglingssterblichkeit beträgt 85 pro 1.000 Geburten[25] die Müttersterblichkeit bei 390 pro 100.000 Geburten.[26] 48 % der verheirateten Frauen haben Zugang zu Verhütungsmitteln.[27]
Ägypten1 | Algerien | Angola | Äquatorialguinea | Äthiopien | Benin | Botswana | Burkina Faso | Burundi | Dschibuti | Elfenbeinküste | Eritrea | Gabun | Gambia | Ghana | Guinea | Guinea-Bissau | Kamerun | Kap Verde | Kenia | Komoren | Kongo (Dem. Rep.) | Kongo (Rep.) | Lesotho | Liberia | Libyen | Madagaskar | Malawi | Mali | Marokko | Mauretanien | Mauritius | Mosambik | Namibia | Niger | Nigeria | Ruanda | Sambia | São Tomé und Príncipe | Senegal | Seychellen | Sierra Leone | Simbabwe | Somalia | Südafrika | Sudan | Südsudan | Swasiland | Tansania | Togo | Tschad | Tunesien | Uganda | Zentralafrikanische Republik
Andere Gebiete:
Îles Éparses | Ilhas Selvagens | Kanarische Inseln | Mayotte | Plazas de soberanía (mit Ceuta und Melilla) | Réunion
Umstrittene Gebiete:
Azawad | Somaliland | Westsahara
1 Liegt zum Teil auch in Asien.
Ägypten | Algerien | Angola | Äquatorialguinea | Äthiopien | Benin | Botswana | Burkina Faso | Burundi | Dschibuti | Elfenbeinküste | Eritrea | Gabun | Gambia | Ghana | Guinea-Bissau | Kamerun | Kap Verde | Kenia | Komoren | Kongo, Demokratische Republik | Kongo, Republik | Lesotho | Liberia | Libyen | Malawi | Mali | Mauretanien | Mauritius | Mosambik | Namibia | Nigeria | Ruanda | Sambia | São Tomé und Príncipe | Senegal | Seychellen | Sierra Leone | Simbabwe | Somalia | Südafrika | Sudan | Südsudan | Swasiland | Tansania | Togo | Tschad | Tunesien | Uganda | Zentralafrikanische Republik
Andere Gebiete: Demokratische Arabische Republik Sahara
Suspendierte Mitglieder: Guinea, Madagaskar, Mauretanien, Niger
Ehemaliges Mitglied: Marokko
Antigua und Barbuda | Australien | Bahamas | Bangladesch | Barbados | Belize | Botswana | Brunei | Dominica | Fidschi | Gambia | Ghana | Grenada | Guyana | Indien | Jamaika | Kamerun | Kanada | Kenia | Kiribati | Lesotho | Malawi | Malaysia | Malediven | Malta | Mauritius | Mosambik | Namibia | Nauru | Neuseeland | Nigeria | Pakistan | Papua-Neuguinea | Ruanda | Salomonen | Sambia | Samoa | Seychellen | Sierra Leone | Singapur | Sri Lanka | St. Kitts und Nevis | St. Lucia | St. Vincent und die Grenadinen | Südafrika | Swasiland | Tansania | Tonga | Trinidad und Tobago | Tuvalu | Uganda | Vanuatu | Vereinigtes Königreich | Zypern
-26.48333333333331.433333333333Koordinaten: 26° S, 31° O