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definition - Wehrmacht

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synonyms - Wehrmacht

see also - Wehrmacht

Wehr (n.)

sperren, versperren

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-1. Fallschirmjäger-Division (Wehrmacht) • 1. Gebirgs-Division (Wehrmacht) • 1. Panzer-Division (Wehrmacht) • 1. Russische Nationalarmee der Deutschen Wehrmacht • 10. Panzer-Division (Wehrmacht) • 100. Jäger-Division (Wehrmacht) • 104. Jäger-Division (Wehrmacht) • 11. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 11. Panzer-Division (Wehrmacht) • 116. Panzer-Division (Wehrmacht) • 12. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 12. Panzer-Division (Wehrmacht) • 122. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 123. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 126. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 13. Panzer-Division (Wehrmacht) • 14. Panzer-Division (Wehrmacht) • 15. Panzer-Division (Wehrmacht) • 16. Panzer-Division (Wehrmacht) • 170. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 18. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 188. Gebirgs-Division (Wehrmacht) • 2. Fallschirmjäger-Division (Wehrmacht) • 2. Gebirgs-Division (Wehrmacht) • 2. Panzer-Division (Wehrmacht) • 20. Panzer-Division (Wehrmacht) • 205. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 21. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 21. Panzer-Division (Wehrmacht) • 215. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 225. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 24. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 24. Panzer-Division (Wehrmacht) • 252. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 254. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 260. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 29. Infanterie-Division (mot) (Wehrmacht) • 290. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 295. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 3. Gebirgs-Division (Wehrmacht) • 3. Panzer-Division (Wehrmacht) • 30. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 300. Infanterie-Division z.b.V. (Wehrmacht) • 305. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 306. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 32. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 320. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 326. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 329. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 369. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 371. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 383. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 384. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 385. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 387. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 389. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 4. Gebirgs-Division (Wehrmacht) • 4. Panzer-Division (Wehrmacht) • 44. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 45. Panzer-Division (Wehrmacht) • 5. Gebirgs-Division (Wehrmacht) • 5. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 5. Jäger-Division (Wehrmacht) • 5. Panzer-Division (Wehrmacht) • 57. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 58. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 6. Gebirgs-Division (Wehrmacht) • 6. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 6. Panzer-Division (Wehrmacht) • 60. Infanterie-Division (mot) (Wehrmacht) • 7. Gebirgs-Division (Wehrmacht) • 7. Panzer-Division (Wehrmacht) • 707. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 71. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 719. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 76. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 78. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 79. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 8. Gebirgs-Division (Wehrmacht) • 8. Jäger-Division (Wehrmacht) • 8. Panzer-Division (Wehrmacht) • 81. Infanterie-Division (Wehrmacht) • 9. Gebirgs-Division (Wehrmacht) • 9. Panzer-Division (Wehrmacht) • 94. Infanterie-Division (Wehrmacht) • Artillerietruppe (Wehrmacht) • Aufrüstung der Wehrmacht • Die Wehrmacht • Dienstauszeichnung (Wehrmacht) • Dienstgrade der Wehrmacht • Diesellokomotiven der Wehrmacht • Ehrenhof (Wehrmacht) • Einheits-PKW der Wehrmacht • Fallschirmjäger (Wehrmacht) • Feldausbildungs-Regiment (Wehrmacht) • Gliederung einer Infanteriedivision (Wehrmacht) • Heer (Wehrmacht) • I. Armeekorps (Wehrmacht) • Infanterie-Regiment 111 (Wehrmacht) • Infanterie-Regiment 9 (Wehrmacht) • K.u.k. Wehrmacht • Kavallerie-Regiment 18 (Wehrmacht) • Liste Sonderkraftfahrzeuge (Wehrmacht) • Liste der Handwaffen der Wehrmacht • Liste der Kommandoflaggen der deutschen Wehrmacht und des Heeres • Liste der Kriegsgefangenenlager der Wehrmacht • Liste der Sonderkraftfahrzeuge der Wehrmacht • Liste von Kettenfahrzeugen der Wehrmacht • Liste von Luftfahrzeugen der Wehrmacht • Liste von Radfahrzeugen der Wehrmacht • Luftwaffe (Wehrmacht) • Oberkommando der Wehrmacht • Polnische Wehrmacht • Prawda (Wehrmacht) • Prozess Oberkommando der Wehrmacht • Rettungsboje (Wehrmacht) • Saubere Wehrmacht • Schwere Panzerjägerabteilung 653 (Wehrmacht) • Tag der Freiheit! – Unsere Wehrmacht • Tragbare Erinnerungsabzeichen der Wehrmacht • Truppenfahne (Wehrmacht) • Verbrechen der Wehrmacht • Wehrmacht (Band) • Wehrmacht-Untersuchungsstelle • Wetterstationen der Wehrmacht in der Arktis • XIX. Armeekorps (Wehrmacht) • XVII. Armeekorps (Wehrmacht) • Ärmelschild (Wehrmacht)

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Macht (n.)



Wehr (n.)



Wikipedia

Macht

                   
Dieser Artikel behandelt gesellschaftliche Macht. Weitere Bedeutungen werden unter Macht (Begriffsklärung) aufgeführt.

Als sozialwissenschaftlicher Begriff bezeichnet Macht einerseits die Fähigkeit, auf das Verhalten und Denken von Personen und sozialen Gruppen einzuwirken, andererseits die Fähigkeit, Ziele zu erreichen, ohne sich äußeren Ansprüchen unterwerfen zu müssen. Die beiden Sichtweisen werden auch als „Macht über“ und „Macht zu“ bezeichnet. Macht gilt als zentraler Begriff der Sozialwissenschaften und ist als solcher in seinem Bedeutungsumfang umstritten (essentially contested).

Machtverhältnisse beschreiben mehrseitige (Austausch-)Verhältnisse, bei denen oft eine Seite über größere Macht verfügt (zum Beispiel durch Belohnung, Bestrafung, Wissen) und das von anderer Seite akzeptiert wird. Es wird auf Widerspruch verzichtet, nichts gegen die Ausübung der Macht unternommen oder die andere Seite lässt sich zu Duldung oder Befolgung zwingen.

Macht spielt praktisch in allen Formen des menschlichen Zusammenlebens eine Rolle und bedingt auf unterschiedliche Weise das Entstehen von Sozialstrukturen mit ausdifferenzierten persönlichen, sozialen oder strukturellen Einflusspotenzialen.[1][2][3] Mit Bezug auf die Etymologie von „Macht“ kann der Begriff auch so verstanden werden, dass soziale Macht nur einen – wenn auch sehr bedeutenden – Unterfall eines grundsätzlicheren Machtbegriffs bildet.[4][5]

Inhaltsverzeichnis

  Allgemeines

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Macht definiert den Umfang der physischen und psychischen Handlungsmöglichkeiten einer Person oder Personengruppe. Die Nutzung dieser Handlungsmacht, die sich auf andere Individuen auswirken kann, aber nicht muss, ist in positivem wie auch negativem Sinne, bezogen auf deren Auswirkungen möglich. Bei negativen Auswirkungen und unter Voraussetzung einer bewusst möglichen Entscheidung für diese wird von Machtmissbrauch gesprochen. Ist der Einsatz von Zwang oder Gewalt möglich, muss dies nicht stets auch negative Auswirkungen haben, so dass eine differenzierte Betrachtung von Handlungsmacht, deren Voraussetzungen und Auswirkungen notwendig ist. Die (Regelung der) Anwendung physischer Gewalt z. B. ist in der demokratischen Gesellschaft an den Staat delegiert, der in diesem Rahmen u. a. gesellschaftlich notwendige Polizeifunktionen wahrnimmt. Die Anerkennung eines staatlichen Monopols auf legitime Gewaltausübung durch die Bürger im demokratischen System ist wohl die umfangreichste denkbare Übertragung von gesellschaftlicher Macht an eine Instanz überhaupt. Anarchisten dagegen lehnen jede Art der Machtausübung in der Form von staatlicher Herrschaft ab. Dies bedeutet jedoch keine Machtlosigkeit im Sinne von Macht zu, die zur Handlungsunfähigkeit führen kann (siehe auch Ohnmacht). In demokratischen Systemen wird die Macht durch Verfassung und Gesetz eingeschränkt.

  Etymologie

Im Althochdeutschen, Altslawischen und Gotischen bedeutete das Wort Macht (got.: magan) soviel wie Können, Fähigkeit, Vermögen (z.B. jemand „vermag“ etwas zu tun), signalisiert also Potenzialität. Vergleichbar stammt das lateinische Substantiv für „Macht“, potentia, von dem Verb possum, posse, potui ab, welches heute mit „können“ übersetzt wird.

Macht wird im allgemeinen Sprachgebrauch oftmals dem Wortfeld des Begriffs Herrschaft zugeordnet. Wörter wie Machtapparat, Machtergreifung, Machtwechsel, Machthaber legen dieses Verständnis nahe.

  Begriffsgeschichte

Auch wenn sozial legitimierte bzw. politische Machtausübung nur eine Erscheinungsform von Macht ist, steht sie doch im Mittelpunkt der Theoriebildung und des Denkens.

Zuerst beschäftigte sich die griechische Sophistik aus philosophischer Sicht mit dem Machtproblem. Thukydides behandelt im Melierdialog die Frage der inneren Macht des Rechts. Während sich die Abgesandten der Insel Melos auf den Nutzen des Gerechten berufen, vertreten die Athener ihnen gegenüber die reine, nicht weiter zu legitimierende Machtposition einer Großmacht: Recht gebe es nur bei Gleichheit der Kräfte. Machtausübung sei somit in der menschlichen Natur fundiert. Platon setzt sich mit dieser sophistischen Position im Gorgias auseinander: Die anscheinend Mächtigen seien in Wirklichkeit ohnmächtig, da sie nicht das tun, was eigentlich das Ziel jedes vernünftigen Strebens sei, sondern nur, was ihnen gerade als das beste erscheine; d.h. sie tun nicht, was sie eigentlich wollen. Aristoteles behandelt das Machtproblem im Rahmen der Theorie von Herrschaft und Knechtschaft. Politische Herrschaft sei im Unterschied zur Despotie eine Herrschaft von Freien über Freie, die sich im Herrschen und Beherrschtwerden ablösen.

Im lateinischen Sprachbereich wird zuerst bei Cicero zwischen potestas im Sinne von Amtsgewalt und auctoritas im Sinne von Ansehen als zwei Formen der Macht explizit unterschieden. Anknüpfend an diese Unterscheidung geht Augustin davon aus, dass Menschen eigentlich nicht über Menschen herrschen können, sondern nur über das Vernunftlose. Die Scholastik hat daraus die Frage abgeleitet, ob der gedachte paradiesische Urzustand ohne alle Formen von Herrschaft gedacht werden muss. Thomas von Aquin schränkt die Machtausübung auf vernünftige Formen der Herrschaft über Freie ein, die zum Guten hinführen. Wilhelm von Auvergne spezifiziert, dass potentia eine Form der potestas sei, die nur durch den Gehorsam der Untergebenen wirksam ist. Wilhelm von Ockham fokussiert vor allem die Aneignungsmacht der Menschen gegenüber der herrenlosen Natur durch die gemeinsame Herrschaft der Menschen gegenüber der Natur. Im Eigentum wiederum liegt nach Ockham eine wichtige Machtquelle und zugleich die materielle Grundlage für eine politische Zwangsgewalt, die von der göttlichen Macht unabhängig, jedoch von der Zustimmung der Beherrschten abhängig ist. Deren Widerstand gegen politische Machtausübung ist damit nicht länger Widerstand gegen die gottgewollte Ordnung, wie es Paulus im Kap. 13 des Briefs an die Römer fordert: „Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit ohne von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott verordnet.“[6]

Marsilius von Padua geht noch weiter in der Delegitimierung geistlicher Machtausübung: Diese ist für ihn ein Widerspruch in sich. Zur Aufrechterhaltung des Friedens dürfe es nur eine einheitliche Macht geben, die mit Zwangsgewalt ausgestattet ist. Die Macht leite sich zwar von Gott her, aber zu ihrer Durchsetzung benötige sie Zwangsinstrumente, die am ehesten in einer Wahlmonarchie gegeben sind. Während sich die Spätscholastik bis zu Calvin hin weiter um die Rechtsbegründung von Macht konzentrierte, begrifft Machiavelli die Macht umgekehrt von ihren Auswirkungen her; sie bedürfe anders als die Autorität nicht der Legitimation, sondern ist eine praktische Tatsache, die nur beschrieben und quasi technologisch optimiert werden kann. Jean Bodin fordert demgegenüber die Stärkung des Souveräns durch Legitimitätsbeschaffung, was jedoch nicht heißt, dass dieser in seinem Handeln durch Gesetze gebunden ist.[7]

Für Thomas Hobbes ergibt sich aus der Theorie der natürlichen Aneignungsmacht der Menschen gegenüber der Natur und den naturbedingten Machtunterschieden die Vorstellung eines naturrechtlich begründeteten Herrschaftsanspruchs eines jeden auf alle anderen. Nur durch Machtkonzentration auf ein künstliches Individuum - den Staat - kann der aus diesen konfligierenden Ansprüchen aller gegen alle folgende Krieg verhindert werden. Damit löst Hobbes in seinem Werk Leviathan das Problem der Begründung von Macht vollständig aus dem Rahmen der Rechtstheorie der Macht.

