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Trostfrauen

                   
  Chinesisches Mädchen einer japanischen „Trosteinheit“ mit einem britischen Offizier in Rangun

Trostfrauen“ (jap. 慰安婦, ian-fu) ist ein euphemistischer Ausdruck für Mädchen und Frauen, die für die japanischen Kriegsbordelle des Zweiten Weltkrieges zwangsprostituiert wurden.

Inhaltsverzeichnis

  Hintergründe

Da traditionell mit Prostitution in Japan recht offen umgegangen wurde, wurde es als konsequent erachtet, organisierte Prostitution für die japanische Armee bereitzustellen.[1] Die japanische Führung versprach sich durch den einfachen Zugang zu Prostituierten eine bessere Moral der Soldaten und damit eine effizientere Armee. Überdies wollte man damit die Verbreitung von Geschlechtskrankheiten unter den Soldaten eindämmen. Die organisierte Prostitution sollte außerdem Vergewaltigungen an der Zivilbevölkerung verhindern. Diese Diskussion wurde vorwiegend in Japan selbst geführt, um kriegskritischen Stimmen im eigenen Lager zu begegnen.[2]

Schätzungen gehen von 100.000 bis 300.000 betroffenen Mädchen und Frauen aus. In Japan spricht man von 10.000 bis 200.000 Opfern. Die Volksrepublik China gibt jedoch heute allein 200.000 Opfer in ihrem Land an. Die meisten Opfer stammten aus Korea und China, aber auch aus anderen besetzten Gebieten wie Indonesien, Malaysia, Philippinen, Taiwan. Teilweise stammten die Frauen auch aus Japan, den Niederlanden und Australien.

Nach 1945 wurden auch viele Dokumente aus Angst vernichtet, die Beteiligten könnten als Kriegsverbrecher zur Rechenschaft gezogen werden. Auch wurden viele Frauen vom japanischen Militär ermordet oder an der Heimkehr in ihre Heimatländer gehindert. Diejenigen, die in Lager der Alliierten kamen, konnten nach einiger Zeit in ihre Heimat zurückkehren. Viele von ihnen schwiegen aus Scham über ihre Vergangenheit oder wurden stigmatisiert und an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Bei den Kriegsverbrecherprozessen wurde die Zwangsprostitution nicht thematisiert. Es herrscht in Japan immer noch kein Konsens über Kriegsverbrechen und Schuld. Die Thematik wurde aber in Japan diskutiert.

  Anwerbung und Zwang

Zu Beginn des Krieges rekrutierten japanische Behörden Prostituierte durch konventionelle Methoden. Mittelsmänner schalteten Anzeigen in japanischen Zeitungen, die in den Kolonien Korea, Taiwan, Mandschuko und China verbreitet waren. Diese Methoden kamen jedoch sehr schnell an ihre Grenzen, da das Reservoir an freiwilligen, berufsmäßigen Prostituierten sehr beschränkt war.

Am 17. April 2007 berichteten Yoshiaki Yoshimi und Hirofumi Hayashi, sieben Dokumente der Tokioter Prozesse gefunden zu haben, in denen angegeben wird, dass die kaiserlich-japanischen Militärkräfte – zum Beispiel die Tokeitai (Marinegeheimpolizei) – Töchter von Männern, die die Kempei Tai (Japanische Militärpolizei) angegriffen hatten, zwangen, in Bordellen an der Front in China, Indochina und Indonesien zu arbeiten. Ursprünglich waren diese Dokumente bei den Kriegsverbrecherprozessen veröffentlicht worden. Eines dieser Dokumente zitiert einen Leutnant, der berichtet, ein solches Bordell eingerichtet und selbst genutzt zu haben. Eine andere Quelle berichtet von Tokeitai-Mitgliedern, die Frauen von der Straße weg verhafteten, medizinisch zwangsuntersuchen ließen und danach in Bordelle brachten.[3]

Am 12. Mai 2007 veröffentlichte Taichiro Kaijimura die Entdeckung von 30 Dokumenten der niederländischen Regierung, die an das Tokioter Tribunal gesendet wurden, in denen von massenweiser erzwungener Prostitution bei einem Vorfall 1944 in Magelang berichtet wird.[4]

Da das Außenministerium die Ausstellung von Reisevisa für japanische Prostituierte einstellte, begann das Militär mehr und mehr „Trostfrauen“ außerhalb Japans, speziell in Korea und dem besetzen Teil Chinas, zu suchen.[5][6][7][8][9] Viele Frauen wurden auch durch Betrug zu Prostituierten gemacht. Ein Bericht der US-Armee, der Interviews mit 20 solcher Frauen wiedergab, berichtet von Frauen aus Burma, denen von japanischen Offizieren hohe Geldsummen für „Auslandsdienste“ versprochen wurden, mit denen sie Familienschulden und ähnliches hätten bezahlen können und die, nachdem die Frauen sich verpflichtet hatten, nie gezahlt wurden. Stattdessen war ihnen nur ein niedriger Abschlagsbetrag von einigen hundert Yen ausgehändigt worden.[10]

In städtischen Gebieten wurden neben der Anwerbung durch Anzeigen auch Entführungen genutzt. Besonders in Frontnähe wurden auch die lokalen Autoritäten direkt vom japanischen Militär aufgefordert, Frauen für Bordelle bereitzustellen. Mit Fortgang des Krieges verschlimmerte sich diese Situation. Zeugen aus Osttimor haben berichtet, dass es Mädchen gab, die noch vor ihrer ersten Regelblutung eingezogen wurden.[11] Da im Laufe des Krieges der „Nachschub“ an Prostituierten zum Teil nicht mehr ausreichend war, begannen die japanischen Truppen sich durch Plünderung etc. selbst zu versorgen. Vor allem in Gebieten, in denen die Bevölkerung den Besatzern besonders feindlich gesinnt war, führten japanische Truppen die Taktik der verbrannten Erde durch und vergewaltigten und entführten Frauen aus der Bevölkerung.[12][13][14] So entstand in den von Japan während des Zweiten Weltkriegs besetzten Gebieten eines der größten historisch bekannten und systematisch aufgebauten Netzwerks von Zwangsprostitution.[2]

