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Wiener Gemeindebezirke

                   
1., Innere Stadt 2., Leopoldstadt 3., Landstraße 4., Wieden 5., Margareten 6., Mariahilf 7., Neubau 8., Josefstadt 9., Alsergrund 10., Favoriten 11., Simmering 12., Meidling 13., Hietzing 14., Penzing 15., Rudolfsheim-Fünfhaus 16., Ottakring 17., Hernals 18., Währing 19., Döbling 20., Brigittenau 21., Floridsdorf 22., Donaustadt 23., Liesing
  Wiener Gemeindebezirke

Wien gliedert sich politisch in 23 Wiener Gemeindebezirke (Stadtbezirke). Von den Wienern werden die Bezirke entweder mit ihren Namen (z. B. „Hernals“) oder mit ihren Nummern bezeichnet (z. B. „17. Bezirk“ oder auch „Der Siebzehnte“, schriftlich auch „Wien 17“ oder „Wien XVII“). Diese Nummern befinden sich auf jedem Straßenschild vor dem Straßennamen (z. B. „17., Pezzlgasse“) und bilden auch die zweite und dritte Stelle der Postleitzahl (1010 für den 1. Bezirk bis 1230 für den 23. Bezirk; 1300 bezeichnet den nicht im Stadtgebiet gelegenen Flughafen Wien, 1400 die Poststelle der exterritorialen „UNO-City“). Im Dialekt wird manchmal anstelle der Bezeichnung „Bezirk“ auch Hieb verwendet.[1]

Inhaltsverzeichnis

  Zum Begriff des Gemeindebezirks und Bezirksteils

Der Wiener Gemeindebezirk ist nicht mit dem Begriff des politischen Bezirks der sonstigen österreichischen Verwaltungsgliederung vergleichbar, der einen Amtsbereich einer Bezirkshauptmannschaft mit etlichen Gemeinden darstellt: Die Gemeinde Wien steht als Statutarstadt (auch) im Range eines politischen Bezirks, die Gemeindebezirke werden einer Ortschaft vergleichbar gesehen: So wie es in manchen Gegenden Ortsvorsteher als lokale Vertreter des Bürgermeisters amtieren, werden Gemeindebezirke von Bezirksvorstehern geführt. Die Bezirksteile sind eine ebenfalls spezifisch Wiener Gliederung, die die Bezirke weiter strukturieren.

  Geschichte

  Die Stadt und ihre Vorstädte

Die ursprüngliche Stadt Wien bestand nur aus dem von den Stadtmauern umgebenen Gebiet, heute der Großteil des 1. Bezirks, der Inneren Stadt. (Bis heute ist, wenn Wiener in Wien davon sprechen, „in die Stadt zu fahren“, der 1. Bezirk gemeint.) Ab dem 15. Jahrhundert erfolgte auch vor der Stadtmauer eine intensivere Besiedlung. Am Beginn der Türkenbelagerung 1529 wurden die mittelalterlichen Vorstädte niedergebrannt, um dem Feind keine Deckung zu bieten. Die später entstandenen neuzeitlichen Vorstädte waren rechtlich der jeweiligen Grundherrschaft unterstehende Ortschaften. 1683 wurden die Vorstädte bei der zweiten Türkenbelagerung erneut stark in Mitleidenschaft gezogen. 1704 wurde im Bereich des heutigen Gürtels der Linienwall zu ihrem Schutz errichtet. (Der Begriff Linie stammt aus der militärischen Befestigungstechnik; im konkreten Fall bezeichnete er auch eine Umsatzsteuergrenze.)

  1850: Vorstädte eingemeindet, Vororte selbstständig

1848 / 1849 wurden die grundherrschaftlichen Rechte abgelöst, die Ortschaften zu Gemeinden. 1850 wurden die Stadt und 34 Vorstädte zusammengeschlossen; die Stadtmauer wurde erst ab 1858 demoliert. Die früheren Vorstädte wurden in die Bezirke 2 bis 8 eingeteilt. Durch Teilungen entstanden später zehn Bezirke: 1861 wurde der 5. Bezirk vom 4. Bezirk abgetrennt, dadurch wurden die Bezirke 5–8 zu den Bezirken 6−9. 1874 wurden die außerhalb des neu konzipierten Gürtels gelegenen Teile des 4. und 5. Bezirks zum 10. Bezirk zusammengefasst (der 1892 und 1954 erweitert wurde).

