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Tia Carrere

                   
  Tia Carrere (2009)

Tia Carrere [kəˈɹeə] (* 2. Januar 1967 in Kalihi[1] auf Hawaii; bürgerlich Althea Rae Duhinio Janairo[2]) ist eine US-amerikanische Schauspielerin, Model und Sängerin sowie mehrfache Grammy-Preisträgerin. Bekannt wurde sie durch Rollen im Kinofilm Wayne's World und der Abenteuer-Fernsehserie Relic Hunter.

Inhaltsverzeichnis

  Biografie

  Kindheit und Privatleben

Carrere wurde 1967 als Althea Rae Duhinio Janairo in Kalihi geboren, einem Stadtteil von Honolulu auf der Insel O'ahu. Carrere ist spanischer, chinesischer und philippinischer Abstammung.[2] Schon als Kind träumte sie davon, Sängerin zu werden und nahm ab ihrem elften Lebensjahr Gesangsunterricht.[3]

Als sie 12 Jahre alt war, zogen ihre Eltern und beiden Schwestern aus beruflichen Gründen nach Samoa, Carrere blieb bei ihrer Großmutter in Honululu zurück. Nach der Scheidung ihrer Eltern kehrten ihre Mutter und Schwestern drei Jahre später zurück.[4] 1985 nahm sie am Talentwettbewerb Star Search teil, schied jedoch bereits in der ersten Runde aus.

Kurz nachdem sie als Schauspielerin entdeckt und ihre erste Filmrolle gespielt hatte, zog sie mit dem Mitgliedsausweis der Screen Actors Guild in der Tasche nach Los Angeles.[4] 1984 nahm sie den Künstlernamen Tia Carrere an. Tia ist eine Abkürzung ihres eigentlichen Vornamens Althea, während sie den Nachnamen Carrere von der Schauspielerin Barbara Carrera entlieh.[4]

1992 wurde sie vom People Magazine auf der Liste der 50 schönsten Menschen aufgeführt.[5] 1995 und 2001 zählte die US-amerikanische Zeitschrift FHM sie zu den „100 sexiest women“. 2002 posierte sie nackt für Fotograf Phillip Dixon für eine Fotostrecke des Playboy. Die Bilder wurden in der Januar-Ausgabe 2003 abgedruckt, deren Cover sie auch zierte.[6] Im Dezember 2006 erschien diese Fotostrecke auch in der deutschen Ausgabe des Playboy.

Am 22. November 1992 heiratete sie den italienisch-libanesischen Produzenten Elie Samaha.[7] Die Ehe wurde im Februar 2000 geschieden.[8] Am 31. Dezember 2002 heiratete Carrere ein zweites Mal, diesmal den britischen Fotojournalisten Simon Wakelin. Die gemeinsame Tochter wurde am 25. September 2005 geboren.[8] Im April 2010 reichte Carrere die Scheidung ein, beide teilen sich das Sorgerecht der gemeinsamen Tochter.[9]

Carrere lebt derzeit in Los Angeles.

  Schauspielkarriere

  Carrere (2009)

Carrere wurde noch als Schülerin im Alter von 17 Jahren in einem Supermarkt in Waikiki von den Eltern des Filmproduzenten Mike Greco entdeckt. Dieser war von ihr begeistert und so erhielt sie die Rolle der Lani in dem von Greco produzierten Film Aloha Summer.[2][10] Weitere kleinere Filmrollen folgten.

Nach diesen ersten Erfolgen zog sie nach Los Angeles, wo sie mehrere Monate als Model (unter anderem für Harper’s Bazaar und Cosmopolitan[4]) arbeitete, bevor sie eine Rolle in der Seifenoper General Hospital erhielt,[11] in welcher sie von 1985 bis 1987 mitspielte. Während dieser Zeit hatte sie außerdem einen Gastauftritt in der Action-Serie Das A-Team. Eigentlich hätte aus diesem Auftritt eine Dauerrolle werden sollen, doch ihre Verpflichtungen bei General Hospital verhinderten dies.[12] Ihre Rolle wurde daraufhin bereits nach einer Folge fallen gelassen und tauchte nie wieder auf.

Ins Rampenlicht gelangte sie 1992 mit ihrer Rolle als Rocksängerin Cassandra Wong in der erfolgreichen Komödie Wayne's World, die sie auch im Jahr darauf in der Fortsetzung Wayne's World 2 verkörperte. Als ausgebildete Sängerin übernahm Carrere alle Gesangsstücke der Filme selbst und war auch auf dem „Wayne's World“-Soundtrack mit drei Liedern vertreten.

Nachdem sie 1992 den Produzenten Elie Samaha geheiratet hatte, trat sie in mehreren seiner Filme auf, welche jedoch keinen großen Erfolg hatten. Ihrem Auftritt in Wayne's World folgten dann jedoch mehrere Auftritte in großen Produktionen. Darunter die Rolle der Jingo Asakuma in Die Wiege der Sonne (1993), der bösen Juno Skinner im Schwarzenegger-Actionfilm True Lies (1994), Gina Walker in Gunpower (1995) und der Lehrerin Victoria Chapell in der Komödie High School High (1996).