  Behandlung der Trostfrauen

Ein Soldat der Einheit 731, Yasuji Kaneko, sagte aus: „Die Frauen schrien, aber uns war egal, ob die Frauen lebten oder tot waren. Wir waren des Kaisers Soldaten. Ob in Militärbordellen oder in den Dörfern – wir vergewaltigten, ohne zu zögern.“[15] Auch Schläge und Folter seien nicht unüblich gewesen.[16][17]

Im Februar 1944 wurden zehn niederländische Frauen von Mitgliedern der kaiserlich japanischen Armee aus ihren Gefangenenlagern in Java herausgeholt, um sie als Zwangsprostituierte einsetzen zu können.[18][19] Sie wurden täglich geschlagen und vergewaltigt. Vor einem Komitee des US-Repräsentantenhauses bezeugte Jan Ruff-O’Hearn:

„Viele Geschichten sind erzählt worden von dem Schrecken, der Brutalität, dem Leid und dem Hungern der niederländischen Frauen in japanischen Gefangenenlagern. Aber eine Geschichte wurde nie erzählt, die schändliche Geschichte von der schlimmsten Verletzung der Menschenrechte durch die Japaner während des Zweiten Weltkrieges. Die Geschichte der Trostfrauen, der jugun ianfu und wie diese Frauen gegen ihren Willen gezwungen wurden, den Mitgliedern der japanischen kaiserlichen Armee sexuelle Dienste zu leisten. In den sogenannten Trostzentren wurde ich Tag und Nacht systematisch geschlagen und vergewaltigt. Sogar der Arzt, der uns regelmäßig auf Geschlechtskrankheiten untersuchte, vergewaltigte mich jedes Mal, wenn er ins Bordell kam, um uns zu untersuchen.[18][19]

Aufgrund von Protesten der Niederlande wurden die Frauen drei Monate später zurück in ihre Gefangenenlager gebracht, die verantwortlichen Offiziere allerdings von japanischer Seite dafür bis zum Ende des Krieges nicht bestraft.[20] Nach dem Krieg wurden elf japanische Offiziere durch den Kriegsgerichtshof Batavia für schuldig erklärt und einer davon hingerichtet.

Hank Nelson, emeritierter Professor der Australischen Nationaluniversität, hat über Bordelle in Rabaul (Papua-Neuguinea) geschrieben, die vom japanischen Militär betrieben wurden. Er zitiert darin aus dem Tagebuch von Gordon Thomas, einem Kriegsgefangenen in Rabaul. Thomas schreibt, dass die Frauen, die in den Bordellen arbeiten, täglich „zwischen 25 und 35 Mann“ zu Diensten sein müssen und Opfer des „gelben Sklavenhandels“ seien.[21] Nelson zitiert auch Kentaro Igusa, einen Chirurg der Marine, der beschreibt, dass die Frauen trotz Infektionen und anderen Krankheiten arbeiten mussten, obwohl sie um Hilfe bettelten und weinten.[21]

  Öffentliche Debatte nach dem Krieg bis heute

In Japan begann offiziell eine Diskussion über dieses Thema in den 1970er Jahren.[2] In Südkorea meldeten sich ab Ende der 1980er Jahre nach und nach ehemalige Zwangsprostitutierte in der Öffentlichkeit zu Wort und 1992 begannen sie, jeden Mittwoch vor der japanischen Botschaft in Seoul mit den Worten zu protestieren: „Es ist die japanische Regierung, die sich schämen muss, nicht wir!“ Auch die Geständnisse ehemaliger japanischer Offiziere machten ihr Schicksal für eine breitere Öffentlichkeit publik.

1990 wurde das Thema erstmals im japanischen Parlament behandelt. Dort hieß es, eine Entschuldigung oder Entschädigung sei nicht notwendig, weil Privatpersonen und nicht der japanische Staat oder das japanische Militär für die Zwangsprostitution verantwortlich gewesen seien.

1993 hat die japanische Regierung die Tatsache offiziell anerkannt, da Yoshikazu Yoshimi, ein Historiker der Chuo-Universität in Tokio ein Jahr zuvor in Militärdokumenten Beweise dafür gefunden hatte, dass die japanische Armee an der Beschaffung der Frauen für die Kriegsbordelle beteiligt war. Seine Beweise drängten die Regierung auch dazu, dieses Kapitel der Kriegsgeschichte 1994 in die Schulbücher aufzunehmen. Allerdings hat in den vergangenen Jahren eine Gruppe von 130 liberaldemokratischen Politikern erfolgreich darum gekämpft, alle Hinweise auf das Verbrechen wieder aus den Büchern zu löschen. Die japanische Regierung hat sich seit 1993, angefangen mit einer Erklärung des Kabinettssekretärs Yōhei Kōno (englisch: Kono statement),[22] mehrfach für die Verwicklung der Armee entschuldigt. In einem weiteren Report im August 1993 räumte sie ebenfalls Verflechtungen in dieses Netz ein.[2]