Im Gegensatz zu Thomas Hobbes liefert Spinozas Naturzustand keine normativen Kriterien für den Machtgebrauch. Das natürliche Recht eines Jeden erstreckt sich auf alles das, was durchzuführen in seiner Macht steht. Damit werden natürliches Recht und Macht gleichgesetzt. Aber auch Tugend ist an Macht gebunden und Macht erscheint als Tugend, wenn sie aus sich heraus Wirkungen produziert und sich der Mensch an diesen Wirkungen erfreut, ohne dass er dieses durch die Überwindung von Widerständigkeit definiert.[8] Kant entpersonalisiert den Machtbegriff, denkt ihn unabhängig von persönlicher Herrschaft und setzt die Staatsmacht des Obrigkeitsstaates, dem man Gehorsam schuldet, mit Gewalt gleich, ohne deren rechtliche Legitimation als zwingend mitzudenken.[9] Gewalt ist eine Macht, die dem Widerstand anderer Mächte übergeordnet ist.

Die Versuche zu einer theoretischen Bestimmung der Macht in der politischen Philosophie des deutschen Idealismus, der Romantik und der Restauration zu Begihn des 19. Jh. sind durch die Erfahrung der französischen Revolution und des politisch-militärischen Zusammenbruchs der deutschen Kleinstaaten im Gefolge der napoleonischen Kriege bestimmt. Sie reflektieren die bedrohliche Radikalität einer durch die Auflösung konstitutionell-monarchischer Macht freigesetzten Gewaltsamkeit der innerstaatlichen Auseinandersetzungen und identifizieren sich zugleich teils enthusiastisch mit der durch nationale Vereinheitlichung und bürokratische Zentralisierung möglich gewordenen Machtpolitik. So wendet sich die politische Philosophie Fichtes, Hegels und Adam Müllers zu Beginn des 19. Jahrhunderts den Voraussetzungen nationalstaatlicher Machtpositionen im Sinne einer Renaissance machiavellistischer Politik, aber auch in zunehmendem Maß den geistig-moralischen und religiösen Legitimationsgrundlagen politischer Macht zu.[10]

Fichte führt unter dem Einfluss der von ihm republikanisch gedachten Verfassung zunächst Macht und Recht wieder enger zusammen. An die Stelle der Staatsgewalt tritt bei ihm der Begriff der durch Vertrag zu legitimierenden Staatsmacht, die Angreifern entgegentritt; potestas und potentia sind nicht mehr geschieden. Für Adam Müller ist nur eine auf kollektiven Glaubensvorstellungen basierende Macht im Unterschied zur rein physischen Macht legitim.

Im Rahmen von Hegels metaphysischer Begriffstheorie, der Lehre von der begrifflichen Natur alles Seienden ist die Macht als die Macht des Allgemeinen bestimmt, d.h. als die Macht des Übergreifens des machthabenden Begriffs gegenüber den ihm untergeordneten Momenten. Gegenüber der mächtigen Sphäre des Privatrechts und des Privatwohls stellt der Staat die übergeordnete sichernde Macht des Allgemeinen dar, so Hegel in § 261 der Grundlinien der Philosophie des Rechts. Zugleich erscheint Hegels Machtbegriff modern insofern, als er quasi interaktiv im Sinne eines Verhältnisses zum Anderen ausgeweitet ist. Macht ist endlich, so lange ihr ein Nein entgegengesetzt und sie mit Gewalt ausgeübt wird. Sie ist absolut erst als Freiheit.[11]

Aus diesem Gedanken, dass Macht dort am größten ist, wo sie unsichtbar ist, entwickelt sich im 19. Jahrhundert die kreative Übertragung des Machtbegriffs und der Analyse machtdominierter Verhältnisse auf viele andere gesellschaftliche Bereiche - z.B. durch die Analyse der Religion als Machtphänomen durch Nietzsche und oder die Analyse der Klassenbeziehungen durch Karl Marx und Friedrich Engels.

Für Marx und Engels stellt die Verwandlung von persönlichen Machtverhältnissen in sachliche Machtverhältnisse das Eigentümliche moderner Gesellschaften dar, welches als transzendentale Macht des Geldes und als Herrschaft des Kapitals zum Ausdruck kommt.[12]

Einen anderen Ausgangspunkt der Theoriebildung zum Phänomen der Macht bildet Friedrich Nietzsches Wille zur Macht, eine Formel zur Bezeichnung des unersättlichen Verlangens nach Ausübung der Macht, eines schöpferischen Triebs, der elementares Motiv alles Lebendigen ist und jenseits jeder moralischen Wertung steht. Dieses Konzept einer trieb- und elitentheoretischen Begründung von Macht wird im 19. Jahrhundert weiter ausgebaut zum postulierten Gegensatz zwischen vitalistischer Aktivität und kultureller Verfeinerung, ja Dekadenz. Es macht sich vor allem in den antimarxistischen Elitentheorien - etwa bei Pareto - geltend.

Für Max Weber ist der Machtbegriff "soziologisch amorph"; er definiert ihn wie folgt: "Macht bedeutet jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel worauf diese Chance beruht."[13] Diese unterschiedlichen Machtbasen werden in der Folge in der soziologischen und sozialpsychologischen Theoriebildung immer weiter differenziert.

  Machtbasen

Die Sozialpsychologen French und Raven haben in einer heute klassischen Studie[14][15] 1959 ein Schema von fünf Kategorien entworfen, welche die verschiedenen Machtbasen bzw. Ressourcen einordnen, auf die sich der oder die Machtinhaber abstützen:

Legitime Macht
Man lässt sich beeinflussen, wenn man der Ansicht ist, der Beeinflussende habe ein Recht dazu, Entscheidungen oder Verhaltensweisen zu beeinflussen. Die legitime Macht bezieht sich z. B. auf die Macht von Vorgesetzten, aufgrund ihrer relativen Position in einer Organisationsstruktur. Legitime Macht ist identisch mit Autorität und ist abhängig von der Überzeugung von Individuen, vom Recht eines Vorgesetzten, seine Stellung innezuhaben und der Akzeptanz des Stelleninhabers. Legitimation kann auch durch Wahl, Rechtsprechung oder andere Verfahren geschaffen werden.
Macht durch Belohnung
Belohnungsmacht hängt von der Fähigkeit des Machtausübenden ab, Belohnungen zu vergeben. Neben materiellen oder finanziellen Belohnungen können auch Aufmerksamkeit, Lob und Zuwendung zur Anwendung kommen. Die Macht durch Belohnung bezieht sich z. B. auf die Möglichkeit von Vorgesetzten, den Mitarbeitenden Vorteile, Wohlstand oder Beförderung zu verschaffen oder ihren Lohn oder Verantwortungsbereich zu vergrößern.
Macht durch Zwang
Macht durch Zwang meint die Ausübung von negativen Einflüssen z.B. durch Degradierung oder Entlassung oder Zurückhaltung von Belohnungen. Der Gehorsam der Abhängigen wird durch den Wunsch nach wertgeschätzten Belohnungen oder die Angst vor deren Versagung erreicht.
Macht durch Identifikation
Diese Form der Macht bezieht sich auf die Fähigkeit des Machtausübenden, bei den Bezugspersonen ein Gefühl der Verbundenheit hervorzurufen. Der Machtausübende beeinflusst Einstellungen der Bezugsperson zur Machtperson (zu sich) selbst und damit die Emotionen sowie Ziele und Absichten der Bezugsperson. Sie basiert auf dem Charisma des Machtinhabers. Die zu beeinflussenden Personen wollen sich mit den persönlichen Eigenschaften und Qualitäten des Machtinhabers identifizieren und gewinnen Befriedigung aus ihrer Akzeptanz als Mitläufer und Nachfolger.
Macht durch Wissen
Hier entsteht Macht durch situationsbezogenes, wertvolles Wissen des Machtausübenden. Diese Macht der Experten beruht auf deren Fähigkeiten oder Erfahrungen. Anders als die anderen Machtbasen ist diese hochspezifisch und auf den speziellen Bereich eingeschränkt, auf welchem der Experte erfahren und qualifiziert ist.

Neben diesen fünf Machtbasen werden auch andere Machtquellen diskutiert:

Macht durch Informationsvorsprung
Nötig sind nur der Zugang zu den Informationen und die Kontrolle über die Kommunikationskanäle. Durch Verbreitung oder Fälschen der Information werden die Informationsempfänger beeinflusst.

  Subjekte und Institutionen

Gemäß einer relativ weit verbreiteten Definition ist (soziale) Macht die Fähigkeit von Personen oder Gruppen zur Steuerung des Denkens und Handelns von Anderen. Neben individuellen Akteuren können also auch Gruppen, insbesondere organisierte Gruppen Macht besitzen und ausüben.[16] Dies können staatliche Institutionen sein wie z. B. Regierung oder Militär, die als Ordnungs- oder Schutzmacht auftreten. Zum anderen verfügen auch privatrechtliche Institutionen über unterschiedliche Macht, wie z. B. Unternehmen, insbesondere Großunternehmen, die erhebliche Wirtschaftsmacht ausüben, oder Medienkonzerne, die je nach Reichweite, Reputation und Glaubwürdigkeit erhebliche Wirkung entfalten, indem sie gesellschaftsbezogene Ereignisse und Situationen kommentieren und deuten oder auch im schlimmsten Fall nur behaupten (siehe auch Medienmanipulation).

  Machtformen

Macht hat verschiedene Formen, welche etwa unter den Begriffen Entscheidungsmacht, Verfügungsmacht, oder anderen dargestellt werden. Diese sind jedoch ebenfalls in letzter Konsequenz immer nur Formen des Umfangs von Handlungsmacht, welche spezifische Umgebungsaspekte und -strukturen umfassen, die Auswirkungen auf die vorhandene Handlungsmacht haben.