Außerhalb des Linienwalls befanden sich die so genannten Vororte, die teilweise – wie z. B. Währing – bereits zu kleineren Städten herangewachsen waren. Da der Linienwall eine Steuergrenze war, an der Einfuhren in die Stadt und die Vorstädte der Verzehrungssteuer unterworfen wurden, war das Leben in den Vororten deutlich billiger. Aus diesem Grund und weil einige Vororte längst zu selbstbewussten Gemeinden geworden waren, die ihre Autonomie durchaus schätzten, zogen sich die Verhandlungen zur Eingemeindung ca. 20 Jahre hin.

  1892, 1904: Vororte eingemeindet

  Straßenschild in der Louis-Häfliger-Gasse im 21. Bezirk

Erst als Kaiser Franz Joseph bei der Eröffnung des Türkenschanzparks in der Gemeinde Währing (heute 18. Bezirk) 1888 eine Aufsehen erregende Rede über die erhoffte baldige „Beseitigung der physischen Grenze der Vororte“ hielt, wurde das Vorhaben entscheidungsreif gemacht: Am 19. Dezember 1890 wurde das Landesgesetz beschlossen, per 1. Jänner 1892 wurden dann 34 Vororte als Bezirke 11 bis 19 eingemeindet. 1900 wurde der 20. Bezirk vom 2. abgetrennt. 1904 / 1905 wurde die auf der östlichen Donauseite (am linken Donauufer) gelegene Großgemeinde Floridsdorf als 21. Bezirk Teil von Wien. Bis dahin hatte sich Wien nur im 2. Bezirk, der bis 1938 bis zum ehemaligen Hauptarm des Stromes, der Alten Donau, reichte, auf das linke Donauufer erstreckt.

  1938: 97 Gemeinden eingemeindet

  Karte von Groß-Wien:
  • Stadtgebiet bis 1938
  • 1954 bei Wien verbliebenes Gebiet
  • 1954 ausgegliedertes Gebiet

Nach dem „Anschluss“ im Jahr 1938 wurden durch Beschluss der Reichsregierung vom 1. Oktober mit Wirkung vom 15. Oktober 1938[2] 97 niederösterreichische Ortschaften eingemeindet. Damit wurde Wien mit einer Fläche von 1124 km² zur „flächengrößten deutschen Stadt“. Das Ausmaß der Eingemeindungen galt bis zum In-Kraft-Treten der 1946 beschlossenen Gebietsänderungen im Jahr 1954 und führte zur Bezeichnung Groß-Wien. Dieses war in 26 Bezirke gegliedert. Neue Bezirke waren:

Die Orte Breitenfurt, Laab im Walde, Perchtoldsdorf, Vösendorf und Hennersdorf blieben nicht beim Bezirk Mödling, sondern wurden dem 25. Bezirk, Liesing, zugeschlagen. Die neuen Außenbezirke wurden als Landbezirke mit den Randgemeinden bezeichnet.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde im Juni 1946 in Wien, in Niederösterreich und im Nationalrat verfassungsgesetzlich[3] beschlossen, einen Großteil der Eingemeindungen rückgängig zu machen, doch scheiterte das In-Kraft-Treten der diesbezüglichen Gesetze am Widerstand der sowjetischen Vertreter im Kontrollrat. Daraufhin entstand folgender Kompromiss: Die Bürger dieser Bezirke durften Mandatare für den niederösterreichischen Landtag wählen, diese hatten aber dort kein Stimmrecht. Andererseits verblieben die Randgemeinden in Wien und unter Wiener Verwaltung, hatten aber keine Vertretung im Wiener Gemeinderat.

  1954: 80 Gemeinden ausgeschieden

1954 stimmten auch die sowjetischen Vertreter der Besatzungsmächte der Wiederausgliederung vieler Randgemeinden zu; die 1946 beschlossenen Gesetze wurden kundgemacht und traten am 1. September 1954 in Kraft. Zu dieser Zeit hatten sich die Bürger vielfach aber schon an die Zugehörigkeit zu Wien gewöhnt. Wien selbst warb auch um ihr Verbleiben im Stadtverband. Es fanden sogar nichtoffizielle Volksabstimmungen statt, wie in Mödling und Klosterneuburg. Die bereits 1945 / 1946 getroffene politische Entscheidung blieb aber aufrecht: Nur Teile des 22. (heute Donaustadt) und 25. Bezirks (als 23. Bezirk) und etliche Orte am Stadtrand (insgesamt 17 Ortschaften) verblieben somit bei Wien. 80 Ortschaften kamen, nun wieder autonome Gemeinden, zurück zu Niederösterreich (Bezirk Wien-Umgebung). Wien verlor dadurch zwei Drittel seiner Fläche, die nunmehr 415 km² betrug.