1995 wurde von der japanischen Regierung ein privater Fonds mit dem Namen Asian Women's Fund eingerichtet, um den betroffenen Frauen eine finanzielle Entschädigung auszuzahlen. Der vom damaligen Premierminister Tomiichi Murayama geleitete Fonds wurde durch Spenden aus der japanischen Öffentlichkeit mitfinanziert. Von den elf Millionen Euro bekamen 360 ehemalige Zwangprostituierte Geld. Die japanische Regierung hatte etwas mehr als die Hälfte gespendet, der Rest kam von privaten Gebern. Die Regierung betonte jedoch, das Geld sei für „medizinische Unterstützung und Sozialhilfe“, nicht als Entschädigung gedacht. Dazu erhielten sie eine inoffizielle, vom jeweils amtierenden Premierminister unterschriebene schriftliche Entschuldigung. Viele frühere Zwangsprostituierte weigerten sich aufgrund des inoffiziellen Charakter des Fonds, diese Entschädigung zu beantragen. Viele erwarten und verlangen eine direkte Entschuldigung und Entschädigung vom japanischen Staat. Die japanische Regierung stellt sich jedoch auf den Standpunkt, dass das Problem mit den Friedensverträgen nach dem Krieg gelöst worden sei. Anfang 2005 wurde die Auflösung des Fonds zum März 2007 angekündigt.

Während sein Vorgänger Junichirō Koizumi 2001 sein „tiefes Bedauern“ über das Schicksal jener Frauen, die im Zweiten Weltkrieg in den besetzten Gebieten in Korea, China und Südostasien zur Prostitution gezwungen worden waren, und ihre „unermesslichen und schmerzlichen Erfahrungen“ ausgedrückt hatte, meinte Premierminister Shinzō Abe am 1. März 2007: „Es gibt keinen Beweis dafür, dass Zwang auf Frauen ausgeübt wurde, wie es zunächst geheißen hatte“. Dem waren Pläne für eine Resolution des US-Kongresses vorausgegangen, in der gefordert werden sollte, dass Japan formell die Verantwortung für das diesen „Trostfrauen“ zugefügte Leid anerkennen soll.[23] Nach heftiger Kritik erneuerte jedoch auch Abe am 26. März 2007 die japanische Entschuldigung.

Bisher gab es neun große Sammelklagen gegen die japanische Regierung, die alle scheiterten. Ende April 2007 entschied auch Japans höchstes Gericht, dass die „Trostfrauen“ keinen Anspruch auf Entschädigung haben.

Auf internationaler Ebene wurde sexuelle Gewalt gegen Frauen im Krieg erstmals auf der UN-Menschenrechtskonferenz 1993 in Wien und dann auf der Weltfrauenkonferenz 1995 in Peking thematisiert. Im November 1996 gab die UNO bekannt, dass die Handlungen japanischen Militärs während ihrer Besatzungszeit als Kriegsverbrechen zu werten sei.[2] Somit hätten die Opfer das Recht auf Einzelentschädigungen. Im Februar 1997 veröffentlichte der UN-Sonderberichterstatter zur Gewalt gegen Frauen einen Bericht, in dem er die japanische Regierung auf ihre Verantwortung gegenüber den damaligen Zwangsprostituierten hinwies. Die Regierung in Tokio wurde aufgefordert, die moralische und rechtliche Verantwortung für die an den Frauen verübten Menschenrechtsverletzungen zu übernehmen, sich bei ihnen offiziell zu entschuldigen, sie finanziell zu entschädigen und diejenigen vor Gericht zu stellen, die Frauen zwangsrekrutiert und misshandelt hatten. Die japanische Regierung widersprach dem.

Auch von Nichtregierungsorganisationen wurden Aktionen gestartet. Als Beispiel sei hier das zuletzt gestartete sogenannte „Internationales Frauentribunal für Kriegsverbrechen“ genannt, das 2000 bzw. 2001 tagte. Früheren ranghohen Politikern und Militärs wurden in diesem symbolischen ‚Prozess‘ Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen. Die Vorgänge wurden von japanischer Seite ignoriert, und US-Präsident Bush erklärte im November 2001, er werde die „Kampagne der Trostfrauen“ nicht unterstützen.

In Deutschland wurde ein Antrag vom Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe im Bundestag (von Angelika Graf (Rosenheim), Wolfgang Gunkel, Gernot Erler, Petra Ernstberger, Iris Gleicke, Ute Kumpf, Ullrich Meßmer, Thomas Oppermann, Christoph Strässer, Frank-Walter Steinmeier) eingereicht, das zur Anerkennung und Wiedergutmachung der Zwangsprostitution durch das japanische Kaiserreich im Zweiten Weltkrieg aufrief.[24] Speziell wurde dazu aufgefordert, "die Vereinten Nationen in ihren Bemühungen zur umfassenden Umsetzung der Resolutionen 1325, 1820, 1888 und 1889 zu unterstützen." Am 25. April 2012 wurde dieser Antrag von dem Bundestag abgelehnt. "Es sei nicht ersichtlich," hieß es "warum dieses Thema ausgerechnet jetzt auf die Tagesordnung gehoben werde, hieß es von CDU/CSU. Auch sei nicht nachvollziehbar, warum der Fokus auf Japan gelegt werde. Zwangsprostitution in Kriegen gebe es auf der ganzen Welt. „Das furchtbare Leid und die Schuld ist unbestritten“, sagte eine Abgeordnete der FDP-Fraktion. Als außenstehende Nation sei es aber immer schwierig, einen gesellschaftlichen Diskurs in einem Land anzustoßen."[25]

  Literarische Rezeption

  • Nora Okja Keller: „Die Trostfrau.“ Roman. Aus dem Amerikanischen von Cornelia Holfelder-von der Tann. Limes Verlag, München 1997. ISBN 3-8090-2421-X
  • Jun Tschongmo: Meine Mutter war eine „Korea-Nutte“. Übersetzung aus dem Koreanischen von Helga Picht. Kiro-Verlag, Schwedt 1995. ISBN 3-929220-43-1

