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Heeresflieger (Bundeswehr)

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Barettabzeichen
Taktisches Zeichen (Grundzeichen) der NATO-Heeresflieger

Die Heeresfliegertruppe ist eine Truppengattung des deutschen Heeres. Die deutschen Heeresflieger bewältigen heute ihre Aufträge vorrangig mit leichten und mittleren Militärhubschraubern. Die Truppengattung zählt zu den Kampfunterstützungstruppen.

Inhaltsverzeichnis

Ausrüstung

EC 135 T1
PAH Bo 105 P1A1
MTH Sikorsky CH-53G
Der mittelschwere Transporthubschrauber NH90

Den Heeresfliegern stehen folgende Hubschraubermuster zur Verfügung beziehungsweise befinden in der Beschaffungsphase:

Der leichte Transporthubschrauber (LTH) UH-1D wird mit der begonnenen Einführung des mittleren Transporthubschraubers (MTH) NH90 abgelöst. Als seit Jahrzehnten bewährtes Einsatzmittel steht die CH-53G, ebenfalls ein mittlerer Transporthubschrauber in Dienst und wird in verschiedenen Versionen geflogen: Als Standardvariante CH-53G, aufgewertet zukünftig als CH-53GA. Im Rahmen des ISAF-Einsatzes wird die CH-53GS mit Selbstschutzausrüstung eingesetzt.

Die leichte MBB BO 105 wird als Verbindungs- und Beobachtungshubschrauber (VBH) und teilweise auch Ausbildungshubschrauber eingesetzt. Als Panzerabwehrhubschrauber (PAH), der Anfang der achtziger Jahre eingeführt wurde, wird sie mit der bereits laufenden Einführung des Unterstützungshubschraubers Tiger (UHT) ersetzt. Die Ausbildung an dem aus deutsch-französischer Entwicklung hervorgegangenen UH Tiger wird im gemeinsamen Ausbildungszentrum im südfranzösischem Le Luc durchgeführt.

Zudem wird an der Heeresfliegerwaffenschule in Bückeburg der Schulungshubschrauber EC 135 zur Ausbildung für die angehenden Piloten genutzt. Bis 2006 stand als Schulungshubschrauber die SA-318 Alouette II im Dienst.

Erkennungszeichen

Soldaten der Heeresfliegertruppe tragen Heeresuniformem mit einem bordeauxfarbenen Barett. Das Barettabzeichen ist eine Fliegerschwinge, die senkrecht von einem Schwert gekreuzt wird, umrahmt von Eichenlaub. Zusätzlich tragen sie an den Ärmeln des Dienstanzugs Ärmelbänder mit einer Fliegerschwinge. Als Waffenfarbe tragen sie an den Kragenspiegeln und als Unterlage beziehungsweise Umrandung der Schulterklappen des Dienstanzugs, sowie an den Schulterklappen des Feldanzugs Litzen in hellgrau. Das Motto der Heeresflieger ist „nach vorn“ .

Das Taktische Grundzeichen der Heeresflieger und vergleichbaren Kräfte der NATO-Truppen zeigt einen stilisierten Propeller. Dieses Grundzeichen wird ergänzt um fähigkeitsspezifische Zeichen, je nach Typ der Heeresfliegereinheit. Die Darstellung des Propellers (entspricht in etwa einer liegenden Acht) wird zuweilen zu zwei sich mit den Spitzen berührenden Dreiecken noch weiter vereinfacht. Das Taktische Zeichen der Luftwaffe ist ähnlich, jedoch sind dann die Propeller nicht ausgefüllt.

Geschichte

Vorgeschichte

Die Heeresflieger sind die fliegerischen Komponenten bzw. Ergänzungen des deutschen Heeres. Sie gehörten zu keiner Zeit organisatorisch in eine Einheit mit Verbänden der deutschen Marine. Tatsächliche wurden reine deutsche Luftstreitkräfte (die „Luftwaffe“) erst mit der Wehrhoheit im Jahre 1935 gegründet.

Bereits 1887 wurde die 1. Preußischen Luftschifferabteilung mit Fesselballonen zur Nahaufklärung gegründet, womit die Geschichte der militärischen Luftfahrt in Deutschland begann. 1906 wurde eine „Versuchskompanie für Motorluftschifffahrt“ aufgestellt und das erste deutsche Heeresluftschiff in Dienst gestellt. Auftrag der Luftschiffe war zunächst die Aufklärung, später hauptsächlich strategische Bombardierungen. 1914 wurde die Fliegerschule Döberitz in die „Lehr- und Versuchsanstalt für das Militärflugwesen“ umgewandelt. Von 1914 bis 1918 wurden die Ballone und Luftschiffe im Ersten Weltkrieg verwendet. Gleichzeitig gab es eine Vielzahl von Kampf- und Aufklärungsflugzeugen, die organisatorisch dem Heer angehörten (da es im deutschen Militär eine reine „Luftwaffe“ noch nicht gab).