  Theorien der Macht

  • Hannah Arendt[3] definiert in ihrer Studie Macht und Gewalt „Macht“ positiv als das Zusammenwirken von freien Menschen im politischen Raum zugunsten des Gemeinwesens. Dabei geht es nicht um die Durchsetzung privater Interessen. Obwohl die Individuen pluralistisch handeln und unterschiedliche Perspektiven einnehmen, schließen sie sich dennoch zeitlich und örtlich begrenzt zu einer Gemeinsamkeit des Sprechens und Handelns zusammen, z. B. beim Volksaufstand in Ungarn 1956. Diese Macht tritt nicht hierarchisch als Institution oder Rechtsordnung auf, sondern als Möglichkeit, die Geschichte zu beeinflussen. Sie kann in Verfassungen, Institutionen usw. einfließen, die aber wiederum wandelbar sind.  Im Unterschied zu Webers Definition kann Macht nach Arendt nicht gespeichert werden und kann somit begrifflich leicht – und in der Konsequenz streng – von Ressourcen und Gewalt unterschieden werden. Dabei setzt Arendt nicht voraus, dass die beteiligten Menschen gemeinsame Meinungen, Prämissen oder Ideologien vertreten. In jeder neuen Generation können demnach freie Individuen erneut im politischen Raum Vereinbarungen treffen und umsetzen. Ansätze einer Verwirklichung sah sie in der Revolution in den Vereinigten Staaten die zu der Verfassung der Vereinigten Staaten führte und in den Versuchen, direkte Demokratie in Form von Räten einzurichten.
  • Zygmunt Bauman beschreibt die Macht in der Postmoderne als etwas Flüssiges bzw. Flüchtiges. Sie bewegt sich für ihn mit der Geschwindigkeit elektronischer Signale durch die postmoderne Gesellschaft und ist unabhängig von Zeit und Raum. Diesen Zustand der Macht charakterisiert er als „post-panoptisch“.[17] Sie konkretisiert sich im Setzen gesellschaftlicher Bedingungen und im Ausüben von Herrschaft. In der Postmoderne sind für ihn Diejenigen herrschend, die sich im globalen Raum frei bewegen können und dazu über die ökonomischen, rechtlichen und sozialen Ressourcen verfügen.[18]
  • Michel Foucault entwirft das Konzept der strategischen-produktiven Machtvorstellung. Macht wird dabei nicht von einer gesellschaftlichen Instanz (sei sie Individuum oder Gruppe) besessen und ausgeübt, sie existiert im heterogenen Verhältnis der Instanzen (also zwischen z. B. Herrscher und Beherrschtem). Machtbeziehungen sind überall da, wo es Gesellschaft gibt. Siehe auch Pastoralmacht, Bio-Macht, Gouvernementalität.
  • John R.P. French Jr. und Robert Alan Dahl: Ihr Konzept nennt sich positionelle Macht. Laut French/Dahl ist Macht „die Fähigkeit von Akteur A einen Akteur B zu einer Handlung zu bewegen, etwas zu tun was Akteur A von ihm verlangt, abzüglich der Wahrscheinlichkeit, dass der Akteur B die von Akteur A gewollte Handlung auch ohne den Einfluss von Akteur A getan hätte.[19] John French und R. Dahl ist es mit dieser Definition gelungen, Macht in einer mathematischen Formel auszudrücken, die wiederum wie bei Max Weber von der Quelle der Macht abstrahiert und ergebnisbezogen angewendet werden kann. [vgl. French, J. – A Formal Theory of Social Power, Psychol. Rev. 1956, S. 181–94]
  • Björn Kraus setzt sich aus einer erkenntnistheoretischen Perspektive mit dem Thema Macht auseinander. Er fragt also nicht nach der Bewertung oder Verteilung von Macht, sondern danach was mit diesem Begriff überhaupt beschrieben werden kann.[20] Ausgehend von Webers Macht Definition[21] kommt er zu dem Schluss, dass der Begriff der Macht differenziert werden muss. Zentral für seinen Ansatz ist dann die Differenzierung des Machtbegriffs in „instruktive Macht“ und „destruktive Macht“.[22] Konkret bezeichnet instruktive Macht die Chance, das Verhalten oder Denken eines Anderen zu determinieren.[23] Destruktive Macht bezeichnet die Chance, die Möglichkeiten eines Anderen zu reduzieren.[23] Die Relevanz dieser Unterscheidung wird vor allem an der Möglichkeit der Verweigerung gegenüber Machtbestrebungen deutlich. Gegenüber instruktiver Macht ist Verweigerung möglich – gegenüber destruktiver Macht nicht. Mit dieser Unterscheidung können Machtverhältnisse differenzierter analysiert und erst damit etwa Fragen der Verantwortung adäquat reflektiert werden.[23]
  • John Mearsheimer: Macht ist für ihn rein materieller Natur. Sie wird auch als relationale Macht bezeichnet. Sie ist von Ressourcen abhängig. Als relevante Ressourcen gelten: Territorium, Rohstoffe, Export, Bevölkerungszahlen und Finanzstärke. Die wichtigste Ressource ist die militärische Fähigkeit, sie ist das universelle Machtpotenzial. Mearsheimers Definition ist eine politische. Sie lässt deutlich seine realismusbehaftete Theorieperspektive erkennen.
  • Im Rahmen seiner Engpasskonzentrierten Strategie sieht Wolfgang Mewes den jeweiligen Minimumfaktor als entscheidenden Machtfaktor. Insbesondere ökonomische Gesellschaften (Abteilungen, Betriebe, Märkte, Volkswirtschaften) hätten die Eigenart, dass nicht jeder der benötigten Faktoren, sondern nur der jeweils knappste bestimme, wie weit sie sich entwickeln und wachsen können. Danach hätten in jeder Organisation und in jedem Markt diejenigen Macht, die den limitierenden Faktor besitzen bzw. freien Zugang zu ihm haben. Weil Menschen Wünsche, Bedürfnisse, Probleme, Engpässe und Sehnsüchte haben, besitze derjenige potentiell Macht, der sie befriedigen kann. Macht werde dadurch ausgeübt, dass die ersehnten Dinge (das Glas Wasser für den Verdurstenden) gewährt oder verweigert werden.[24]
  • Hans Morgenthau sieht Macht als zentrales Ziel der Staaten in den internationalen Beziehungen. In Politics among nations schrieb er, jeder Staat handele nach einem „im Sinne von Macht verstandenen Begriff von Interesse“.[25] Macht ist bei Morgenthau Selbstzweck und kann erworben, vergrößert und demonstriert werden.
  • Joseph Nye: Von ihm stammt das Modell der weichen Macht (soft power). Dieses Konzept bezeichnet die Fähigkeit, einen Akteur durch bestimmte (meist immaterielle) Mittel dahingehend zu beeinflussen, dass er identische Ziele und Bestrebungen entwickelt, wie der handelnde Akteur sie selbst besitzt. Die Mittel, einen anderen Akteur dazu zu bewegen dasselbe zu wollen, was man selbst will, wird als Soft power ressources bezeichnet. Sie sind die Quelle der Macht. (vgl. „Wen man nicht zum Feinde haben will, den soll man sich zum Freunde machen“, auch wenn der Spruch etwas abgewandelt ist). Soft power ist zusammengefasst eine Machtkonzeption, die sich aus positioneller, relationaler und struktureller Macht addiert.[26]
  • Heinrich Popitz[27] definiert Macht in seiner soziologischen Abhandlung „Phänomene der Macht“ als das Vermögen, sich als Mensch gegen andere Kräfte durchzusetzen. Macht ist verändern können. Im Sinne von „verändern können“ ist die Geschichte der menschlichen Macht die Geschichte des menschlichen Handelns.
  • Marshall B. Rosenberg[28] spricht im Kontext seines Modells der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) von zwei verschiedenen Formen von Macht: strafender und beschützender Macht. Strafende Machtanwendung hat zum Ziel, Menschen in den Einklang mit moralischen Vorstellungen zurückzuweisen, von denen sie, laut Ansicht der Machtanwender, Abstand genommen haben. Beschützende Anwendung von Macht stellt laut diesem Modell im Konfliktfall den Frieden wieder her und hat zum Ziel, dass die Bedürfnisse und Interessen aller Beteiligten berücksichtigt und gewahrt werden.
  • Susan Strange: Sie prägte den Begriff der strukturellen Macht. Für Strange bedeutet er das Machtpotenzial, das Strukturen wie Sicherheit, Kreditkapazitäten, Wissenschaft und die Produktion auf die beteiligten Akteure haben. Akteure sind „mächtig“, wenn sie Macht über diese Strukturen besitzen. Mächtig sind Akteure also immer dann, wenn sie in der Lage sind, Strukturen so anpassen zu können, dass es dem eigenen Vorteil gereicht und sich die anderen Konkurrenten/Akteure anpassen müssen. So besitzen sowohl Strukturen selbst als auch alle, die auf sie einwirken können, Macht. Stranges Modell ist sehr vielschichtig und komplex. Es bezieht sich auf globalsoziale Interaktionen und schafft es daher, eine Vielzahl von Größen der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Entwicklung zu vereinen und in ein machttheoretisches Konzept einzubauen.
  • Max Weber: Nach dieser wohl bekanntesten Definition ist Macht „jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel worauf diese Chance beruht.“[29]

  Machtbezogene Studien in Einzelwissenschaften

Je nach Interesse werden verschiedene Aspekte oder Phänomene der Macht zum Gegenstand der jeweiligen Untersuchung gemacht:

  • Psychologische Abhandlungen konzentrieren sich auf das individuelle Verhalten der vom Machtstreben bestimmten oder betroffenen Personen. Ein besonderes Untersuchungsgebiet behandelt die Machtverhältnisse oder Beziehungen in einer (meist kleinen) Gruppe (Gruppendynamik).
  • Soziologische und politologische Studien untersuchen die Machtverteilung, ihre Ursachen und Auswirkungen in einer Gesamtgesellschaft oder in politisch oder ökonomisch bedeutenden Gruppen (Machteliten/Power Structure Research).
  • Ethnologen unterscheiden z. B. nach dem Grad der Differenzierung der Machtverhältnisse vier gesellschaftliche Organisationsformen: Familienverband, Stamm, Häuptlingsherrschaft, Staat.
  • Pädagogen interessieren sich zum einen dafür, welche gesellschaftlichen Machteinflüsse (insbesondere politische, religiöse und wirtschaftliche Interessen) pädagogisches Handeln beeinflussen (diese Einflüsse werden mit Hilfe der Bildungstheorie kritisiert und so pädagogisches Handeln auch unabhängig von solchen Machteinflüssen ermöglicht), zum anderen wird die Ausübung von Macht im Unterricht diskutiert, wobei das Bildungsziel der Emanzipation eine zentrale Rolle spielt.
  • Historiker haben vor allem die Generierung von Macht und Herrschaft sowie die Bildung von Machteliten in der Vergangenheit im Blick.
  • Literar- und Kunsthistoriker untersuchen unter anderem die Wirkungsgeschichte bestimmter Schriftsteller, Musiker oder bildender Künstler beziehungsweise einzelne ihrer Werke.
  • Werbefachleute möchten wissen, welche Möglichkeiten der Verhaltenssteuerung es gibt, bezogen auf bestimmte Zielgruppen, Werbeträger, Inhalte usw.
  • Aus ethischer Sicht ist der Begriff Macht ambivalent. Er hat gewissermaßen eine positive und eine negative Ladung. Positiv zu bewerten sind die konstruktiven Fähigkeiten, negativ die destruktiven. Etwas konkreter und in Anlehnung an Albert Schweitzers Denken und Handeln beweist jemand im positiven Fall durch Rat und Tat Ehrfurcht vor dem Leben, im negativen Fall das Gegenteil. Positive Beispiele sind Zielsetzung und Tätigkeit der NGOs Ärzte ohne Grenzen und Greenpeace. Negativbeispiele sind die ökonomischen, militärischen und politischen Programme und Aktionen, die rücksichtslos auf Profit und Macht aus sind. Die starke Ambivalenz der Macht zeigt sich beispielhaft bei der Triage.
  • Die Menschheitsgeschichte lenkt den Blick auf die Entstehung der gegenwärtigen Machtverhältnisse. Die Evolution vom den aufrechten Gang einübenden Vormenschen zum Gegenwartsmenschen verlief nicht geradlinig, sondern vereinfacht gesagt zunächst von der instinktgesteuerten und deutlich sozial strukturierten Horde zum Familienverband der Urgesellschaft, der auf sprachliche Verständigung und Zusammenarbeit angelegt war.

  Insbesondere: Macht in der Organisationstheorie

Innerhalb der Organisationstheorie definiert Henry Mintzberg Macht in Organisationen wie folgt:

„Macht ist die Fähigkeit organisatorische Ergebnisse zu bewirken oder zu beeinflussen. – Power is the capacity to effect (or affect) organisational outcomes.

Henry Mintzberg[30]

Diese auf Organisationen eingeschränkte Begriffsbestimmung kann auch bei der Betrachtung anderer Bereiche hilfreich sein. Allgemeiner sehen daher Mallory, Segal-Horn und Lovitt Macht als

„[…] die Fähigkeit von A, B dazu zu bringen etwas zu tun, was er ansonsten nicht getan hätte. – […] the ability of A to get B to do something they would otherwise not have done.