  Siehe auch

  Literatur

  • Choi, Mira/Mühlhäuser, Regina: „Wir wissen, dass es die Wahrheit ist...“ - Gewalt gegen Frauen im Krieg – Zwangsprostitution koreanischer Frauen 1936-45; Forschungs- u. Dokumentationszentrum Chile, 1996; ISBN 3-923020-19-8
  • Drinck, Barbara: Erzwungene Prostitution in Kriegs- und Friedenszeiten, Kleine Verlag, 2006, ISBN 3-89370-422-1
  • Eiswaldt, Burkhard: „Hainan Comfort Women“ - Zwangsprostitution unter japanischer Besatzung, Hainan 1939-1945. März 2009, ISBN 978-3-8370-8838-0
  • Morillot, Juliette: Die roten Orchideen von Shanghai. Das Schicksal der Sangmi Kim. Roman/Erzählung nach der Lebenserzählung einer alten Frau. Goldmann, München 2003 ISBN 3-442-30982-4
  • Tanaka, Yuki: Japan’s Comfort Women: Sexual Slavery and Prostitution During World War II and the US Occupation. Routledge, London 2002, ISBN 0-415-19401-6.
  • Yoshimi, Yoshiaki: Comfort women: sexual slavery in the Japanese military during world war II, Columbia University press, 2002, ISBN 0-231-12033-8; Übersetzt von Suzanne O’Brien. Columbia University Press, New York 2000
  • Kiana Davenport: „Gesang der verlorenen Frauen“, DTV, 2001, ISBN 3-423-24248-5

  Einzelnachweise

  1. George Hicks, „The Comfort Women“. Allen & Unwin ISBN 1-86373-727-8
  2. a b c d e Burkhard Eiswaldt: "Hainan Comfort Women" - Zwangsprostitution unter japanischer Besatzung, Hainan 1939-1945. März 2009, ISBN 978-3-8370-8838-0
  3. Reiji Yoshida: Evidence documenting sex-slave coercion revealed, Japan Times. 18. April 2007. Abgerufen am 29. August 2007. 
  4. Files: Females forced into sexual servitude in wartime Indonesia, Japan Times. 12. Mai 2007. Abgerufen am 29. August 2007. 
  5. Yoshiaki Yoshimi [1995]: Comfort Women. Sexual Slavery in the Japanese Military During World War II, translation Suzanne O'Brien, S. 82-83, New York: Columbia University Press 2000, ISBN 0-231-12033-8
  6. George Hicks [1995]: The Comfort Women. Japans Brutal Regime of Enforced Prostitution in the Second World War, S. 223-228, New York: W.W. Norton & Company 1997, ISBN 0-393-31694-7
  7. Yoshiaki Yoshimi [1995]: Comfort Women. Sexual Slavery in the Japanese Military During World War II, translation Suzanne O'Brien, S. 101-105, 113, 116-117, New York: Columbia University Press 2000, ISBN 0-231-12033-8
    George Hicks [1995]: The Comfort Women. Japans Brutal Regime of Enforced Prostitution in the Second World War, S. 13, 50, 52-54, 69-71, 113, 115, 142, 145-146, 148, New York: W.W. Norton & Company 1997, ISBN 0-393-31694-7
  8. Minister van Buitenlandse zaken [Minister of Foreign Affairs]: Gedwongen prostitutie van Nederlandse vrouwen in voormalig Nederlands-Indië [Enforced prostitution of Dutch women in the former Dutch East Indies]. In: Handelingen Tweede Kamer der Staten-Generaal [Hansard Dutch Lower House]. 23607, Nr. 1, January 24 1994, S. 8-9, 14.
  9. International Military Tribunal for the Far East (1. November 1948): Judgment International Military Tribunal for the Far East (HTML). Hyperwar, a hypertext history of the Second World War S. p. 1135. Hyperwar Foundation. Abgerufen am 23. April 2007.
  10. Report No. 49: Japanese POW Interrogation on Prostitution. Abgerufen am 23. März 2007.
  11. Keiji Hirano: East Timor former sex slaves start speaking out, Japan Times. 28. April 2007. Abgerufen am 29. August 2007. 
  12. Fujiwara, Akira (藤原彰) The Three Alls Policy and the Northern Chinese Regional Army (「三光作戦」と北支那方面軍), Kikan sensô sekinin kenkyû 20, 1998
  13. Himeta, Mitsuyoshi (姫田光義) Concerning the Three Alls Strategy/Three Alls Policy By the Japanese Forces (日本軍による『三光政策・三光作戦をめぐって』), Iwanami Bukkuretto, 1996
  14. Bix, Herbert P. Hirohito and the Making of Modern Japan, HarperCollins, 2000. ISBN 0-06-019314-X
  15. 731部隊「コレラ作戦」 (Japanese). Abgerufen am 23. März 2007.
  16. "宋秉畯ら第2期親日反民族行為者202人を選定", JoongAng Ilbo, 2007.09.17. "日本軍慰安婦を募集したことで悪名高いベ・ジョンジャ"
  17. Hiroko Tabuchi: Japan's Abe: No Proof of WWII Sex Slaves. In: The Washington Post, 1. März 2007. Abgerufen am 23. März 2007. 
  18. a b Statement of Jan Ruff O’Herne AO, Subcommittee on Asia, Pacific and the Global Environment, Committee on Foreign Affairs, U.S. House of Representatives. Abgerufen am 23. März 2007.
  19. a b Norimitsu Onishi: Denial Reopens Wounds of Japan's Ex-Sex Slaves. In: The New York Times. 8. März 2007, abgerufen am 23. März 2003.
  20. 日本占領下インドネシアにおける慰安婦 (Japanese). Abgerufen am 23. März 2007.
  21. a b Hank Nelson: The Consolation Unit: Comfort Women at Rabaul (English) (pdf). The Australian National University. Abgerufen am 26. November 2007.
  22. Ministry of Foreign Affairs: Statement by the Chief Cabinet Secretary Yohei Konoon the result of the study on the issue of "comfort women", 4. August 1993. Abruf am 5. Januar 2012.
  23. tagesschau.sf.tv
  24. Anerkennung und Wiedergutmachung des Leids der „Trostfrauen“, 29. Februar 2012 http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/087/1708789.pdf
  25. Antrag zu japanischen "Trostfrauen" abgelehnt http://www.bundestag.de/presse/hib/2012_04/2012_209/01.html