Relikte von Groß-Wien sind heute noch bei Strom, Gas und Telefon sichtbar. Die Stromversorgung der Randgemeinden erfolgt größtenteils nach wie vor durch Wien-Energie und nicht durch EVN. Kledering, Mauerbach, Perchtoldsdorf, Schwechat, Vösendorf und andere Randgemeinden bilden nach wie vor einen Teil des Wiener Telefonnetzes mit der Vorwahl 01 (bzw. +43-1 aus dem Ausland).

  Bezirke und Bezirksteile

Da sich das heutige Stadtgebiet durch zahlreiche Eingemeindungen ehemaliger Vorstädte und Vororte ergab, findet man deren Namen und die Namen einstiger Orte noch immer auf dem Stadtplan. Bis heute bestehen in einigen Teilen der Stadt baulich sowie mental abgrenzbare Nachbarschaften bzw. Wohngegenden, Vierteln oder Quartieren, ortsüblich Grätzl genannt. Besonders deutlich sichtbar ist dies in den Außenbezirken, wo sich oft die traditionellen Ortskerne (z. B. Kaiserebersdorf, Mauer, Hütteldorf, Grinzing) erhalten haben.

Die Bezirke 1 bis 9 und 20 gelten als Innenbezirke (auch innerhalb des Gürtels gelegen bezeichnet, obwohl das für den 2., 20. und Teile des 3. Bezirks nicht stimmt). Alle anderen, insbesondere die Bezirke 10 bis 19 werden als Außenbezirke bezeichnet. 21., 22. und 23. Bezirk werden auch als Randbezirke bezeichnet.

Im Laufe der Jahrzehnte wurden Bezirksgrenzen nicht nur 1938 geändert. So gelangte z. B. der Teil der Alservorstadt südlich der Alser Straße, 1850 Teil des 9. Bezirks, 1862 zum 8. Bezirk. In den am westlichen Gürtel gelegenen Bezirken wurden 1907 Bezirksgrenzen, die in Parallelgassen verliefen, an den Gürtel verlegt. (So kam z. B. die Wiener Volksoper vom 18. in den 9. Bezirk.) Der Exerzierplatz Schmelz, dessen unverbauter Rest sich heute im 15. Bezirk befindet, zählte einst zu drei anrainenden Bezirken. Der Ort Albern an der Donau musste aus besatzungsrechtlichen Gründen 1954 und 1956 den Bezirk wechseln. Die Grenze zwischen 21. und 22. Bezirk wurde 1954 großräumig verlegt. In den letzten dreißig Jahren erfolgten kleinere Grenzverschiebungen, um Infrastruktureinrichtungen wie den Naschmarkt einem statt zwei Bezirken zuordnen zu können.

Obwohl er die wenigsten Einwohner hat, zählt der 1. Bezirk mit 100.745 Beschäftigten die meisten Arbeitnehmer. Grund für diese hohe Arbeitsplatzdichte ist einerseits der Tourismus, der die Geschäftsstraßen und -gassen belebt, andererseits die gute Erreichbarkeit im Zentrum der Stadt, für viele Firmen speziell im Dienstleistungsbereich ein wichtiger Standort- und Prestigefaktor.

Die Donaustadt, der 22. Bezirk, ist der flächengrößte und nach Einwohnern zweitgrößte Bezirk. Er umfasst 10.229 Hektar Fläche und 158.933 Einwohner. Aufgrund der großen Fläche zählt die Donaustadt allerdings auch zu den am dünnsten besiedelten Bezirken. Einzig der 13. Bezirk im Westen der Stadt, Hietzing, weist mit 1.361 Personen pro km² eine noch geringere Bevölkerungsdichte auf, weil der fast unbesiedelte Lainzer Tiergarten (25 km²) zum Bezirk gehört.