Mallory, Segal-Horn & Lovitt[31]

Nach Gareth Morgan[32] gibt es die folgenden Quellen von Macht in Organisationen:

  • Formale Autorität: Die aufgrund von Position und Aufgabenstellung verliehene Machtbefugnis.
  • Verfügungsgewalt über beschränkt vorhandene Ressourcen: Die Verfügung über begrenzt vorhandene Ressourcen verleiht Macht über jeden, der auf diese Ressourcen angewiesen ist. Universellere Ressourcen (Geld, Menschen usw.) verleihen dabei mehr Macht als eingeschränkt verwendbare.
  • Organisationsstrukturen und -prozeduren: Die Position, die eine Person innerhalb der Strukturen oder Prozeduren (Prozesse) einer Organisation innehat, verleiht Macht und sei es nur, dass durch Verzögerung von notwendigen Arbeiten durch einen Mitarbeiter ein anderer in seiner Tätigkeit behindert wird.
  • Kontrolle über den Entscheidungsprozess: Wer den Entscheidungsprozess steuern kann, kann zu gewissen Teilen auch die Entscheidung mitbeeinflussen. So kann ein Finanzmanager (Controller) die sachliche Entscheidung eines Produktionsmanagers für oder gegen eine Maschine beeinflussen, weil er die Projektkostenrechnung kontrolliert.
  • Verfügungsgewalt über Wissen und Information: Wissen und Information geben gegenüber denen Macht, die dieses Wissen oder die Information benötigen. So verfügt die Verkaufsabteilung Informationen zum Absatz, auf die die Produktions- und Einkaufsabteilung angewiesen sind.
  • Boundary Management (Management der Grenzen): Die Organisation bzw. die Organisationseinheit interagiert mit ihrer Umwelt. Mitarbeiter, die an den Grenzen, bzw. Schnittstellen der Organisationseinheit erfolgreich tätig sind, verfügen über einen Informationsvorsprung und damit über mehr Macht. Traditionelle Bereiche sind der Einkauf und der Vertrieb (Supply-Chain-Management), deren potentielle Machtposition durch die Entwicklung der Produktionstheorie beeinflusst wird (Just-in-time-Produktion, Outsourcing).
  • Fähigkeit Unsicherheit zu verarbeiten: Wer mit der Unsicherheit am besten umgehen kann, die sich aus der sich ständig verändernden Umwelt (siehe Umweltanalyse) ergibt, der gewinnt innerhalb einer Organisation an Macht.
  • Verfügungsgewalt über Technologie: Die Kontrolle einer bestimmten Technologie, d. h. die Kenntnisse, Fähigkeiten und das Wissen, wie die Technologie im Produktionsprozess einzusetzen und zu bedienen ist, kann eine wesentliche Quelle von Macht in einer Organisation sein. Sichtbar wird dies zum Beispiel in Schwerpunktstreiks, wo der Streik von drei Mitarbeitern eine ganze Produktionslinie lahmlegt.
  • Allianzen und informelle Netzwerke: Allianzen zwischen zwei Machthabern sowie informelle Beziehungen wie Freundschaften, Bekanntschaften, Verwandtschaften etc., verleihen Mitgliedern innerhalb eines solchen Sozialen Netzwerkes Macht.
  • Ausgleichende Macht: Ausgleichende Macht entsteht häufig, wenn sich viel Macht in den Händen weniger befindet. In der Opposition koordinieren oft Stakeholder ihre Aktivitäten, um ein Gegengewicht für die konzentrierte Macht zu erzeugen. So könne man die Entstehung von Gewerkschaften mitbegründen.
  • Symbolism and the management of meaning (Symbolismus und das Management der Bedeutung): Wer Symbole und Bedeutungen kontrolliert, der erhält durch diese Kontrolle Macht. Diese Macht zeigt sich beispielsweise in dem Status von Priestern in vielen Gesellschaften.
  • Geschlechtermacht: Geschlechtermacht ist die Bezeichnung für Macht, die aufgrund von wahrgenommenen Unterschieden zwischen Menschen aufgrund ihres Geschlechtes entsteht. Das Konzept schließt auch Machtgewinn aufgrund von wahrgenommenen Unterschieden durch Rasse, Religion, Alter usw. ein.

Morgan beschreibt in seinem Modell Organisationen in demokratischen Umfeldern. Das wird beispielsweise aus der Abwesenheit von direkter Gewalt ersichtlich, die in Organisationen zumindest historische Bedeutung hat. Andererseits sind Erweiterungen im Vergleich zum Modell von French und Raven (s.o.) zu erkennen. Im Prinzip kann für jeden Stakeholder „A“ einer Organisation ein Machtprofil aufgestellt und gegen das Machtprofil eines anderen Stakeholders „B“ abgeglichen werden, mit dem „A“ einen Konflikt hat. Dieses Modell impliziert eine sehr direkte Machtposition. Das bedeutet aber nicht, dass eine Machtposition auch ausgenutzt werden muss.

Die Entscheidung darüber, ob Macht ausgeübt wird oder nicht, ist eine politische Entscheidung. Morgan beschreibt in seinem Modell ausdrücklich Organisationen, vermutlich, weil in anderen Kontexten (Staat–Staat, Person–Staat usw.) andere Faktoren (s.o. French & Raven) hinzukommen.

Im politischen Kontext unterscheidet MacMillan[33] die Konzepte Macht

„Macht ist das Vermögen, tatsächliche Situationen umzustrukturieren. – Power is the capacity to restructure actual situations.

I.C. Macmillan

und Einfluss.

„Einfluss ist das Vermögen, die Wahrnehmung anderer zu kontrollieren und zu verändern. – Influence is the capacity to control and modify the perceptions of others.

I.C. Macmillan

Die hier sichtbar werdende Distanz wird durch das zweidimensionale Modell von Winstanley et al.[34] aufgezeigt, wo Regelmacht – die Entscheidung darüber, nach welchen Spielregeln die Organisation handelt – und operative Macht – die Macht, Entscheidungen innerhalb der Organisation zu treffen – miteinander in Beziehung gesetzt werden.

Stakeholder-Macht-Matrix operative Macht
niedrig hoch
Regelmacht hoch
(A)
Arm’s-length power


(B)
Comprehensive power

niedrig
(D)
Entmachtet


(C)
Operative Macht

A – Arm’s-length power bezeichnet die relativ kleine Macht innerhalb, aber erhebliche Macht von außerhalb der Organisationen, durch die diese beeinflusst werden kann. Stakeholder dieser Art agieren nicht selbst in einer Organisation, aber sie können die Spielregeln festsetzen.

Stakeholder mit B – Comprehensive Power können sowohl selbst agieren als auch die Spielregeln festsetzen. Typischerweise sind es Besitzer-Manager oder Führungskräfte in Staatsunternehmen. Es gibt Organisationen, wo diese Position nicht oder nur sehr schwach ausgeprägt ist.

Stakeholder mit operativer Macht können die Entscheidungen vor Ort treffen, tun dies aber nach Regeln, die anderswo (A oder B) festgelegt wurden. Sie sind Abteilungsleiter in Unternehmen, Büro- oder Fachbereichsleiter in öffentlichen Verwaltungen und Gruppenführer in NGOs usw.

Der Quadrant D bezeichnet Stakeholder die weder über operative Macht noch Regelmacht verfügen. Sie sind buchstäblich entmachtet.

Diese Analyse dient dem Vergleich von Stakeholders inner- und außerhalb von Organisationen. Zieht man die Definition von MacMillan (s.o.) heran, so kann man mit Winstanleys Modell differenzierter analysieren. Es ein typisches Werkzeug zur Analyse von Machtverhältnissen bei Veränderungsprozessen in Organisationen.

Die Macht des Individuums innerhalb einer Organisation kann über die verschiedensten Wege erwachsen, die sich häufig der direkten empirischen Untersuchung entziehen. Macht wird in der Organisationstheorie als ein aktionsbasiertes Konzept verstanden, das in enger Beziehung zum Konzept der Führung steht. Es handelt sich hierbei um einen Prozess, der situations- und umweltabhängig ausgeübt wird. In der Praxis lassen sich sowohl die Auswirkungen der Ausübung von Macht als auch deren Träger identifizieren, während sich die Quellen und Ursachen für die individuelle Machtposition nicht direkt erschließen.

Als Basis für die Macht von Gruppen oder Individuen wird in der Literatur die Kombination der individuellen Charaktereigenschaften im Zusammenspiel mit den Zusammenhängen innerhalb komplexer Organisationen und Umwelten genannt. Die Analyse und Diskussion wird dementsprechend auf den gesamten Bereich der Unternehmensführung ausgeweitet, in der die Macht als intrinsischer Bestandteil von Netzwerken angesehen wird. Die Aufgabe des Managements besteht dann darin, die verschiedenen Beziehungen nicht nur innerhalb der Organisation, sondern auch außerhalb dieser zu beeinflussen.[35]

  Literatur

  Weblinks

 Wikiquote: Macht – Zitate
Wiktionary Wiktionary: Macht – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