  Weblinks

   
               

Frau

                   
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Frau (Begriffsklärung) aufgeführt.
  Zwei ägyptische Frauen

Frau (mhd. frouwe von ahd. frouwa „vornehme, hohe Frau; Herrin“) bezeichnet heute einen weiblichen, erwachsenen Menschen. Das geschlechtliche Gegenstück ist der Mann. Der Begriff wird verwendet, um das Geschlecht, die soziale Rolle oder beides zu unterscheiden. „Frau“ wird in der deutschen Sprache auch als einfachste, übliche Anrede für Frauen verwendet.

Früher bezeichnete „Frau“ dagegen nur gesellschaftlich höher stehende Erwachsene und Verheiratete, „Weib“ allgemein den weiblichen erwachsenen Menschen. Das Wort „Weib“ ist heute eher negativ besetzt.

Weibliche Kinder und Jugendliche werden als „Mädchen“ bezeichnet. Die frühere Bezeichnung „Fräulein“ für unverheiratete Frauen wird im deutschen Sprachraum kaum noch verwendet.

Inhaltsverzeichnis

  Biologische Merkmale

  Karyotyp einer Frau

  Genetische Merkmale

  Frau, im Kontrapost
  Eine schwangere Frau

Der deutliche Geschlechtsdimorphismus des Menschen wird durch die Verteilung der Chromosomen in der Zygote bestimmt, insbesondere von den Geschlechtschromosomen. So besitzen Frauen in ihrem Chromosomensatz in der Regel zwei X-Chromosomen, während Männer in der Regel nur ein X- und das geschlechtsbestimmende Y-Chromosom haben, das man Sex determining region of Y (SRY) nennt und das beim Mann für die embryonale Produktion des Hoden-determinierenden Faktors (TDF für englisch: Testis-determining factor), eines Proteins, verantwortlich ist. Wird TDF gebildet, kommt es zur Ausbildung männlicher Merkmale, fehlt es dagegen, bilden sich weibliche Merkmale. Dies hat zur Folge, dass sich durch verschiedene genetisch bedingte Ursachen ein Embryo trotz des 46,XY-Chromosomensatzes zu einem weiblichen Baby entwickeln kann (siehe auch: XY-Frau).

  Morphologische und physiologische Merkmale

Frauen unterscheiden sich körperlich vom Mann durch die unterschiedlichen primären und sekundären Geschlechtsmerkmale. Der Bau der primären Geschlechtsmerkmale ist hauptsächlich durch die Funktion bei der Fortpflanzung bedingt.

Dabei bestehen die Genitalien der Frau vor allem aus der im Körper liegenden Gebärmutter mit den paarigen Eileitern sowie den weiblichen Keimdrüsen, den Eierstöcken. Die Gebärmutter ist über die Vagina mit der Vulva verbunden, die das äußere primäre Geschlechtsteil der Frau bildet. Der Vaginalausgang liegt dabei zwischen den inneren und äußeren Schamlippen im Scheidenvorhof, in den auch die Harnröhre mündet. An der vorderen Umschlagfalte der inneren Schamlippen liegt die Klitoris. Sie ist ein zylinderförmiges, von Schwellkörpergewebe gebildetes und erektiles Organ, welches mit Nervenenden durchsetzt ist und besonders in der Lage ist, auf Berührung zu reagieren.

In den weiblichen Brüsten, die als Milchdrüsen zu den sekundären Geschlechtsmerkmalen gehören, wird nach einer Geburt Muttermilch gebildet, mit der die Mutter das Neugeborene säugt, bis es andere Nahrung zu sich nehmen kann.

Neben den unterschiedlichen Fortpflanzungsorganen gibt es tendenziell einige weitere körperliche Unterschiede zwischen Mann und Frau. So unterscheidet sich zum Beispiel der weibliche Knochenbau, insbesondere von Becken und Gesichtsschädel, geringfügig, auch der Muskelaufbau ist meist anders. Der Körper der Frau ist tendenziell weniger muskulös ausgeprägt als der des Mannes; während der Anteil des Muskelgewebes bei Frauen durchschnittlich etwa 23 Prozent ausmacht, beträgt er bei Männern rund 40 Prozent.

In welchem Grad Eigenschaften, die als „typisch weiblich“ angesehen werden, auch individuell zutreffen, hängt von Erziehung und Prägung ab. Doch haben alle Frauen auch sogenannte „männliche Anteile“ – und umgekehrt. Siehe dazu: Weiblichkeit (auch: Männlichkeit).

Obwohl in Zeiten ausreichenden Nahrungsangebots etwas mehr männliche Kinder geboren werden – das Verhältnis liegt bei etwa 105 zu 100 –, machen Frauen die Mehrheit der Erwachsenen aus. Dies liegt daran, dass Männer in allen Altersstufen eine etwas höhere Sterblichkeit aufweisen – besonders im Alter, bis 30 Jahre durch Unfälle. Frauen haben aus unterschiedlichen Gründen eine um ca. fünf Jahre höhere Lebenserwartung, teils durch tatsächliche geschlechtliche Unterschiede, teils durch die gesellschaftliche Rolle begründet.