Die kleinste Fläche besitzt der 8. Bezirk, die Josefstadt. Da auf den nur 1,08 km² allerdings 23.747 Personen wohnen, ergibt das die zweitgrößte Einwohnerdichte der Stadt. Eine noch höhere Einwohnerdichte gibt es im 5. Bezirk, Margareten. Auf zwei Quadratkilometer Fläche leben dort 53.178 Personen, was mit 26.196 Personen pro km² alle anderen Bezirke der Stadt übertrifft.

  Liste der Wiener Gemeindebezirke

Beim Anführen von Bezirksnamen in Texten ist zu beachten, dass die Namen des 1., 2., 3., 4., 8., 20. und des 22. Bezirks weiblich sind und mit Artikel genannt werden (z. B. „in der Leopoldstadt“, „auf der Wieden“, „die Josefstadt“), die Namen des 7. und des 9. Bezirks hingegen männlich („am Neubau“, „der Alsergrund“) und ebenfalls mit Artikel genannt werden. Alle anderen Bezirksnamen werden ohne Artikel (z. B. „in Döbling“) zitiert.

Nr. Gemeindebezirk
Wappen Bezirksteile Eingemeindung
Fläche (Hektar) Einwohner
(2011)
Einwohner
je km²
Beschäftigte
(2001)
01 Innere Stadt Innere Stadt 1850: Bezirksfläche außerhalb der Stadtmauer 000000000000301.0000000000301 000000000016854.000000000016.854 000000000005599.00000000005.599 000000000100745.0000000000100.745
02 Leopoldstadt Leopoldstadt Jägerzeile Jägerzeile
Leopoldstadt Leopoldstadt
Zwischenbrücken Zwischenbrücken
1850 inkl. Brigittenau, seit 1900 20. Bezirk, und Kaisermühlen, 1938 zum 21., 1954 zum 22. Bezirk; 1954 / 1955 mit Albern (siehe 11. Bezirk) 000000000001927.00000000001.927 000000000096016.000000000096.016 000000000004983.00000000004.983 000000000047316.000000000047.316
03 Landstraße Landstraße Landstraße Landstraße
Erdberg Erdberg
Weißgerber Weißgerber
1850; seit 1938 mit Arsenal und Schweizer Garten (vorher 10. Bezirk) 000000000000739.0000000000739 000000000085045.000000000085.045 000000000011508.000000000011.508 000000000067812.000000000067.812
04 Wieden Wieden Hungelbrunn Hungelbrunn
Schaumburgergrund Schaumburgergrund
Wieden Wieden
1850 (bis 1861 inkl. Margareten, bis 1874 inkl. Teil Favoritens) 000000000000180.0000000000180 000000000030943.000000000030.943 000000000017191.000000000017.191 000000000024971.000000000024.971
05 Margareten Margareten Hundsturm Hundsturm
AUT Laurenzergrund COA.png Laurenzergrund
Margareten Margareten
AUT Matzleinsdorf COA.png Matzleinsdorf
AUT Nikolsdorf COA.png Nikolsdorf
AUT Reinprechtsdorf COA.png Reinprechtsdorf
1850 als Teil Wiedens, 1861 Bezirk (bis 1874 inkl. Teil Favoritens) 000000000000203.0000000000203 000000000053178.000000000053.178 000000000026196.000000000026.196 000000000014964.000000000014.964
06 Mariahilf Mariahilf AUT Gumpendorf COA.png Gumpendorf
AUT Laimgrube COA.png Laimgrube
AUT Magdalenengrund COA.png Magdalenengrund
AUT Mariahilf COA.png Mariahilf
AUT Windmühle COA.png Windmühle
1850 (bis 1861 als 5. Bezirk geführt) 000000000000148.0000000000148 000000000029623.000000000029.623 000000000020016.000000000020.016 000000000021906.000000000021.906
07 Neubau Neubau Altlerchenfeld Altlerchenfeld
Neubau (Ortsteil) Wappen.png Neubau
Sankt Ulrich Sankt Ulrich
AUT Schottenfeld COA.png Schottenfeld
Spittelberg Spittelberg

Auch kleine Teile der ehemaligen Vorstädte Mariahilf, Laimgrube und Altlerchenfeld gehören zu Neubau