  Einzelnachweise

  1. Steven Lukes: Power. A Radical View. Palgrave, London 2005 [1974].
  2. Michel Foucault: Analytik der Macht. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2005.
  3. a b Hannah Arendt: On Violence. New York, London 1970 (deutsche Ausgabe: Macht und Gewalt. Piper, München 1970, 15. Auflage 2003).
  4. Marco Iorio: Macht und Freiheit. In: Allgemeine Zeitschrift für Philosophie 32, 2007, S. 299–312.
  5. Marco Iorio: Macht und Metamacht. In: Analyse & Kritik 30, 2008, S. 515–532.
  6. Stichwort Macht, in: Historisches Wörterbuch der Philosophie, Bd. 5, 585-591
  7. Stichwort Macht, in: Historisches Wörterbuch der Philosophie, Bd. 5, 592-594
  8. Wolfgang Bartuschat, Spinozas Theorie des Menschen, Felix Meiner Verlag 1992, S. 387, ISBN 3-7873-1273-0
  9. Immanuel Kant, Kritik der Urtheilskraft, Akademie-Ausgabe Bd. 5, S. 260 ff.
  10. Stichwort Macht, in: Handwörterbuch der Philosophie, Bd. 5, 603
  11. Byung-Chul Han, Hegel und die Macht. Ein Versuch über die Freundlichkeit, München: Fink 2005, ISBN 978-3770542017
  12. Karl Marx, Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie, Berlin: Dietz 1953, S. 545
  13. Max Weber: Wirtschaft und Gesellschaft, Kapitel 1, §16.
  14. French and Raven’s Bases of Social Power in a Not-for-Profit Health Care Facility: Perceptions and Satisfaction. Dissertation Abstracts. 59, no. 07A: 2605.
  15. French, J. P. R. Jr., and Raven, B. (1960). The bases of social power. In D. Cartwright and A. Zander (eds.), Group dynamics (pp. 607–623). New York: Harper and Row
  16. Dian-Marie Hosking, Ian E. Morley: A social psychology of organizing – people, processes and contexts, Harvester Wheatsheaf, 1991, ISBN 0-7450-1054-7
  17. „Panoptisch“ ist sein Neologismus für „überall sichtbar“.
  18. Beispiele für herrschende Eliten in der Postmoderne im Sinne von Bauman sind Fabrikanten, die von heute auf morgen ihre Produktionsstätten verlagern können oder Kriegsführer die ohne Einsatz von Bodentruppen Kriege gewinnen können. Physische Leichtigkeit ist für Bauman ein Hauptkriterium postmoderner Macht – vgl. Bauman, Zygmunt: Flüchtige Moderne, Edition Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003.
  19. Robert Dahl: The Concept of Power In: Behavioral Science, Vol. 2, no. 3 (July 1957) S. 201–215.
  20. Björn Kraus, Spatscheck Christian: Macht in der Sozialen Arbeit – Zwei systemische Ansätze im Dialog. In: Wolfgang Krieger (Hrsg.): Systemische Impulse. Theorieansätze, neue Konzepte und Anwendungsfelder systemischer Sozialer Arbeit. Ibidem, Stuttgart 2010. S. 140
  21. Max Weber: Wirtschaft und Gesellschaft. Grundriss der verstehenden Soziologie. Mohr, Tübingen 1972. S.28
  22. Björn Kraus: Konstruktivismus-Kommunikation-Soziale Arbeit. Radikalkonstruktivistische Betrachtung zu den Bedingungen des sozialpädagogischen Interaktionsverhältnisses. Verl. für Systemische Forschung, Heidelberg 2002. S.183
  23. a b c Björn Kraus: Soziale Arbeit – Macht – Hilfe und Kontrolle. Die Entwicklung und Anwendung eines systemisch-konstruktivistischen Machtmodells. In: Björn Kraus, Wolfgang Krieger (Hrsg.): Macht in der Sozialen Arbeit – Interaktionsverhältnisse zwischen Kontrolle, Partizipation und Freisetzung. Jacobs, Lage 2011. S. 105 - 107
  24. Hans Hass, Horst Lange-Prollius: Die Schöpfung geht weiter, Stuttgart-Degerloch 1978, u. a. S. 291, 355
  25. Hans J. Morgenthau, Macht und Frieden. Grundlegung einer Theorie der internationalen Politik, Gütersloh 1963, S. 50
  26. Joseph S. Nye: Soft power. The means to success in world politics and understand international conflict. New York 2004, ISBN 1-58648-306-4
  27. Heinrich Popitz: Phänomene der Macht. Mohr Siebeck, Tübingen 1992, ISBN 3-16-545081-1
  28. Marshall B. Rosenberg: Gewaltfreie Kommunikation: Eine Sprache des Lebens. Junfermann, Paderborn 2001, ISBN 3-87387-454-7
  29. Max Weber: Wirtschaft und Gesellschaft. Grundriß der verstehenden Soziologie, 1. Halbband, Tübingen 1921/1980, S. 28
  30. Henry Mintzberg (1983): Power In and Around Organisations, Englewood Cliffs, NJ, Prentice-Hall; zitiert in Geoff: Mallory, Susan Segal-Horn and Michael Lovitt (2002): Organisational Capabilities: Culture and Power. The Open University, Milton Keynes, ISBN 0-7492-9273-3, S. 8–44
  31. Geoff: Mallory, Susan Segal-Horn and Michael Lovitt (2002): Organisational Capabilities: Culture and Power. The Open University, Milton Keynes, ISBN 0-7492-9273-3, S. 8–44
  32. Gareth Morgan (1986): Images of Organisation, Sage, Newbury Park, Ca, zitiert in Eric Cassells (2002): Organisational Purposes and Objectives. Open University, Milton Keynes, ISBN 0-7492-3902-6, S. 2–39, hier S. 40
  33. I.C. MacMillan (1978) Strategy Formulation: political concepts, St Paul, MN, West Publishing
  34. D.D. Winstanley S. Sorabji and S. Dawson (1995): When the pieces don’t fit: a stakeholder power matrix to analyse public sector restructuring, Public Money and Management, April-June, S. 19–26
  35. Rosenfeld, R & Wilson D.: Managing Organizations, McGraw-Hill, 1999, ISBN 0-07-707643-5, S. 213
   
               

Wehr

                   

Wehr steht für:


Wehr ist der Name folgender Orte:


Wehr ist der Familienname folgender Personen:


  • Elke Wehr (1945/6–2008), deutsche Übersetzerin
  • Gerhard Wehr (* 1931), deutscher evangelischer Theologe und freier Schriftsteller
  • Hans Wehr (1909–1981), deutscher Arabist
  • Julius Wehr, preußischer Landrat
  • Lothar Wehr (* 1958), katholischer Theologe
  • Marco Wehr (* 1961), deutscher Physiker und Tänzer
  • Matthias Wehr (1892–1967), deutscher katholischer Theologe, von 1951 bis 1966 Bischof von Trier
  • Otto Wehr (1886–1960), deutscher evangelischer Pfarrer, Superintendent und Persönlichkeit der Bekennenden Kirche im Saargebiet
  • Philipp Wehr (1906–1960), deutscher Politiker (SPD)
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Wehrmacht

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Wehrmacht
Führung
Oberbefehlshaber:1935–1938 Werner von Blomberg,
1938–1945 Adolf Hitler,
zuletzt Karl Dönitz
Verteidigungsminister:1935–1938 Werner von Blomberg,
1938–1945 gleichgestellt: Der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht Wilhelm Keitel
Militärischer Befehlshaber:Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler
Militärische Führung:Oberkommando der Wehrmacht
Sitz des Hauptquartiers:Wünsdorf bei Zossen
Militärische Stärke
Aktive Soldaten:17,7 Millionen
Wehrpflicht:2 Jahre
Wehrtauglichkeitsalter:18 bis 45[1]
Haushalt
Militärbudget:
Anteil am BNE:
Geschichte
Gründung:16. März 1935
Auflösung:8. Mai 1945 (Gesamtkapitulation)
bzw. offizielle Auflösung im August 1946
Wohltätigkeits-Sonderausgabe mit stürmender Infanterie zum Tag der Wehrmacht und Heldengedenktag 1943
Vorschrift – Die Pflichten des deutschen Soldaten…, 1936

Der Begriff Wehrmacht bezeichnet die Streitkräfte im nationalsozialistischen Deutschland. Die Wehrmacht ging durch das Gesetz für den Aufbau der Wehrmacht vom 16. März 1935[2][3] aus der damaligen Reichswehr hervor und wurde im August 1946 offiziell aufgelöst. Die Wehrmacht gliederte sich in Heer, Kriegsmarine und Luftwaffe.

Inhaltsverzeichnis

Wortbedeutung

Auch wenn das Jahr 1935 als das eigentliche Entstehungsjahr der Wehrmacht gilt, so wurde der Begriff Wehrmacht als Synonym für die deutschen Streitkräfte als Ganzes bzw. für das deutsche Militär bereits seit den Anfangstagen der Weimarer Republik als Überbegriff von Reichsheer und Reichsmarine gebraucht.

So wurde bereits in den Gesetzen über die Bildung einer vorläufigen Reichswehr bzw. vorläufigen Reichsmarine vom 6. März und 16. April 1919 auch von der Wehrmacht gesprochen.

Die Verfassung des Deutschen Reichs vom 11. August 1919:Artikel 47. Der Reichspräsident hat den Oberbefehl über die gesamte Wehrmacht des Reichs.
Vom 20. August 1919 datiert die „Verordnung, betreffend die Übertragung des Oberbefehls über die Wehrmacht des Deutschen Reichs auf den Reichswehrminister“.
Im „Gesetz über die Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht“ vom 21. August 1920 hieß es dann in § 1 „Die deutsche Wehrmacht besteht aus der Reichswehr und der Reichsmarine“.
Schließlich besagte das Wehrgesetz vom 23. März 1921 in § 1 „[1] Die Wehrmacht der Deutschen Republik ist die Reichswehr. Sie wird gebildet aus dem Reichsheer und der Reichsmarine […]“.

Erst ab 1935 fanden die Begriffe Reichswehr und Reichsmarine im offiziellen Sprachgebrauch keine Verwendung mehr, um jeden Bezug auf die von den nationalsozialistischen Machthabern „Systemzeit“ genannte Periode der Weimarer Republik zu tilgen.

„Wehrmacht“ war nach der Bedeutung der Wortteile lediglich ein anderes Wort für Streitmacht und wurde mindestens seit Mitte oder Ende des 19. Jahrhunderts so gebraucht. Im damaligen Sprachgebrauch wurden auch die Streitkräfte anderer Staaten als Wehrmacht bezeichnet, so beispielsweise die italienische Wehrmacht oder auch die englische Wehrmacht. Auch die deutsche Bundeswehr wurde anfänglich als neue Wehrmacht bezeichnet. So skizzierte Verteidigungsminister Theodor Blank zur Gründung der Bundeswehr am 12. November 1955 das politische Profil einer „neuen Wehrmacht“. Bis in die 1970er-Jahre wurde Wehrmacht auch noch in der ursprünglichen Bedeutung definiert, wobei sich im allgemeinen Sprachgebrauch der Begriff auf die Streitkräfte des Deutschen Reiches reduzierte.

Von 1936 bis 1944 gab es auch eine vom Oberkommando der Wehrmacht (OKW) herausgegebene Zeitschrift mit dem Namen „Die Wehrmacht“.

Geschichte

Geschichtliche Grundlagen

Nach der Niederlage des Deutschen Reiches im Ersten Weltkrieg war durch den Versailler Vertrag die zulässige Truppenstärke des deutschen Heeres auf 100.000 Mann (plus 15.000 Mann Marine) beschränkt worden. Hinzu kam die Auflage, keine schweren Waffen, keine schwere Artillerie, keine Panzer, keine Luftwaffe, keinen Generalstab und keine Chemiewaffen zu besitzen. Am 23. März 1921 wurde die Reichswehr unter diesen Auflagen gegründet. Das Ziel der Reichswehr und ihrer Generale war aber bereits 1925, ein „Großes Heer“ mit einer Kriegsstärke von 2,8 bis 3 Millionen Mann aufzubauen. Ein geheimer detaillierter Plan zu dieser Aufrüstung wurde unter dem Eindruck der Ruhrbesetzung durch französisches Militär, bei der die Reichswehr faktisch wehrlos war, im Jahre 1923 von General Hans von Seeckt in Auftrag gegeben. Am 1. September 1939 stand dann tatsächlich auch ein Heer dieser Stärke für den Überfall auf Polen bereit. Aus den sieben Divisionen des 100.000-Mann-Heers waren 102 Divisionen geworden, genau die Planzahl von 1925. Damit wurde die Stärke des kaiserlichen Heeres von 1914 um 600.000 Mann überschritten. Dieser Plan von 1925 zeigt, dass aus Sicht der Generalität über die reine Landesverteidigung hinaus ein Bedrohungspotential aufgebaut werden sollte, das die deutsche Hegemonie auf dem europäischen Kontinent gewährleisten sollte, und auch einen Revanchekrieg möglich gemacht hätte.[4]

Militärische Zusammenarbeit mit der Sowjetunion

Nach dem Rapallo-Vertrag gab es eine geheime militärische Zusammenarbeit zwischen der Reichswehr und der sowjetischen Roten Armee. Dadurch erarbeiteten deutsche und sowjetische Rüstungsexperten neuartige Panzerprototypen unter dem Deckmantel der Traktorenproduktion. Auch war der Anteil der Soldaten, die als Offizier oder Unteroffizier dienten, im Verhältnis zu den Mannschaftsdienstgraden extrem hoch. So war es später möglich, innerhalb weniger Jahre die Armee um ein Vielfaches zu vergrößern.

Im Februar 1923 reiste der neue Chef des Truppenamtes, Generalmajor Otto Hasse, zu Geheimverhandlungen nach Moskau. Deutschland unterstützte den Aufbau der sowjetischen Industrie, Kommandeure der Roten Armee erhielten eine Generalstabsausbildung in Deutschland. Dafür erhielt die Reichswehr die Möglichkeit, Artilleriemunition aus der Sowjetunion zu beziehen, Flieger- und Panzerspezialisten auf sowjetischem Boden auszubilden und dort chemische Kampfstoffe herstellen zu lassen. Auf dem Flugplatz Lipezk wurden etwa 300 Militärpiloten, der Stamm für die Jagdfliegerwaffe, ausgebildet. Bei Kasan wurden Panzerfachleute ausgebildet, allerdings erst ab 1930 und lediglich etwa 30. Bei Saratow wurde Giftgas entwickelt.

Die Wehrmachtsführung beim Reichsparteitag der NSDAP 1938

Zeit des Nationalsozialismus

Das Balkenkreuz, ein stilisiertes Eisernes Kreuz und das Emblem von Heer und Luftwaffe von 1939 bis 1945

Die Wehrmacht gliederte sich in drei Wehrmachtsteile, in Heer, Marine und – als neuer, dritter Teil nach dem Ersten Weltkrieg – die Luftwaffe.