  Frauen in der Urgeschichte

Manche Anthropologen wie zum Beispiel Margaret Ehrenberg gehen davon aus, dass urgeschichtlich Frauen gegenüber Männern die Angeseheneren waren. Für die frühen Gruppen der Jäger und Sammler waren weibliche Mitglieder durch die größere Stetigkeit der Erträge als Sammlerinnen gegenüber dem wechselnden Erfolg der Jäger ökonomisch möglicherweise wichtiger. Mit ihrer Fähigkeit zu gebären trugen Frauen zum Erhalt der Gruppe bei. Die Tatsache, dass die Mutter eines Kindes immer zweifelsfrei benennbar ist, dies für die Vaterschaft jedoch nicht gilt, soll die Rolle der Frau innerhalb der Gruppe gestärkt haben. Ob für die Urgeschichte überhaupt von einer Geschlechterhierarchie gesprochen werden kann, ist jedoch umstritten.

In Wildbeuterkulturen waren Männer für die Jagd zuständig. Fleisch mit seinem Eiweiß und Fett war vor allem in kalten, nördlichen Breiten ein kostbares Lebensmittel. Frauen sicherten durch Sammeln von Früchten, Kräutern und Samen die Ernährungsgrundlage; es sind jedoch auch Jägerinnen nachgewiesen. Während die Männer umherstreiften, regelten Frauen das übrige Leben: bereiteten Speisen, hüteten das Feuer nach dessen Zähmung, sorgten für die Vorratshaltung, errichteten Hütten, stillten die Säuglinge und zogen in Gruppen die Kleinkinder heran. Frauen bildeten das eher stabilisierende, engstverflochtene Netzwerk der Gruppe.[1][2][3]

Um die Fähigkeit der Frau, Leben zu schenken, sollen die ersten Kulte und Religionen entstanden sein, bei denen Ahninnen und hauptsächlich weibliche Gottheiten verehrt wurden. Diese Vorstellung dient der verbreiteten, aber nicht unbestrittenen Idee, für die Urgeschichte sei ein Matriarchat anzunehmen, als Grundlage. Mit archäologischen Mitteln ist es jedoch nicht möglich, so weitreichende Aussagen über die Gesellschaftsform zu machen.[4][5]

Frauen sollen einen wesentlichen Anteil an der Entwicklung des Ackerbaus und weiterer Kulturtechniken gehabt oder diese erfunden haben (Ehrenberg). Mit der neuen Wirtschaftsweise ging in der Jungsteinzeit ein deutliches Bevölkerungswachstum einher, da erstmals Produktionsüberschüsse gehortet werden konnten. In Folge bildeten sich erste soziale Unterschiede heraus. In diesem über mehrere tausend Jahre andauernden Prozess, so wird vermutet, habe sich die symbolische oder tatsächliche Vorrangstellung der Frauen oder die Gleichrangigkeit der Geschlechter zugunsten der Männer nachhaltig verschoben.[6]

  Gesellschaftliche Rolle und Emanzipation

  Eine Frau aus Bangladesch beim Weben. Die Kleiderherstellung war in vielen Kulturen Frauendomäne.
  Eine peruanische Frau mit Kind

In vielen, besonders nicht-westlichen, Kulturen gibt es eine mehr oder weniger ausgeprägte geschlechtliche Arbeitsteilung. In vielen traditionellen Gesellschaften werden Frauen in der Regel überwiegend reproduktive und Männern produktive Aufgaben zugeschrieben. Die reproduktiven Aufgaben in einer Gesellschaft beinhalten insbesondere die Erziehung und Betreuung von Kindern, aber auch die Pflege kranker und alter Menschen, das Bereitstellen von Nahrung, Kleidung usw. Diese Arbeitsteilung ist sehr alt und ging nicht notwendigerweise mit einer Nachrangigkeit der Frau einher. Welche Bedingungen dazu führten, dass Frauen wirtschaftlich und gesellschaftlich von Männern abhängig wurden und sich diesen unterordnen mussten, kann nur in dem historischen Kontext von Kultur, Weltanschauung oder Religion, Gesellschaft und Wirtschaftsweise beantwortet werden. Siehe auch: Geschlechtergeschichte

In allen europäischen Ländern galten noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts nur Männer als juristisch handlungsfähig, eine unverheiratete Frau benötigte einen Vormund. In vielen Ländern außerhalb Europas ist das heute noch so.

Hauptartikel: Frauenrechte
  Weibliche Hmong in Trachten tauschen Post aus.
  Krankenschwester in Äthiopien bei der Vorbereitung einer Injektion

Durch die Frauenbewegungen in den USA und Europa seit Ende des 19. Jahrhunderts und die durch sie ausgelöste Emanzipation der Frauen wurden in der westlichen Welt die traditionellen patriarchal strukturierten Geschlechterrollen in Frage gestellt. Heute steht Frauen jede Berufsausbildung offen und sie sind in den meisten Ländern juristisch den Männern gleichgestellt. In Deutschland gibt es einige Gesetze (z. B. § 56 Abs. 2 Satz 8 SGB VI, § 2 BGG, § 16 BGleiG), welche Frauen bevorzugen, um der Gleichberechtigung von Frauen und Männer zu dienen.