1850 (bis 1861 als 6. Bezirk geführt) 000000000000161.0000000000161 000000000030392.000000000030.392 000000000018877.000000000018.877 000000000025743.000000000025.743
08 Josefstadt Josefstadt AUT Alservorstadt COA.png Alservorstadt
Altlerchenfeld Altlerchenfeld
Breitenfeld Breitenfeld
Josefstadt (Ortsteil) Wappen.png Josefstadt
Stroizzigrund Strozzigrund
1850 (bis 1861 als 7. Bezirk geführt) 000000000000108.0000000000108 000000000023747.000000000023.747 000000000021988.000000000021.988 000000000014135.000000000014.135
09 Alsergrund Alsergrund AUT Alservorstadt COA.png Alservorstadt
Althangrund Althangrund
AUT Himmelpfortgrund COA.png Himmelpfortgrund
Lichtental Lichtental
AUT Michelbeuern COA.png Michelbeuern
Roßau Rossau
Thurygrund Thurygrund
1850 (bis 1861 als 8. Bezirk geführt) 000000000000299.0000000000299 000000000039688.000000000039.688 000000000013274.000000000013.274 000000000054948.000000000054.948
10 Favoriten Favoriten AUT Favoriten COA.png Favoriten
Inzersdorf-Stadt Inzersdorf-Stadt
Oberlaa Oberlaa
Rothneusiedl Rothneusiedl
Unterlaa Unterlaa
1850 nördlicher Teil im 4., ab 1861 auch 5. Bezirk; 1874 10. Bezirk, 1892 bis zur Donauländebahn; 1938: Arsenal zum 3. Bezirk; Rothneusiedl, Oberlaa, Unterlaa eingemeindet (23. Bezirk, Schwechat), seit 1954 im 10. Bezirk 000000000003180.00000000003.180 000000000177215.0000000000177.215 000000000005573.00000000005.573 000000000056849.000000000056.849
11 Simmering Simmering Albern Albern
Kaiserebersdorf Kaiserebersdorf
Simmering Simmering
1892, 1938 (Albern 1938–1954 beim 23. Bezirk, Schwechat, 1954–1955 beim 2. Bezirk) 000000000002327.00000000002.327 000000000090712.000000000090.712 000000000003898.00000000003.898 000000000030798.000000000030.798
12 Meidling Meidling Altmannsdorf Altmannsdorf
AUT Gaudenzdorf COA.png Gaudenzdorf
Hetzendorf Hetzendorf
Obermeidling Wappen.png Obermeidling
Untermeidling Wappen.png Untermeidling
1892 000000000000816.0000000000816 000000000088579.000000000088.579 000000000010855.000000000010.855 000000000030157.000000000030.157
13 Hietzing Hietzing Hietzing Hietzing
Unter-St.-Veit Unter-St.-Veit
Ober-St.-Veit Ober-St.-Veit
Hacking Hacking
Lainz Lainz
AUT Speising COA.png Speising
1892; bis 1938 mit Baumgarten, Breitensee, Hütteldorf, Penzing; seit 1938 mit Friedensstadt, Siedlung Auhofer Trennstück und benachbarten Siedlungen; Lainzer Tiergarten 1938 eingemeindet (damals 25., jetzt 23. Bezirk; seit 1956 beim 13. Bezirk) 000000000003770.00000000003.770 000000000051292.000000000051.292 000000000001361.00000000001.361 000000000023743.000000000023.743
14 Penzing Penzing Baumgarten Baumgarten
Breitensee Breitensee
Hadersdorf-Weidlingau Hadersdorf-Weidlingau
Hütteldorf Hütteldorf
Penzing Penzing
1892 Baumgarten, Breitensee, Hütteldorf, Penzing Teile des 13. Bezirks, 1938 14. Bezirk mit Hadersdorf-Weidlingau 000000000003382.00000000003.382 000000000084933.000000000084.933 000000000002511.00000000002.511 000000000025960.000000000025.960
15 Rudolfsheim-Fünfhaus Rudolfsheim-Fünfhaus Rudolfsheim Rudolfsheim
Fünfhaus Fünfhaus
Sechshaus Sechshaus
