Der TSV Bayer Dormagen 1920 e.V. ist ein Sportverein in Dormagen mit ca. 4500 Mitgliedern (Stand: 2011[1]).
Genauso wie Bayer 04 Leverkusen ist auch Bayer Dormagen ein Werksclub der Bayer AG und das Unternehmen ist Großsponsor des Vereins. 1920 wurde der Verein im rheinischen Dormagen gegründet. Die Sportstätten befinden sich nahe oder auf dem dortigen Werksgelände der Bayer AG.
Die wohl bekannteste Abteilung dieses Vereins ist seine Handballmannschaft, die unter dem Namen TSV Dormagen bis zum Ende der Saison 2009/2010 in der 1. Handballbundesliga spielte. 2010-2012 spielte die Mannschaft unter dem Namen Dormagener Handball-Club Rheinland.
Der Sportverein hat viele unterschiedliche Abteilungen, die er seinen Mitgliedern anbieten kann: Basketball, Fechten, Leichtathletik, Breitensport, Schwimmen, Tauchen, Handball, Fußball, Judo, Boxen,Volleyball, Turnen und Triathlon.
Vorsitzender ist Karl-Josef Ellrich.
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1949 wurde die Abteilung Handball gegründet und zunächst wurde neben dem Hallenhandball auch Feldhandball angeboten. Der Handballsport unter freiem Himmel wurde aber nur bis ins Jahr 1976 praktiziert, danach konzentrierte man sich voll auf das Spiel in der Halle.
Die erste Hallenhandballsaison fand 1959/1960 statt. Bis zur Saison 1975/76 kämpfte der TSV in den unteren Ligen und arbeitete sich immer weiter nach oben, bis er dann in der Saison 1974/75 den Aufstieg in die Regionalliga schaffen sollte. Von diesem Zeitpunkt an spielte der Verein nur noch in den ersten drei Ligen.
1982/83 gelang der Aufstieg in die 2. Bundesliga, 1987/88 spielte man das erste Mal in der 1. Bundesliga, die man erst wieder in der Saison 1997/98 verlassen musste. Nach dem direkten Wiederaufstieg stieg man nach zwei Saisons wieder in die 2. Bundesliga ab. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten begann man daraufhin die Saison 2001/02 freiwillig in der Regionalliga West. Schon nach einer Saison stieg der Verein wieder in die 2. Bundesliga auf. Der Aufstieg in die 1. Bundesliga gelang nach zwei vergeblichen Anläufen in der Relegation zum Ende der Saison 2007/08.
Die größten Erfolge des TSV Bayer Dormagen sind der 5. Platz in der Bundesliga in den Jahren 1987/88 und 1990/91, die Finalniederlage im DHB-Pokal und im IHF-Pokal in der Saison 1992/93 und das Erreichen des Halbfinals im Europapokal der Pokalsieger in der Spielzeit 1993/1994.
In der „Ewigen Tabelle“ rangiert der Verein auf Platz 16.
Am 21. Mai 2007 wurde bekannt, dass die Bayer AG als Hauptsponsor der Profi-Handball-Mannschaft des TSV aussteigen und sich künftig ganz auf den Fußball spezialisieren will. Sowohl für die Fans, als auch für die Mannschaft selbst kam diese Ankündigung offenbar überraschend. Die Männer-Mannschaft wurde mit dem TSV Dormagen selbständig und wurde später in DHC Rheinland umbenannt.
Zwei Jahre vor dem freiwilligen Rückzug in die Regionalliga (2000/2001), begann der TSV Bayer Dormagen seine Nachwuchsförderung im Bereich Handball strukturell aufzubauen. Praktisch aus dem Nichts entstand eine umfassende Talentförderung. Zusammen mit den örtlichen Schulen, insbesondere dem Norbert-Gymnasium Knechtsteden, wurden Kooperationen vereinbart und Talentsichtungsgruppen installiert. Mit dem Teilinternat Dormagen (seit 1997) und seit dem 1. August 2008 mit dem Sportinternat Knechtsteden, bestehen für junge Handballtalente Möglichkeiten, ihre schulische und sportliche Laufbahn ideal aufeinander abzustimmen. Dadurch konnte die Handballabteilung den Status des Landesleistungsstützpunktes und DHB-Stützpunktes erreichen. Mittlerweile gilt die kontinuierliche Nachwuchsförderung des TSV Bayer Dormagen, die über einen exzellenten Trainerstab verfügt, zu den Besten in ganz Deutschland.
Die größten sportlichen Erfolge in den vergangenen Jahren sind mehrfache Mittelrhein- und Westdeutsche Meistertitel, sowie die Deutsche Vize-Meisterschaft der B-Jugend im Jahre 2006. Die Nachwuchsarbeit wurde auch von externer Seite mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Grünen Band der Dresdner Bank und dem Jugendzertifikat der Toyota-HBL.
Interessant ist dabei die vielfältige Nachwuchsförderung am Standort Dormagen. Neben dem Handball werden insbesondere das Säbel-Fechten, die Leichtathletik, das Schwimmen (alle beim TSV Bayer Dormagen) und das weibliche Ringen (AC Ückerath) gefördert. In diesen Sportarten zählen die Dormagener Talente zu Deutschlands Besten.
Seit dem März 2002 fanden alle Handballspiele im 3002 Zuschauer (1.956 Sitz- und 1046 Stehplätze) fassenden TSV-Sportcenter statt. Die Kosten der Halle, mehr als 6 Millionen Euro, wurden maßgeblich von der Bayer AG, dem Land Nordrhein-Westfalen und der Stadt Dormagen getragen. Die Halle ist baugleich mit der Bayer-Sporthalle in Wuppertal und der Halle Berg Fidel in Münster.
Der TSV Bayer Dormagen ist Landesleistungsstützpunkt in NRW für die Sportart Fechten und Außenstelle des Olympiastützpunktes Bonn für die Disziplin Säbel. In Deutschland und auch weltweit gehört der Verein zu den erfolgreichsten Fechtvereinen überhaupt und hat seit 2005 bereits sechs Einzel-Weltmeister und fünf Mannschafts-Weltmeister hervorgebracht. Der bekannteste Fechter ist Nicolas Limbach, der nach seinem Einzelerfolg bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2005 in Linz im Jahre 2009 in Antalya Einzelweltmeister der Aktiven wurde und gleichzeitig den Gesamtweltcup im Herrnsäbel gewann.
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English thesaurus is mainly derived from The Integral Dictionary (TID).
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