Der Arbeitsmarkt in Westeuropa weist eine geschlechtsspezifische Segregation auf, bei der in reproduktiven und Dienstleistungsberufen überdurchschnittlich viele Frauen anzutreffen sind: Erziehungs- und Ausbildungsberufe, Pflegeberufe, Verkauf und kaufmännische Berufe. Auch innerhalb frauentypischer Berufsfelder tritt eine geschlechtliche Segregation zutage, so dass, bezogen auf die Grundgesamtheit im untersuchten Berufsfeld, überdurchschnittlich wenige Frauen in Führungspositionen anzutreffen sind. Hinzu kommt, dass in solchen Berufsfeldern wie zum Beispiel Krankenpflege oder Unterstufenlehrerinnen, trotz intensiver politischer Bemühungen, bislang das Lohnniveau tiefer ist als in den Berufsfeldern, in denen überdurchschnittlich viele Männer arbeiten wie zum Beispiel auf dem Bau oder in der Produktion.

In Gesellschaften, in denen der Status einer Frau real oder vermeintlich zum Teil über ihre Schönheit definiert ist, kann es zu einem regelrechten „Schönheitswahn“ kommen, der zu psychischen Störungen wie zum Beispiel Essstörungen führen kann.

Hauptartikel: Weiblichkeit

  Bezeichnungen für Frauen

Im Deutschen werden viele Tätigkeitsbezeichnungen wie Berufe in Abhängigkeit davon unterschieden, ob diese von einem Mann oder einer Frau ausgeführt werden. Dazu wird, anders als bei sonstigen Unterschieden wie beispielsweise Herkunft, kein Adjektiv verwendet, sondern es gibt für fast alle Berufe Doppelbezeichnungen. So wird in vielen Bezeichnungen die weibliche Form durch das Anhängen der Silbe -in kenntlich gemacht, zum Beispiel Autorin und Bäckerin. Der Duden verzeichnet in der 23. Auflage 2004 erstmals alle weiblichen Bezeichnungen. Endet die Bezeichnung auf -mann, so wird dies meistens durch -frau ersetzt, beispielsweise ist die weibliche Form des Bürokaufmanns die Bürokauffrau. Eine Ausnahme dazu ist zum Beispiel die Zimmerin anstelle von der Zimmermann. Nur wenige Berufe werden nicht nach dem Geschlecht unterschiedlich bezeichnet; so wird heute, nachdem das „Fräulein“ gesellschaftlich aus der Mode kam, der Begriff „Ober“ sowohl für weibliche als auch männliche Kellner verwendet, da die weibliche Form „Oberin“ in anderem Zusammenhang verwendet wird. Rein weibliche Berufsbezeichnungen wie Amme, Hebamme, Krankenschwester sind äußerst selten.

In Anschreiben und Ansprachen wird heute oft explizit sowohl die weibliche als auch die männliche Form der Bezeichnung genannt, was oftmals den Anschein der „politischen Korrektheit“ erweckt. Da dies aber in längeren Texten einen merkbaren Mehraufwand bedeutet, werden teilweise ungewohnte Abkürzungen verwendet, um Sparsamkeit und Korrektheit zu vereinen. Am bekanntesten ist die – laut der Rechtschreibung unzulässige – Form des Binnen-I (taz-I), also beispielsweise StudentInnen. Auch das Hervorheben der Tätigkeit mit Partizipien kommt in letzter Zeit mehr in Mode. So soll der Plural Studierende beide Geschlechter ansprechen.

Hauptartikel: Generisches Maskulinum

In Österreich werden Frauen oder Töchter manchmal noch mit dem Titel ihres Ehemannes oder Vaters angesprochen: Frau Direktor, Frau Hofrat, Frau Doktor bzw. Fräulein Direktor etc. Diese Form wird aber seltener. In Deutschland und in der Schweiz ist diese Anrede weitgehend verschwunden.

Selten, aber nicht ungewöhnlich ist im Deutschen die Bezeichnung einer Frau durch das Anhängen von -in an den Familiennamen, z. B. „die Lutherin“ oder „die Hübnerin“.

  Venus-Symbol

  Symbolisches

Das Symbol für eine Frau ist – das Venussymbol, die Farbe Rot.

  Siehe auch

 Portal:Frau – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Frau

  Literatur

  • Georges Duby, Michelle Perrot: Geschichte der Frauen. 5 Bde., Fischer Tb., Frankfurt am Main 1998, ISBN 3-596-14030-7.
  • Gisela Bock: Frauen in der europäischen Geschichte. C. H. Beck, München 2000, ISBN 3-406-46167-0.
  • Sheila Rowbotham. A Century of Women: The History of Women in Britain and the United States. Viking, New York 1997, ISBN 0-670-87420-5.
  • Ulrike Prokop: Weiblicher Lebenszusammenhang. Von der Beschränktheit der Strategien und der Unangemessenheit der Wünsche. Suhrkamp, Frankfurt/Main 1976.
  • Margaret Ehrenberg: Die Frau in der Vorgeschichte. Kunstmann Verlag, München 1992, ISBN 3-88897-057-1 (Original: Women in Prehistory, 1989).
  • Sarah Blaffer Hrdy: Mutter Natur: Die weibliche Seite der Evolution. Berlin Verlag, 2000, ISBN 978-3827002402 (Original: Mother Nature: A history of mothers, infants and Natural Selection, New York 1999).