In der Wehrmacht, ab 1935, entstand aus diesen Anfängen die Luftwaffe als eigene Teilstreitkraft, nachdem der Versailler Vertrag zunächst die militärische Luftfahrt in Deutschland verboten hatte. Bis 1945 gab es im Heer keine Heeresflieger, da Hermann Göring alles fliegende Material für seine Luftwaffe beanspruchte, das betraf auch die fliegerischen Kräfte der Kriegsmarine. Erst mit dem Aufbau der Bundeswehr ab 1955 wurde die deutsche Heeresfliegerwaffe namentlich und organisatorisch begründet.

Heeresstruktur I

Die DO27: einziger Starrflügler in der Geschichte der Heeresflieger der Bundeswehr (hier ein Modell Portugals)

1954 wurde Oberst Horst Pape „Berater des Heeres für Fragen der Heeresflieger“ mit dem Auftrag, den Aufbau der Heeresfliegertruppe zu planen. Der erste fliegende Verband der Heeresflieger wurde im Mai 1957 in Niedermendig aufgestellt. Die ersten Einheiten wurden ab 1957 mit Bell 47 G-2 und Tragflüglern des Typs DO 27 ausgerüstet. Zur Erprobung wurden außerdem folgende Hubschrauber beschafft: 14 Bell 47 GH13, 6 Djinn So 1221, 10 Skeeter Mark 6, Bristol 171 Sycamore, 28 Vertol H21 und 26 Sikorsky S58 H34. Das Verbindungsflugzeug DO 27 wurde bereits 1959 durch 130 neu beschaffte Hubschrauber SA-318 Alouette II abgelöst. Die Alouette II diente lange Zeit noch als Schulungshubschrauber an der Heeresfliegerwaffenschule (aufgestellt 1959 in Niedermendig, ab 1960 Bückeburg), wurde aber von dem Eurocopter EC 135 abgelöst. Niedermendig, Celle und Fritzlar waren die ersten Flugplätze mit regelmäßigen Flugbetrieb.

Heeresstruktur II

Ab 1963 wurden an der Heeresfliegerwaffenschule die Bell UH-1D als Schulungsflugzeug und 1967 in die Truppe als Transporthubschrauber eingeführt.

Heeresstruktur III

1971 wurde das Hubschraubermuseum Bückeburg eingeweiht. 1972 wurden Hubschrauber des Typs Sikorsky S65 CH53 beschafft. Diese lösten die Sikorsky H-34 ab. Die zahlenmäßige Überlegenheit des Warschauer Paktes an Panzern führte zur Beschaffung der MBB BO105, die man zusätzlich zur Panzerabwehr mit Lenkflugkörpern HOT aufrüstete. Ansonsten wurde die MBB BO105 ohne Zusatzbewaffnung als Verbindungs- und Beobachtungshubschrauber verwendet.

Heeresstruktur IV

Durch die neuen Panzerabwehrhubschrauber wurden erstmals 1979 Panzerabwehrhubschrauberregimente (16 (Celle), 26 (Roth) und 36 (Fritzlar)) aufgestellt. Nach der Wiedervereinigung wurden zunächst die Hubschraubermuster Mi 8 und Mi 24 von der NVA übernommen, jedoch letztlich außer Dienst gestellt. Die übernommenen NVA-Einheiten der Armeefliegerkräfte waren die Kampfhubschraubergeschwader 3 und 5. Sie wurden zu den Heeresfliegerstaffeln 70, 80 und Ost umgegliedert. Seit 1991 wurden an der Heeresfliegerwaffenschule auch Soldaten anderer Truppen ausgebildet.

Heeresstruktur V (N)

Die neu aufgestellte Heeresfliegerbrigade 3 (Mendig) vereinigte 1994 erstmals alle Kräfte der Transporthubschrauberverbände sowie fast alle Beobachtungs- und Verbindungsstaffeln. Damit war sie der Vorläufer der heutigen Luftbeweglichen Brigade 1. Zuvor waren die Heeresfliegerkräfte meist auf Korpsebene angesiedelt. Der Leiter der Heeresfliegerwaffenschule ist seit 1995 zugleich General der Heeresflieger, der zuvor im Heeresamt seinen Sitz hatte.

Nach 1997

Ein Tiger im Dienst der Australischen Armee

1997 wurde auf dem Heeresflugplatz Fritzlar die Luftmechanisierte Brigade 1 in Dienst gestellt. Damit erhielt das Heer erstmals schnell verlegbare und luftbewegliche Infanteriekräfte. Zusammen mit den Kampfhubschrauberregimentern der Brigade konnten diese den luftbeweglichen Kampf aus der Luft und vom Boden aus führen. 1990 wurde ein erster Prototyp des NH-90 an der Heeresfliegerwaffenschule vorgestellt. 1999 wurde die CH-53GS in die Truppe eingeführt. 2000 begann die Außerdienststellung der Alouette II mit Übergabe der ersten EC 135. Ende 2003 wurden die ersten Eurocopter Tiger zu Erprobungszwecken beschafft. Seit 2005 werden Piloten auf diesem Muster an der Deutsch-französische Heeresfliegerausbildungszentrum TIGER in Le Luc ausgebildet.