Die meisten ihrer Rollen in den 90er Jahren hatte sie in Komödien, aber ihre Rollen in Filmen wie True Lies und Kull, der Eroberer führten später auch zu mehr action-orientierten Rollen.

In den 80ern und 90ern Jahren übernahm sie außerdem kurze Rollen in zahlreichen Fernsehserien, darunter Airwolf, Das A-Team, MacGyver, Zurück in die Vergangenheit, Eine schrecklich nette Familie, Tales from the Crypt und NAM – Dienst in Vietnam.

1995 übernahm sie eine der Hauptrollen im interaktiven CD-ROM-Spiel The Daedalus Encounter.[13]

Von 1999 bis 2002 verkörperte sie die Archäologie-Professorin Sydney Fox in Relic Hunter, einer an die Indiana-Jones-Filme und Tomb-Raider-Spiele angelehnten Action-Abenteuer-Serie. Es wurden drei Staffeln der Serie produziert, bevor sie schließlich abgesetzt wurde.

  Musik

  Carrere auf der Filipino American Library Spirit Awards and Dinner Gala (2006)

Neben ihrer Schauspielkarriere ist Carrere auch Sängerin und veröffentlichte mehrere Alben.

Carrere wuchs in einer sehr musikalischen Familie auf.[2] Im Alter von 14 sang sie in einem Jazz-Orchester an ihrer High School. Dort traf sie Daniel Ho, mit dem sie später zusammen einen Grammy gewinnen würde. Sie gründeten eine Band, die Songs von Black Sabbath und AC/DC coverte, mit Carrere als Leadsängerin.[2] Gemeinsam mit Ho trat sie auf verschiedenen Veranstaltungen auf Hawaii auf.[14]

Ihrem musikalischen Talent verdankt sie auch ihre Rolle in der Filmkomödie Wayne's World, mit der ihr der Durchbruch als Schauspielerin gelang. Nach einem Treffen mit Michael Ostin, dem Präsidenten von Warner Bros. Records, empfahl dieser sie dem Castingleiter des Films, welcher nach einer asiatischen Rocksängerin für die Rolle suchte.[1] In diesem Film hatte sie nun die Möglichkeit, auch ihr musikalisches Können zu zeigen und übernahm die Gesangsparts des Filmes selbst. Außerdem steuerte sie drei Lieder zum Soundtrack des Films bei, der später mit Doppel-Platin ausgezeichnet wurde.[15] Die Single Ballroom Blitz wurde in mehreren Ländern als Single-Auskopplung veröffentlicht, darunter Deutschland und Großbritannien.

Im Jahr 1993 veröffentlichte sie ihr erstes Solo-Album, Dream, das auf den Philippinen mit Platin ausgezeichnet wurde.[2] Ebenfalls 1993 war sie mit dem Lied I never even told you auf dem Soundtrack des Trickfilms Batman: Mask of the Phantasm vertreten.

Mehrere Jahre verstrichen, bis sie sich wieder der Musik widmete. Zusammen mit ihrem Jugendfreund Daniel Ho nahm sie ihr zweites Album auf, das im Juni 2007 in Nordamerika veröffentlicht wurde. Unter dem Titel „Hawaiiana“ blieb sie ihrer Heimat treu und wurde 2008 in der Kategorie „Best Hawaiian Music Album“ bei den Grammy Awards 2008 nominiert. Schon bald darauf folgte das gemeinsam mit Daniel Ho produzierte Album 'Ikena, das im folgenden Jahr mit einem Grammy ausgezeichnet wurde. Im Jahr 2010 war sie erneut zusammen mit Ho nominiert, für ihr Album He Nani. Im Jahr 2011 wurde sie für das Album "Huana Ke Aloha" mit einem Grammy in der Kategorie "Best Hawaiian Music Album" ausgezeichnet.

  Weitere Aktivitäten

Carrere ist außerdem als Synchronsprecherin für Zeichtrickfilme und -serien aktiv. 2002 lieh Carrere erfolgreich der Figur Nani im Zeichentrickfilm Lilo & Stitch ihre Stimme. Nach dem Erfolg des Filmes lieh Carrere Nani ihre Stimme auch in den Direct-to-DVD-Fortsetzungen Stitch & Co. – Der Film (2003), Lilo & Stitch 2 – Stitch völlig abgedreht (2005) und Leroy & Stitch (2006), in sechs Folgen der Zeichentrickserie Lilo & Stitch (2003–2006) und dem Videospiel Disney's Stitch: Experiment 626 (2002). Es folgten Sprechrollen in mehreren anderen Zeichentrickserien. Außerdem lieh sie 2006 der Figur Lin im Computerspiel Saints Row ihre Stimme.