  Weblinks

 Commons: Frau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikiquote: Frauen – Zitate
Wiktionary Wiktionary: Frau – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

  Einzelnachweise

  1. Vgl. Steven L. Kuhn und Mary C. Stiner: What’s a Mother to Do? The Division of Labor among Neandertals and Modern Humans in Eurasia, in: Current Anthropology Vol. 47, 2006, pdf
  2. Vgl. auch Sarah Blaffer Hrdy: Mutter Natur: Die weibliche Seite der Evolution, Berlin Verlag, 2000, ISBN 978-3-8270-0240-2
  3. Margaret Ehrenberg: Die Frau in der Vorgeschichte. Kunstmann Verlag, München 1992, ISBN 3-88897-057-1 (Original: Women in Prehistory, 1989)
  4. Vgl. zum Beispiel Vere Gordon Childe: Soziale Evolution. Suhrkamp, Frankfurt 1975, S. 69 f.(engl. Social Evolution, 1951).
  5. Vgl. Röder/Hummel/Kunz: Göttinnendämmerung. Das Matriatchat aus archäologischer Sicht Krummwisch 2001 (1996).
  6. Margaret Ehrenberg: Die Frau in der Vorgeschichte. Kunstmann Verlag, München 1992, ISBN 3-88897-057-1 (Original: Women in Prehistory, 1989)
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Trost

                   
Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Beistand (Trost). Für weitere Bedeutungen siehe Trost (Begriffsklärung).
  Fallschirmspringer spendet einem Opfer des Hurrikans Ike Trost

Trost ist zwischenmenschliche Zuwendung an jemanden, der trauert oder anderen seelischen bzw. körperlichen Schmerz zu ertragen hat. Derjenige wird getröstet. Trost kann durch Worte, Gesten und Berührung gespendet werden. Der Schmerz und die Traurigkeit des Getrösteten sollen gelindert werden; er soll spüren, dass er nicht allein gelassen ist; seine seelische Verfassung soll gestärkt werden.

Das Wort Trost hängt etymologisch mit dem indogermanischen Wortstamm treu zusammen und bedeutet eigentlich (innere) Festigkeit. Das griechische Wort für „Trost“ bedeutet auch „Ermutigung“.

Inhaltsverzeichnis

  Consolatio

Consolatio, lat. für Trost und Trostschrift. Trostschriften gab es sowohl in der Antike in Gedichtform (z. B. als Zuspruch für die Überlebenden in Statius' Silvae) als auch in Prosaform (etwa von Seneca). Bekannt wurde die spätantike Schrift von Boethius: Consolatio Philosophiae = dtsch.: (Der) Trost der Philosophie. In der Literaturwissenschaft wird diese Gattung als Konsolationsliteratur bezeichnet. Diese Gattung wurde in christlicher Zeit aufgenommen und im christlichen Sinne ausgebaut.

  Christlicher Kontext

Christen beziehen in schweren Zeiten Trost und Ermutigung aus ihrem Glauben. Das Beten oder Rezitieren von Psalmversen gibt Halt und Kraft. Am Sterbebett werden oft Bibelverse gelesen.[1]

Der Tröster im christlichen Sinn ist nach dem Johannes-Evangelium (Joh 14,16 EU) der Heilige Geist, der die Jünger Jesu nach dessen Abschied und Himmelfahrt bis zu seiner Wiederkunft trösten soll. Dogmatisch wird angenommen, dass im Heiligen Geist alle Menschen Trost und Frieden finden. Am Glauben Verzweifelte schöpfen aus dem Trost des Heiligen Geistes neue Kraft.

Im neuen Testament findet sich des Weiteren die Stelle: „... Josef aber, der von den Aposteln Barnabas genannt wurde – was übersetzt heißt: Sohn des Trostes ...“ (Apg 4,36 EU). Weitere Übersetzungen sind: „der Tröster“ – Hoffnung für Alle; „der Mann, der anderen Mut macht“ – Gute Nachricht Bibel; „Filius consolationis“ – Vulgata.

Bei Paulus findet sich die Gottesbezeichnung „der Gott allen Trostes“ (2 Kor 1,3 EU). Gott selbst erscheint hier als derjenige, der die Kraft schenkt, Leiden (speziell Verfolgung um des Glaubens willen) durchzustehen.

  Redewendungen und Zitate

  • du bist nicht ganz bei Trost = du bist wohl verrückt
  • sich mit etwas oder jemandem trösten = sich Ersatz für eine verlorene Sache oder eine verlorene Person suchen.
  • Trostpreis = eine kleine Entschädigung für jemanden, der bei einem Wettbewerb keinen Preis erhalten hat.
  • Trostpflaster = kleinere Entschädigung für einen Verlust, eine Benachteiligung oder einen Misserfolg.
  • jemanden vertrösten = jemandem etwas von ihm Ersehntes erst für die weitere Zukunft in Aussicht stellen
  • Trost spenden = Anteilnahme entgegenbringen
  • Als trostlos bezeichnet man eine aussichtslose Lage oder eine öde Gegend.
  • Wer nie gelitten hat, weiß auch nicht, wie man tröstet“, Dag Hammarskjöld (1905-1961), schwedischer Politiker, UN-Generalsekretär

  Siehe auch

  Literatur

  • Charles Favez: La Consolation latine chrétienne. Paris 1937.
  • Konrad Fuchs, Heribert Raab: Wörterbuch zur Geschichte. Band 1, dtv, München 1996, ISBN 3-423-03364-9
  • Rudolf Kassel: Untersuchungen zur griechischen und römischen Konsolationsliteratur. München: Beck, 1958.
  • Peter von Moos: Consolatio. Studien zur mittellateinischen Trostliteratur über den Tod und zum Problem der christlichen Trauer. München, Wilhelm Fink Verlag, 1971-72, ISBN 978-3-7705-2534-8

  Weblinks

 Wikiquote: Trost – Zitate
Wiktionary Wiktionary: Trost – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

  Einzelnachweise

  1. Der Psalm 23 („Der Herr ist mein Hirte“) ist der bekannteste. Siehe hierzu auch Gebet in schweren Zeiten
   
               

 

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