1892 (bis 1938: 14., Rudolfsheim; 15., Fünfhaus, dann bis 1957 Bezirksname Fünfhaus) 000000000000386.0000000000386 000000000072021.000000000072.021 000000000018658.000000000018.658 000000000028219.000000000028.219
16 Ottakring Ottakring Neulerchenfeld Neulerchenfeld
Ottakring Ottakring
1892 000000000000865.0000000000865 000000000095386.000000000095.386 000000000011027.000000000011.027 000000000025757.000000000025.757
17 Hernals Hernals Hernals Hernals
Dornbach Dornbach
Neuwaldegg Neuwaldegg
1892 000000000001135.00000000001.135 000000000052913.000000000052.913 000000000004662.00000000004.662 000000000014477.000000000014.477
18 Währing Währing Gerstdorf Gersthof
Pötzleinsdorf Pötzleinsdorf
Währing Währing
Weinhaus Weinhaus
1892 (bis 1938 mit Neustift am Walde und Salmannsdorf) 000000000000628.0000000000628 000000000048013.000000000048.013 000000000007645.00000000007.645 000000000013972.000000000013.972
19 Döbling Döbling Grinzing Grinzing
Heiligenstadt Heiligenstadt
Wappen fehlt Josefsdorf
Kahlenbergerdorf Kahlenbergerdorf
Neustift am Walde Neustift am Walde
Nußdorf Nussdorf
Oberdöbling Oberdöbling
Salmannsdorf Salmannsdorf
Sievering Sievering
Unterdöbling Unterdöbling
1892, Kuchelauer Hafen später, seit 1938 mit Neustift am Walde und Salmannsdorf (bis dahin 18. Bezirk) 000000000002490.00000000002.490 000000000068820.000000000068.820 000000000002764.00000000002.764 000000000026665.000000000026.665
20 Brigittenau Brigittenau Brigittenau Brigittenau
Zwischenbrücken Zwischenbrücken
1850 als Teil des 2. Bezirks, 1900 von diesem abgetrennt 000000000000567.0000000000567 000000000083607.000000000083.607 000000000014746.000000000014.746 000000000021729.000000000021.729
21 Floridsdorf Floridsdorf Donaufeld Donaufeld
Floridsdorf Floridsdorf
Großjedlersdorf Großjedlersdorf
Jedlesee Jedlesee
Leopoldau Leopoldau
Stammersdorf Stammersdorf
Strebersdorf Strebersdorf
1904, 1911 (Strebersdorf), 1904–1938 mit Aspern, Hirschstetten, Lobau, Stadlau, ab 1938 mit Stammersdorf, 1904–1954 mit Kagran, 1938–1954 mit Kaisermühlen 000000000004452.00000000004.452 000000000142603.0000000000142.603 000000000003203.00000000003.203 000000000048062.000000000048.062
22 Donaustadt Donaustadt Aspern Aspern
Breitenlee Breitenlee
Essling Essling
Hirschstetten Hirschstetten
Kagran Kagran
Kaisermühlen Kaisermühlen
Stadlau Stadlau
Süßenbrunn Süßenbrunn
1904–1938 Aspern, Hirschstetten, Lobau, Stadlau im 21. Bezirk; 1938 22. Bezirk, Groß-Enzersdorf, mit Breitenlee, Essling, Süßenbrunn; 1954 Kagran, Kaisermühlen vom 21. Bezirk, Groß-Enzersdorf u. a. zu Niederösterreich 000000000010229.000000000010.229 000000000158933.0000000000158.933 000000000001554.00000000001.554 000000000044420.000000000044.420
23 Liesing AUT Liesing COA.png Atzgersdorf Atzgersdorf
Erlaa Erlaa
Inzersdorf Inzersdorf
Kalksburg Kalksburg
Liesing Liesing
Mauer Mauer
Rodaun Rodaun
Siebenhirten Siebenhirten
1938 25. Bezirk (mit größerem Umfang), 1954 23. Bezirk, 1956 Lainzer Tiergarten zum 13. Bezirk 000000000003202.00000000003.202 000000000093629.000000000093.629 000000000002924.00000000002.924 000000000055759.000000000055.759
Stadt Wien Wien 000000000041495.000000000041.495 000000001714142.00000000001.714.142 000000000004131.00000000004.131 000000000821458.0000000000821.458