Eid für jeden Soldaten

Unmittelbar nach dem Tode Paul von Hindenburgs am 2. August 1934 wurden die Streitkräfte auf die Person Hitlers vereidigt. Viele später betroffene Soldaten führten diesen persönlichen Eid als Begründung dafür an, keinen aktiven Widerstand gegen verbrecherische Befehle der Führung geleistet zu haben.

„Ich schwöre bei Gott diesen heiligen Eid, dass ich dem Führer des Deutschen Reiches und Volkes, Adolf Hitler, dem Oberbefehlshaber der Wehrmacht, unbedingten Gehorsam leisten und als tapferer Soldat bereit sein will, jederzeit für diesen Eid mein Leben einzusetzen.“

Eid für jeden Soldaten, gültig ab 2. August 1934

Dieser Eid jedoch war verfassungswidrig zustandegekommen, denn er war ein Produkt des Chefs des neugeschaffenen Wehrmachtsamtes, Walter von Reichenau. Eine Abstimmung mit dem Reichstag fand nicht statt. Ebenfalls gegen die (formal noch bestehende) Weimarer Verfassung war die Zusammenlegung des Amtes des verstorbenen Reichspräsidenten mit dem des Reichskanzlers. Juristisch gesehen hätte sich also niemand an diesen Eid gebunden fühlen müssen.

Aufstellung bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges

Zur Aufrüstung 1933–1939 siehe Hauptartikel Aufrüstung der Wehrmacht

Am 16. März 1935 wurde die Wehrpflicht (unter Nichtachtung des Versailler Vertrages) mit dem Gesetz über den Aufbau der Wehrmacht wieder eingeführt; es gab jedoch auch so genannte Weiße Jahrgänge. 1936 besetzte die Wehrmacht das entmilitarisierte Rheinland. Bis 1939 war die Aufstellung von zwölf Armeekorps mit 38 Divisionen und einer Stärke von 580.000 Soldaten von Hitler gefordert. Die Mobilisierung der Reservisten erfolgte Juli und August 1939.

Völkerrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen

Hauptartikel: Verbrechen der Wehrmacht

Der Angriff auf acht Staaten ohne Kriegserklärung war völkerrechtswidrig, ebenso wie bestimmte Praktiken der Kriegsführung und zur Kontrolle der eroberten Gebiete, wie etwa Geiselerschießungen, Racheakte und Vergeltungsmaßnahmen an der Zivilbevölkerung (so genannte „Sühnemaßnahmen“). Im Rahmen der Bekämpfung von Partisanen und anderen Aufständischen (so genannte „Bandenbekämpfung“) war die Wehrmacht vor allem in Osteuropa an vielen Kriegsverbrechen und Übergriffen beteiligt.

Die Wehrmacht verfolgte bei ihren Rückzügen eine „Politik der verbrannten Erde“: In Weißrussland wurden beispielsweise zwischen Juni 1941 und Juli 1944 209 Städte und 9200 Dörfer von der Wehrmacht und der SS ausgelöscht und ihre Einwohner größtenteils ermordet. An der Inhaftierung und Ermordung von Juden und anderen verfolgten Gruppen in den besetzten Gebieten war die Wehrmacht auf der Grundlage der Richtlinien zur Zusammenarbeit des Heeres mit den Einsatzgruppen der SS teilweise involviert und sowohl direkt als auch indirekt beteiligt.[5]

Die Behandlung der osteuropäischen und vor allem sowjetischen Kriegsgefangenen entsprach nicht den internationalen Normen, was eine hohe bis sehr hohe Sterblichkeit zur Folge hatte. Zusätzlich wurden sowjetische Politkommissare auf Grundlage des Kommissarbefehls häufig sofort nach der Gefangennahme erschossen. 1944 wurden die von Sinti und Roma abstammenden deutschen Soldaten der SS übergeben, ohne dass es zu nennenswerten Protesten seitens der Wehrmachtsführung kam.[5]

Verluste

Die Gesamtverluste der Wehrmacht sind schwer zu beziffern, da eine namentliche Vollerhebung der Todesfälle bis heute nicht vorgenommen wurde. Bis Frühjahr 1945 existieren Unterlagen zu den personellen Verlusten der Wehrmacht und der Waffen-SS, soweit sie dem Feldheer angehörten. Allerdings konnten Hunderttausende Soldaten, die zu diesem Zeitpunkt bereits tot waren, von diesen Statistiken nicht mehr erfasst werden. Insofern sind selbst die Kriegsunterlagen bereits mit einem hohen Unsicherheitsfaktor behaftet. Für die letzten Kriegsmonate konnten schließlich gar keine Übersichten mehr erstellt werden. Percy E. Schramm kommt im Kriegstagebuch des OKW für die Zeit vom 1. Januar 1939 bis zum 31. Januar 1945 auf eine Zahl von 2.001.399 Todesfällen sowie 1.902.704 Vermissten in der Wehrmacht für den Zeitraum vom 1. September 1939 bis zum 31. Januar 1945, von denen sich 322.807 in alliierter Kriegsgefangenschaft befanden.[6]

Das Statistische Bundesamt gab 1949 die Gesamtzahl der Wehrmachtverluste mit drei Millionen an, 1956 mit 3,76 Millionen.[7][8]

Diese Zahl spiegelt sich auch in der Publikation des DRK-Suchdienstes von 1975 wider, die 3.810.000 Tote und Vermisste angibt.[9]

Die Deutsche Dienststelle ehemals Wehrmachtauskunftstelle in Berlin nennt in ihrem Jahresbericht 1985 3,1 Millionen Tote und 1,2 Millionen Vermisste, zusammen also 4,3 Millionen.[10] Diese Angaben beziehen sich auf die bis 28. Februar 1945 namentlich gemeldeten Verluste.[11] Demzufolge geht man heute von über fünf Millionen Toten aus.

Verbündete während des Zweiten Weltkrieges

Ein Soldat der Legion „Freies Arabien“ 1943 in Griechenland

Gemeinsam mit der Wehrmacht kämpften im Zweiten Weltkrieg Truppenteile unterschiedlicher Stärke folgender Länder:[12]

Sonstige Truppen:

Siehe auch: Achsenmächte

Nach der bedingungslosen Kapitulation

Kurz vor der Kapitulation: Deutsche Soldaten vor dem Abtransport in ein alliiertes Kriegsgefangenenlager, März 1945
Bedingungslose Kapitulation am 8. Mai 1945 in Berlin-Karlshorst

Die Wehrmacht hatte nach der bedingungslosen Kapitulation am 8. Mai 1945 aktive Truppenteile, die noch nicht entwaffnet waren.[13]

  • So bekämpften in Norddeutschland deutsche Infanterie-Einheiten unter deutschem Kommando auf Weisung der britischen Streitkräfte marodierende Banden, bestehend meist aus „displaced persons“, Ausländern, die während des Krieges – meist als Zwangsarbeiter – ins Deutsche Reich verschleppt wurden und aus Angst vor Verfolgung nicht mehr in ihre Heimat zurückkehren wollten.
  • In Norwegen bildeten Truppenteile der Artillerie weiter aus und übten sich dabei im Scharfschießen.
  • In Oslo wurde der 8. Generalstabsoffizier-Lehrgang weitergeführt.
  • In Ungarn ließ Generalfeldmarschall Ferdinand Schörner, die Kapitulation ignorierend, weiter kämpfen.
  • In Kurland wurden nach der Gefangennahme noch Ernennungen ausgesprochen.
  • In Süddeutschland wurde deutsche Feldgendarmerie (Feldjäger-Kommandos) unter alliiertem Kommando eingesetzt.

Die endgültige Entwaffnung erfolgte Ende August 1945.

Die Wehrmacht wurde von den Alliierten mit dem Kontrollratsgesetz Nr. 34 am 20. August 1946 offiziell aufgelöst. Bereits auf der Konferenz von Jalta im Februar 1945 hatten die Alliierten beschlossen, dass Deutschland nach einem alliierten Sieg keine Armee mehr haben sollte.

Organisation und Struktur

Führungsorganisation

Die Wehrmacht wurde zunächst von Reichswehrminister, dann ab dem 21. Mai 1935[14] vom Reichskriegsminister administrativ geführt.

Mit der „Verkündung der Wehrhoheit“ 1935 wurde die Heeresleitung zum Oberkommando des Heeres (OKH), die Marineleitung zum Oberkommando der Marine (OKM) und neu aufgestellt ein Oberkommando der Luftwaffe (OKL). Das Ministeramt nannte sich fortan Wehrmachtsamt. Als Folge der Blomberg-Fritsch-Krise nahm Hitler auch die Aufgaben des Reichskriegsministers wahr und das bisherige Wehrmachtsamt wurde zum Oberkommando der Wehrmacht (OKW) um gegliedert.

Befehls- und Kommandogewalt

In der Reichswehr wurde zwischen der Befehlsgewalt und der Kommandogewalt unterschieden. Man ging davon aus, dass ein Politiker nicht die Kompetenz zur Truppenführung hat, und teilte deshalb die Führungskompetenzen zwischen dem Reichspräsidenten als Oberbefehlshaber und den Chefs der Heeresleitung und der Marineleitung als Oberkommandierende auf. In der Praxis bedeutete dies, dass der Reichspräsident zwar Befehle erteilen konnte, die Truppenführung aber den Offizieren überlassen musste(siehe auch Art. 47 Weimarer Verfassung).

In der Wehrmacht wurde diese Trennung spätestens mit Beginn des Deutsch-Sowjetischen Krieges immer mehr verwischt. Hitler mischte sich immer mehr in die Truppenführung ein, und mit der Übernahme des Postens Oberbefehlshabers des Heeres fiel die Teilung zwischen Befehls- und Kommandogewalt endgültig weg.

Truppendienstliche und administrative Führung

Teilstreitkräfte (Wehrmachtsteile):

  • Heer durch das Oberkommando des Heeres
  • Luftwaffe durch das Oberkommando der Luftwaffe
  • Kriegsmarine durch das Oberkommando der Marine

Truppenstärke und Gliederung

Nach den Recherchen des Historikers Rüdiger Overmans umfasste die Wehrmacht 18,2 Millionen Soldaten, die im Verlauf des Krieges eingezogen wurden und nicht alle gleichzeitig dienten.

Zusammensetzung

Während des Zweiten Weltkrieges dienten auch zahlreiche nichtdeutsche Soldaten, vor allem Osteuropäer, in der Wehrmacht. Diese meldeten sich zu großen Teilen freiwillig, da viele Osteuropäer eine russische, jüdische oder bolschewistische Dominanz in Osteuropa fürchteten. (Judentum und Bolschewismus wurden dabei aufgrund des weitverbreiteten Antisemitismus als Synonyme gesehen.) Teilweise wurden diese jedoch auch zwangsrekrutiert.Zu den Freiwilligenverbänden gehörten unter anderem Balten, Weißrussen, Ukrainer, Russen, Kaukasier und Albaner.Die nichtrussischen Verbände wurden dabei als Ostlegionen bezeichnet, die russischen dagegen als Russische Befreiungsarmee oder Wlassow-Armee.

Nichtdeutsche Soldaten stellten etwa 5 Prozent der Personalstärke der Wehrmacht.

Nicht zu verwechseln sind diese Freiwilligenverbände mit den Armeen der mit Deutschland verbündeten osteuropäischen Staaten Rumänien, Slowakei, Kroatien, Bulgarien und Ungarn. Diese standen zwar während der Ostfeldzüge unter deutschem Oberkommando, waren aber staatsrechtlich unabhängig.

Volksdeutsche in den von Deutschland besetzten Gebieten, die keine deutsche Staatsbürgerschaft besaßen (nach dem „Anschluss“ Österreichs 1938 mussten auch dort alle wehrfähigen Männer in der Wehrmacht dienen, da sie bis 1945 Bürger des Deutschen Reiches geworden waren), wurden dennoch von den deutschen Behörden als wehrpflichtig angesehen und eingezogen. Es meldeten sich jedoch auch zahlreiche Volksdeutsche aus mit Deutschland verbündeten Staaten freiwillig zur Wehrmacht.