Einsätze

Heeresflieger während des SFOR Einsatzes
Deutsche Heeresflieger im Irak

Heeresflieger waren und sind auf Grund ihrer speziellen Fähigkeiten an nahezu jedem Auslands- und Katastropheneinsatz des Heeres beteiligt. Dazu zählen u.a.:

Organisation

Die Heeresfliegerkräfte sind in der Division Luftbewegliche Operationen zusammengefasst, diese umfasst zukünftig folgende unterstellte Truppenteile mit Heeresfliegeranteil:

Zentrale Ausbildungseinrichtung und verantwortlich für die Weiterentwicklung der Truppengattung ist die Heeresfliegerwaffenschule in Bückeburg. Der Leiter der Schule ist gleichzeitig General der Heeresflieger. Gemeinsam unterhalten die deutschen und französischen Streitkräfte seit 2003 das Deutsch-französische Heeresfliegerausbildungszentrum TIGER zur Ausbildung für den Tiger in Le Cannet-des-Maures (Frankreich).

Aufgelöste Einheiten

Folgende Einheiten wurden im Heer aufgestellt und sind mittlerweile aufgelöst (Auswahl):

  • Heeresfliegerbrigade 3
  • Heeresfliegerkommando 1 (I. Korps)
  • Heeresfliegerkommando 2 (II. Korps)
  • Heeresfliegerkommando 3 (III. Korps)
  • Heeresfliegerregiment 6, Hungriger Wolf
  • Heeresfliegerregiment 16, Celle
  • Heeresfliegerregiment 20, Roth, später Neuhausen ob Eck
  • Datei:HeeresFliegerRgt35.JPG Heeresfliegerregiment 35
  • Heeresfliegerausbildungsstaffel 8/III, Mayen (bis 1993: Niederstetten)
  • Heeresfliegerstaffel 1, Celle
  • Heeresfliegerstaffel 2, Fritzlar
  • Heeresfliegerstaffel 3, Rotenburg/Wümme
  • Heeresfliegerstaffel 4, Feldkirchen
  • Heeresfliegerstaffel 5, Mendig
  • Heeresfliegerstaffel 7, Celle, später Rheine
  • Gebirgsheeresfliegerstaffel 8, (Ober-)Schleißheim (1958-1981), Landsberg (1981 - 1994, aufgelöst)
  • leichte Heeresfliegertransportstaffel 9 AMF, Niederstetten, 1993 bis 1998
  • Heeresfliegerstaffel 10, Neuhausen ob Eck
  • Heeresfliegerstaffel 11, Rotenburg/Wümme
  • Heeresfliegerstaffel 13, Celle
  • Heeresfliegerunterstützungsstaffel 14, Celle
  • Heeresfliegerstaffel Ost, Cottbus
  • Heeresfliegerstaffel 70, Cottbus
  • Heeresfliegerstaffel 80, Basepohl
  • Heeresfliegerverbindungs-/Aufklärungsstaffel 300, Mendig
  • Heeresfliegerstaffel 400, später Heeresfliegerunterstützungsstaffel 1
  • Heeresfliegerstaffel 800, Rheine
  • Heeresfliegerstaffel 900, Bückeburg
  • Heeresfliegerversuchsstaffel 910, Bückeburg

Literatur

  • Bundeswehramt (Hrsg.): Unser Heer 3: Heeresflieger. Bad Godesberg 1962.
  • Fred Bünz: Modernisierung in der Bundeswehr: die Entwicklung des Konzeptes der Luftbeweglichkeit und der entsprechenden Einsatzgrundsätze; unter besonderer Berücksichtigung des von Carl von Clausewitz formulierten Wechselverhältnisses von Theorie und Praxis. Diss. Universität der Bundeswehr München. München 1999.
  • Joachim Dressel, Manfred Griel: Flugzeuge und Hubschrauber der Bundeswehr. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 1990. ISBN 3-613-01358-4
  • Fritz Garben: Deutsche Heeresflieger: nationale und internationale Rettungs-, Hilfs- und UN-Einsätze. Stedinger-Verlag, Lemwerder 2005. ISBN 3-927697-41-9
  • Fritz Garben:Fünf Jahrzehnte Heeresflieger: Typen, Taktik und Geschichte. Stedinger-Verlag, Lemwerder 2006. ISBN 3-927697-45-1
  • Kurt Schütt: Heeresflieger: Truppengattung der dritten Dimension; die Geschichte der Heeresfliegertruppe der Bundeswehr. Bernard und Graefe, Koblenz 1985. ISBN 3-7637-5451-2
  • Bundesministerium der Verteidigung (Hrsg.): "Heeresflieger", 1000 Stichworte zur Bundeswehr. Mittler, Hamburg 1996. ISBN 3-8132-0536-3
  • Bernd Vetter, Frank Vetter: Die deutschen Heeresflieger: Geschichte, Typen und Verbände. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2001. ISBN 3-613-02146-3

Siehe auch

Weblinks

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