  Politik

„Bezirksparlament“ jedes Bezirks ist die Bezirksvertretung, deren Wahlen (mit separatem Stimmzettel) gleichzeitig mit den Gemeinderatswahlen erfolgen; ihr einzelnes Mitglied wird als Bezirksrat bezeichnet. Bei den Bezirksvertretungswahlen sind seit 1995 auch ständig in Wien lebende Bürger anderer EU-Mitgliedstaaten wahlberechtigt. (Wien ist das einzige der neun Bundesländer Österreichs, in dem Bezirksdemokratie eingeführt ist, obwohl dies 1920 für alle Bundesländer geplant war.)

Repräsentant eines Bezirks ist der gewählte Bezirksvorsteher. Er wird immer von der bei den Bezirksvertretungswahlen stimmenstärksten Partei gestellt, einer seiner beiden Stellvertreter ebenfalls. Der zweite Stellvertreter gehört der zweitstärksten Partei des Bezirkes an. Derzeit stellen die Grünen den Bezirksvorsteher im 7. Bezirk, die ÖVP in den bürgerlichen Innenbezirken 1 und 8 sowie in den zum beträchtlichen Teil Villenviertel umfassenden Bezirken 13, 18 und 19. In den anderen 17 Bezirken wird der Bezirksvorsteher von der SPÖ gestellt (alle Angaben auf Grund der Ergebnisse der Kommunalwahlen in Wien).

Bezirksvertretung und Bezirksvorsteher haben ihren Sitz (ausgenommen die Bezirke 4, 6 und 8, deren Bezirksamt sich im Nachbarbezirk befindet) im Gebäude des jeweiligen Magistratischen Bezirksamtes. Dieses ist allerdings nicht den Bezirkspolitikern unterstellt, sondern dem Magistratsdirektor, da es als „Dependance“ des Magistrats der Stadt Wien bzw. des Amtes der Wiener Landesregierung fungiert.

2002 hat der Wiener Landtag das Wahlrecht bei den Bezirkswahlen auch auf Nicht-EU-Bürger, die mindestens fünf Jahre in Wien ihren Wohnsitz haben, ausgedehnt. Diese Regelung wurde jedoch 2004 auf Grund einer Beschwerde der FPÖ und der ÖVP vom Verfassungsgerichtshof wieder aufgehoben, bevor sie zur Anwendung gelangt wäre.

Der Gemeinderat (personenidentisch mit dem Wiener Landtag) hat den Bezirken im Sinn der Dezentralisierung Finanzmittel zur autonomen Verwendung zugeteilt, zum Beispiel zur Erhaltung der Pflichtschulen, der Verkehrsflächen (soweit diese nicht dem höherrangigen Straßennetz angehören) und der Parkanlagen. Weiters sind die Bezirke in wichtige Vorgänge der Stadtplanung, der Verkehrsorganisation und des Bauwesens eingebunden. Entscheidungen dazu hat jeweils die Bezirksvertretung oder der von ihr damit beauftragte Ausschuss zu treffen. Als zweite Instanz fungiert der Gemeinderat bzw. der zuständige amtsführende Stadtrat.

  Literatur

  • Felix Czeike (Hrsg.): Historisches Lexikon Wien in fünf Bänden, Kremayr & Scheriau, Wien 1992–1997
  • Peter Diem, Michael Göbl, Eva Saibel: Die Wiener Bezirke. Ihre Geschichte, ihre Persönlichkeit, ihre Wappen. Perlen Reihe, Wien (2002).
  • Das provisorische Gemeindegesetz vom 6. März 1850 mit dessen Nachtragsbestimmungen [bis 6. November 1866] in: Bericht der vom Wiener Gemeinderathe eingesetzten Commission zur Revision des Gemeinde-Statutes. Erster Band. = Vorlagen zur Revision der provisorischen Wiener Gemeinde-Ordnung vom 6. März 1850, Selbstverlag Gemeinderat Wien, Wien 1868, S. 137 (Online-Version bei Google Books)

  Weblinks

  Einzelnachweise

  1. Hieb, der Bezirk (in Wien). ostarrichi.org, abgerufen am 2. August 2012.
  2. Gesetz über Gebietsveränderungen im Lande Österreich vom 1. Oktober 1938, Gesetzblatt für das Land Österreich Nr. 443 vom 6. Oktober 1938, S. 2227 ff.
  3. Gebietsänderungsgesetz, BGBl. 110 / 1954
   
         
   

 

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