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caractère, état, propriété (fr)[Classe...]
propriété quantitative (fr)[Classe...]
propriété de choses (fr)[Classe...]
haftend; verklebt; klebrig; viskos; gummiartig[ClasseHyper.]
mou (contraire de dur) (fr)[Classe]
gluant, collant comme de la poix (fr)[Classe]
épais (fr)[Classe...]
sale (fr)[Classe...]
(Stärke; Zähigkeit; Dickflüssigkeit; Zähflüssigkeit; Dicke)[Thème]
chose matérielle inanimée (fr)[Thème]
(haftend; verklebt; klebrig; viskos; gummiartig)[Thème]
(Öl; Schmiermittel; Schmierstoff)[Thème]
chemistry (en)[Domaine]
ShapeAttribute (en)[Domaine]
Attribut, Merkmal[Hyper.]
dick, dickflüssig, zäh - thin (en)[Dérivé]
kleben[Qui~]
Klebe..., klebend[Similaire]
Stärke; Zähigkeit; Dickflüssigkeit; Zähflüssigkeit; Dicke[Classe]
propriété ou état de la matière (fr)[ClasseParExt.]
(haftend; verklebt; klebrig; viskos; gummiartig)[termes liés]
(Öl; Schmiermittel; Schmierstoff)[termes liés]
chemistry (en)[Domaine]
PhysicalState (en)[Domaine]
Beschaffenheit, Konsistenz[Hyper.]
haftend, klebrig, verklebt, viskos, zähflüssig[Propriété~]
syrupy, viscous (en)[Dérivé]
Viskosität (n.)
| Physikalische Größe | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Name | kinematische Viskosität | ||||||
| Formelzeichen der Größe | ![]() |
||||||
|
|||||||
| Physikalische Größe | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Name | dynamische Viskosität | ||||||
| Formelzeichen der Größe | (gelegentlich auch ) |
||||||
|
|||||||
| Anmerkungen | |||||||
| auch in Pa·s bzw. mPa·s angegeben | |||||||
Die Viskosität ist ein Maß für die Zähflüssigkeit eines Fluids. Der Kehrwert der Viskosität ist die Fluidität, ein Maß für die Fließfähigkeit eines Fluids. Je größer die Viskosität, desto dickflüssiger (weniger fließfähig) ist das Fluid; je niedriger die Viskosität, desto dünnflüssiger (fließfähiger) ist es. In der Animation wird eine dünnflüssige Substanz (oben) mit einer dickflüssigen (unten) verglichen. Das Verhalten ist ersichtlich ganz unterschiedlich.
Normalerweise wird mit dem Begriff Viskosität die Viskosität in Scherung verbunden, es ist allerdings auch möglich, die Viskosität in Dehnung zu messen, siehe dazu die Seite Dehnviskosität.
Teilchen zäher Flüssigkeiten sind stärker aneinander gebunden und somit unbeweglicher; man spricht daher auch von der inneren Reibung. Sie resultiert nicht nur aus den Anziehungskräften zwischen den Teilchen des Fluids (Kohäsion).
Die Viskosität von Feststoffen ist generell sehr hoch (und damit schwer bestimmbar), stattdessen werden häufig Begriffe wie Duktilität, Sprödigkeit und Plastizität verwandt.
Der Begriff Viskosität geht auf den typisch zähflüssigen Saft der Beeren in der Pflanzengattung Misteln (Viscum) zurück. Aus diesen Misteln wurde der Vogelleim gewonnen. „Viskos“ bedeutet also „klebrig, zäh wie Vogelleim“.
Inhaltsverzeichnis |
Den Effekt innerer Reibung kann man sich vereinfacht durch die Bewegung zweier übereinander liegender, verzahnter Molekülschichten vorstellen (siehe Abb. Punkt 1). Beim Fließen gleiten die Moleküle aneinander vorbei, und um die Verzahnung zu überwinden, benötigt man eine gewisse Kraft. Den Zusammenhang zwischen dieser Kraft und den Eigenschaften des vorliegenden Fluids definiert die Viskosität. Erkennbar wird dieser Zusammenhang besonders gut an der homologen Reihe der Alkane (kettenförmige Kohlenwasserstoffe), hier steigt die Viskosität mit der Kettenlänge und damit den zunehmenden intermolekular wirkenden Van-der-Waals-Kräften kontinuierlich an. Bei den mittleren Alkanen (ab Nonan, neun C-Atome) hat sie bereits einen Wert ähnlich dem von Wasser.
Sehr gut veranschaulichen kann man sich die Viskosität auch an folgendem Beispiel: gleitet Wind über das Wasser eines Ozeans, erzeugt dies eine Bewegung der Wasserschicht an der Oberfläche. Je tiefer man nun taucht, desto ruhiger wird das Wasser, bis man einen Punkt erreicht, wo keine Strömung herrscht. Die einzelnen Flüssigkeitsschichten bewegen sich mit unterschiedlicher Geschwindigkeit, es entsteht ein Geschwindigkeitsgradient (siehe Abb. Punkt 2):