Heer

Wehrkreise im Deutschen Reich

Am 3. Januar 1939 gab es neunzehn Wehrkreise, die sich auf das gesamte Gebiet des Deutschen Reiches erstreckten. Die Wehrkreise unterstanden dem Ersatzheer und waren im Frieden für ein bestimmtes Gebiet und den ihnen unterstellten Divisionen verantwortlich. Die Wehrkeise waren von I bis XIX durchnummeriert. Im Kriegsfall bildeten die Wehrkreise gleichnamige Armeekorps. Die Wehrkreise XIV-XVI und XIX hatten kein territoriales Gebiet, da diese Armeekorps für die Schnellen Truppen (motorisierte Infanterie-Divisionen, Leichte Divisionen, Panzerdivisionen) bestimmt, die über ganz Deutschland verteilt waren. Die Tabelle zeigt den letzten Stand des Friedensheeres vor der Mobilmachung am 26. August 1939.[15]

WehrkreisHauptquartierDivisionen
IKönigsberg1. Infanteriedivision (ID), 11. ID, 21. ID
IIStettin12. ID, 32. ID
IIIBerlin3. ID, 23. ID
IVDresden4. ID, 14. ID,
VStuttgart5. ID, 25. ID, 35. ID
VIMünster6. ID, 16. ID, 26. ID
VIIMünchen7. ID, 27. ID, 1. Gebirgsdivision (GD)
VIIIBreslau8. ID, 18. ID, 28. ID
IXKassel9. ID, 15. ID,
XHamburg22. ID, 30. ID
XIHannover19. ID, 31. ID
XIIWiesbaden33. ID, 34. ID, 36. ID
XIIINürnberg10. ID, 17. ID, 46. ID
XIVMagdeburg2. ID (motorisiert), 13. ID (mot.), 20. ID (mot.), 29 ID (mot.)
XVJena1. leichte Division, 2. leichte Division,
XVIBerlin1. Panzerdivision (PD), 3. PD, 4. PD, 5. PD,
XVIIWien44. ID, 45. ID
XVIIISalzburg2. GD, 3. GD
XIXLinz2. PD, 4. leichte Division


Abteilungen in den Führungsstäben des Heeres
IaFührungsabteilung
IbQuartiermeisterabteilung
IcFeindaufklärung und Abwehr; geistige Betreuung im NS-Sinn
IdAusbildung
IIa1. Adjutant (Offizierpersonalien)
IIb2. Adjutant (Unteroffiziere und Mannschaften)
IIIGericht
IVaIntendant (Rechnungswesen, allgemeine Verwaltung)
IVbArzt
IVcVeterinär
IVdGeistlicher

Luftwaffe

Die Luftwaffe gliederte sich vor allem in unabhängige Luftflotten, deren Zahl von 1939 bis 1944 auf sieben stieg. Die Luftflotten waren von 1 bis 6 durchnummeriert und wurden jeweils an die verschiedenen Kriegsschauplätze verlegt. Zusätzlich gab es die Luftflotte Reich, welche die Aufgabe hatte, das Reichsgebiet zu schützen.

Zusätzlich zu den Luftflotten gab es die Luftgaue der Luftwaffe, die ähnlich wie die Wehrkreise bestimmte territoriale Aufgaben übernahmen. Dies war vor allem der Unterhalt aller Einrichtungen und Flugplätze der Luftwaffe in den jeweiligen Gebieten.

Die Luftgaue waren:

  • Luftgau-Kommando I bis XVII (alle im Deutschen Reich)
  • Luftgau-Kommando Belgien-Nordfrankreich (aufgestellt 1940, von 1944 auch Holland)
  • Luftgau-Kommando Charkow (1942–1943, Süd-Russland)
  • Luftgau-Kommando Finnland (1941–1943)
  • Luftgau-Kommando Holland (1940–1944)
  • Luftgau-Kommando Kiew (1941–1942, dann Luftgau-Kommando Charkow, Süd-Russland)
  • Luftgau-Kommando Moskau (1941–1942, Mittelbereich der Ostfront)
  • Luftgau-Kommando Norwegen (1940–1944)
  • Luftgau-Kommando Petersburg oder Luftgau-Kommando Ostland (1941–1943, Nordabschnitt der Ostfront)
  • Luftgau-Kommando Rostow (1941–1943, Süd-Russland und Krim)
  • Luftgau-Kommando Westfrankreich (1940–1944, Süd- und Westfrankreich)
  • Feldluftgau-Kommando XXV (1943–1944, aus Luftgau-Kommandos Rostow und Charkow, im Süden der Ostfront)
  • Feldluftgau-Kommando XXVI (1943–1944, aus Luftgau-Kommando Petersburg)
  • Feldluftgau-Kommando XXVII (1943–1944, aus Luftgau-Kommando Moskau)
  • Feldluftgau-Kommando XXVIII oder Luftgau-Kommando Süd (1941–1943, Italien)
  • Feldluftgau-Kommando XXIX (1943–1944, Griechenland)
  • Feldluftgau-Kommando XXX (1943–1944, Balkan)

Militärische Grundlagen

Auftragstaktik, sehr hohe Disziplin und unbedingter Gehorsam waren die militärischen Grundlagen, auf denen die Wehrmacht aufbaute. Dies führte zum Teil, insbesondere im Offizierkorps, zu Reibungen mit der NSDAP, leistete aber andererseits auch völkerrechtswidrigen Handlungen Vorschub.

Lord Alexander, britischer Feldmarschall und Oberbefehlshaber der alliierten Truppen auf dem italienischen Kriegsschauplatz, äußerte: „Wenn Leute meinen, die deutsche Armee des Zweiten Weltkrieges schlecht machen zu müssen, dann ohne mich! Der deutsche Soldat hat sich als tapfer und tüchtig erwiesen“.Der US-amerikanische Militärhistoriker jüdischer Herkunft Martin van Creveld, der die Kampfkraft der Wehrmacht untersucht hat, wobei er dieses Phänomen aus dem politisch-militärischen Gesamtzusammenhang herauslöst und damit isoliert betrachtet, kommt zu dem Schluss: „Das deutsche Heer war eine vorzügliche Kampforganisation. Im Hinblick auf Moral, Elan, Truppenzusammenhalt und Elastizität war ihm wahrscheinlich unter den Armeen des zwanzigsten Jahrhunderts keine ebenbürtig.“[16] Zu einem ähnlichen Urteil kommt der französische Historiker Philippe Masson (s. u., Bibliographie). Auch Colin Gray bescheinigt der Wehrmacht herausragende Ausbildungsmethoden und Taktiken, stellt diesen aber eine nachlässige Aufklärung und Logistik gegenüber, die mit ihrer „Siegestrunkenheit“ (victory disease) nach ihren Anfangserfolgen in Verbindung stehen.[17]

Ausrüstung

Die Wehrmacht war in Teilen sehr modern ausgerüstet, jedoch ermöglichten die im Vergleich zu anderen Staaten geringeren Ressourcen Deutschlands es nicht, diese moderne Ausrüstung in allen Truppenteilen von Beginn an zu realisieren. Dies wurde erst durch die Ausbeutung unterworfener Länder und Landesteile im Verlauf des Krieges möglich.

Deutscher Militärbrotbeutel, bereits 1931 in der Reichswehr eingeführt und ab Kriegsbeginn in unzähligen Farbvarianten ausgeliefert
Datei:Feldfernsprecher FF33.JPG
Feldfernsprecher FF33 der deutschen Wehrmacht (1933 entwickelt)
Datei:Tornister-Empfänger-Berta.JPG
Tornister-Empfänger-Berta, Frontansicht.

Entgegen der Meinung von der Wehrmacht als einer Hochtechnologie-Streitmacht waren nur etwa 40 Prozent aller Wehrmachtseinheiten motorisiert. Die übrigen 60 Prozent waren pferdebespannt, d. h. der sogenannte „Tross“ (Stäbe, Feldküchen, Nachschub usw.) hatte für den Transport Zugpferde zur Verfügung, die kämpfenden Einheiten gingen zu Fuß, waren teilweise mit Fahrrädern ausgerüstet oder wurden per Eisenbahn transportiert. Auch war eine zunehmende Verschlechterung der Qualität der Kampfeinheiten zu beobachten, je weiter sie hinter den Frontlinien eingesetzt war. So waren Einheiten, die unmittelbar an der Front eingesetzt waren, in größerem Umfang motorisiert und mit neueren Waffen und Kampfgerät ausgestattet, während Einheiten zur Partisanenbekämpfung oft nur über veraltete oder erbeutete Ausrüstung verfügten und nur relativ selten motorisiert waren.

Der Aufbau einer schlagkräftigen Panzertruppe und Luftwaffe sicherten der Wehrmacht zunächst ihre anfänglichen Blitzkriegs-Erfolge. Entgegen landläufigen Meinungen waren die deutschen Panzermodelle der Anfangsjahre jedoch denen auf alliierter und sowjetischer Seite keineswegs überlegen. Die Wehrmacht verfügte bei ihren Feldzügen gegen Polen und die Westalliierten zunächst fast nur über leichte Panzer der Typen I und II, sowie den nach der Besetzung Tschechiens in großer Zahl erbeuteten Panzer 38(t). Diese Modelle waren zwar den meisten vom Gegner ins Feld geführten leichten Panzern ebenbürtig, konnten sich aber schon gegen die mittleren Panzer des Gegners kaum noch behaupten. Im Kampf gegen die schweren Matildatanks der Briten und Char B1 der Franzosen erwiesen sich die leichten Panzer der Wehrmacht als weitestgehend nutzlos. Dieses Problem betraf jedoch nicht nur die leichten Panzer. Die im internationalen Vergleich relativ leichten und schwach gepanzerten Panzer III und IV wurden in den späten 1930er-Jahren entworfen und sollten ihre leichteren Vorgänger nach und nach ersetzen. Der mittlere Kampfpanzer III bildete im Vorfeld der Operation Barbarossa das Rückgrat der Panzertruppen und sollte vom Panzer IV unterstützt werden. Auch diese neueren Modelle waren dem T-34, dem mittleren Kampfpanzer der Sowjetarmee, den diese ab 1942 in Massen einsetzte, unterlegen. Gegen den schweren Kampfpanzer der Sowjetarmee, den KW-1, waren alle in der Vorkriegszeit entworfenen Panzer der Wehrmacht nahezu chancenlos. Hier kam es wie so oft auf die gute Ausbildung und das Geschick der deutschen Panzerkommandanten an. Erst der ebenfalls ab 1942 gebaute Panzerkampfwagen VI Tiger und besonders der 1943 gebaute Panzerkampfwagen V Panther waren den alliierten Modellen ebenbürtig bzw. überlegen.

Diese gravierenden Nachteile auf Seiten der Wehrmacht konnten jedoch durch ihre operativen Vorteile wieder wettgemacht werden. So ermöglichte es die klare deutsche Luftüberlegenheit in der Anfangsphase des Krieges, feindliche Panzeransammlungen, die in der Lage gewesen wären, den deutschen Vormarsch aufzuhalten, durch den gezielten Einsatz von Sturzkampfbombern zu zerschlagen. Erschwerend wirkte sich zudem aus, dass gerade die sowjetischen Panzerbesatzungen oftmals schlecht ausgebildet waren und die meisten erfahrenen Kommandeure während der stalinistischen Säuberungen ermordet worden waren. So konnten die an sich zahlen- und waffenmäßig überlegenen sowjetischen Panzer oftmals eingekreist und isoliert werden und ihre Vorteile nicht zur Geltung bringen. Des Weiteren besaßen die deutschen Panzer im Gegensatz zu den sowjetischen Modellen Funkgeräte, was ihre taktische Beweglichkeit vergrößerte. Ähnlich sah es im Frankreichfeldzug von 1940 aus. Frankreich verfügte zwar über mehr und teilweise bessere Panzer als Deutschland, jedoch waren diese nur in kleiner Anzahl (jeweils meist nur etwa fünf Stück) auf viele verschiedene kleinere Truppenteile verteilt, da die französische Armee noch der Panzertaktik des Ersten Weltkrieges verhaftet war, nach der Panzer nur zur Unterstützung der Infanterie eingesetzt wurden. Daher konnte eine Gruppe von fünf französischen Panzern nichts gegen eine deutsche Panzerarmee mit Luftunterstützung ausrichten.
Deutlich wird auch die Abhängigkeit der deutschen Panzerwaffe von der Luftüberlegenheit ab etwa 1944. Mit dem Verlust der Lufthoheit und schließlich fast der gesamten Luftwaffe wurden deutsche Panzer meist aus der Luft zerstört, ohne dass sie zum Einsatz gelangt wären.