2006 nahm sie zusammen mit dem Tänzer Maksim Chmerkovskiy an der Tanzshow Dancing with the Stars auf dem Sender ABC teil.[16] 2009 moderierte sie zusammen mit Wayne Brady einen Vor-Event der 51. Verleihung der Grammy Awards, der über die Website Grammy.com gestreamt wurde.[17]

  Filmografie

  Filme

  Fernsehserien

  Sprechrollen

  Diskografie

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Hawaiiana
  US 13 14.08.2007 (2 Wo.) [18]
Singles
Ballroom Blitz
  UK 26 30.05.1992 (6 Wo.) [19]
  • Wayne's World Soundtrack (1992):
    • Fire
    • Ballroom Blitz
    • Why you wanna break my heart
  • Dream (Album, 1993)
  • Batman: Mask of the Phantasm Soundtrack
    • I never even told you (1993)
  • Hawaiiana (Album, 2007, zusammen mit Daniel Ho)
  • 'Ikena (Album, 2009, zusammen mit Daniel Ho)
  • He Nani (Album, 2009, zusammen mit Daniel Ho)

  Auszeichnungen

ALMA Awards

  • 2001: Nominierung: Outstanding Lead Actress in a Syndicated Drama Series (für Relic Hunter)

Saturn Award

  • 1995: Nominierung: Best Supporting Actress (für True Lies)

MTV Movie Awards

Grammy Awards

  • 2008: Nominierung: Best Hawaiian Music Album (für Hawaiiana)
  • 2009: Best Hawaiian Music Album (zusammen mit Daniel Ho für Ikena)
  • 2010: Nominierung: Best Hawaiian Music Album (zusammen mit Daniel Ho für He Nani)
  • 2011: Best Hawaiian Music Album (zusammen mit Daniel Ho für Huana Ke Aloha)

  Einzelnachweise

  1. a b  Lynn Beresford: Siren's Song. In: Orange Coast Magazine. Juni 1993 (http://books.google.de/books?id=lhMEAAAAMBAJ&pg=PA51).
  2. a b c d e f Louisa Cleave: It's Tia's world at last. In: The New Zealand Herald. 8. März 2001, abgerufen am 25. November 2010 (englisch).
  3.  Janet Susan R. Nepales: Pinay at Heart. In: Philippine Daily Inquirer. 8. August 2002 (http://news.google.com/newspapers?id=7Vg1AAAAIBAJ&pg=794,18862975).
  4. a b c d  Joanne Kaufman: As a Hong Kong Hussy with Plenty to Bare, Tia Carrere Brings Out the Animal in Noble House. In: People. 29. Februar 1988 (http://www.people.com/people/archive/article/0,,20098380,00.html, abgerufen am 25. November 2010).
  5.  Beautiful Through the Years. In: People. 12. Mai 1997 (http://www.people.com/people/archive/article/0,,20122069,00.html, abgerufen am 25. November 2010).
  6. Playboy.com: Playboy Magazine, January 2003. Abgerufen am 25. November 2010.
  7.  Weddings of the Year. In: People. 26. Juli 1993 (http://www.people.com/people/archive/article/0,,20105923,00.html, abgerufen am 25. November 2010).
  8. a b Alison Gee: Tia Carrere Gives Birth to Baby Girl. In: People. 29. November 2005, abgerufen am 25. November 2010 (englisch).
  9. 'Wayne's' star finalizes divorce. In: Toronto Sun. 19. August 2010, abgerufen am 25. November 2010 (englisch).
  10.  Darrell Y. Hamamoto: Monitored Peril: Asian Americans and the Politics of TV Representation. University of Minnesota Press, 1994, ISBN 0816623694, S. 14 (http://books.google.de/books?id=g_KiQXn6kU8C&pg=PA14, abgerufen am 25. November 2010).
  11.  James Brady: In Step with Tia Carrere. In: The Blade. 4. Juni 1995, S. 26 (http://news.google.de/newspapers?id=YD8xAAAAIBAJ&pg=2997,1539824, abgerufen am 25. November 2010).
  12. James Grant: Her Hospital Role in Remission, Tia Carrere Cries a-Team or Bust. In: People. 28. April 1986, abgerufen am 25. November 2010 (englisch).
  13.  The Daedalus Encounter. In: Entertainment Weekly. Nr. 271, 21. April 1995 (http://www.ew.com/ew/article/0,,296871,00.html, abgerufen am 25. November 2010).
  14. Live in Person: Tia Carrere. In: abc7chicago.com. Abgerufen am 25. November 2010 (englisch).
  15. Melissa Moniz: Coming Full Circle. In: Midweek.com. 29. Juni 2007, abgerufen am 25. November 2010 (englisch).
  16. Stars shine up their 'Dancing' shoes. USA Today, abgerufen am 25. November 2010 (englisch).
  17. The Post Chronicle: Pre-Telecast Grammy Show To Air On Web. 3. Februar 2009. Abgerufen am 25. November 2010.
  18. Billboard.com: Chart History für Hawaiiana. Abgerufen am 10. September 2010.
  19. Chartdaten für Ballroom Blitz auf chartstats.com. Abgerufen am 10. September 2010.

  Weblinks

 Commons: Tia Carrere – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
   
               

 

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