Weht kein Wind mehr, bricht die Strömung zusammen, das Wasser ruht auch wieder an der Oberfläche. Dass die Flüssigkeit auch in tieferen Schichten trotz Wind an der Oberfläche praktisch ruht, ist Folge der inneren Reibung in der Flüssigkeit.
Die dynamische Viskosität der meisten Flüssigkeiten nimmt mit steigender Temperatur ab und kann oft mit der Arrhenius-Andrade-Beziehung beschrieben werden:

Wobei
eine Materialkonstante und
die Aktivierungsenergie (auch Platzwechselenergie),
die allgemeine Gaskonstante und
die absolute Temperatur sind. Bei Flüssigkeiten in der Nähe der Glasübergangstemperatur (bis ca. 100 K darüber) gilt meist die WLF-Beziehung, da das freie Volumen sehr gering ist und damit diese Größe dominiert, die in der Nähe der Glasübergangstemperatur eine sehr viel stärkere Temperaturabhängigkeit hat, als die Kettenbeweglichkeit, die hinter der Arrhenius-Andrade-Beziehung steht.
Der Grad der Abhängigkeit der kinematischen Viskosität von der Temperatur wird bei Ölen durch den Viskositätsindex beschrieben.
Man stelle sich zwei im Abstand x parallel angeordnete Platten der Fläche A vor. Zwischen diesen Platten befindet sich eine Flüssigkeit, die an beiden Platten haftet. In unserer Vorstellung soll der Raum mit der Flüssigkeit in Schichten unterteilt sein. Wird nun Platte 2 mit der Geschwindigkeit v bewegt, so bewegt sich die Schicht in unmittelbarer Nachbarschaft zu Platte 2 auf Grund der Haftung ebenfalls mit der Geschwindigkeit v. Da Platte 1 ruht, ruht auch ihre Nachbarschicht. Die innenliegenden Flüssigkeitsschichten gleiten mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten aneinander vorbei. Die Geschwindigkeit nimmt von der ruhenden Platte zur bewegten zu. Im einfachsten Fall besteht eine lineare Abhängigkeit. Von der obersten, an der Platte haftenden Schicht geht eine Tangentialkraft auf die darunterliegende Schicht aus. Diese bewegt sich folglich mit der Geschwindigkeit v1. Diese Schicht wirkt wiederum auf die darunterliegende Schicht und bewegt sie mit der Geschwindigkeit v2.
Im Experiment lässt sich zeigen, dass die Kraft F, die nötig ist, um Platte 2 zu bewegen, proportional zu ihrer Fläche A, ihrer Geschwindigkeit v und antiproportional zu dem Abstand der Platten x ist:
und
und 
Hieraus ergibt sich