Während des Krieges entwickelte die deutsche Rüstungsindustrie für die Wehrmacht revolutionäre Techniken. So zum Beispiel das erste Sturmgewehr, die ersten einsatztauglichen Düsenjäger, Nachtsichtgeräte sowie die Radartechnik, damals „Funkmeß“ genannt. Da viele dieser Neuerungen erst kurz vor Kriegsende einsatzbereit waren, wurden sie nur in geringen Stückzahlen eingesetzt oder wie die Düsenjäger als Bomber „zweckentfremdet“.

Einzelheiten finden sich hier:

Die militärischen Erfolge und Niederlagen der Wehrmacht sowie die Voraussetzungen und Folgen ihrer Kriegshandlungen sind im Artikel Zweiter Weltkrieg dargestellt.

Uniformen

Unterfeldwebel mit Maschinenpistole und Fernglas 1941 bei einer Übung (Polen)

Die Uniformen der Wehrmacht wurden zum Teil von der Reichswehr übernommen, aber während des gesamten Zeitraums von 1933 bis 1945 modernisiert und ersetzt.

Mit Verfügung vom 17. Februar 1934 gab Hitler die Anweisung, zum 1. Mai 1934 das Hoheitszeichen („Hoheitsadler“) an Kopfbedeckung und Uniform einzuführen. Der auf einem gesonderten Stoffstück gewebte bzw. aufgestickte „Brustadler“ wurde auf der rechten Seite der Feldblusen, Matrosenjacken etc. getragen. Für Unteroffiziere waren die Brustadler maschinengestickt, für Offiziere teilweise auch handgestickt, für Generale ab 1942 immer in Gold und handgestickt.

Beim Heer war die Grundfarbe der Uniform Feldgrau, bei der Luftwaffe ein etwas helleres Blaugrau und bei der Marine marineblau. Im Jahr 1944 wurde die Felduniform 44 eingeführt, die die bisherigen Uniformen des Heeres und der Luftwaffe durch eine einheitliche, bräunliche Uniform ersetzen sollte. Dies wurde bis Kriegsende aber nicht mehr voll umgesetzt.

Es wurden nach Anzugsarten unterschieden (hier die sechs grundlegenden):

Die Wehrmacht setzte im großen Umfang Tarnuniformen der Waffen-SS und der Felddivisionen der Luftwaffe ein.Eine Besonderheit der Uniformierung der Soldaten war, dass bei der Wehrmacht zu allen Anzugsarten (außer beim Sport) die Orden und Ehrenzeichen getragen wurden, auch im Feld.

Militärische Ehrenzeichen der Wehrmacht

Daneben gab es eine umfangreiche Auswahl von Kampf- und Tätigkeitsabzeichen von Heer, Kriegsmarine und Luftwaffe.

NS-Ranggefüge im Vergleich zur Wehrmacht

Siehe: NS-Ranggefüge

Verweise

Siehe auch

Literatur

  • Rudolf Absolon: Die Wehrmacht im Dritten Reich. 6 Bände. 1969–1995.
  • Klaus Jochen Arnold: Die Wehrmacht und die Besatzungspolitik in den besetzten Gebieten der Sowjetunion: Kriegführung und Radikalisierung im „Unternehmen Barbarossa“. In: Zeitgeschichtliche Forschungen. Vol. 23. Duncker & Humblot, Berlin 2004, ISBN 3-428-11302-0.
  • Omer Bartov: Hitler’s Army: Soldiers, Nazis, and War in the Third Reich. Oxford University Press, Oxford & New York 1992, ISBN 0-19-507903-5.
  • Jochen Böhler: Auftakt zum Vernichtungskrieg : die Wehrmacht in Polen 19348. Bonn 2006, ISBN 3-89331-679-5
  • Martin van Creveld: Kampfkraft. Militärische Organisation und militärische Leistung 1939–1945. Rombach, Freiburg 1989, ISBN 3-79300-189-X.
  • Jürgen Förster: Die Wehrmacht im NS-Staat. Eine strukturgeschichtliche Analyse. München 2007, ISBN 3-48658-098-1.
  • Ralph Giordano: Die Traditionslüge: vom Kriegerkult in der Bundeswehr. Köln 2000, ISBN 3-462-02921-5.
  • Hannes Heer: Stets zu erschießen sind Frauen, die in der Roten Armee dienen. 1995, ISBN 3-93090-806-9.
  • Johannes Hürter: Hitlers Heerführer. Die deutschen Oberbefehlshaber im Krieg gegen die Sowjetunion 1941/42. München 2007, ISBN 3-48658-341-7.
  • Hans Adolf Jacobsen: Kommissarbefehl und Massenexekutionen sowjetischer Kriegsgefangener. In: Martin Broszat, Hans-Adolf Jacobsen, Helmut Krausnick: Anatomie des SS-Staates. Band 2. ISBN 3-42302-916-1.
  • Wolfram Wette: Die Wehrmacht. Feindbilder, Vernichtungskrieg, Legenden. Fischer, Frankfurt am Main, ISBN 3-59615-645-9.
  • Philippe Masson: Die Deutsche Armee. Geschichte der Wehrmacht 1935–1945. 1994/96, ISBN 3-77661-933-3.
  • Manfred Messerschmidt: Die Wehrmacht im NS-Staat. Zeit der Indoktrination. Hamburg 1969.
  • Gerhard Muhm: German Tactics in the Italian Campaign.
  • Gerhard Muhm: La tattica tedesca nella campagna d’Italia, in Linea gotica avamposto dei Balcani, a cura di Amedeo Montemaggi. Edizioni Civitas, Rom 1993.
  • Rolf-Dieter Müller/Hans-Erich Volkmann (Hg.): Die Wehrmacht. Mythos und Realität. Oldenbourg, München 1999, ISBN 3-48656-383-1.
  • Klaus-Jürgen Müller: Das Heer und Hitler. Stuttgart 1969.
  • Sven Oliver Müller: Deutsche Soldaten und ihre Feinde. Nationalismus an Front und Heimatfront im Zweiten Weltkrieg. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 3-10050-707-X. Rezension von Wolfram Wette in Die Zeit vom 31. Oktober 2007, S. 66 (M. verwendet vor allem Feldpostbriefe von der Ostfront).
  • Hans Poeppel, W.-K. Prinz v. Preußen, K.-G. v. Hase: Die Soldaten der Wehrmacht. 1998, ISBN 3-77662-057-9.
  • Christian Streit: Die Behandlung der sowjetischen Kriegsgefangenen und völkerrechtliche Probleme des Krieges gegen die Sowjetunion. In: Gerd R. Ueberschär, Wolfram Wette: „Unternehmen Barbarossa“. Der deutsche Überfall auf die Sowjetunion. 1984, ISBN 3-50677-468-9.
  • Christian Streit: Keine Kameraden: Die Wehrmacht und die Sowjetischen Kriegsgefangenen, 1941–1945. Dietz, 3. Aufl., 1. Aufl., Bonn 1978, ISBN 3-80125-016-4.
  • Georg Tessin: Deutsche Verbände und Truppen 1918–1939. Osnabrück 1974.
  • Christoph Rass: „Menschenmaterial“: Deutsche Soldaten an der Ostfront. Innenansichten einer Infanteriedivision 1939–1945. Schoeningh, Paderborn 2003, ISBN 3-50674-486-0.

Wehrmachtsjustiz, Wehrmachtsgerichte

  • Manfred Messerschmidt, Fritz Wüllner: Die Wehrmachtjustiz im Dienste des Nationalsozialismus. Zerstörung einer Legende. Baden-Baden 1987, ISBN 3-78901-466-4.
  • Manfred Messerschmidt: Was damals Recht war… NS-Militär- und Strafjustiz im Vernichtungskrieg. Herausgegeben von Wolfram Wette. Klartext, Essen 1996.
  • Manfred Messerschmidt: Die Wehrmachtjustiz 1933–1945. Schönigh, Paderborn 2005.
  • Wolfram Wette, Detlef Vogel: Das letzte Tabu. NS-Militärjustiz und Kriegsverrat. Aufbau, Berlin, ISBN 3-35102-654-4.
  • Fritz Wüllner: Die NS-Militärjustiz und das Elend der Geschichtsschreibung. Ein grundlegender Forschungsbericht. Nomos, Baden-Baden 1991, ISBN 3-78901-833-3.
  • Gerd R. Ueberschär (Hrsg.): Hitlers militärische Elite. 2 Bände. Darmstadt 1998.
  • Hermine Wüllner (Hrsg.): „… kann nur der Tod die gerechte Sühne sein“. Todesurteile deutscher Wehrmachtsgerichte. Eine Dokumentation. Nomos, Baden-Baden 1997, ISBN 3-7890-5104-7.

Verlustzahlen

  • Rüdiger Overmans: Deutsche militärische Verluste im Zweiten Weltkrieg. In: Beiträge zur Militärgeschichte. Band 46. Oldenbourg, München 1999, ISBN 3-48656-332-7.

Weblinks

 Commons: Wehrmacht – Sammlung von Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Wehrgesetz (21. Mai 1935), in: documentArchiv.de (Hrsg.), Stand: 13. Oktober 2008.
  2. Proklamation der Reichsregierung an das deutsche Volk bezüglich der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht. Vom 16. März 1935.
  3. Österreichische Nationalbibliothek (ÖNB): Deutsches Reichsgesetzblatt Teil I 1867–1945, S. 375
  4. Karl-Heinz Janßen: Politische und militärische Zielvorstellungen. In: R. D. Müller, H. E. Volkmann (Hrsg. im Auftrag des MGFA): Die Wehrmacht: Mythos und Realität. Oldenburg, München 1999, ISBN 3-486-56383-1, S. 76f.
  5. a b Ralph Giordano: Die Traditionslüge: vom Kriegerkult in der Bundeswehr. Köln 2000, ISBN 3-462-02921-5.
  6. Percy E. Schramm (Hrsg.): Kriegstagebuch des OKW. Wehrmachtführungsstab. 1. Januar 1944 – 22. Mai 1945. Band Vier, Zweiter Teilband. Augsburg 2005, S. 1508–1511.
  7. Statistisches Bundesamt: „Versuch einer deutschen Bevölkerungsbilanz des Zweiten Weltkrieges. In: Wirtschaft und Statistik. 1949, S. 226–230.
  8. Statistisches Bundesamt (Hrsg.); Karl Schwarz: Gesamtüberblick über die Bevölkerungsentwicklung 1939–1946–1955. In: Wirtschaft und Statistik. 1956, S. 375–384.
  9. Deutsches Rotes Kreuz (Hrsg.): Die personellen Verluste der ehemaligen deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg und der Kriegsgefangenschaft. Suchdienst München, 1975.
  10. Jahresbericht 1983/84/85. Hrsg.: Deutsche Dienststelle (WASt), Berlin 1985.
  11. Rüdiger Overmans: Deutsche militärische Verluste im Zweiten Weltkrieg, München 2004.
  12. Berücksichtigt wurden nur militärische Einheiten der Länder, die aktiv mit der deutschen Wehrmacht gekämpft haben.
  13. Alexander Fischer: „Teheran – Jalta – Potsdam“, Die sowjetischen Protokolle von den Kriegskonferenzen der „Großen Drei“, mit Fußnoten aus den Aufzeichnungen des US Department of State. Köln 1968, S. 322 und 324.
  14. RGBl I, S. 609 / Faksimile Wehrgesetz
  15. Friedrich Stahl: Heereeinteilung 1939. Dörfler, ISBN 3-89555-338-7
  16. Martin van Creveld: Kampfkraft. Militärische Organisation und militärische Leistung 1939–1945. Freiburg 1989, S. 189.
  17. vgl. Colin Gray: War, Peace & International Relations – An Introduction to Strategic History. Routledge, Oxon 2007, S. 124–156.

.

 

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