und als Gleichung

Die Proportionalitätskonstante
ist die dynamische Viskosität. Häufig wird sie auch nur als Viskosität bezeichnet. Ein Stoff hat also die Viskosität 1 Ns/m², wenn bei einer Größe der Platten von 1 m² und einem Plattenabstand von 1 m eine Kraft von 1 N benötigt wird, um die Platten mit einer Geschwindigkeit von 1 m/s gegeneinander zu verschieben.
Für die physikalische Einheit gilt: ![1{\rm N}=[\eta] \cdot\left(\frac{{\rm m}^2\,{\rm m}}{{\rm m}\,{\rm s}}\right) \Rightarrow [\eta] = \frac{{\rm N}\,{\rm s}}{{\rm m}^2}.](http://bin.sensegates.com/s/a/5/2/a52e7d4f20fe0b2dcff8ac2999946d4d.png)
Ist
unabhängig von der Geschwindigkeit v, so wird die Flüssigkeit als Newtonsche Flüssigkeit bezeichnet. Für diese Flüssigkeiten stellt sich das im Schubspannungs-Schergeschwindigkeits-Diagramm gezeigte, lineare Geschwindigkeitsprofil ein (Kurve 2: Newtonsches Fluid). Ist
von v abhängig, so bezeichnet man die Flüssigkeit als nicht-newtonsch.
Im Folgenden wird der vereinfachte Zusammenhang gemäß dem newtonschen Viskositätsgesetz dargestellt, es wird dabei stets laminare Strömung sowie Temperatur- und Druckunabhängigkeit der Flüssigkeitseigenschaften angenommen. Außerdem unterstellte Newton eine lineare Abhängigkeit des oben erläuterten Geschwindigkeitsgradienten, der auch Schergeschwindigkeit
(manchmal auch mit
oder
bezeichnet) genannt wird:

Verknüpft man dies mit der Schubspannung
, erhält man folgenden Zusammenhang für die dynamische Viskosität:

Die Schubspannung
ergibt sich aus der die Strömung bewirkenden Kraft bezogen auf die betroffene Angriffsfläche, die sich mit maximaler Geschwindigkeit bewegt.
wird bei newtonschen Flüssigkeiten als Konstante angesehen. Darüber hinaus wird das Verhältnis zwischen der dynamischen Viskosität
und der Dichte
definiert als kinematische Viskosität.
kinematische Viskosität:
dynamische Viskosität: 
Viele Substanzen folgen diesem Gesetz jedoch nicht, sondern zeigen ein zeit- oder schergeschwindigkeitsabhängiges Verhalten. Dabei unterscheidet man verschiedene Arten der Abweichung:
keine Konstante, sondern ändert sich mit dem Schergefälle 
Derartige Fluide bezeichnet man als nichtnewtonsche Fluide. Das Verhältnis
wird in diesem Fall scheinbare Viskosität genannt.[1]
Im allgemeinen Fall muss das Schergefälle
aus dem Scherwinkel in der Flüssigkeit berechnet werden und nicht über den Geschwindigkeitsgradienten.
Die SI-Einheit der
![[\eta] = \frac{\rm Ns}{\rm m^2}](http://bin.sensegates.com/s/4/9/0/4909a229ccf416386a5f8c2904018654.png)
![[\nu] = \frac{\rm m^2}{\rm s}](http://bin.sensegates.com/s/0/2/b/02bf4fd293d056d8c0ebc96c381aa866.png)
In der Praxis wird für die dynamische Viskosität neben der Pa·s (Pascalsekunde) außerdem der tausendste Teil der SI-Einheit mPa·s (Millipascalsekunde) für Medien niedriger Viskosität verwendet.
Im CGS-System wird die dynamische Viskosität in Poise (P) gemessen, wobei 1 Ns/m2 = 1 Pa·s = 10 Poise = 1000 Centipoise = 1000 cP = 1 kg/ms, und die kinematische Viskosität in Stokes (St), 1 St = 10−4 m2/s.
Das Engler-Grad ist eine veraltete Einheit für die Viskosität. Diese Einheit gibt die Viskosität im Vergleich zu Wasser an.
| Substanz | η in mPa·s (1) |
|---|---|
| Wasser (5 °C) | 1,52 |
| Wasser (10 °C) | 1,297 |
| Wasser (20 °C) | 1,00 |
| Wasser (25 °C) | 0,891 |
| Petroleum | 0,65 |
| n-Pentan (25 °C) | 0,224 |
| Diethylether | 0,240 |
| Hexan | 0,320 |
| Heptan | 0,410 |
| Octan | 0,538 |
| Nonan | 0,711 |
| Chloroform | 0,56 |
| Decan | 0,920 |
| Dodecan | 1,52 |
| Ethanol | 1,19 |
| Essigsäure (80%-ige bei 25 °C) | 2,31 |
| Benzol (25 °C) | 0,601 |
| Motoröl (150 °C) | ~3 |
| Motoröl (25 °C) | ~100 |
| Schweröl RMA 30 (50 °C) | 30 |
| Schweröl RMK 700 (50 °C) | 700 |
| Glycerin (rein) | 1480 |
| Lack | ~ 102 |
| Paraffinöl | 102 bis 106 |
| Polymerschmelzen | 103 bis 1013 (2) |
| Bitumen (je nach Sorte) | ≈107 bis 1014 |
| Asphalt (je nach Rezeptur) | ≈1011 bis 1016 |
| Quecksilber | 1,55 |
| Glas (Verarbeitungstemperatur) | ≈102 bis 104 |
| Glas (Raumtemperatur) | ≈1018 bis 1020 |
| Blut (37 °C) | 4 bis 25 |
| Traubensaft | 2 bis 5 |
| Olivenöl | ≈102 |
| Honig | ≈104 |
| Sirup | ≈104 bis 105 |
| Kaffeesahne | ≈10 |
| Steinsalz | ≈1018 bis 1021 (3) |
| Erdmantel | ≈1021 bis 1023 |
(1) Sofern nicht anders vermerkt, beziehen sich die Werte auf die Viskosität für 20 °C.
1 mPa = 0,001 N/m² = 10−7 N/cm²
(2) Bei Polymeren gibt es einen sehr breiten Bereich an Viskositäten, der im Wesentlichen von der Kettenlänge und deren Verzweigungsstruktur (und natürlich von der Temperatur) abhängt. Hergestellt werden z.B. Siliconöle (PDMS) mit definierten Viskositäten zwischen 0,6 mPa·s bei 25 °C und 1.000.000 mPa·s bei 27 °C. Polymerschmelzen können aber auch noch sehr viel höhere Viskositäten aufweisen. Bei einem UHMW-HDPE (für Hüftgelenksimplantate) wurden Viskositäten jenseits der 1013 mPa·s bei 150 °C gemessen.
Man muss aber bedenken, dass bei normalen ungefüllten Polymerschmelzen spätestens ab einer Viskosität von 10.000 mPa·s Strukturviskosität auftritt, deren Intensität (also wie stark die Viskosität bei hoher Scherrate sinkt) sich bei steigender Viskosität erhöht.
(3) Die Viskosität eines kristallinen Festkörpers ist prinzipiell unendlich groß. Da auf lange Sicht durch die unvermeidlichen Fehlstellen im Kristallit dennoch eine irreversible Deformation auftreten kann, erhält man bei realen kristallinen Stoffen dennoch zwar sehr große, aber endliche Werte.
Bei der postglazialen Landhebung, einem nacheiszeitlichen Effekt der Erdoberfläche, sind es rund 1021 Pa·s.
Die Werte für Blut gelten wohl für Vollblut und Blut in großen Blutgefässen. Blut, das durch Kapillaren fließt ist ärmer an Blutkörperchen und dadurch deutlich dünnflüssiger. Weniger viskos ist (gelbliches) Blutplasma und noch geringer aus abgeschürfter Haut dringendes farbloses Wundsekret oder Lymphe.
Für Gase lässt sich die Viskosität anhand einer mikroskopischen Betrachtung des Impulsflusses abschätzen:

mit der freien Weglänge
für die Gasteilchen, der Masse der Gasteilchen
, der mittleren Teilchengeschwindigkeit
und der Teilchenzahldichte
.
Die Viskosität von Gasen ist bei niedrigen Drücken (≈0,1 bis 10 bar) unabhängig vom Druck. Dies gilt solange, wie die freie Weglänge klein gegenüber den Gefäßabmessungen und groß gegenüber den Molekülabmessungen ist. Mit anderen Worten: Für ein sehr dünnes oder ein sehr dichtes Gas wird die Viskosität doch wieder vom Druck beziehungsweise der Dichte des Gases abhängig.
Grundsätzlich abhängig ist die Viskosität aber von der Temperatur. Mit zunehmender Temperatur steigt die Viskosität, da die mittlere Teilchengeschwindigkeit
proportional zu T0,5 wächst (vgl. Abschnitt „Kinetische Gastheorie“). Dieses Verhalten ist bei den meisten Flüssigkeiten genau entgegengesetzt. Die folgende Tabelle listet zu einigen Gasen die Viskositäten und freien Weglängen auf.
| Gas | η (273 K) in µPa·s | λ (1 atm) in nm |
|---|---|---|
| Luft | 17,1 | 59,8 |
| Sauerstoff (O2) | 19,2 | 63,3 |
| Kohlendioxid (CO2) | 13,8 | 39,0 |
| Stickstoff (N2) | 16,6 | 58,8 |
| Argon | 21,0 | 62,6 |
| Neon | 29,7 | 124,0 |
| Helium | 18,6 | 174,0 |
| Wasserstoff (H2) | 8,4 | 111,0 |
Nach Hirschfelder kann die Viskosität reiner Gase mit Hilfe der kinetischen Gastheorie in einem großen Temperaturbereich (etwa von 200 bis 3000 Kelvin) berechnet werden.

Hierbei ist
die Molekülmasse,
die Boltzmann-Konstante,
die Temperatur,
der Lennard-Jones-Stoßdurchmesser und
das reduzierte Stoßintegral, das von der reduzierten Temperatur
abhängt.
ist die Energie des Lennard-Jones-Potentials. Werte für die Lennard-Jones-Parameter und das reduzierte Stoßintegral sind in Lienhards Lehrbuch zur Wärmeübertragung in Kapitel 11 aufgeführt. Das reduzierte Stoßintegral
ist so definiert, dass für ein ideales Gas, bei dem Teilchenwechselwirkungen wie Stöße harter Kugeln betrachtet werden,
gilt.
Der Kehrwert der Viskosität ist die Fluidität
mit der Einheit
.
Die Viskosität ist ein Maß für die Zähflüssigkeit eines Fluids. Sie begründet sich aus dem Experiment, nach dem zur Aufrechterhaltung einer Scherströmung eine Kraft erforderlich ist. Diese Kraft bewirkt einen Impulsaustausch innerhalb der Strömung bzw. mit dem Rand, weshalb sie zur Kategorie der Oberflächenkräfte zählt. Damit wird diese Kraft in der allgemeinsten Form als Divergenz eines Tensors formuliert:

wobei
die Komponente des Spannungstensors durch die Viskosität ist und zäher Spannungstensor oder Reibungstensor heißt.
Aus dem Experiment folgt unmittelbar, dass der Reibungstensor eine Funktion der Scherung der Strömung ist:

Da keine Reibung bei homogener Strömung
oder
enthält der Reibungstensor keine Komponenten, die unabhängig von der Scherung sind. Mit der Annahme, der Geschwindigkeitsgradient sei klein im Sinne der Hydrodynamik, wird ein linearer Ansatz zwischen der Reibung und dem Geschwindigkeitsgradienten begründet.
Weiterhin ist die innere Reibung Null, wenn sich die Strömung in starrer Rotation
befindet, wobei
die konstante Winkelgeschwindigkeit ist. Die Linearkombinationen der Ableitungen der Geschwindigkeiten sind gerade die symmetrischen Komponenten von 

weshalb hier und im Folgenden die Einsteinsche Summenkonvention zu beachten ist.
Mit der weiteren Annahme einer isotropen Flüssigkeit werden die unmittelbaren Stoffeigenschaften durch skalare Größen beschrieben. Damit wird der Reibungstensor:

Hier beschreibt der erste Term die Reibung durch volumentreue Deformation (für
wird der Term in der Klammer Null). Der zweite Term beschreibt die innere Reibung durch Volumenänderung. Dieser Term wird für den häufigen Fall der Inkompressibilität verschwinden.